Montenegro

Heute wollen wir bis zur montenegrinischen Grenze. Dort gibt es ein verlassenes Militärgelände auf kroatischer Seite. Von dort hat man Montenegro sehr gut im Blick. Auf jeden Fall sind wir heute Morgen total gut ausgeruht und bestens gelaunt, weil die Sonne scheint.

Nach dem Frühstück auf der Mole fahren wir ins Neretva-Delta. Die Neretva fließt unter anderem auch durch Mostar, vielen bekannt durch die berühmte alte Brücke. Im Oberlauf ist sie ein wildes Flüsschen und ein weiteres Erkundungsziel für zukünftige Projekte. Heute werden wir die Mittagspause im Delta verbringen. Wir haben dieses großartige Surfrevier vor einigen Jahren zufällig entdeckt, aber leider darf man dort nicht mehr frei stehen und einen Campingplatz gibt’s nicht. Also nichts für uns. Wir kennen in Kroatien mit seiner langezogenen Küste tatsächlich nur 2 Freistehplätze.

Die Mittagspause im Neretva-Delta ist einfach großartig und uns würde es sofort aufs Wasser ziehen, wenn wir nicht unser Surfequipment in Griechenland hätten. So ein Mist!

Nach der Pause geht es noch einmal 140 km weiter bis zur montenegrinischen Grenze, zum Fähranleger Vitaljina. Das ist der südlichste Punkt Kroatiens und war bis vor kurzem militärisches Sperrgebiet. Die Lage von Vitaljina ist sooo ideal, dass dort sicher in naher Zukunft ein Ferienresort stehen wird.

Wir unterhalten uns mit einem Paar aus Biberach und genießen die Ruhe des Fähranlegers.

Den größten Teil der Strecke nach Koronisia haben wir geschafft, aber definitiv ist die Variante bis Brindisi stressfreier, wenn man nicht ein völlig uneinsichtiges Hundchen an Bord hat.

1 Reljani N 44° 16′ 18,9″ O 15° 30′ 7,9″
2 Neretva Delta N 43° 1′ 8,4″ O 17° 26′ 43,6″
3 Fähranleger Vitaljina N 42° 24′ 21,8″ O 18° 30′ 41,4″

Strecke insgesamt: 407 km

Reljani

Tatsächlich hat es heute Nacht stark gedonnert und geblitzt und Uwe musste das aufgeregte Minchen trösten. An Ausschlafen am Morgen war trotzdem nicht zu denken. Mina ist noch in ihrem Alltagsmodus und das heißt um 7 Uhr wird die Welt erkundet. Es ist vielleicht besser so, denn es ist weiterhin starker Regen für diese Region gemeldet. Also gibt es schon in aller Frühe Frühstück. Mina ruht sich derweil von der anstrengenden Tätigkeit als Thunderstorm-Warnerin aus. Auch Mona steckt die Nacht in den Knochen. Sie muss den Kopf auf dem Mülleimer abstützen.

Pünktlich um 10:20 Uhr sind wir in Slowenien und um 11 Uhr in Kroatien. Jetzt müssen wir nur noch durch Montenegro und Albanien und dann sind wir am Ziel. Weil das Wetter sich überhaupt nicht beruhigt, stellen wir uns für eine ausgiebige Mittagspause in den Hafen von Senj. Unser Aussichtspunkt im Velebit-Gebirge muss warten.

Um 16:30 Uhr sind wir bei trockenem Wetter in Reljani, einem Freistehplatz auf einem Privatgrundstück. Wir waren schon oft ganz alleine hier, aber dieses Mal sind noch 4 andere Wohnmobile da.

Der Fahrstress ist auch bei Mina sofort abgeschüttelt.

1 Turriaco N 45° 49′ 43,5″ O 13° 25′ 53,3″
2 Senj N 44° 59′ 22,2″ O 14° 53′ 49,7″
3 Reljani N 44° 16′ 18,9″ O 15° 30′ 7,9″

Strecke insgesamt: 333 km

Fazit Kroatien

Morgen werden wir Kroatien verlassen. Obwohl das Wetter diesmal unterirdisch war, entdecken wir immer wieder nette Plätzchen, allerdings eher nicht an der Küste, sondern im Landesinneren. Die Küste mit ihren Steinstränden gefällt uns überhaupt nicht. Dazu kommt noch, dass man in Kroatien auf meist überteuerte Campingplätze gehen muss. Wenn wir einmal viel Zeit haben, werden wir mal Inselhopping in Kroatien versuchen. Vielleicht gefällt es uns ja dort besser.

Reljani ist eine Ausnahme. Dort gibt es auch tolle Klettersteige.

Biograd hätte uns auch bei gutem Wetter nicht gefallen.

Die Cetina ist toll. Und auch in Omiš gibt es einen tollen Klettersteig.

Camping Kate bei Dubrovnik ist super.

Die Tage des alten Fähranlegers bei Vitaljina sind wohl gezählt.

Achso: Kroatien heißt auf kroatisch „Hrvatska“, aber das ist für uns schwer auszusprechen.

Dubrovnik

Für die Cetina haben wir eigentlich 2 Tage eingeplant. Hier hat es uns letztes Jahr soo gut gefallen. Es ist immer noch schön, aber die Cetina ist über die Ufer getreten und außerdem gibt es eine Sturmwarnung. Wir wollten eigentlich einen Klettersteig in Omiš machen, aber Nässe und Sturm sind beim Klettern eher hinderlich und wir wollen das Schicksal nicht herausfordern. Immerhin gießt es nicht und es sind 18 Grad. Also werden wir entlang der Cetina nach Omiš fahren, weiter nach Dubrovnik und dort entscheiden wir dann, wie es weitergeht. Omiš war im 14 Jahrhundert ein gefürchteten Piratennest und selbst große venezianische Handelschiffe kamen dort nicht ohne Wegezoll vorbei.

Wir hatten auch noch den Plan nach Mostar zu fahren, aber weil es im Landesinneren liegt, halten sich dort die Regenwolken fest.

In Omiš ist es nicht wirklich schön, deshalb fahren wir weiter die Küste entlang. So aufgewühlt haben wir die Adria noch nie erlebt.

Die Mittagspause verbringen wir im Neretva Delta.

Es ist toll hier, kein Mensch außer uns. Man hört nur das Rauschen der Wellen. Genau solche Orte lieben wir. Auch zum Surfen und Kiten müssen wir uns diesen Spot merken.

Um 2 Uhr frischt der Wind auf und der Himmel wird dunkel. Dann fahren wir doch einfach weiter.

Surfschule

Die Sturmwarnung für den heutigen Tag war wirklich berechtigt. Es hört einfach nicht auf.

Heute sind wir 270 km gefahren.

Wir stehen auf dem alten Fähranleger in Vitaljina. Alle Kneipen sind zu. Es ist bedeckt und windig. Morgen werden wir Kroatien verlassen. Wir können schon nach Montenegro sehen.

Heute hat es immerhin nicht geregnet. Allerdings ist das Wetter eher so, wie man es für Holland im April erwartet.

1 Vir Rafting Cetina N 43° 25′ 40,8″ O 16° 51′ 20,6″
2 Neretva Delta N 43° 1′ 8,1″ O 17° 26′ 43,2″
3 Anleger Vitaljina N 42° 24′ 21,9″ O 18° 30′ 41,7″

Werkstattbesuch

Wenigstens das Wetter macht uns den Einstieg in diesen Tag leicht. Der Himmel ist strahlend blau.

Durch die ungewöhnliche Helligkeit wachen wir schon vor 7 Uhr auf. Das ist bei uns eher ungewöhnlich. Aber gut so! 👍 Wir wollen ja pünktlich in der Werkstatt sein.

Der Werkstattmeister krempelt sofort die Ärmel hoch und will in 2 Stunden einen genauen Plan haben, wie es weiter geht. Er schickt uns erst einmal in eine Bäckerei.

Den Rosen scheint der Regen gut zu tun.

Im Yachthafen suchen wir uns schon mal unsere Traumyacht aus.

Zum Chartern können wir uns das leisten, aber wenn wir uns einen Katamaran dieser Größenklasse kaufen wollen, müssen wir wohl unser Häuschen verkaufen.

Gut, dass wir den Mut hatten die Werkstatt zu wechseln. Die andere Werkstatt wollte wohl an uns verdienen. Nach 2 Stunden und um 360€ ärmer, sind wir bei der neuen Werkstatt durch. Uwe hatte mit wesentlich mehr gerechnet. Hotelzimmer und Mietwagen können wir jetzt rückgängig machen. Wir sind manchmal ein bisschen zu vorausschauend. Wir können weiter und sind mehr als erleichtert. Wir hatten nach den Aussagen der ersten Werkstatt schon einen Plan C, wenn es gar nicht mehr zu reparieren gewesen wäre.

Bei gutem Wetter geht es jetzt erst einmal nach Primosten.

Zuerst aber brauchen wir noch eine kleine Stärkung.

Das Meer sieht hier wegen den unzähligen Inselchen immer so klein aus. Eigentlich gefällt es uns nicht wirklich, aber zum Segeln ist es ideal.

Es gibt wirklich unendlich viele kleine Inseln. Wir sind der blaue Punkt.

Kurz vor Primosten geht dann ein fürchterliches Gewitter mit Starkregen los. Es soll wohl nicht sein. Primosten muss warten. Wir fahren weiter zu unserem heutigen Tagesziel an die Cetina. Dort haben wir letztes Jahr eine Rafting Tour gemacht und wir dürfen in diesem Jahr auch ohne Rafting wieder kommen.

Ob man bei dieser Strömung überhaupt auf die Cetina kann ist die Frage.

Letztes Jahr sah es so aus.

1 Kamp Bakija N 43° 55′ 22,3″ O 15° 27′ 24,7″
2 Srima N 43° 44′ 20,5″ O 15° 48′ 40,7″
3 Vir Rafting Cetina N 43° 25′ 40,8″ O 16° 51′ 20,6″

Lesetag

Wir haben normalerweise immer die Devise, dass Regentage zum Fahren genutzt werden. Das fällt heute leider aus. Zu allem Elend ist auch noch Starkregen angesagt. Selbst ein Ausflug nach Zadar erscheint wenig verlockend.

Blick auf die Bucht mit unzähligen Inseln

Für morgen haben wir schon eine Werkstatt im Visier, die einen sehr guten Eindruck macht. Dort werden wir morgen früh vorbei fahren. 1,8 km Zitterpartie! Und dann sehen wir weiter.

Ansonsten haben wir nur einen kleinen Spaziergang zum Hafen geplant und das war es dann. Wir relaxen heute mal.

Biograd ist kein schöner Ort. Ohne Panne wären wir hier nie gelandet, aber wenn wir schon mal hier sind, essen wir lecker Pizza.

Die vorgelagerten Inseln sind wirklich interessant und ziemlich karg.

Man kann bei gutem Wetter Badeausflüge hierhin machen.

Am Nachmittag wird es zumindest ein bisschen heller am Himmel. Es ist übrigens nicht wirklich kalt. 18 Grad!

Heute war wirklich ein sehr unangenehmer Tag. So ein Wetter würde man im November in Dänemark erwarten, aber nicht in Dalmatien Mitte Mai. Die Einheimischen tragen es mit Fassung, weil sie wissen, der Sommer kommt noch. Aber alle Urlauber, die hier mit kleinen Kindern einen Badeurlaub genießen wollten, können einem nur Leid tun.

Wer wirft in diesem Urlaub eigentlich alle unsere Pläne über den Haufen?

Gestern hatten wir für Reljani einen tollen Klettersteig ausgesucht. Nachdem es die ganze Nacht geregnet hat, können wir das leider abhaken. Unser nächster Programmpunkt wäre ein Klettersteig in Omis gewesen. Wir fahren jetzt einfach mal dorthin und entscheiden uns dann ganz spontan.

Reljani ist ein Stellplatz mitten im Nirgendwo mit kleinem Steinstrand

Unterwegs wollen wir uns noch Primosten anschauen, weil wir das 2013 aus Zeitgründen auslassen mussten.

Das ist die kleine Bucht von Reljani

Kurz nach diesem Foto haben wir plötzlich eine Panne. KEILRIEMEN GERISSEN!!
Und das am Samstag!

Ein netter Kroate, der perfekt englisch spricht, empfiehlt uns bis Benkovac zu fahren. Das ist wenigstens ein halbwegs großes Örtchen, meint er. In Benkovac versuchen wir mit Hilfe des ADAC etwas zu bewegen. Weil es endlos dauert, bis jemand im Callcenter Zeit hat, fahren wir selbst schon einmal zu einer Werkstatt. Der ADAC managt mit kroatisch sprechenden Mitarbeitern die Kommunikation. Das ist natürlich hilfreich. Trotzdem bleibt das Problem, dass wir bis Dienstag nicht hier in der Werkstatt bleiben können. Wir versuchen einen Mietwagen zu bekommen, um uns ein Hotelzimmer suchen zu können. Mit dem Taxi fahren wir nach Zadar zum Flughafen und versuchen den Mechaniker davon zu überzeugen, dass wir zumindest die erste Nacht auf seinem Gelände übernachten können. Noch niemals hatten wir so viele Probleme in einem einzigen Urlaub, aber es hilft nichts.

Da müssen wir jetzt durch.

Nachdem der Werkstattmeister nicht sonderlich kooperativ ist, haben wir uns entschlossen, unser Glück herauszufordern. Wir tuckern in den nächsten Ort an der Küste. Natürlich haben wir vorher die Werkstätten bei Google gecheckt. Es kann nur besser werden. Der Campingplatz ist ein echter Glücksfall. Klein und direkt am Meer. Genau das, was wir brauchen, um uns in Geduld zu üben.

20 km mussten wir noch schaffen. Nach 18,5 km war Schluss. Uwe musste für die letzten 1,5 km die Aufbaubatterie anschließen. Zum Glück kann er sowas.

Das rote Schnuckelchen ist unser Mietwagen.

Ein komplett chaotischer Tag endet sehr entspannt.

Eine neue Freundin haben wir auch gefunden.

Auch wenn manche Situationen herausfordernd sind, wir lieben unsere Art zu reisen und wollen solche Situationen nicht missen. Gut! Im ersten Moment natürlich schon. Aber wir sehen dann auch immer wieder, wie gut wir Krisen meistern können und wie gut wir uns als Team ergänzen. Uwe ist der Mann fürs Grobe! Sofort packt er das Werkzeug aus, um Carmens Ideen in die Tat umzusetzen.

1 Reljani N 44° 16′ 18,8″ O 15° 30′ 7,9″
2 Motorschaden – Keilriemen gerissen
3 Kamp Bakija N 43° 55′ 22,3″ O 15° 27′ 24,7″

Heute sind wir ca. 30 km mit intaktem Keilriemen gefahren und anschließend noch etwa 40 km ohne Keilriemen!

Reljani

Wie bereits erwähnt, mögen wir keine Campingplätze. Nur hin und wieder einmal, wenn wir unseren Abwassertank leeren müssen, bleiben wir eine Nacht. Wir suchen immer Plätze, auf denen das Freistehen erlaubt ist oder wir auf Privatgrund die Erlaubnis bekommen. Das ist in Kroatien nicht so einfach, aber wir haben da mittlerweile genug im Angebot. Einer dieser Plätze ist in Reljani direkt am Meer und meistens ist nur ein anderer Camper da. Es gibt dort nichts außer Natur. Genau so, wie es uns gefällt.

In Istrien soll es heute regnen, also fällt die Besichtigung von Motuvun aus. Unsere nächste Station ist Senj, für die Mittagspause. Das sind 140 km auf der Küstenstraße. Wenn das Regenradar Recht hat, kann man dann dort bei Sonne im Hafen sitzen.

Beim Frühstück hatte Uwe den Wunsch nach einer Dusche geäußert und weil die Reiseleitung stets bemüht ist individuelle Lösungen anzubieten, fahren wir zu einem Wasserfall. Hier hätte Uwe schwimmen und duschen können, aber die Wassertemperatur ließ zu wünschen übrig.

Kurz nach dem Wasserfall werden wir von der Polizei kontrolliert und gefragt, aus welchem Grund wir dort waren. Unsere Antwort: „Weil wir es anschauen wollten.“ stößt auf großes Misstrauen. Wir müssen mit einer Landkarte zeigen, wohin wir wollen und wie lange wir bleiben und dass wir unsere Zielorte nicht korrekt aussprechen können, findet der junge Polizist auch irgendwie verdächtig. Aber da mangelnde Kroatischkenntnisse wohl keine Straftat sind, lässt er uns weiter fahren.

Sicherheitshalber haben wir ihm verschwiegen, dass wir einen weiteren Wasserfall anschauen werden, dessen Namen wir auch nicht aussprechen können. Es gibt hier Ortsnamen komplett ohne Vokale und mit Strichen auf Konsonanten, das kriegen wir einfach nicht hin. Selbst Orte ins Navi einzugeben erfordert höchste Konzentration, wenn man nicht irgendwo ganz anders raus kommen will.

Es ist wirklich spannend. Man läuft einen normalen Feldweg entlang und plötzlich kommt ein 30 m tiefes Loch. Es geht ohne Vorwarnung senkrecht nach unten. Ganz ohne Geländer und Warnungen gäbe es das bei uns sicher nicht.

Nach der Mittagspause ist das Besichtigungsprogramm für heute zu Ende und wir fahren zu unserem Stellplatz.

Je weiter wir nach Süden kommen, desto schöner wird es.

Küste bei Senj, mit stummen j, wie wir seit der Polizeikontrolle wissen.

Die kroatischen Inseln und vor allem Pag sehen extrem karg aus.

In Karlobag sehen wir sogar Delfine im Wasser.

Unser Geheimtipp in Reljani ist unverändert großartig.

1 Friedhof Grožnjan N 45° 22′ 52,1″ O 13° 43′ 27,2″
2 Slap Butori (Wasserfall) N 45° 24′ 48,0″ O 13° 46′ 25,4″
3 Slap Sopot (Wasserfall) N 45° 13′ 7,9″ O 14° 2′ 38,6″
4 Reljani N 44° 16′ 18,8″ O 15° 30′ 7,9″

Die Tagesetappe von heute war 311 km lang.

An die Küste

Nachdem es gestern und die ganze Nacht pausenlos geregnet hat, haben wir unsere Pläne für die Berge, den Triglav Nationalpark und den Una Nationalpark auf besseres Wetter verschoben. Die größte Chance für trockenes Wetter bietet sich an der Küste. Also werden wir heute dorthin aufbrechen und bei einem Winzer in Koper übernachten. Mit den riesigen Campingplätzen am Meer können wir uns nicht anfreunden. Dort ist zwar auch keine dauerhafte Wetterbesserung in Sicht, aber zumindest ein paar mehr Wolkenlücken in den nächsten Tagen.

Weder in Bled noch in Ljubljana lohnt sich ein kurzer Stopp. Es regnet einfach zu heftig. Man kann es kaum glauben. Letztes Jahr sind wir um diese Zeit an der Küste geblieben, weil wir es nur mit der kühlen Brise vom Meer aushalten konnten. Dieses Jahr müssen wir an die Küste, weil sich wohl im Landesinneren an den Bergen die Wolken festsetzen. Glücklicherweise gibt es mittlerweile Wetterapps und Regenradar und man kann sich daran orientieren.

An der Küste ist es tatsächlich trocken und immerhin 17 Grad. Wir haben uns dazu entschlossen in das kleine Bergdorf Grožnjan zu fahren, weil es so malerisch sein soll. Bei diesem Wetter ist das sicherlich die beste Lösung. Es liegt schon in Kroatien, also bereits das dritte Land auf unserem Roadtrip.

Grožnjan Übernachtungsmöglichkeit

Das mittelalterliche Dörfchen ist wirklich bezaubernd.

 

Ist das Kunst oder kann das weg?

Für den Abend gibt es eine Pizzeria mit Aussichtsterrasse, was will man mehr.

Heute sind wir 220 km gefahren.
Und abends lässt sich tatsächlich kurz die Sonne blicken.

1 Skisprungschanze Planica N 46° 28′ 38,6″ O 13° 43′ 28,5″
2 Friedhof Grožnjan N 45° 22′ 52,1″ O 13° 43′ 27,2″

Fazit Kroation

Reisezeit

Wir haben ja gedacht, dass Mai und Anfang Juni noch Vorsaison sind. Dieses Jahr kann man das nicht behaupten. Möglicherweise bedingt durch Corona sind sehr viele Leute unterwegs, sowohl Touristen als auch Einheimische. Außerdem haben die Einheimischen uns erzählt, dass die milde Zeit im Frühjahr und Herbst seit einigen Jahren ausfällt. Schlagartig wird es im Frühjahr heiß und im Herbst kalt und regnerisch.
Wir mussten also unsere Pläne ändern, weil es uns insgesamt schon zu warm war, und Mitte April wohl die bessere Zeit wäre um zu starten.

Sehenswürdigkeiten

Hier gibt es noch viel zu entdecken. Wir haben uns Dubrovnik bereits 2 mal angeschaut, Trogir auch, aber Primosten und Sibenj stehen noch aus, außerdem die Blue Eye Quelle der Cetina. Die Plitzwitzer Seen und die Krka Wasserfälle haben wir dieses Mal auch ausfallen lassen müssen. Aber da waren wir ja bereits. Wir haben zwar schon einige kroatische Inseln gesehen, aber auch da haben wir Ziele.

Stellplätze

Insgesamt ist Kroatien eher wohnmobilfeindlich. Man hätte gerne, dass die Touristen auf den Riesenplätzen am Meer bleiben. Auf Reisende, die Rundreisen machen ist man eigentlich nicht vorbereitet. Sogar Parkplätze für ein Picknick sind häufig für Wohnmobile gesperrt. Trotzdem hatten wir das Glück nur Superplätze zu bekommen. Ohne unsere App hätten wir das allerdings nicht geschafft.

Zusammenfassung

Kroatien bleibt für uns lediglich als Transitland eine Option. Einen längeren Urlaub können wir uns hier nicht vorstellen.