Wieder ein Marin-Tag?

Nach unserer Erfahrung bringt der Marin, der Wind der vom Meer kommt, eigentlich Regen und schlechtes Wetter. Es ist heute zwar bewölkt, aber es soll nicht regnen. 20⁰ sind auch angenehm und 5 Beaufort! Das sollte doch auch bei bedecktem Himmel ein schöner Tag werden.

Kaktusfeigen

Am Sandarm angekommen, scheint die Sonne und der Wind hört auf. Okay! Kaffeepause und Spaziergang im Sonnenschein ist auch mal ganz nett.

Etang de la Palme

Kites am Strand

Mina will, wie immer, ihre Ruhe.

Sanna kuschelt mit Rudi

Uwe probiert seinen 19m² Kite aus und ist der King of the Lake.

Später probiert Carmen mit dem Übungskite zu fliegen und wenigstens das Lenken klappt schon mal. Starten und landen in Treppenschritten ist dann morgen an der Reihe.

Bei unserer Fahrt zur Pizzeria entdecken wir, dass der Rouet-Strand bei Marin komplett unter Wasser steht. Und dann ist die Pizzeria auch noch geschlossen!

Dort sind gestern noch unsere Seehunde rum gerannt.

1 Château de Fitou N 42° 53′ 38,7″ O 2° 58′ 34,9″
2 Sandarm N 42° 58′ 17,6″ O 3° 1′ 6,7″
3 Aire Camping Car N 42° 58′ 45,7″ O 3° 1′ 9,5″

Trübsal?

Wir wussten ja durch Windfinder, dass es heute bedeckt sein wird. Deshalb haben wir einen Shopping und Lesetag geplant. Immerhin sind es noch 19⁰, nicht kalt. Über Fernbedienung haben wir Ronja zu Hause die Heizung angestellt, aber hier ist es noch so, dass man keine Heizung braucht.

Wir gehen zu Lidl einkaufen, bringen mein Segel zum Segelmacher, entsorgen bei Super U und verbringen die Mittagspause am Strand von Port La Nouvelle und treffen dort die Frankfurter Kiter mit Hund Rudi wieder.

Wir tauschen Erfahrungen aus und schnell ist der Tag vorbei und wir fahren zum Schloss von Fitou zum Übernachten.

Das Chateau ist in Privatbesitz und beherbergte ursprünglich ein Restaurant. Es scheint aber wohl dauerhaft geschlossen zu sein.
Trotz des eher pessimistischen Tagestitels hatten wir einen großartigen Urlaubstag.
Abends wird die Burg angestrahlt. Sehr romantisch!

Château de Fitou

1 Base Éole N 42° 49′ 55,5″ O 3° 2′ 4,3″
2 Plage Des Montilles N 42° 59′ 34,0″ O 3° 3′ 12,3″
3 Château de Fitou N 42° 53′ 38,7″ O 2° 58′ 34,9″

Wieder einmal Surfen

Heute fahren wir schon vor dem Frühstück zum Sanddamm zwischen Saline und Etang und machen vorher noch einen Abstecher zum Bäcker.

Im Gegensatz zu gestern dreht der Wind kräftig auf. 30 Knoten in Böen! Nichts mehr mit Hang loose! Da ist eher Kämpfen angesagt.

Schaumkronen

Selbst Uwe riggt ein kleines Segel auf und schafft es nur mit Hilfe das kleine Brett vom Dach zu holen. Für Carmen bleibt nur Lesen, weil sie schon daran scheitert die 1,5 m² Wohnmobiltür zuzumachen.
Windfinder beharrt weiterhin auf 4 Beaufort, genau wie gestern.

Der Wind schwankt zwischen 12 und 22 Knoten. Das ist extrem ruppig.

Privatstrand vor unserem Wohnmobil

Nach Latte Macchiato mit Pain au Chocolat kommt Carmen auch noch ein bisschen aufs Brett, aber dann wird er schwächer und wir überlegen, ob wir wieder auf die Kombination von gestern umsteigen sollen.

Wir mögen die Salinen

Mina ist endlich entspannt

Sanna nimmt ein Sonnenbad

Genau so haben wir es dann gemacht und doch noch einen tollen Tag gehabt.

Nach dem Surfen geht es noch 25 km nach Eole. So voll haben wir diesen Platz noch nie erlebt. Was ist nur los in diesem Jahr?

1 La Palme N 42° 58′ 45,7″ O 3° 1′ 9,5″
2 Sandarm N 42° 58′ 16,5″ O 3° 0′ 59,0″
3 Base Éole N 42° 49′ 55,5″ O 3° 2′ 4,3″

Tramontana

Seit 14 Tagen lauern wir auf Wind. Heute ist er zum ersten Mal prognostiziert. Beim Frühstück merkt man noch nichts davon.

Wir begeben uns schon mal in die Pool-Position, d.h. wir fahren zum Sandarm. Die Mädels laufen 🏃‍♂️ 🏃‍♀️ 🏃‍♀️ und Uwe fährt.

Salinen im Morgennebel

Von 11:30 bis 12:30 bläst ein konstanter Wind, der überhaupt nicht ruppig ist. Hang loose? Sowas gibt es doch sonst hier nicht! Ab 2 Uhr müssen wir zurück laufen. Auch nicht typisch Tramontana. Und der Himmel zieht sich zu. Zeit zum Mittagessen. Aber nach dem Mittagessen geht es weiter bis zum Sonnenuntergang.

Kurze Mittagspause

Salinen

Ein toller Tag

Kommt Marin?

Das kleine Winzerdorf Fitou ist sehr ruhig und beschaulich und außer Weinproben kann man hier eigentlich nichts machen. Nach dem Frühstück fahren wir daher zu dem Stellplatz „Le Vigne“. Wirklich ein Geheimtipp! Nur für Windsurfer!

Dorfplatz Fitou

Lesen mit Aussicht

Um 3 Uhr sieht man die ersten Kites am Himmel und wir wechseln zum Sandarm.

Es reicht!

Zumindest hat Uwe 2 Stunden Spaß. Wir fahren zum CCP nach La Palme. Über den Weg durch die Salinen ist das höchstens 1 km und Uwe läuft mit den Hunden hinterher.

Uns gefällt der Stellplatz, weil man sich wie auf einem Freistehplatz fühlt.

1 Fitou N 42° 53′ 40,4″ O 2° 59′ 3,8″
2 Le Vigne N 42° 57′ 27,6″ O 2° 59′ 55,8″
3 Sandarm N 42° 58′ 17,6″ O 3° 1′ 6,7″
4 Aire Camping Car N 42° 58′ 45,7″ O 3° 1′ 9,5″

Windfinder lässt Hoffnung aufkommen

Nachdem wir heute fast 14 Tage unterwegs sind, bekommen wir von Windfinder zum ersten Mal gute Nachrichten. Morgen soll sehr beständiger Marin blasen (4-5 Beaufort ). Das würde uns zuerst einmal reichen. In unseren alten Reisetagebüchern haben wir gelesen, dass wir früher im Herbst nie etwas besichtigen konnten. Es ging immer nur um Segelgrößen, Umriggen, Brettertausch oder ob sich Segel unter 3 m² lohnen. Wir haben manchmal im Windschatten einer Mauer in Fitou übernachten müssen. Gestern haben uns deutsche Segler, die hier leben erzählt, dass es seit 2 Monaten keinen Mistral gab und schon ewig nicht mehr geregnet hat.

Unser Tagesziel heißt also Leucate und davor noch einmal Einkäufe erledigen und am befahrbaren Strand von Port La Nouvelle entspannen. Das sind nur ca. 40 km um die Lagune herum. Wir können uns also Zeit lassen und noch etwas die Aussicht genießen.

Wir suchen uns schon mal unsere Traumyacht aus.

In Port-la-Nouvelle ist alles beim Alten, sogar unsere neue Lieblingspizzeria Luigi gibt es noch.

Wunderschön, auch wenn der Wind fehlt.

Nach unserer leckeren Pizza 🍕 bei Luigi am Strand fahren wir nach Fitou. Es gibt dieses Jahr viele Mosquitos. Wir hoffen mal, dass es im Ort besser ist.

1 Port Gruissan N 43° 6′ 10,3″ O 3° 5′ 54,3″
2 Plage Des Montilles N 42° 59′ 34,0″ O 3° 3′ 12,3″
3 Parking des Corbières N 42° 53′ 40,4″ O 2° 59′ 3,8″

Strandleben im Hérault

Heute sollte eigentlich wieder ein tolles Sommerwetter sein, aber wegen der totalen Windstille hält sich der Morgennebel bis 12 Uhr. Wir machen einen laaangen Strandspaziergang mit den Hunden.

Und pünktlich zum Mittagessen scheint die Sonne.

Strandsee

Stellplätze

Nach dem Essen fahren wir noch ein Stückchen bis Gruisson.

Eigentlich hat es uns dort nie so richtig gefallen, aber wir wollen einfach noch einmal etwas Abwechslung. Im Internet haben wir gelesen, dass viele Leute über die Moskitos an den Salinen schimpfen, also wollen wir erst dorthin, wenn sie vom Wind vertrieben werden.

Im Hafen von Gruisson, dieser Ort gehört schon zum Departement Aude, bekommen wir den letzten schönen Platz mit Aussicht.

Lesen am Privatstrand

Bei solchen Hafenstellplätzen packt uns das Fernweh!

1 Portiragnes Plage N 43° 16′ 30,0″ O 3° 21′ 6,7″
2 Port Gruissan N 43° 6′ 10,3″ O 3° 5′ 54,3″

Noch ein Strandtag

Morgens ist es neblig, trotzdem fahren wir noch vor dem Frühstück zum Strand.

Mina findet es trotzdem schön am Strand.

Wir harren lieber im Wohnmobil aus

Pünktlich um 11 Uhr kommt wieder die Sonne zum Vorschein.

Bald ist es so heiß, dass man sich in den Wohnmobil-Schatten zurück ziehen muss. Eigentlich sind es im Schatten nur angenehme 23⁰, aber es geht fast kein Wind und da wird es in der Sonne schnell heiß. Heute Abend soll es noch einmal 170 km weiter nach Westen gehen, nach Portiragnes bei Cape d’Agde. Wir hatten heute Nacht in Salin de Giraud einfach zu viele Mosquitos an Bord. Das liegt an den hochsommerlichen Temperaturen, der Windstille und den Salinen.

Der Stellplatz von Portiragnes im Hérault ist wirklich rappelvoll und wir können von Glück sagen, dass wir reserviert haben und dass es diese Option bei CCP gibt, sonst hätten wir in dieser Region mit ausschließlich höhenbegrenzten Parkplätze wirklich alt ausgesehen.

1 Saline de Giraud N 43° 24′ 43,0″ O 4° 43′ 50,2″
2 Plage de Piemanson N 43° 20′ 50,3″ O 4° 47′ 10,9″
3 Portiragnes Plage N 43° 16′ 30,0″ O 3° 21′ 6,7″

In die Camargue

Wir haben jetzt mal genug besichtigt und wollen uns Salzluft um die Nase wehen lassen. Unsere beiden Mädels würden gerne mal wieder Löcher in den Sand graben. Diese Wünsche lassen sich erfüllen, wenn man von Avignon 80 km nach Süden in die Camargue fährt.

Saline

Riesige Strände

Faulenzen am Meer

Um 6 Uhr abends fahren wir vom Strand zum kostenlosen Stellplatz in Saint Giraud. Wir haben keine Lust auf Ärger mit der Polizei.

1 Avignon N 43° 57′ 17,9″ O 4° 48′ 10,7″
2 Plage de Piemanson N 43° 20′ 50,3″ O 4° 47′ 10,9″
3 Saline de Giraud N 43° 24′ 43,0″ O 4° 43′ 50,2″

Sur le pont…

Zuerst wollen wir uns jetzt noch Goult anschauen und Fontaine de Vaucluse, das uns vor einigen Jahren so gut gefallen hat. Mal sehen, ob wir anschließend noch Lust für den Cavaillon-Klettersteig haben? Es ist hier sooo vielfältig, dass man die Qual der Wahl hat. Wer sich jetzt fragt, aus welchem Grund wir nicht schon lange am Meer zum Surfen sind, dem können wir sagen, dass dort kein Wind ist und faul rumliegen uns irgendwie ganz schnell langweilig wird. Es sieht diesmal tatsächlich so aus, als ob der Mistral sich überhaupt nicht einpendeln wird. Vermutlich hat das auch etwas mit dem Klimawandel zu tun. Wir machen jedenfalls das Beste draus. Neues entdecken ist ja auch wunderbar.
Goult ist ein noch intaktes provenzalisches Dörfchen mit normalen Einheimischen. Nicht alles ist in der Hand von airbnb, auch wenn die Immobilienpreise das Schlimmste befürchten lassen.

Mühle aus dem 12.Jahrhundert

Schloss aus dem 17.Jahrhundert

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Kunstwerk

Und weil die alten Männer das hier so machen, wollte Uwe am Sonntagmorgen hier auch einen Pastis in der Dorfkneipe zu sich nehmen.

Anschließend versuchen wir in Fontaine de Vaucluse einen Parkplatz zu bekommen, aber Sonntagmorgen ist hier sooo ein Rummel, das gefällt uns nicht. Wir geben die Koordinaten für den Klettersteig ein, aber dort kann man wegen einer Höhenbegrenzung mit Wohnmobil nicht hin. Klettern geht also auch nicht. Dann fahren wir doch direkt nach Avignon auf die Rhôneinsel Barthelasse. Dort befindet sich der Campingplatz „Pont d’Avignon“. Wir lernen wieder einmal was Neues: Ursprünglich hieß das Lied „Sous les ponts..“, weil sich dort die Vergnügungslokale befanden.

Papstpalast

Blick durch den Zaun

Ausruhen im Schatten

Dann geht es zu unserem kostenlosen Fährboot, welches direkt zum Roche de Domes fährt. Von unserem Schiff sieht man die Pont Bénézet, die einmal 22 Bögen hatte.

Die kleine Lilly darf das Boot steuern.

Avignon ist komplett von einer Stadtmauer umgeben.

Zuerst geht es zur Pont Saint Bénézet

Blick zum Papstpalast

Das ist eine Rekonstruktion der alten Brücke

Sie wurde über Kiesinseln in der Rhône geführt.

Papstpalast

Wer sich jetzt fragt, aus welchem Grund wir auf der Brücke nicht das Tanzbein schwingen, den müssen wir jetzt leider enttäuschen. Ursprünglich hieß das Lied nämlich „Sous les ponts…“, weil alle Volksfeste unter den Brücken stattgefunden haben. Wieder etwas dazu gelernt!!

Und waren die Päpste nicht in Rom? Eigentlich schon, aber für 70 Jahre gab es da wohl einige Querelen und Gegenpäpste.

Wir verlassen diese extrem touristischen Viertel und bummeln bis zum alten Färberviertel.

Nach der langen Stadtbesichtigung lassen wir den Abend mit einem Sundowner ausklingen.

1 Lumières Luberon N 43° 51′ 30,4″ O 5° 13′ 42,1″
2 Goult N 43° 51′ 47,3″ O 5° 14′ 36,7″
3 Avignon N 43° 56′ 50,5″ O 4° 48′ 30,3″
4 Camping du Pont d’Avignon N 43° 57′ 17,9″ O 4° 48′ 10,7″