Der innere Schweinehund

Heute Morgen ist es ein bisschen bewölkt, 18 Grad und sehr böig. Man sieht von unserem Stellplatz noch keine Kites am Himmel und auch wir kämpfen mit dem inneren Schweinehund. Sollen wir wirklich? Oder machen wir es uns gemütlich? Lesen oder etwas besichtigen? Ist ja auch nicht schlecht! Wir entscheiden uns auf jeden Fall gegen Surfen und werden einen Ausflug nach Periyac machen. Dort kann man auch übernachten und schön bummeln.

Hier werden wir in den nächsten Tagen einen Sundowner zu uns nehmen.

Bei Sigean

Wir fahren zum Super U und anschließend zum Etang de Bages.

Etang des Bages

Unseren ersten verschwiegenen Platz müssen wir wegen Mosquito Alarm wieder verlassen. Aber ein 2. Plätzchen ist dann wirklich nett.

Lesepause

Der Stellplatz in Periyac ist sehr ruhig und angenehm.
Wir starten zu einem Spaziergang durch die ehemaligen Salinen.

Und der Ort ist charmant und wenig touristisch, genau so wie es uns gefällt.

Besonders witzig finden wir diese „Kunstwerke“.

So was brauchen wir an unserem Schuppen.
Über Stege geht es zurück zum Stellplatz.

1 Salin de La Palme N 42° 58′ 45,4″ O 3° 1′ 9,0″
2 Étang de Bages-Sigean N 43° 2′ 34,2″ O 3° 0′ 43,7″
3 Saline de Peyriac de Mer N 43° 5′ 38,1″ O 2° 57′ 42,2″

Mistral

Das Wetter ist genau so, wie wir es wollten: Sonnenschein und 20 Knoten. Das Tagesprogramm steht also fest. Wir fahren zum Weinberg, weil das Wasser am Sandarm für Surfbretter im Moment zu flach ist.

Frühstück mit Blick auf die Saline

Genau so einen Stellplatz haben wir immer gesucht. Schon vom Bett aus kann man den Spot im Auge behalten und ganz gemütlich frühstücken und mit der Kaffeetasse in der Hand abschätzen, wann es sich lohnt. Wir finden gleich mehrere Bäcker in La Palme und dann geht es nach Le Vigne. Der Wind ist wieder einmal extrem böig, aber es macht trotzdem Spaß.

Carmen ist sogar mit dem 3.75 manchmal überpowert.

Der blaue Punkt ist unser Stellplatz und Surfen tun wir neben dem Campingplatz Le Clapotis.

1 Salin de La Palme N 42° 58′ 45,4″ O 3° 1′ 9,0″
2 Le Vigne N 42° 57′ 38,6″ O 3° 0′ 2,3″

Endlich ans Meer

Das Wehrdorf Lavaudieu gibt es seit dem 9 Jahrhundert. Dort gibt es die sehr schöne Abtei Saint André. Wir haben uns das Dorf im letzten Jahr auf unserer Pyrenäenfahrt schon angeschaut, aber es hat uns so gut gefallen, dass wir nach dem Frühstück noch einmal durch den Ort bummeln, auch wenn es diesmal leider bewölkt ist.

Unser Stellplatz

Zuerst besichtigen wir die Abtei.
Nach dem Bummeln durch den Ort fahren wir weiter nach Süden.

Séverac le Chateau

Nach 170 km müssen wir Mina noch einmal eine Pause gönnen, damit sie die letzten 200 km noch schafft. Wirklich begeistert sind wir von den Baldrian Tabletten nicht, immerhin legt sie wenigstens manchmal den Kopf.

Bei Beziers wird es dann richtig warm und sonnig und es geht erst einmal zum Strand.

Zum Übernachten geht es zum CCP. Diese Entscheidung erweist sich als sehr gut. Man kann nämlich von hier zu Fuß zum Sandarm.

Wir finden diese Salinenlandschaft einfach wunderbar

Und unser Stellplatz ist fast wie Freistehen.

1 Lavaudieu N 45° 15′ 44,2″ O 3° 27′ 21,3″
2 Séverac le Chateau N 44° 19′ 26,9″ O 3° 3′ 47,3″
3 Salin de La Palme N 42° 58′ 45,4″ O 3° 1′ 9,0″

500 km weiter nach Süden

Heute fahren wir eine große Strecke. Mina hat zum Frühstück wieder Baldrian bekommen und für die Mittagspause nach halber Strecke haben wir Lugny-lės-Charolles eingeplant. Der Ort hat 350 Einwohner, liegt an der Arconse und hat sogar ein Schloss. Wir suchen auch für Zwischenstationen immer nach hübschen sehenswerten Orten, die uns und die Hunde zum bummeln motivieren.

Aber ein obligatorischer Fotostopp ist immer das „Kunstwerk“ in Damerey.

Leider lassen sich im Internet keine Informationen zu diesem kitschig bunten Märchenschloss finden. Schade!

Die Mühle von Lugny aus dem 11 Jahrhundert ist ein Idyll. Sie wurde 1969 von dem letzten aktiven Müller verlassen, aber ein Freundeskreis kümmert sich um die Instandhaltung.

Nur das denkmalgeschützte Schloss ist eine Enttäuschung – alles weiträumig abgesperrt.

Die letzten 240 km sind für Mina anstrengend, aber pünktlich zum Abendessen sind wir in Lavaudieu. Beim leisen Gurgeln der Senouire können wir sicher wunderbar schlafen.

1 Saulx N 47° 41′ 51,5″ O 6° 16′ 39,4″
2 Moulin De Lugny N 46° 24′ 25,5″ O 4° 12′ 52,0″
3 Lavaudieu N 45° 15′ 44,2″ O 3° 27′ 21,3″

Dem Herbst entfliehen

In den letzten Tagen war es bei uns zu Hause eisig kalt. Es kann eigentlich nur besser werden. Unser heutiges Tagesziel heißt Saulx. Es liegt in der Bourgogne 270 km von Saarbrücken entfernt und vermutlich würde sich dorthin niemand verirren, wenn es nicht einen wunderschönen Womo Stellplatz gäbe. Bis hinter Nancy ist Mina, der wir Baldrian gegeben haben, einigermaßen entspannt. Mit Trost und Zuspruch von Frauchen schafft sie es dann auch ohne großes Theater bis Saulx. Als erstes Etappenziel gefällt es uns hier sehr gut, man steht ruhig unterhalb des Dorfes mt Blick über die Felder und dem obligatorischen Kirchengeläut. Auch für das leibliche Wohl am Morgen ist gesorgt, es gibt eine Boulangerie!

1 Saarbrücken
2 Saulx N 47° 41′ 51,1″ O 6° 16′ 38,7″

Der Berg ruft

Die Nacht war sehr ruhig, abgesehen davon, dass Sanna zu Beginn des Urlaubs noch nicht wirklich entspannt ist und nachts bei jedem vorbeihoppelnden Kaninchen wufft. Nur sicherheitshalber! Es soll schließlich Killerkaninchen geben. Leider misslingt dann das Frühstück.

Aber nur optisch sind die Laugenteilchen etwas anders als sonst.

Nach dem Frühstück geht es in den Ort.

Im Tal haben sich schon die Storchennester gefüllt.

Nach dem tiefblauen Himmel im Tal haben wir nicht mehr mit Schnee gerechnet. Aber es ist kaum zu fassen! Es liegt traumhafter Pulverschnee und Carmen ärgert sich, dass sie die Ski zu Hause gelassen hat.

Die Hunde sind total begeistert.

Schneeschuhe sind wirklich witzig. Man kann selbst bei Tiefschnee querfeldein wandern. Aber trotzdem hängt unser Herz nach wie vor noch am Abfahren mit Ski und Snowboard. Carmen hat früher immer gesagt, dass sie im Alter mit Langlauf anfangen will, aber das hat noch ein bisschen Zeit.

Am Nachmittag wandern wir talwärts, müssen mehrmals durch ein Bachbett und testen den Gripp beim steilen bergauf Gehen. Da kommt man ganz schön ins Schwitzen.

Und um 15 Uhr machen wir es uns in unserer Elsa gemütlich. Gastank zu 90% voll, Batterie voll durch unsere Solaranlage, na dann bleiben wir doch hier oben in luftiger Höhe (1262 m).

1 Wasen N 48° 19′ 20,0″ O 7° 26′ 36,0″
2 Col de la Schlucht N 48° 3′ 52,9″ O 7° 1′ 22,8″

Schneeberg

Wir haben einen kleinen Ausflug in die Nordvogesen gemacht. Eigentlich wollten wir endlich unsere neuen Schneeschuhe testen. Dazu war zu wenig Schnee, aber trotzdem hatten wir einen tollen Tag.

Wir sind vom Col des Pandours in 630 m Höhe zum Schneeberg in 961 m gewandert. Es ging ganz schön steil bergauf und bergab dann teilweise auf dem Hosenboden. Wir hätten uns gerne noch die Burg Nideck angeschaut, aber es wurde wieder einmal zu früh dunkel.