Neuer Versuch

Nachdem wir zu Hause alles geregelt haben und Oma auf einen Reha-Platz wartet, machen wir uns auf den Weg, um noch einmal ein paar Wochen mit unserer Elsa zu verbringen.

Heute soll es durch den Gotthard bis Malvaglia Chiesa gehen. Diesen Stellplatz bei einer Pizzeria haben wir vor einigen Jahren zufällig entdeckt und seitdem verbringen wir hier bei jeder Fahrt nach Italien oder Griechenland eine Nacht. Der riesige Pluspunkt dieses Platzes ist die leckere Pizza. Außerdem ist es von zuhause aus ungefähr 430 km entfernt und gut in einem halben Tag zu erreichen. Man ist schon mal durch den Gotthardtunnel und bis Italien sind es nur noch wenige Kilometer.

Die kleine Kirche von Malvalgia ist angeblich aus dem 12. Jahrhundert und mit einem Christopherusbild verziert. Das ist gut für uns, denn wie ihr ja alle wisst, ist Christopherus der Schutzpatron der Reisenden.

Wanderwege gibt es hier auch reichlich, aber damit kann man uns ja nicht locken.

Wieder nach Hause

Hier ist es nachts wunderbar ruhig und entspannt, obwohl die Temperaturen für Mitte Mai nicht wirklich angenehm sind.

Diese leider nicht lilagefleckte Kuh graste unmittelbar neben unserem Wohnmobil.

Wenigstens hat es aufgehört zu regnen, aber die Gipfel der Berge hängen immer noch in den Wolken, so dass es sich gar nicht lohnt ein Foto zu machen. Nach dem tollen Frühstücksbuffet treten wir wieder die Heimreise an. Uns steht noch einiges an Arbeit bevor. Solange ruht dann wieder unser Reisebericht. Wir haben uns viele Anregungen für zukünftige Reisen geholt. Vor allem die Fotos von Finnland im Winter und die Riesenradtouren haben uns beeindruckt. Es gibt noch viel zu sehen. Hoffentlich bald Mal wieder in Gesellschaft der beiden Schweizer.

Sue & Stef, vielen lieben Dank für die wunderbare Auszeit!

Trümmelbachfälle

Nach einem ausgiebigen Brunch fahren wir vorbei am Thunersee zu den imposanten Wasserfällen, die das gesamte Gletscherschmelzwasser von Eiger, Mönch und Jungfrau zu Tal befördern. Die Wassermassen haben sich einen höhlenartigen Einschnitt ins Gestein gegraben und stürzen tosend ins Tal. Man versteht kaum sein eigenes Wort. Wir haben uns schon viele Wasserfälle angesehen, aber der Trümmelbachfall ist ungewöhnlich, weil die Wassermassen (20 000 l/s) durch enge tief eingeschnittene Felsrinnen schießen.

Schade, dass es so regnerisch ist und daher die Landschaft nicht ihren ganzen Charme zeigen kann. Aber wenigstens hat das Regenwetter bei den Wasserfällen nicht so extrem gestört, weil sich auch bei Sonnenschein ein leichter Sprühregen bildet.

Anschließend geht es wieder zum Raclette essen zu Stef und Sue nach Hause. Wir wurden wirklich fürstlich verwöhnt. Von diesem Stellplatz verraten wir ganz egoistisch keine GPS Daten und auch auf Park4Night werden wir Stillschweigen bewahren, auch wenn er für Lage und Service die volle Punktzahl von uns bekommt.

Besuch im Emmental

Am Anfang unserer Reise haben wir die beiden Schweizer Sue und Stef in der Bretagne kennen gelernt. Wir haben dann die gleiche Tour gemacht und viel zusammen erlebt. Nach 4 Wochen mussten die Zwei noch einmal nach Hause, weil ihr Urlaub zu Ende war und wir haben unsere Tour fortgesetzt. Die Beiden haben unsere Tour dann im Internet weiter verfolgt, wir sind in Kontakt geblieben und jetzt wollen wir unsere Erfahrungen austauschen.

Daheim haben sich die Wogen ein bisschen geglättet, Oma wird gut versorgt und viel mehr können wir nicht tun. Daher ist Elsa heute wieder auf Tour.