Mittelalterliche Dörfchen in der Auvergne

Nach dem Frühstück spazieren wir durch Lavaudieu mit seiner sehenswerten Abtei aus dem Jahr 1021.

Lavaudieu ist insgesamt ein Kunstwerk.

Während Carmen sich die Abtei anschaut, darf Sanna, unser Herdenschutzhund, Schafe hüten, die mitten durchs Dorf getrieben werden.

Und der Stellplatz am Flüsschen lässt auch keine Wünsche offen.

10 km entfernt wollen wir uns jetzt Brioude anschauen.

Brioude ist auch hübsch, aber Lavaudieu hat uns entschieden besser gefallen.

Wirklich sehenswert ist die Kathedrale Saint Julien.

Und auch wenn wir heute schon genug Tolles erlebt haben, kommt jetzt noch das Highlight. Ein Fußbad in der Allier.

Unser angestrebter Übernachtungsplatz ist noch 60 km entfernt am Château Alleuze.

Das Château Alleuze wurde im 14. Jahrhundert zur Sicherung des Ortes St. Flour erbaut, aber mehrfach zerstört.

Heute hatten wir wirklich einen perfekten Urlaubstag.

1 Senouire N 45° 15′ 46,1″ O 3° 27′ 21,7″
2 L’Allier N 45° 17′ 56,2″ O 3° 24′ 29,7″
3 Château D’Alleuze N 44° 57′ 28,2″ O 3° 5′ 12,2″

Das ländliche Frankreich

Dieser Stellplatz ist einfach nur toll: Ganz ruhig und umgeben von Wiesen und Feldern. Hin und wieder hört man ein Eselchen oder die Kirchturmglocken.

Auf unserem Weg in den Süden entdecken wir bei Chalon dieses verrückte Märchenschloss.

Am Kanal bei Genelard legen wir eine Mittagspause ein.

Unser Tagesziel für heute war eigentlich Lavaudieu in der Auvergne und ist auch ins Navi eingegeben. Das sind noch 230 km. Das schaffen wir tatsächlich problemlos.

Man steht unterhalb des Ortes mit Blick auf die Senouire. Das mittelalterliche Dörfchen und die Abtei werden wir uns morgen ansehen.

1 Saulx N 47° 41′ 51,1″ O 6° 16′ 38,7″
2 Halte Nautique de Genelard N 46° 34′ 34,5″ O 4° 14′ 3,2″
3 Senouire N 45° 15′ 46,1″ O 3° 27′ 21,7″

On the road again

Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit sind wir wieder unterwegs in den Süden. Ausgerüstet mit allen Zertifikaten, die man aufgrund von Corona für Frankreich benötigt, tuckern wir über Metz, Nancy und Epinal bis Saulx. Das wird wohl unsere neue Lieblingsstrecke. Es ging flott und fast mautfrei voran. Eigentlich wollten wir nach Vellefaux, aber es wurde schon so früh dunkel, dass wir getreu unserem Motto keine Plätze in der Dunkelheit zu suchen nur 260 km schaffen. Der Platz in Saulx ist für eine Übernachtung wirklich sehr gut. Kaum zu glauben, dass es in Frankreich solche kostenlosen Schätze gibt.

1 Saarbrücken
2 Saulx N 47° 41′ 51,1″ O 6° 16′ 38,7″

2020

Unsere Überlegungen hier oben in den Bergen Silvester ohne Knallerei zu erleben, haben sich ausgezahlt. Die ängstliche Mina hat Silvester verschlafen. Zu Hause ist sie um die Zeit des Jahreswechsels oft so gestresst, dass sie tagelang nicht vor die Tür will.

Sanna und Mina lernen das Hunderudel von Christian und Moni kennen. Ja und anschließend geht es noch einmal zu einer kleinen Wanderung.

Und zum Abschluss unserer Kurzreise gibt es noch eine leckere Brotzeit, wie die Bayern sagen.

Wir müssen uns jetzt talwärts in den Nebel stürzen, weil morgen wieder die Pflicht ruft, aber bei der nächsten Gelegenheit müssen wir das wiederholen.

Silvester

Um uns auf die lange Silvesternacht vorzubereiten, haben wir heute Morgen schon Mal bis halb 10 geschlafen. Schließlich ist hier auch kein Pistenbully um uns herumgekurvt. Es war herrlich ruhig und wir trödeln wieder im Urlaubsmodus.

Nachdem wir unsere Vorräte aufgestockt haben, sehen wir uns nochmals den Gaschneykopf an. Hier hatte es uns 2014 sehr gut gefallen, weil sehr viel Schnee lag. Jetzt liegt hier auf knapp 1000 m überhaupt kein Schnee und weil wir Rücksicht auf Minchen nehmen müssen, die Silvesterfeuerwerk blöd findet, entschließen wir uns weiter zu fahren. Hier sind zu viele bewohnte Chalets.

Wir wollen uns noch den Col du Strohberg ansehen. Hier ist, wenn man unserer App glauben kann, keine Bebauung. Und genau so ist es auch. Hier gibt es so viele traumhafte Plätze, dass wir uns gar nicht entscheiden können, wo es uns am besten gefällt. Hierher kommen wir bestimmt noch Mal zurück.

Man hat einen genialen Blick in die Rheinebene und auf der anderen Talseite zum Hohneck, wo wir gestern standen.

Wir trinken Latte Macchiato und futtern Pain au Chocolat und genießen den letzten Tag des Jahres.

Abends wird dann noch einmal geschlemmt.

Arbeit in der Wintersonne

Uwe hat ja keineswegs Urlaub und muss daher heute arbeiten. Carmen muss sich die Zeit mit Lesen und Spaziergängen vertreiben. Heute Morgen wurden wir bereits um 6 Uhr durch die Pistenbullys geweckt, daher müssen wir uns für die nächsten Nächte ein anderes Plätzchen suchen.

Am Nachmittag machen wir dann eine Wanderung zur 1360 m hoch gelegenen Hohneckhütte. Eigentlich wollten wir hier einkehren, aber leider ist die Hütte geschlossen.

Die Fernsicht ist wieder einmal großartig. Nur das Rheintal liegt im Nebel. Die Hunde und Uwe sind wieder einmal übermütig.

Dann kehren wir eben bei Elsa ein. Zum Glück haben wir noch Reste von gestern.

Leider müssen wir dann allerdings wieder ins Tal nach Münster, weil wir keinen einzigen Krümel Brot mehr an Bord haben. Eigentlich wollten wir chic essen gehen, aber nirgends gab es etwas. Also haben wir kurzerhand etwas auf dem Weihnachtsmarkt gefuttert.

Nein, wir sind nicht auf Drogen! Hier wird alles lila angestrahlt. Und dann wieder in blau.

Uwe will diese Idee für nächstes Jahr übernehmen.

Abgesehen von dem wirklich tollen Stellplatz mit heißen kostenlosen Duschen und dem psychedelischen Weihnachtsmarkt, war Münster eine Enttäuschung, weil es keine Kneipen gibt.

Winterwanderung

Der Wetterbericht hat uns durch das Versprechen von strahlend blauem Himmel gelockt und tatsächlich hat er Wort gehalten. Es ist kein Wölkchen zu sehen. Allerdings hatten wir uns ja ein bisschen Schnee gewünscht. Daher brechen wir nach dem Frühstück zum 1300 hohen Hohneck auf, um dort eine richtige Winterwanderung zu machen.

Auf der Route des Cretes liegt dann wenigstens ein bisschen Schnee, der nicht aus den Schneekanonen kommt.

Die meisten Lifte sind nicht in Betrieb, weil nur vereinzelt Schnee liegt.

Also mummeln wir uns warm ein und machen eine Wanderung zum Kastelberg.

Allerdings ärgert sich Uwe, dass er seinen Kite nicht dabei hat. Der Kastelberg ist nämlich für Snowkiter reserviert.

Also bleibt es bei einem Spaziergang in der Wintersonne. Man kann bis zu den Alpen und natürlich bis zum Schwarzwald sehen. Die Fernsicht ist großartig und das Tal liegt unter einer Wolkendecke.

Wir haben eine wunderschöne Aussicht auf den Lac de la Lande unten im Tal.

Die Hunde haben ihren Spaß. Und am Abend, wenn alle Spaziergänger weg sind, wird es endlich ganz still.

Hatten wir gehofft! Aber dann kam es noch zu einer dramatischen Rettungsaktion, weil jemand vermisst wurde.

Es ging aber alles gut aus. Ein Vater mit seinem Kind hatten sich mit dem Schlitten verfahren und wurden von den Männern der Feuerwehr gefunden.

Letzte Tour für dieses Jahr

Ganz spontan haben wir uns, wegen der guten Wetterprognose für die Berge, zu einem Kurzurlaub entschieden. Wir bringen unseren Sohn noch zum Bahnhof und dann geht es los. Wir haben den Jahreswechsel 2014/15 schon einmal in Schnepfenried verbracht mit Bergen von Schnee. Das wollen wir noch einmal testen. Der Stellplatz am Lift ist ungefähr 200 km von uns entfernt. Dieses Mal liegt allerdings so gut wie kein Schnee, nur vereinzelte, traurige Reste. Dafür haben wir dieses Mal, im Gegensatz zu 2014, die Ski dabei. Damals war es genau umgekehrt, phantastische Pistenverhältnisse und wir ohne Ski.

La Couvertoirade

Nach einer ruhigen Nacht bummeln wir durch den fantastischen Ort. Hier machen wir sicher noch öfter Station. Der Ort ist ein einziges Museum.

Die Windmühle haben wir nur aus der Ferne bewundert.

Auf einem Werbeplakat sehen wir, dass die Messerschmiede von Laguiole in dieser Gegend liegt. Da Uwe schon ein Messer von Laguiole hat, will er dort bei unserer nächsten Reise unbedingt vorbei.

Diese Fenster hätten Uwes Papa mit Sicherheit gut gefallen und er hätte daraus Inspiration für seine nächsten Kunstwerke bezogen.

Die Reiseroute durch die Cevennen über die A75 ist nicht nur kostenlos sondern auch voller touristischer Highlights. Uwe will noch zur Messerschmiede von Laguiole und zur Roquefort- Käserei, Carmen will noch zum Schloss von Sévériac und zu den heißen Quellen. Wir haben für die nächste Reise schon eine Übernachtung in einer Biokäserei eingeplant. Es gibt hier wirklich so viel zu entdecken. Die Strecke durch das Rhônetal ist zwar schnell und teuer, aber hier ist es viel schöner und man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

Weil es uns in La Couvertoirade so gut gefallen hat, kommen wir erst mittags wieder weg und daher schaffen wir es nicht bis Pesmes. Wir steuern daher in der Nähe von Montceau les Mines einen kleinen Stausee (Barrage der La Sorme) an und hoffen auf eine ruhige Nacht. Morgen liegen dann noch 430 km vor uns.