Große Enttäuschung

Trotz der Windböen haben wir eine ruhige Nacht.

Man kann es kaum glauben, aber hier in unserer Nähe ist eine Messstation und die hat Böen bis 10 Beaufort gemessen. Wow! Haben wir so noch nie erlebt.

Pünktlich um 9.30 Uhr starten wir in Richtung Messegelände und wundern uns über die schlechte Beschilderung. Auf der Homepage finden wir die Erklärung. Abgesagt! Eigentlich sind die schlimmsten Orkanböen durch.

Enttäuscht treten wir die Heimreise an. Wir hatten uns sooo gefreut.

1 Bad Kissingen N 50° 11′ 12,3″ O 10° 4′ 56,1″
2 Saarbrücken

Bad Kissingen

Am späten Nachmittag starten wir nach Bad Kissingen zur Abenteuer Allrad. Wir suchen nach neuen besseren Fenstern für unsere Elsa. Um 21.00 Uhr kommen wir auf dem Stellplatz an, von dem wir morgen nur noch in den Shuttlebus umsteigen müssten. Leider ist hier schon alles voll. Der nächste Stellplatz am Freibad hat allerdings mehr als genug Platz.

1 Saarbrücken
2 Bad Kissingen N 50° 11′ 12,3″ O 10° 4′ 56,1″

Nebel

Gestern war es noch wunderschön, heute ist es neblig und feuchtkalt. Aber gejammert wird nicht. Fliegen macht bei jedem Wetter Spaß.

Am Nachmittag kommt endlich die Sonne durch.

Der Höhepunkt des Tages ist die Besichtigung der Stauferburg aus dem 15. Jahrhundert, natürlich ganz exklusiv. Nur Oma, Mali und Pina.

1 Ronneburg N 50° 14′ 19,2″ O 9° 3′ 44,7″
2 Saarbrücken

Nach Saarbrücken

Heute kennen wir unser Tagesziel schon ganz genau, wir fahren für eine Nacht nach Hause. Wir freuen uns lediglich auf unsere Katze. Ansonsten könnten wir gut weiter touren. Saulx hat außer dem Wohnmobilstellplatz nichts zu bieten, wenn man von der Kirche und dem Maison Michel absieht.

Aber zum Trost brechen wir morgen früh schon wieder zu einem Familientreffen auf der Ronneburg auf. Bis Saarbrücken sind es von Saulx noch 250 km.

1 Saulx N 47° 41′ 51,3″ O 6° 16′ 39,2″
2 Saarbrücken

Dôle

Wir haben die Nacht genau unter dem Kirchturm verbracht und die Gemeinde in Lapalisse ist sogar sooo rücksichtsvoll, dass nachts nicht geläutet wird und erst um 8 Uhr der Rasen gemäht wird.

Kurz hinter Montceau les Mines machen wir einen Spaziergang am Canal du Centre.

Aber wir wollen noch 120 km weiter, um uns die Altstadt von Dôle anzuschauen. Die Sonne scheint, aber es bläst ein kalter Wind.

Dôle hatten wir schon länger auf unserer Reiseliste, aber immer kam etwas dazwischen. Der Stellplatz in der Stadt wurde vor ein paar Jahren von einem Zirkus genutzt und dieses Jahr findet doch tatsächlich ein Marathon statt. Wir werden ja nicht übernachten und parken deshalb kurz entschlossen bei Leclerc.

Die Stiftskirche Notre Dame ist das Wahrzeichen der Stadt.

Die Stadt ist malerisch, mit netten Kneipen, hat teilweise aber auch etwas Patina angesetzt. Louis Pasteur, der Erfinder des Pasteurisierens, wurde in der Stadt an der Doubs geboren.

Zum Schluss sehen wir noch den Kajaks beim Training zu.

Wegen des bevorstehenden Marathons finden wir in Dôle keinen geeigneten Picknickplatz und müssen leider schon wieder zum Aquaparc Isis ausweichen. Die Aussicht vom Parkplatz ist so deprimierend, dass wir es vorziehen, unseren Kaffee am Straßenrand neben dem Ententeich zu trinken.

Und weil Dôle sich nicht zum Übernachten eignet, kehren wir zum Ausgangspunkt unserer Reise in Saulx zurück.

Pünktlich zum Pizzabestellen und für den Sonnenuntergang kommen wir an.

Abendrot, schlecht Wetter droht. Na, macht nichts! Morgen sind wir zuhause.

1 Château de La Palice N 46° 14′ 58,5″ O 3° 38′ 23,5″
2 Canal du Centre N 46° 44′ 38,7″ O 4° 29′ 41,4″
3 Dôle N 47° 5′ 33,3″ O 5° 29′ 32,7″
4 Saulx N 47° 41′ 51,3″ O 6° 16′ 39,2″

Fazit: Pyrenäenrundfahrt

Stellplätze

Auf der Anreise war es toll über Saulx und Lavaudieu zu fahren. Die Etappen kurz zu halten, kommt unserem Minchen zugute.
Den tollen Stellplatz im Tal der Truyere müssen wir uns auch gut merken, genau wie den Platz am Lac de Pareloup. Obwohl wir große Städte eher umfahren, lohnt Albi auf jeden Fall. Gut gewählt war auch Rieux Volvestre an der Garonne und von dort in die Pyrenäen zu starten, war auch die beste Lösung. Anstelle von Superbagnères fährt man besser direkt zum Lac de Cap de Long. Bei gutem Wetter lohnt es sich hier länger zu bleiben und zu genießen und ein paar Wanderungen einzuplanen.
In der Nähe der Benediktinerabtei von Leyre gibt es die grandiose Geierschlucht Foz de Lumbier und noch eine Weitere, die wir uns dieses Mal nicht angesehen haben.
Park4Night hat die Stellplatzsuche enorm erleichtert. Wir haben zwar früher gerne aufs Geradewohl gesucht, aber wir müssen zugeben, dass wir ohne Park4Night die meisten 5-Sterneplätze nicht gefunden hätten.

Sehenswürdigkeiten

Wir durften ja ein ganzes Jahr lang nicht reisen und waren entsprechend ausgehungert. Aber wir haben soviel Neues erlebt, dass wir davon im nächsten Winter zehren können.
Tolle Städte und Dörfchen: Albi, Ainsa, Lavaudieu, Arsègual
Tolle Landschaften: Lac de Cap de Long, Foz de Lumbier, Mallos de Riglos
Neue Aktivitäten: Klettersteige, da müssen wir allerdings noch dazu lernen.

Reisezeit

Genial, wenig Betrieb und gutes Wetter. Noch später sollte man in die Pyrenäen nicht reisen, wir brauchten Nachts durchaus unsere Heizung.
Zum Abschluss noch einmal Surfen war auch genial und zum Glück hat der Tramontana uns nicht enttäuscht. Wir waren 12 Tage in Leucate und waren an 7 Tagen auf dem Wasser. Das ist zwar nicht optimal, aber auch nicht schlecht. Letztes Jahr waren wir um die gleiche Zeit in Holland und haben entsätzlich gefroren, während es hier sonning und warm war.

Zusammenfassung

Mit unserer Abenteuerlust und unserer Freude am Entdecken neuer schöner Orte kamen wir diesesmal voll auf unsere Kosten. Wir haben uns nie unsicher gefühlt und hatten sogar das Gefühl, dass die coronabedingten Regeln in Spanien konsequenter eingehalten werden als in Deutschland. Natürlich haben wir uns im Bezug auf Kneipenbesuche etwas eingeschränkt, aber das machen wir zuhause ja schließlich auch währen der Pandemie.

Das Einzige, was wir bei einer Wiederholung der Reise nicht mehr machen würden: wir würden nicht mehr nach Bardenas Reales fahren. Dort hat es uns überhaupt nicht gefallen. Außerdem würden wir ein bisschen mehr Zeit in den spektakulären Hochlagen der Pyrenäen zubringen. Die Vorpyrenäen Aragoniens mit ihren zumindest im Herbst kargen Landschaften haben uns nicht gefallen.

Alles in allem war es endlich mal wieder ein Urlaub nach unserem Geschmack. Man konnte die Inzidenz vergessen, auch wenn wir sicherheitshalber immer mal wieder geschaut haben ob unser Reiseland nicht zum Virusvariantengebiet erklärt wurde.

Eine Neuentdeckung dieser Reise waren die Klettersteige, die unserem derzeitigen Kletterkönnen entsprechen. Da müssen wir weiter am Ball bleiben.

Heimweg in kleinen Schritten

Unsere alte Hündin Mina hält ja überhaupt nichts von Reisen. Aus diesem Grund müssen wir ziemlich oft anhalten, damit sie sich entspannen kann. Die Besichtigung des Klettersteigs in La Canourgue muss leider ausfallen, weil er im Nebel liegt. Wir müssen ihn nur auf unserer virtuellen Klettersteigkarte verorten. Von Saint Frézal geht es jetzt erst einmal zur nächsten Kapelle bei Massiac.

In Massiac haben wir normalerweise immer am Fluss der Alagnon übernachtet. Dieses Mal wollen wir uns die Kapelle der heiligen Madeleine ansehen. Zum Übernachten gefällt es uns hier nicht so gut, weil die Autobahn zu hören ist, aber für einen kurzen Hundespaziergang und ein Picknick ist es ideal und die Lage der Kapelle ist wirklich spektakulär.

So kalt war es noch nie hier, immer hatten wir schon das Gefühl im Süden zu sein, obwohl wir später im Jahr unterwegs waren. Aber zum Glück haben wir ja eine Heizung.

 

Sicherheitshalber wollen wir uns den alten Stellplatz am Fluss noch einmal ansehen, aber den gibt es leider nicht mehr.

Wir finden noch einen Platz, der zum Picknick geeignet ist, aber als Übernachtungsplatz ist Massiac in Zukunft leider nicht mehr möglich.

Wir fahren noch 120 km weiter bis Lapalisse. Hier werden Wohnmobilfahrer ausdrücklich willkommen geheißen, das kommt selten vor. Das Angebot haben wir bisher immer nur für ein Picknick genutzt, aber dieses Mal bleiben wir über Nacht.

Zuerst besichtigen wir das Renaissance-Schloss und bummeln entlang der Besbre zum Park. Der offizielle Stellplatz ist leider schon mehr als voll, daher bleiben wir an der Kirche und dem Schloss.

 

 

Außerdem sind es mittlerweile wieder 15 Grad und der Himmel ist wieder wolkenlos.

1 Chapelle Saint-Frézal de La Canourgue N 44° 25′ 44,2″ O 3° 13′ 27,2″
2 Chapelle Sainte-Madeleine N 45° 16′ 13,7″ O 3° 11′ 50,9″
3 Château de La Palice N 46° 14′ 58,5″ O 3° 38′ 23,5″