Burdur Gölü

Heute Morgen ist es recht windig.

Unser Stellplatz am Eğirdir-See

Unser Plan ist es über die Berge zum nächsten See zu fahren und als Zwischenstopp die römische Ausgrabungsstätte Sagalassos anzusehen.

Die Ausgrabungsstätte gefällt uns ausgesprochen gut.

Dann geht’s weiter zum nächsten Bergsee.

Eğirdir Gölü

Die Sonne scheint und außer dem Quaken der Frösche und dem heulen der Goldschakale hört man absolut nichts.

Der Beyşehir Gölü ist größer als der Bodensee, aber touristisch im Dornröschenschlaf.

Auf den Bergen liegt noch Schnee.

Wir fahren eine Weile am Beyşehir Gölü entlang. Wirklich sehr schön!

Wir müssen immer wieder halten, um die tolle Aussicht zu genießen.

Es gibt auch kleine Inselchen im See

Dann geht’s in die Berge, bis auf 1800 m Höhe mit wunderschönen Aussichten auf schneebedeckte Gipfel.

Kleiner Stausee

Auf dem Belbasi Gecidi, dem Pass auf 1806 Meter.

Dann sehen wir unter uns den smaragtgrünen Eğirdir Gölü liegen.

Am Ufer finden wir einen netten Stellplatz.

Wie angekündigt, zieht sich der Himmel zu.

Aber wir haben ja zum Glück ein Dach über dem Kopf.

1 Beyşehir Belediyesi Karavan Park N 37° 37′ 57,5″ O 31° 34′ 5,1″
2 Belbasi Gecidi N 37° 42′ 59,1″ O 31° 17′ 35,0″
3 Eğirdir Gölü N 37° 52′ 41,2″ O 30° 51′ 21,8″
4 Eğirdir Gölü Plaji N 38° 1′ 0,5″ O 30° 48′ 56,0″

Strecke insgesamt: 145 km

Beyşehir

Sille war bis vor 100 Jahren noch ein Dorf mit griechischer Bevölkerung, die im Rahmen eines Abkommens nach Griechenland umgesiedelt wurde. Daher gibt es hier eine schön restaurierte orthodoxe Kirche.

Von außen ist die Kirche eher schlicht.

Überall biblische Geschichten

Kanzel

In den orthodoxen Kirchen findet man immer schön bemalte Ikonastasen.

Wunderschöne Malereien

Anschließend fahren wir nach Beysehir, um uns eine 800 Jahre alte Holzmoschee anzusehen.

Ein bisschen dunkel ist es in dieser Moschee

Eine Kombination aus Stein und Fliesen

Malereien

Schnitzereien an den Holzbalken

Die Gebetsnische zeigt die Richtung nach Mekka an.

Schönes Eingangsportal

Wunderschön verzierte Gebetsnische

Der Beyşehir See ist umgeben von schneebedeckten Bergen.

Um 12:00 Uhr sind wir mit Ömer, dem Präsident des örtliche Gleitschirmfliegerclubs verabredet. Bevor wir aber zum Fliegen kommen, lädt uns Ömer zum Essen ein. Er empfiehlt uns die lokale Spezalität Etli Ekmek, langes und dünnes mit Fleisch belegtes Fladenbrot.

Ohne Çay geht in der Türkei fast nichts…..

Mit vollem Magen geht es zum Fliegen auf den Berg Akdağ.

Die Aussicht über den See auf die schneebedeckten Berge ist grandios.

Und dann geht’s los: Schirm auslegen, Gurtzeug anlegen, Helm auf.

Nach langer Zeit endliche wieder ein Flug, auch wenn es nur ein Abgleiter zum Landeplatz ist.

Anschließend fahren wir noch ein Viertelstündchen zu unserem Stellplatz

Tolle Aussicht zum See

1 Özay Sokak N 37° 55′ 7,7″ O 32° 24′ 30,8″
2 Eşrefoğlu Camii N 37° 41′ 0,3″ O 31° 43′ 6,8″
3 Startplatz Akdağ N 37° 36′ 49,8″ O 31° 41′ 31,7″
4 Beyşehir Belediyesi Karavan Park N 37° 37′ 57,5″ O 31° 34′ 5,1″

Strecke insgesamt: 149 km

Konya und Sille

Wir haben auf dem schönen Parkplatz der Ausgrabungsstätte übernachtet.

Tiptop gepflegt!

Nach dem Frühstück geht es zum Stadtbummel nach Konya. Moscheen, Basare, Museen! Das ist unser Programm für heute.

Moschee aus dem 18. Jahrhundert

Moschee aus dem 12.Jahrhundert

In Konya sind die Menschen sehr fromm konservativ. Sie wechseln die Straßenseite, wenn sie unsere Hunde sehen und eine konservativ gekleidete Frau fragt uns sofort, ob wir Deutsche sind. Sie ist zwar mit Nihab bekleidet, kommt aber aus Stuttgart.

Zum Mittagessen fahren wir nach Sille.

Das Dörfchen soll komplett restauriert werden und dann könnte es mal schön werden. Aber im Moment ist es noch eine Baustelle.

Auf jeden Fall sind Schildkröten hier schon mal sicher.

Aya Eleni

Hübsche Läden

Die Fußgängerzone von Sille hat Potenzial

1 Çatalhöyük Tanıtım Merkezi N 37° 40′ 9,9″ O 32° 49′ 29,7″
2 Alaaddin Keykubad Camii N 37° 52′ 24,0″ O 32° 29′ 34,2″
3 Özay Sokak N 37° 55′ 7,7″ O 32° 24′ 30,8″

Strecke insgesamt: 64 km

Kraterloch und älteste Siedlung der Türkei

Heute ist das Wetter wirklich noch scheußlicher als gestern.

Wir fahren am Kratersee Meke Gölü vorbei, aber zum Aussteigen reizt es uns überhaupt nicht.

Als Regenprogramm haben wir uns eine 9000 Jahre alte Ausgrabungsstätte ausgesucht. Überdacht natürlich!

1958 haben 2 englische Archäologen zufällig einen Hügel entdeckt und mit dem Graben begonnen. So wird es zumindest überliefert. Hört sich ziemlich unwahrscheinlich an, vor allem wenn man das eintönige anatolische Hochland heute sieht und sich vorstellt, dass die plötzlich gesagt haben sollen: ‚“Lass uns mal davorne graben.“ Dabei entdeckten sie eine Siedlung aus der Steinzeit, in der 8000 Menschen gelebt haben. Ob das wirklich ein Zufall gewesen sein kann?

Bis heute sind lediglich 10% der Siedlung ausgegraben, aber heute weiß man ja schon, wo es sich lohnen würde zu graben.

Die Toten wurden im Fußboden der Häuser begraben. Ob man das nicht gerochen hat?

Es gab keine Straßen, man bewegte sich von Dach zu Dach.

Die Feuerstelle war genau unter dem Eingang, also sparte man sich einen Schornstein.

Das sind natürlich nicht die Orginale, sondern Nachbauten.

Tolle geometrische Muster! Eigentlich sehr modern.

Was es mit diesen wohlbeleibten Frauen auf sich hat? Da streiten die Gelehrten.

Ob das alles nur Deko war, weiß man auch nicht wirklich.

Oder das? Gab es hier wirklich Leoparden? Knochen wurden bisher nicht gefunden.

Was soll hier dargestellt werden?

Wirklich ein Geier?

Auf jeden Fall hatten diese Menschen viel für Kunst und Raumgestaltung übrig.

Wenn das denn alles so stimmt. Da streiten sich immer noch die Gelehrten.

Wir legen uns hier ganz entspannt aufs Ohr, auch wenn hier der Muezzin ruft. Das schaffen wir.

1 Çıralı Gölü N 37° 56′ 1,8″ O 33° 24′ 49,4″
2 Meke Gölü N 37° 41′ 7,5″ O 33° 38′ 25,4″
3 Çatalhöyük N 37° 40′ 1,2″ O 32° 49′ 38,0″
4 Çatalhöyük Tanıtım Merkezi N 37° 40′ 9,9″ O 32° 49′ 29,7″

Strecke insgesamt: 132 km

Karavanserei Sultanhani

Heute ist es trüb und regnerisch.

Eine Herde zieht vorbei

Salzberge

Wir fahren doch noch ein Stück über die Dammstraße.

Als wir vom Tuz Gölü nach Şereflikoçhisar kommen, fällt uns auf, dass Wochenmarkt ist und wir decken uns dort mit frischem Obst und Gemüse ein.

Anschließend fahren wir dann zu der Karavanserei Sultanhani aus dem 13. Jahrhundert an der alten Seidenstraße.

Arztpraxis

Krankenhaus

Eingangstor

Apotheke

Wer ruht sich denn da aus?

Hier wurde das Vieh untergebracht.

Heute ist hier eine Teppichausstellung

Nach 200 Jahren darf auch mal was kaputt gehen.

Tolle Hallen

Wohnräume

Küche

Mühle

Hamam

Werkstatt

Der Campingplatz ist sooo scheußlich, dass wir noch zu einer riesigen Karsthöhle im Nirgendwo fahren.

Doline Çıralı Gölü

Sehr eindrucksvolle Naturschönheit, aber kein Mensch da und keinerlei Beschilderung. Kaum zu glauben!

1 Tuz Gölu N 38° 56′ 4,6″ O 33° 25′ 23,1″
2 Sultanhanı Caravanserai N 38° 14′ 52,6″ O 33° 32′ 48,3″
3 Çıralı Gölü N 37° 56′ 1,8″ O 33° 24′ 49,4″

Strecke insgesamt: 181 km

Selime und Tuz Gölü

Schlafplatz am Fluss

Nach dem Frühstück geht es in den riesigen Höhlenkomplex.

Das Gestein ist weich und lässt sich gut bearbeiten.

Deshalb hat man sich in dieser Region überall in die Erde gebuddelt.

Alles ist total durchlöchert

Praktische Regale!

Im 7. Jahrhundert haben hier Christen gelebt.

Und ihre Spuren hinterlassen.

Da unten am Fluss steht unsere Elsa.

Manche Bilder sind noch erhalten.

Und auch Texte!

Gehen muss man hier vorsichtig.

Nach der Besichtigung der Höhlenwohnungen fahren wir zum Tuz Gölü, einem riesigen Salzsee mit einem Salzgehalt von 32,9%, also mehr als der Salzgehalt des Toten Meeres.

Leider zieht sich der Himmel zu und wir können unseren Plan, den Salzsee mit dem Auto zu durchqueren nicht umsetzen. Also bleiben wir erstmal über Nacht.

Abendstimmung am Tuz Gölü

1 Melendiz Çayı N 38° 17′ 59,9″ O 34° 15′ 30,4″
2 Selime Katedrali N 38° 18′ 6,0″ O 34° 15′ 33,7″
3 Tuz Gölu N 38° 56′ 4,6″ O 33° 25′ 23,1″

Strecke insgesamt: 120 km

Ihlara-Canyon

Heute hatten wir wirklich nicht mit einem neuen Ballonstart gerechnet, weil wir ja gestern absichtlich umgezogen sind, aber heute war trotzdem alles anders.

Wir kaufen noch Vorräte für die nächsten Tage und fahren 80 km nach Westen in den Ihlara-Canyon.

Zuerst schauen wir uns diesen Campingplatz am Bach an.

Wieder einmal haben wir ein Problem mit dem heruntergekommenen Dörfchen und dem Campingplatz, der eigentlich keiner ist und fahren weiter.

Wir wandern durch die Schlucht und suchen nach den im Reiseführer angekündigten Kirchen.

Auch hier gibt es viele Höhlen

Perlhühner

So ein Brünnchen möchte ich auch

Die Wanderung ist total schön, aber an der Beschilderung muss dringend gearbeitet werden.

Hier war ein Künstler am Werk

Kleiner Wasserfall

Heute hatten wir viele spannende Erlebnisse.

1 Love Valley East N 38° 39′ 22,3″ O 34° 49′ 36,7″
2 Ihlara Vadisi N 38° 15′ 37,8″ O 34° 17′ 37,4″
3 Melendiz Çayı N 38° 17′ 59,9″ O 34° 15′ 30,4″

Strecke insgesamt: 115 km

Geburtstagsüberraschung

Um 5:30 Uhr wird das Geburtstagskind geweckt. Lautes Zischen!

Luft erwärmen!

Ein Riesenspektakel!

Und los geht’s!

Manche Piloten fliegen direkt ins Tal.

Hund mit Brautpaar

Der Ballon stand fast auf unserem Dach.

Die Sonne geht auf.

Nach Sonnenaufgang kommen noch Ballons mit Einzelpersonen

Baloon-Watching

Wir haben die Vermutung, dass manche Fahrer noch üben, wie man um die Felsnasen kommt.

Mona findet es spannend.

Anschließend fahren wir auf die andere Seite der Schlucht, weil man von dort über Stufen absteigen kann.

Torbogen

Hirtenwohnung

Abwärts geht es!

Ziemlich steil

Ganz ohne Geländer!

1 Love Valley West N 38° 39′ 18,6″ O 34° 49′ 12,6″
2 Love Valley East N 38° 39′ 22,3″ O 34° 49′ 36,7″

Strecke insgesamt: 4 km

Steine anschauen

Morgens schauen wir uns als erstes natürlich die Heißluftballons an.

Irgendwie haben wir einen ungünstigen Standpunkt.

Sie fliegen in großer Entfernung an uns vorbei.

Wir wechseln unseren Standort.

Taubental

Burg von Uçhisar

Im Liegen fressen ist doch sehr bequem.

Wie man anderswo Schlösser an Brücken befestigt, hängt man hier Krüge für den Liebsten auf.

Love Valley

Felsen in Phallus-Form

Ausblick von unserem neuen Standort

Der Schöpfer dieser seltsamen Gebilde waren Vulkanausbrüche, die das Erdinnere nach außen schoben. Der Rest ist Verwitterung.

Manche Felsen sehen aus wie Schlumpfdörfer

Überall blüht es schon herrlich.

1 Kılıçlar Vadisi N 38° 38′ 41,0″ O 34° 50′ 59,1″
2 Love Valley West N 38° 39′ 18,6″ O 34° 49′ 12,6″

Strecke insgesamt: 15 km