Wieder einmal kein Wind

Das Wetter ist genial für Sonnenanbeter und Strandspaziergänge aber wieder Mal nicht, dass was wir uns gewünscht haben. Ob wir das aushalten? Normalerweise sind wir nie so lange an einem Fleck, schon gar nicht, wenn es außer Strand und Meer nichts gibt. Wir ziehen dann gerne weiter. Unser Plan war es hier bis Ende Januar zu surfen. Letztes Jahr wäre das im Januar möglich gewesen, aber in diesem Jahr sieht es bisher schlecht aus. Mal sehen, ob wir noch 3 Wochen bleiben.

Beim Sonnenanbeten eingeschlafen…….

Wir wollten mal wieder nach Dragon Island, diesesmal waren wir zu früh und hätten das letzte Stück schwimmen müssen.

Aber Hauptsache, die Hundis haben Spaß beim Wassertreten.

Auch Carmen genießt die kühlende Wirkung des Wassers bis kurz oberhalb der Knöchel und macht damit den Flamingos Konkurenz.

Trübe Aussichten

Heute wollten wir eigentlich mit Becca und Andy zum Wellenreiten, aber weil es ein bisschen trüb ist und es keine Wellen gibt, fahren wir nur zum Soukh nach Dakhla, weil unsere Obst, Gemüse und Brotvorrät zur Neige gehen.

Man kann im Soukh Obst und Gemüse für 1 Woche kaufen und bezahlt ungefähr 5 €. Allerdings sind wir hier immer froh, dass wir Vegetarier sind und nichts von dem mit Fliegen bedeckten Fleisch kaufen müssen.

Außerdem kaufen wir noch einen Teppich, ganz ohne Teezeremonie zum Preis von 12 €, den wir vor unser Wohnmobil legen wollen. Und bevor ihr jetzt glaubt, dass wir jetzt vollständig zu Spießern mutieren, Schuld daran sind unsere Hunde. Wenn wir keinen Vorzeltteppich haben, tragen wir peu a peu die Sahara ab und bringen sie mit nach Europa. Das können wir nicht verantworten.

Hier wird man als Tourist überhaupt nicht bedrängt und es gibt auch nicht den orientalischen Schnickschnack, den es in Marrakesch und Fes gibt. Vieles, was man für typisch marrokanisch hält, ist wohl nur das touristische Marokko.

Dafür gibt es hier Sachen zu kaufen, die so aussehen, als würden sie aus europäischen Altkleidersäcken stammen.

Auch wird alles mögliche an Elektroschrott angeboten.

Die Zurückhaltung der Händler empfinden wir als sehr angenehm. Hier gibt es auch keine Schlepper, die wir auf unserer ersten Marokkoreise so anstrengend fanden. Wenn man hier jemand nach dem Weg fragt, bekommt man mehr oder weniger gute Erklärungen. Ganz wie bei uns auch, aber niemand der sich anbietet den Weg zu zeigen und dann landet man im Teppichladen des Bruders, dessen einziges Kamel unter tragischen Umständen ums Leben kam. Blablabla!

Nach unserer ersten Marokkoreise haben wir angenommen, dass der Muezzin das „Aaaaaaa“ von Allahu Akbar so in die Länge ziehen muss, dass es sich wie ein Moped anhört, dass einen Berg hinaufbraust. Wir haben jetzt allerdings festgestellt, dass es sehr musikalische Gebetsrufer gibt, bei denen sich das Rufen zum Gebet sehr melodisch anhört.

Anschließend fahren wir noch zur Atlantikseite von Dakhla zu unserem heutigen Five o`Clock Tea. Zufällig entdecken wir, dass Dakhla hier auch einen neuen Campingplatz hat. Dieser Platz wird noch auf keiner Camper App erwähnt. Wir werden ihn am Abend vor unserer Abreise nach Norden testen, um noch einmal richtig ausgiebig zu duschen.

Guter Versuch

Eigentlich sollte heute wieder Wind sein, aber bis wir mit Frühstück und Aufriggen fertig sind, ist der Wind fast schon wieder weg. Den Hundis ist das egal, hauptsache Strand und Spaßkämpfe!

Am Nachmittag lässt Carmen den Übungskite fliegen, um Sicherheit in der Kitesteuerung zu gewinnen. Es klappt einigermaßen, aber sicher ist anders. Aber wir haben hier unten in Dakhla noch 4 Wochen Zeit. Das lässt hoffen.

Das fängt ja gut an!

Wir haben heute Nacht noch lange ums Lagerfeuer getanzt und hätten gerne ein bisschen länger geschlafen, aber der Wind weckt uns auf und ganz klar müssen wir auch mit leichtem Kater aufs Wasser.

Heute kommt der Wind aus Südost und diese Windrichtung gibt auch Carmen die Sicherheit, das Revier zu erkunden. Bei Flut kann man richtig lange Schläge fahren. 5 Beaufort, 16 Knoten ist doch ganz anständig für den Anfang. Leider stören nur die vielen Kiteanfänger in der Nähe des Ufers. Hoffentlich legt sich das in den nächsten Tagen, wenn die Schulferien zu Ende sind. Und weil das Ganze so schön war, gibt es davon mal wieder keine Bilder.

Nach alter Surfertradition gibt es einen Brauch, um den Windgott für das neue Jahr gnädig zu stimmen. Die weiblichen Surferinnen müssen in einer Art Schleiertanz mit dem blauen Sack den WInd einfangen.

Geschafft, der Windgott wird uns hoffentlich hold sein!