Ausflug nach Köln

In diesem Jahr überwiegen bei uns die Kurzreisen. Morgen Abend sind wir in Köln eingeladen und weil Mina sich beim Autofahren so furchtbar aufregt, starten wir schon einen Tag vorher. Wir wollen in der Eifel schlafen und uns in der Nähe von Mayen den hübschen Ort Monreal ansehen.

Baldrian sei Dank, schafft Mina es ohne fürchterliche Hechelattacke (immerhin ein kleiner Fortschritt) bis in die Eifel.

Der Stellplatz am Bahnhof von Monreal ist zwar nicht besonders schön, der Ort ist dafür umso schöner.

Im Elzbach gibt es wegen der anhaltenden Trockenheit kaum noch Wasser. Die Fachwerkhäuser im historischen Ortskern wurden teilweise bereits im 15. Jahrhundert, als der Ort noch eine sehr wohlhabende Tuchmachergemeinde war, erbaut und sind heute liebevoll dekoriert und restauriert. Der Ort hieß früher einmal Königsberg und weil der Graf es im Mittelalter chic fand, bekam er einen französischen Namen. Der Ort wird von der Philippsburg und der Löwenburg überragt, aber bei der derzeitigen Hitze, haben wir den Aufstieg noch gescheut. Besonders schön fanden wir den Biergarten des alten Pfarrhauses, aber leider wurde dort bereits für eine Hochzeit eingedeckt. Wir müssen halt noch einmal wieder kommen, wenn es nicht so viele Coronaeinschränkungen gibt.

Schalkenmehren

Der Wanderparkplatz an der Burg Eltz ist wunderbar ruhig und angenehm zum Übernachten, trotzdem werden wir beim nächsten Mal den anderen Platz ausprobieren, weil er näher an der Burg liegt und hoffentlich Internetempfang hat.

Nach dem Frühstück fahren wir zum Wanderparkplatz bei Schalkenmehren. Auch dort würde es einen Stellplatz für Wohnmobile geben, aber heute wollen wir ja nicht übernachten, sondern nur das Gepäck übergeben und die Kinder eventuell zum Baden im Maar treffen und uns einen Eindruck von dieser bisher von uns immer verschmähten Region verschaffen. Aber der Wanderparkplatz ist genau so voll, wie der Wohnmobilstellplatz und daher fahren wir erst einmal zum Maar in Schalkenmehren zu einem kleinen Spaziergang.

Mit Lisa und Mali fahren wir dann zum Holzmaar. Dort ist es bedeutend leerer und wir spazieren mit der Kölner Bande durch den Märchenwald und baden ein bisschen die Füße.

Anschließend sehen wir uns noch die Burgen in Manderscheid an und baden wieder einmal die Füße.

Burg Eltz

Dieses Jahr stehen coronabedingt eher Kurzreisen auf unserem Programm. Schon länger hatten wir den Plan, uns die riesige Burganlage anzusehen und haben gedacht, dass es uns an Wochenenden mit schönem Wetter wohl eher zu voll dort ist. Also ist unser Plan am Abend hierher zu fahren, wenn die anderen Leute wieder nach Hause fahren, Fotos zu machen, dort zu übernachten und uns am nächsten Tag mit den Kindern zur Gepäckübergabe in Schalkenmehren zu treffen.

Weil wir früh unterwegs sind, entschließen wir uns das Moseltal zu erkunden. Wir verlassen die Autobahn schon bei Wittlich und schlängeln uns über die B 53. Es ist schön hier, aber wie so oft stellen wir fest, dass wir Menschenansammlungen so gar nicht mögen. Es hat hier wirklich jeder Ort einen großen Wohnmobilstellplatz, aber alle sind schon rappelvoll. Wir kommen bestimmt noch Mal wieder, aber eher an einem sonnigen Winterwochenende.

So langsam wird uns mulmig, als wir bei Treis-Karden das Moseltal verlassen und uns den Berg hinauf schlängeln. Was ist, wenn außer uns noch andere Leute diese großartige Idee hatten?

Nein, alles bestens! Hier oben ist absolute Ruhe! Gut, es gesellen sich noch 2 andere Womos zu uns, aber der Parkplatz ist riesig und die 1,6 km lange Wanderung zur Burg im dichten Eichenwald ist wunderschön. Und es ist traumhaft leise hier oben. Da können wir auf den Moselblick gut verzichten.

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Wir sind heute 200 km gefahren und haben bei N50°11’55“ O7°20’18“ für 2€ übernachtet.

Ausflugswoche mit den Kindern

Zu unserem coronabedingten „Reiseprogramm“ in diesem Sommer gehörte auch eine Actionwoche im Saarland mit unseren Kindern. Zuerst sind wir den Kindern entgegen geradelt, die von Köln aus mit den Fahrrädern kamen.

Mali wurde natürlich geradelt. Dabei kamen wir am Weltkulturerbe vorbei. Uns gefällt es dort nicht, aber es gibt dort sogar einen Wohnmobilstellplatz für Besucher aus aller Herren Länder.

Im Schwimmbad waren wir wegen der Zugangsbeschränkungen durch Corona fast völlig alleine. Uns hat es gefallen und wir haben uns vorgenommen das öfter zu machen.

Am Jägersburger Weiher klettern war ganz schön anstrengend.

Zu Fuß haben wir Alpakas besucht, die ganz bei uns in der Nähe wohnen und dabei den Erbeldinger Hof wieder entdeckt und festgestellt, dass man dort gut essen kann!

Und Mali ist mit Tante Natti im Wildpark gewesen.

Oma und Mali sind mit dem Tretboot in Seenot geraten. Zum Glück hatte Mali eine Schwimmweste an.

Zusammen mit Oma besuchte Mali auch die Isländer und hilft fleißig mit bei der Versorgung der Tiere.

Und die Nichtsaarländer mussten sich natürlich auch noch das saarländische Pflichtprogramm ansehen.

Und eine Kanutour auf unserem Lieblingsfluss Blies gehört natürlich auch zu den saarländischen Highlights. Während des Lockdown durfte man das ja nicht, weil die Blies immer wieder die Grenzseite wechselt. Und das war während der Pandemie für Menschen verboten, die Blies ließ sich daran nicht hindern. Aber jetzt dürfen auch Menschen die Grenze wieder überschreiten, einfach nur so zum Spaß.

Und abends ging es dann noch in den Biergarten.

Das müssten wir auch öfter machen. Carmens Favorit ist die Ziegenkäsetarte. Ein Besuch im Streichelzoo war für Mali auch ein Highlight, genau so wie der Ritt auf dem Elefanten.

Und dann sind zumindest die Kölner schon Mal wieder zurückgestrampelt.

Nach Hause

Wir verabschieden die Kinder und nehmen noch ein bisschen Gepäck zu uns ins Wohnobil, wie Mali sagt.

Heute wollen wir einen Abstecher nach Maria Laach machen und heute Nacht schlafen wir wieder zu Hause. Vor allem Mina ist dann sicher erleichtert.

Natürlich ist die Benediktinerabtei Maria Laach an einem Sonntag gut besucht, aber es gehört laut Lonely Planet immerhin zum Pflichtprogramm Deutschland. Es leben und arbeiten dort noch 19 Mönche, es gibt eine Keramikwerkstatt und eine Gärtnerei in der wir bei Gelegenheit noch einmal reinschauen müssen. Den Besuch der sechstürmigen romanischen Kirche können wir immerhin schon einmal abhaken. Es ist schwierig gute Fotos zu machen, da durch die Klostermauer nicht alle Teile des Gartens zugänglich sind.

Zum Picknick suchen wir uns allerdings wieder einen einsamen Waldparkplatz.

Und um 16:00 Uhr hat uns der Alltag zuhause wieder.

Vorletzte Etappe

In unserem wunderschönen Park war es heute Nacht wieder gewohnt ruhig. Man weiß das vorher nie so genau, weil schöne Plätze auch häufig nachts die einheimische Jugend zum Feiern anziehen.

Allerdings regnet es heute Morgen, was beim Fahren allerdings nicht stört, es ist im Sommer eher von Vorteil, weil es dann angenehm kühl bleibt. Wir wollen heute wieder 300 km bis Köln fahren, weil morgen früh die Kinder zu ihrer Fahrradtour von Köln nach Saarbrücken starten und wir Gepäck mitnehmen sollen, damit sie sich danach noch ein bisschen in Saarbrücken erholen können.

Nach der halben Strecke soll Mina wieder eine entspannte Pause bekommen. Wenn der Regen aufhört, wollen wir in der Nähe von Hagen in die Ruhraue fahren.

Schon nach wenigen Kilometern ist der Himmel wieder blau und es wird entgegen unserer Hoffnung wieder warm im Wohnmobil. Wir haben zwar eine Klimaanlage, aber die schafft es eigentlich nie, den doch recht großen Innenraum während der Fahrt angenehm kühl zu halten.

Der Platz in der Nähe der Autobahn ist nicht wirklich toll, aber wir wollen ja nur eine Pause im Schatten einlegen und das kann man hier.

Von hier aus sind es noch 80 km bis Köln-Kalk und dort feier wir erst einmal im Innenhof Wiedersehen mit den Kindern und dem Enkelkind. In Kalk schlafen wir immer an einem ruhigen Geheimplätzchen, das wir hier nicht preisgeben!

Heimreise in Etappen

Heute Nacht war es hier nicht ganz so ruhig, wie wir es gewöhnt sind, weil Jugendliche das Schuljahresende gefeiert haben, aber geschlafen haben wir trotzdem gut.

Das Strandbad ist wirklich sehr schön, daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die Jugendlichen gerne hier aufhalten.

Um Mina das Reisen zu erleichtern, fahren wir heute erst einmal durch den Elbtunnel und dann wollen wir eine Pause im Nationalpark Nordheide machen. Hoffentlich gibt es nicht so einen fürchterlichen Stau wie letztes Jahr. Damals haben wir 3 h im Stop-and-Go durch die Hamburger Innenstadt fahren müssen und einmal an einer Unterführung die Surfbretter vom Dach geholt, weil wir sonst nicht durchgepasst hätten.

3 km vor dem Hamburger Elbtunnel ging es leider wieder los. Aber zum Glück war es nicht ganz so schlimm wie letztes Jahr. Immerhin haben wir es nach einer Stunde geschafft und Mina freut sich über den Waldspaziergang mit Herrchen und kann wieder entspannt auf dem Waldboden neben Frauchens Hängematte liegen.

Die restlichen 100 km bis zu unserem Schlafplatz südlich von Bremen schafft sie dann auch noch einigermaßen entspannt. Der kleine Ort Harpstedt hat einen idyllischenn kostenlosen Wohnmobilstellplatz in einem Park mit Seerosenteich. Wir würden wirklich gerne etwas für die Gemeindekasse spenden, so ein wunderschönes, kostenloses Angebot haben wir noch nirgends bekommen.

Der Bürgermeister hat sogar die einheimische Gänsepopulation durch Streifengänsen aus Asien erweitert.

Surftag in Meldorf

Heute fahren wir zur Freude von Mina keinen einzigen Meter. Zuerst lesen wir ganz gemütlich und warten auf den für mittags angesagten Wind.

Sanna macht gerne Hunde-Yoga im Fußraum der Fahrerkabine.

Wir sind begeistert von dem wunderschönen Speicherkoog.

Von der Deichkrone hat man eine großartige Aussicht auf die Nordsee.

Das sind die norddeutschen Deichrasenmäher.

Und dann kommt tatsächlich noch Wind und Carmen macht nach fast 9 Monaten die ersten Fahrversuche.

Der Wind hätte stärker sein können!

Zum krönenden Abschluss gibt es noch einen wunderbaren Sonnenuntergang. Wir hatten einen perfekten Urlaubstag.

In Richtung Nordsee

Ursprünglich hatten wir darüber nachgedacht, noch das Ostseebad Travemünde anzusehen. Viele berühmte Namen schrecken uns dann aber doch ab. Wir hatten einen Bericht im Fernsehen gesehen, dass dort an Pfingsten die Hölle los war und es ist ja wieder ein langes Wochenende. Also machen wir einen“Schlenker“ nach Nordwesten entlang der Elbe. Als Tagesziel haben wir einen Stellplatz in Meldorf ins Auge gefasst. Wegen Mina, die Autofahren trotz Baldrian doof findet, machen wir aber noch einen Zwischenstopp in Glückstadt. Das sind nur 100 km und dort kann man an der Elbe Schiffe gucken.

In Glückstadt hat man wirklich eine schöne Aussicht auf die Elbe, aber leider auch auf das Kernkraftwerk Brokdorf, das immer wieder wegen Demonstrationen und den Castor-Transporten im Gespräch war. Es soll bald abgeschaltet werden, aber der Rückbau wird sich noch mindestens bis 2030 hinziehen.

Der Ort selbst ist eigentlich hübsch und wurde einmal am Reißbrett im Auftrag eines dänischen Königs (Christian IV) geplant.

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Also geht es weiter zur richtigen Nordsee nach Meldorf.

Und dort ist dann zu unserer großen Überraschung Wind und man kann surfen. Nach 9 Monaten Entzug ist das fast zu schön, um wahr zu sein. Auf dem Meer ist der derzeitige Ostwind zwar ablandig, aber hier gibt es hinter dem Deich einen großen See, einen sogenannten Speicherkoog. Das Land hier ist Marschland, also Land, das dem Meer durch Deiche und Entwässerungskanäle abgetrotzt wurde. Manchmal, nach Sturmfluten, staut sich das Wasser hinter den Deichen und kann nicht abfließen und dazu braucht man diese Speicherkooge, in Holland nennt man sie auch Polder. Also ideal für Surfer! Seltsam, dass wir das nicht schon längst entdeckt haben. Etwas Gutes hat der Coronavirus also doch: Wir verlassen unsere ausgetretenen Pfade. Normalerweise sind wir seit Jahren auf unseren Reisen nach Dänemark immer in Tönning gewesen. In dem historischen Hafenort, den wir einmal zufällig entdeckt hatten, weil wir müde vom Fahren waren, konnte man schön essen und bummeln, aber surfen ging dort nicht.

Wir sehen uns den Norden Deutschlands an

Wir haben ja noch Zeit, bis Dänemark die Grenzen öffnet und haben als nächstes Etappenziel Winsen an der Aller eingegeben. Dort wollen wir dann entscheiden, ob es nach Osten in Richtung Lübeck geht oder nach Westen an die Nordsee.

Die Hunde treffen hier Artgenossen zum Spielen und wir lassen uns erklären, dass man in der Aller sogar Gold finden kann und werden sogar Zeuge davon. Gut, es war nur ein winziger Krümel, aber Kleinvieh macht auch Mist. Vermutlich ist es eher der Verkäufer des Equipments, der hier eine Goldader entdeckt hat.

Um 3 Uhr entscheiden wir uns noch 170 km nach Lübeck zu fahren, obwohl es hier an der Aller sehr beschaulich ist.

Der Stellplatz in Lübeck liegt direkt an der Trave und in 2 h sind wir durch unser Besichtigungsprogramm durch, kochen im Womo und starten mit dem Abendprogramm.

Die alte Hansestadt gehört zum Weltkulturerbe und es gibt zahlreiche schöne alte denkmalgeschützte Backsteinbauten, aber uns stören die zahlreichen Baustellen, die auch für Fußgänger kein Vorankommen möglich machen.

In Zeiten geschlossener Tourismusinformationen wäre es schön Hinweistafeln oder Schilder für Ortsunkundige zu finden.

Das berühmte Holstentor muss man kennen und ungefähr wissen, wohin man gehen muss. Die Beschilderung ist nicht gut und auch die Informationen aus dem Internet haben uns nicht wirklich schlauer gemacht. Das ist eigentlich schade.

Viele wunderschöne Backsteingebäude liegen in kleinen Seitenstraßen versteckt und auch hier hätten wir uns mehr Informationen gewünscht.

Mit dem Geld der UNESCO hätte man sicher etwas für die Information der Touristen tun können. Möglicherweise gibt es das sonst in Form von organisierten Führungen, aber in diesem Jahr fühlte man sich etwas verloren.