Die Farkes

Heute haben wir einen Spaziergang durchs Wasser zum Pedruchillo gemacht, weil gestern Abend alle Farkes angekommen sind.

Wir treffen jede Menge alte Bekannte und die gestern noch menschenleere Promenade verwandelt sich in ein Surfcamp.

Und dann geht wieder die Thermik los und wir müssen zurück, um aufzuriggen und aufs Wasser zu gehen. Angeblich soll in den nächsten Tagen mit Poniente und Abendthermik Schluss sein, weil der Wind auf Levante drehen soll. Ja, Mal sehen, was aus den Prognosen wird.

Von diesem kleinen Kerl können sich unsere Hundedamen noch eine Scheibe abschneiden. Er hatte richtigen Spaß am Surfen und war ganz empört, wenn sein Herrchen mal ohne ihn rausfuhr.

Ausflug zum Zocco

Heute ist kein Lufthauch gemeldet, also machen wir einen Ausflug zum Zocco, dem Kneipen und Shoppingareal von La Manga.

Und tatsächlich etwas Neues! Speziell für Lisa gibt es hier jetzt einen Frida Kahlo Laden.

Anschließend bleibt nur das altbekannte Dolce-far-niente am Ponientestrand, dachten wir eigentlich. Aber zum Glück gibt es ja die berühmte La Manga Thermik und so kam dann um 16:00 noch genügend Wind für den großen Kite. Leider ist das aber nicht genug zum Surfen und so muss Carmen weiterhin die Hundis hüten und am Strand lesen. Ach, und nicht zu vergessen ist natürlich die Start- und Landeunterstützung für den Kiter.

 

Poniente oder Levante ?

Wieder so ein Tag an dem der Wind sich nicht entscheiden kann. Er kommt Mal aus der einen, dann wieder aus der anderen Richtung. Carmen fährt mit dem Fahrrad zum Bäcker beim Dominique, weil wir keinen einzigen Krümel Brot mehr im Schrank haben.

Vor der Benutzung muss erst einmal der Saharastaub abgewischt werden.

Dann liest Carmen am Strand und Uwe plant eine Veränderung an unserer Stromversorgung. Die Solarpanels sollen jetzt doch aufs Dach, genauer auf die Dachbox und für die kleinen Segel will Uwe eine Box für das Heck unserer Elsa kaufen.

Und plötzlich, genau wie gestern, man glaubt es kaum, als ob jemand am Schalter dreht. Zuerst ging es mit 11 Knoten los und es gab immer wieder Böen, die einen ins Gleiten brachten. Ja, wir hatten wieder einmal Spaß. Und zur Eingangsfrage: es war Poniente aus SW.

Es war wieder ein Tag nach unserem Geschmack mit der richtigen Mischung aus Faulenzen, Surfen und Kiten und einem gemütlichen Sundowner.

Kite und Surfwind

Der Wind nutzt seine letzte Chance. Wir hatten schon mit dem Gedanken gespielt nach Norden zum Ebrodelta aufzubrechen. Allerdings reicht es vormittags nur für Uwes neuen großen Kite. Gut, dass er den hier noch ausgiebig testen kann.

Dann riggt auch Carmen das 5.9 auf und schlagartig ist der Wind weg. Also trinken wir erstmal in Ruhe Latte Macchiato und lesen und plötzlich fliegt der Kite weg und das Segel schlägt um, weil der Wind um 180 Grad gedreht hat und wir haben noch einen Supernachmittag.

Eigentlich produzieren wir damit Strom, aber für Sanna ist es auch ein Sonnendach.

Und wie fast jeden Abend gibt es wieder einen wunderbaren Sonnenuntergang.

Ein gut gemeinter Rat

Also, wir können nur davon abraten mit dem Surfen oder Kiten anzufangen. Es macht so abhängig. Gut, wenn Wind ist, hat man jede Menge Spaß, aber genau deshalb wartet man immer auf Wind und richtet seinen ganzen Tagesplan nach den Prognosen von Windfinder und Windguru aus. Nein, das ist natürlich nur Spaß. Oder vielleicht ist ein Körnchen Wahrheit dabei. Wenn guter Wind ist, würden wir niemals etwas anderes machen, als aufs Wasser gehen. Selbst, wenn es kalt und regnerisch ist. Heute war natürlich Mal wieder alles anders als prognostiziert! Morgens war es richtig heiß und dazu kam noch, dass wir unseren Strandstellplatz vor dem Frühstück räumen mussten, weil alles für die Semana Santa aufgehübscht wird. Der Sand wird gesiebt und Straßen und Gehwege wurden gefegt und wir standen der Kehrmaschine im Weg. Wir haben also 3 Mal umgeparkt und anschließend haben wir gelesen und auf Wind gewartet.

Dann haben wir noch einen Strandspaziergang gemacht und das wars dann auch für heute. Wind gab es nämlich keinen.

Wind?

Heute Morgen ist Mal wieder Bilderbuch-Wetter, so dass wir schon den Frühstückskaffee an den Strand verlegt haben. Uns ist das ja eigentlich nie genug. Wir wollen ja immer noch Wind dazu. Also heißt es wieder einmal abwarten und lesen. Vorsichtshalber wechseln wir schon einmal auf die Mar Menor Seite, damit wir den Wind nicht verpassen, wie es uns am Sonntag passiert ist. Seit wir vor fast einer Woche hergekommen sind, hat es mit einer Ausnahme am Sonntag immer geklappt, dass wir aufs Wasser konnten. Den ganzen Tag über war es fast zu heiß und man musste immer wieder einmal ein Schattendasein führen und plötzlich um 16.00 Uhr, als ob der Windgott den Schalter umgelegt hätte, ging es von 0 auf 17 Knoten hoch. Wir hatten bis zum Abend wieder einmal viel Spaß mit großem Segel und 15 er Kite. Was will man mehr?

Einkaufstour

Leider ist es morgens bedeckt, also wollen wir heute morgen wieder eine Versorgungsfahrt machen. Das bedeutet Ver/Entsorgen, Gastanken und Lebensmittel einkaufen. Entsorgen kann man auf dem Campingplatz in Playa Honda. Leider ist nur die nächste GPL Tanke 20 km weit weg. Pünktlich zur Rückkehr zum Playa Poniente ist dann noch einmal Wind für große Segel und Uwes neuen 19 er Kite. Und der Himmel ist auch wieder blau.

So vergeht der Rest des Tages wieder einmal im Flug.

Und einen großartigen Sonnenuntergang gibt es als Zugabe.

Windfinder irrt sich gründlich

Eigentlich ist ja Sanna unsere Griechin, aber der griechische Joghurt schmeckt beiden so gut, dass Mina am liebsten in den Joghurtbecher kriechen würde.

Und außerdem ist Joghurt gut für die Haut, auch bei Hündinnen.

Eigentlich sollte heute der Wind fast noch besser sein als gestern. Da waren sich alle Forcasts einig. Und außerdem Poniente, also aus Westen. In Wirklichkeit war es dann genau umgedreht: ein leiser Windhauch aus Levante-Richtung. Also müssen wir den Vormittag mit Lesen und am Strand sitzen tot schlagen. Auch am Nachmittag gibt es außer Faulenzen nichts zu tun. Da kann man ja gespannt sein, was bei den Prognosen für die nächsten Tage stimmt. Heute hat jedenfalls gar nichts gestimmt.

Zum Übernachten fahren wir dann an den Windmühlenstrand und entdecken, dass es eine Stelle am Mar Menor an der Sporthalle gegeben hätte, wo der Wind lokal verstärkt wird und es für große Segel gereicht hätte. Das müssen wir uns merken, wenn die Windapps noch einmal so daneben liegen.

Schon wieder das gleiche Programm

Zum Frühstück können wir wieder an den Strand und dann um 11 geht wieder der Alltag los, nämlich der kühle Poniente.

Wir haben hier einen wirklich tollen Strand in einer Seitenstraße entdeckt, den taufen wir auf den Namen La Paloma, weil eine leerstehende Villa so heißt. Bestimmt 95% aller Häuser stehen hier leer, weil es Zweitwohnungen sind. So stört die starke Zersiedelung eigentlich nicht, wir waren heute die einzigen Surfer und Kiter in unserem Strandabschnitt. Nur auf der anderen Seite beim Campingplatz konnte man vereinzelt Surfsegel sehen.

Wir wechseln auf die andere Seite der Gran Via ans Mar Menor und bereiten unseren Surfstuff vor. Beim Frühstück war es noch wunderbar warm, jetzt wird es durch den Wind kühl.

Damit wir nicht schon wieder den gleichen Fehler machen wie gestern, riggen wir mal viel kleiner auf, als wir nach dem aktuellen Wind müssten. Und tatsächlich geht heute die Rechnung auf. Carmen kann prima mit ihrem 4.3 surfen und Uwe mit dem 15 er Kite. Nach der Mittagspause ist Carmen schnell überpowert und kann Uwe das Material überlassen.

Und weil es wieder die ganze Nacht durch blasen soll, suchen wir uns dann wieder ein Windschattenversteck bei La Paloma.

So hatten wir das uns am Mar Menor vorgestellt. Wir wollen jetzt nicht behaupten, dass La Manga ein ideales Urlaubsziel für Wohnmobilfahrer ist. Die Urbanization La Manga gilt als abschreckendes Beispiel für Massentourismus, ist es sicher im Hochsommer auch. Genau deshalb traut sich wohl kam einer hierher. An allen Plätzen in Andalusien, die wir vorher angesteuert haben, waren immer viele Wohnmobile zu sehen. Hier in La Manga sind es auf dem ganzen Sandarm etwa 20 Wohnmobile auf 11 km verteilt. Die Bewohner der Ferienwohnungen und Häuser sind auch nicht da. Das macht das Ganze sehr entspannt.

Endlich wieder aufs Wasser

Heute Morgen wurden wir von ungewöhnlichen Gezwitscher geweckt. Scheinbar gibt es hier wild lebende Mönchssittiche. Wir haben nachgelesen, dass es sich um die Nachkommen entwischener oder freigelassener Haustiere handelt, die sich hier zahlreich vermehrt haben und sogar zu einem Problem in den Städten werden können. Trotzdem sind sie schön anzusehen.

Zu Uwes Morgenroutine hier, aber auch zu Hause gehört ein Spaziergang mit seinen Mädels. Und er kommt erst dann zurück, wenn das Frühstück auf dem Tisch steht. Zu Hause ist das anders, weil er oft beim Bäcker vorbeiläuft. Aber auf unserer Reise haben wir uns angewöhnt, morgens Müsli zu frühstücken, weil sich in der Fremde nicht immer so schnell ein Bäcker in fußläufiger Entfernung finden lässt.

Pünktlich zur Mittagspause kommt der vorhergesagte Wind. Erst wollte Uwe mit dem Kite raus und Carmen mit dem großen Segel.

Dann legte der Wind so zu, dass Uwe der Kite um die Ohren flog und er mit 4.3 aufs Surfbrett wechseln musste. Carmen musste ein Päuschen einlegen, weil ihr der außer Kontrolle geratene Kite einen Schlag verpasst hat. Zum Glück trug sie da noch Helm und Prallschutzweste. Strandspaziergänge werden als Risikosport völlig unterschätzt, wie man sieht.

Anschließend mussten wir uns für die Nacht ein Windschattenversteck suchen. So starker Wind ist hier am Mar Menor wirklich selten. Carmen hat das zwar schon erlebt, sie erinnert sich, dass Lisa schon einmal von einem Spielzeugschlauchboot vom Boden hoch gerissen wurde, aber normalerweise ist hier der Wind eher moderat.