Ende des Kurzurlaubs

Die Bedingungen für den Vormittag sind wieder ideal, deshalb muss Uwe früh raus, aber er geht ja nur 3 Minuten zu Fuß und der Rest der Elsabesatzung lässt es erstmal gemütlich angehen. Es ist paradiesische ruhig hier und man kann kaum glauben, dass die Großstädte Frankfurt, Wiesbaden und Mainz nur 30 km entfernt sind.

Es ist wieder Südwind und die Flugschüler starten unterhalb unserer Elsa.

Nur Mina will lieber spazieren und schnuppern, als sich das fliegende Herrchen anzusehen.

Abwärts

Was gestern zu viel an Wind war, ist heute zu wenig. Aber den Berg runter rennen und mit Schirm wieder hoch, ist ja auch Sport. Carmen macht sich einen schönen Tag mit den Hunden.

Zuerst geht es um die Ronneburg.

Gegen Mittag werden die Bedingungen besser und die Gruppe zieht zum Übungshang unterhalb der Burg um.

Um 15.30 Uhr wird dann der Wind wieder so unvorhersehbar, dass das Fliegen abgebrochen werden muss und die Theorie durchgesprochen wird.

Ja, eigentlich hatten wir doch von den Sportarten, bei denen man von Wind und Wetter abhängig ist, die Nase voll. Uwe hatte sich halt überlegt, dass man bei 1 bis 2 Windstärken fliegen kann, bei 3 bis 4 Kiten und danach Windsurfen. Das Problem ist dann sicherlich das passende Revier.

Der offizielle Übernachtungsplatz in Diepholz hat uns gar nicht gefallen. Daher bleiben wir hinter der Ronneburg stehen.

Ist das eine Aussicht?

Moselglider

Schon in aller Frühe müssen wir zur Flugschule aufbrechen und auf einen Berg marschieren. Hike und Fly nennt man das wohl auf Neudeutsch.

Anders als auf der Ronneburg, ging es direkt mit Fliegen los. Und gleich der erste Flugschüler verletzt sich und muss vom Krankenwagen abgeholt werden. So hatten wir uns das nicht vorgestellt.

Michael Müller (aber nicht der mit den Reiseführern) hilft allen ins Gurtzeug – betreutes Fliegen eben.

Schirm hochziehen, laufen, laufen, laufen und dann hebt man ab. Uwe ist natürlich der Musterschüler, aber auch Carmen hebt ab und fliegt.

Carmen steht in den Startlöchern.

Zieht den Schirm auf.

Rennt den Berg mit großen Schritten abwärts.

Und fliegt!

Und fliegt immer noch.

Dann kommt der sportliche Teil, mit dem Schirm muss man dann den Berg wieder hochlaufen.

Oben angekommen, kann man die Glücksgefühle genießen.

Auch Uwe zieht den Schirm dynamisch auf, auch wenn Michael immer von Spaghetti-Armen spricht.

Berg hoch wird aus dem Schirm dann ein Regencape.

Die Aufgaben werden komplexer, Schirm auslegen, Leinen sortieren und alles selbstständig anziehen.

Gegen Ende kommt dann auch endlich der versprochene Sonnenschein.

Anschließend gibt es ein Belohnungseis.

Nach so viel sportlicher Betätigung genießen wir an unserem Stellplatz die herrliche Aussicht und die Sonne bei einer Tasse Kaffee.

Um die geschundenen Beinmuskeln zu lockern, nutzen wir die örtliche Kneipanlage.

Für unser Karma wandern wir noch ein Stückchen über den Jakobsweg und mehr kann man an einem Tag wirklich nicht für das geistige und körperliche Wohlbefinden tun.

Gleitschirmfliegen an der Mosel

Wir haben noch einmal einen Gleitschirmkurs gebucht. Unglücklicherweise wurde genau in den beiden Tagen vorher die Region von verheerenden Starkregen-Ereignissen betroffen. Natürlich haben wir uns vor Ort informiert. Die Schule sagt uns, dass es keine Probleme gibt. Trotzdem reisen wir mit gemischten Gefühlen an. Eigentlich wollten wir ja einen wunderschönen Mosel Stellplatz zu unserem Nachtquartier machen, aber das ist uns jetzt zu gefährlich. Wir schlafen deshalb lieber auf einen Wanderparkplatz bei Schweich.

Eigentlich sieht im Moseltal alles ganz harmlos aus, lediglich die kleinen Bäche, die in die Mosel münden, sind ungewöhnlich wild.

Unser Stellplatz ist wunderschön und ruhig, nachdem Eltern mit ihrem Quadfahrer im Kleinkindalter abgefahren sind. Man kann es kaum glauben, aber während der Kleine weiterhin Gas gebend an unserer Eingangsstufe hing, fragte uns der Vater, ob uns das stört.