Flachwasser

Es war bereits Tramontana angekündigt und deshalb müssen wir schon vor dem Frühstück zum Sandarm von La Palme. Heute erleben wir den ersten Tramontana in diesem Jahr. Alles wegen Corona! Und dann ist es noch nicht einmal richtiger Trami Hack, sondern nur ein Traminchen für große Kites.

Es ist extrem wenig Wasser im Etang. Das haben wir schon öfter erlebt und daher wissen wir, dass sich das schnell ändern kann. Eine stürmische Nacht mit Ostwind kann da schon reichen.

Uwe kitet zunächst mit dem 15er Kite, als der Wind schwächer wird, nutzt aber auch der 19er Kite nichts mehr. Es ist wieder entspannen angesagt.

Auch ganz ohne Wind lieben wir die Salinen.

1 Fitou N 42° 53′ 40,5″ O 2° 59′ 3,4″
2 Sandarm N 42° 58′ 16,8″ O 3° 0′ 43,0″

Wann kommt er?

Wir haben unsere Wäsche gewaschen und warten auf Wind. Wir sind nach Udsist gefahren, damit wir mal was anderes sehen, wenn wir vom Buch hochschauen.

Die frisch gewaschenen Shirts müssen noch ein bisschen in der Sonne trocknen.

Aber dann….

Sieht das nicht nach Wind aus?

Wir fahren schnell in die Weinberge und dort hat man wieder einmal das Problem, dass man denkt, es reicht nicht.

Aber Carmen denkt: Besser als gar nichts ist das allemal.

Nach einem Jahr auf Entzug freut man sich schon über eine Stunde hin und her fahren.

1 Base Eole N 42° 49′ 53,8″ O 3° 2′ 2,2″
2 Udsist N 42° 48′ 4,9″ O 2° 59′ 54,5″
3 Spot de Vigne N 42° 57′ 30,0″ O 2° 59′ 58,8″
4 Fitou N 42° 53′ 40,5″ O 2° 59′ 3,4″

Lesetag 2. Etappe

Heute war wieder ein Lesetag angesagt. Wir sind genau seit 3 Wochen unterwegs und nichts machen, ist nicht unser Ding, aber was bleibt uns übrig? Unsere Nachbarn vertreiben sich die Zeit mit SUPen. Könnte man machen! Manche Surfen sogar! Aber geruhsames Stehsegeln ist nicht unser Ding, auch wenn Carmens früherer Surflehrer immer gepredigt hat, dass man bei jedem Wind etwas lernen kann. Wir sind dann lieber mit vollem Körpereinsatz faul.

Eole hat die besten Sonnenuntergänge am Etang.

Lesetag am Strand

Heute wollen wir mal so richtig faul sein. Gar nichts machen außer Sonne und Meer genießen.

Das ist der Stellplatz mitten in Fitou.

 

Unser fast privater Riesenstrand

Unser Bewegungsprogramm war heute nur gering. Manchmal musste man den Stuhl von der Sonne in den Schatten verschieben. Die Hunde haben außer Löcher graben und in der Sonne liegen auch nicht viel gemacht.

Wir haben sogar den Kite ausgepackt, aber der hatte seinen faulen Tag und wollte nicht am Himmel bleiben.

Wir übernachten in Éole, einem unserer Lieblingsplätze am Etang.

Tja, was sollen wir sagen, das was andere Leute Urlaub nennen, fängt uns schon nach einem Tag an zu langweilen. Aber frühestens am Sonntag ist mit Wind zu rechnen. Da müssen wir die Zähne zusammen beißen und fleißig weiter relaxen und lesen. Aber, vorausgesetzt Windfinder irrt sich nicht, stellt sich dann eine stabile Tramontana-Konstellation ein und es pustet dann eine Woche lang. Daumen drücken ist also gefragt.

1 Fitou N 42° 53′ 40,5″ O 2° 59′ 3,4″
2 Plage Naturiste Des Montilles N 42° 59′ 37,7″ O 3° 3′ 11,6″
3 Base Eole N 42° 49′ 53,8″ O 3° 2′ 2,2″

Letzte Klettertour

Heute wollen wir zum letzten Mal klettern gehen. Den Klettersteig haben wir schon vor vielen Jahren entdeckt, als wir damit noch nichts am Hut hatten. Damals haben wir auch bei Ansignan ein tolles Aquädukt entdeckt, das niemand zu interessieren scheint.

Das Interessante ist, dass niemand weiß, aus welchem Grund es hier ist, weil in der Nähe keine anderen Spuren der Römer zu finden sind. Warum hat man dieses aufwendige Bauwerk errichtet? Es gibt zwar auch in Saarbrücken eine Brücke, die nirgendwo hinführt, aber ob den Römern solche Fehler unterlaufen sind?

Außerdem läuft uns noch dieses seltsame Reptil über den Weg und durch Google erfahren wir, dass es sich um einen Mauergecko handelt.

Danach fahren wir nach Saint Paul de Fenouilet zum Klettern. Auf dem Plakat sind 2 Routen zu sehen: eine dauert 3-4 Stunden und die andere 1-2 Stunden. Da Mina und Sanna uns nicht begleiten können und im Wohnmobil auf uns warten müssen, wählen wir die kürzere Route.

Das ist die Route in natura. Für uns Kletterneulinge war es von der Schwierigkeit her genau das Richtige. Carmen mag noch keine Überhänge, weil ihr die Kraft in den Armen fehlt. Zum Glück gab es nur einen kleinen Überhang, den Carmen noch gut bewältigen konnte.

Auch der Abstand der Bügel war für nicht ganz so groß gewachsene Menschen ideal gewählt.

Hier hat Carmen schon den Gipfel erreicht.

Das einzige Problem war, dass es sehr heiß in der Wand war.

Füße kühlen haben wir uns danach redlich verdient.

Danach geht es dann endlich ans Meer. Zuerst müssen wir allerdings noch eine Furt durchqueren.

Als erste Amtshandlung bestellen wir uns eine große Pizza und fahren ans Meer.

Es ist schön zu sehen, welchen Spaß auch die Hunde hier haben.

Der Plage Du Rouet bei Port La Nouvelle ist ein befahrbarer Strand und so haben wir unsere Elsa immer mit dabei.

Zum Schlafen hatten wir uns zuerst einen  Platz in den Hügeln bei Fitou gesucht, aber dort haben uns die Moskitos vertrieben. Wir schlafen deshalb wieder in Fitou auf dem Dorfparkplatz.

1 Bélesta N 42° 42′ 58,9″ O 2° 36′ 29,0″
2 Pont-Aqueduc d’Ansignan N 42° 45′ 52,8″ O 2° 30′ 51,6″
3 La Pichona N 42° 47′ 58,7″ O 2° 29′ 53,8″
4 La Boulzane N 42° 48′ 19,8″ O 2° 29′ 28,8″
5 Plage Du Rouet N 42° 58′ 30,8″ O 3° 2′ 49,8″
6 Fitou N 42° 53′ 40,5″ O 2° 59′ 3,4″

Hasta luego, Espana

Heute wollen wir Spanien den Rücken kehren und wieder nach Frankreich fahren. Das Steuerparadies Andorra lassen wir links liegen. Man kann dort zwar günstig tanken und Einkaufen, aber wir haben das noch von unserem ersten Pyrenäenurlaub vor 22 Jahren in schlechter Erinnerung. Unserem Dörfchen kehren wir allerdings schweren Herzens den Rücken. Es war hier so beschaulich. Hoffentlich bleibt das noch lange so.

Man hat den Blick auf 2500 m hohe Gipfel. Glaubt man kaum, wenn man bei Sonnenschein dorthin schaut.

Wir merken uns schon mal ein paar Wanderwege.

Unten im Tal entdecken wir eine alte Fabrik in der Wolle gesponnen wird. Alles ist wie aus einer anderen Welt.

Urlaub in Arsègual ist eine richtige Zeitreise.

In Frankreich angekommen, besichtigen wir die Vauban Festung Mont Louis.

Ein altes Waschhaus gibt es auch noch.

Kurz vor unserem Tagesziel Bélasta sehen wir in der Ferne die Orgues, die wir uns früher schon einmal angesehen haben.

 

Bélasta hat einen ruhigen Stellplatz unterhalb des Dorfes.

1 Parc d’Arsèguel N 42° 21′ 2,2″ O 1° 35′ 4,9″
2 La Fàbrica de Llanes N 42° 21′ 43,3″ O 1° 35′ 19,5″
3 Mont-Louis N 42° 30′ 30,8″ O 2° 7′ 18,7″
4 Belvédère Orgues d’Ille-sur-Têt N 42° 41′ 2,7″ O 2° 36′ 55,0″
5 Bélesta N 42° 42′ 58,9″ O 2° 36′ 29,0″

Bergetappe

Für heute ist nichts Besonderes geplant. Wir wollen weiter nach Nordosten durch die Pyrenäen, um für zukünftige Reisen schöne Orte zu finden. Unser Tagesziel liegt nur 100 Kilometer weiter nordöstlich. Wir können es also wie gewohnt gemütlich angehen.

Als Erstes will Uwe sich allerdings die Staumauer ansehen. Im Herbst führen hier alle Flüsse und Seen nur wenig Wasser, daher ist es schwierig Badestrände zu finden. Wir müssen noch einmal im Frühjahr wiederkommen.

schon von Weitem hatten wir von der Straße aus eine große Wasserfontäne unterhalb der Staumauer gesehen. Das wollten wir uns aus der Nähe ansehen.

Bei La Pobla del Segur entdecken wir noch einen tollen Picknickplatz am Fluss, den wir uns unbedingt merken müssen, damit wir nicht mehr auf so einem schrecklichen Platz wie in Tremp landen.

Die Landschaft wird immer eindrucksvoller.

Wir entdecken noch einen tollen Wanderparkplatz. Man kann dort etwas fürs Karma tun, indem man etliche Ave Maria betet.

Es wachsen hier wilde Malven, Thymian und Rosmarin, schöner als in unserem Garten.

Man kann sich einfach nur ausruhen …….

oder auch bouldern.

Wir hatten eigentlich die Idee, dass diese Gegend etwas zum SUP paddeln sein könnte, aber im Herbst ist das Wasser zu flach und es gibt zu viele Steine.

Ständig kreisen mindestens 40 Geier über uns und hoffen, dass wir vom Weg abkommen und eine kleine Zwischenmahlzeit bieten.

Im nächsten Ort Sort stellen wir fest, dass wir mit unserer Vermutung, dass die Noguera Pallaresa zum Paddeln geeignet sein könnte, nicht falsch liegen. Allerdings ist das hier nicht unsere Liga. Hier wurden mehrfach Weltmeisterschaften ausgetragen

Auf dem Weg nach Arsègual gibt es noch viele tolle Aussichtspunkte, die auch zum Picknick geeignet sind.

Arsègual verschlägt uns aber nun wirklich die Sprache. Mitten im Ort, hinter der Kirche gibt es einen kostenlosen Wohnmobil-Stellplatz mit Blick in die Berge. Aber was noch viel großartiger ist, ist der winzige Ort selbst. Der Ort ist ein richtiges Museum in dem 60 Menschen leben, die alles wunderschön restauriert haben. So etwas haben wir auf unseren Reisen noch nicht erlebt.

Einfach jeder Winkel dieses Ortes ist so hübsch, dass wir uns efügt haben.

Was wir allerdings überhaupt nicht verstehen können, ist der Beweggrund der Menschen hier. Es gibt keinen einzigen Andenkenladen, kein Café, kein Hotel und noch nicht einmal eine Bäckerei.

1 Talarn N 42° 11′ 21,3″ O 0° 53′ 37,1″
2 Presa de Sant Antoni N 42° 10′ 50,4″ O 0° 54′ 46,7″
3 El Ponte de Claverol N 42° 14′ 37,5″ O 0° 58′ 15,3″
4 Mare de Déu d’Arbolo N 42° 20′ 7,2″ O 1° 3′ 57,8″
5 Sort N 42° 24′ 38,6″ O 1° 7′ 53,0″
6 Parc d’Arsèguel N 42° 21′ 2,2″ O 1° 35′ 4,9″

Klettern

Das Gurgeln des Vero heute Nacht war sehr angenehm und einschläfernd. Gestern haben wir uns noch einen Klettersteig bei Bierge gesucht und dort wollen wir heute vorbei.

Der Klettersteig heißt Las Peñas Juntas.

Man steigt 600m in die Schlucht und überquert große Teile über tibetanische Seilbrücken.

Die Mittagspause verbringen wir wieder an der Vero.

Und dann fahren wir weiter nach Osten in Richtung Mittelmeer. Dazwischen braucht Uwe noch einen Schwimmstopp, weil er heute so fleißig geklettert ist.

An der Passstraße oberhalb von Tremp hätte es einige tolle Plätze zum Übernachten gegeben, aber nach der Beschreibung in Park4Night, waren wir ganz auf Tremp fixiert und waren dann ziemlich enttäuscht. Daher sind wir noch ein paar Kilometer weiter gefahren, damit wir Ruhe und Aussicht haben.

1 Rio Vero N 42° 8′ 36,6″ O 0° 1′ 22,0″
2 Las Peñas Juntas N 42° 9′ 3,5″ W 0° 4′ 48,7″
3 Rio Vero N 42° 8′ 37,6″ O 0° 1′ 23,1″
4 Embalse de Barasona N 42° 7′ 36,7″ O 0° 20′ 30,8″
5 Piscina Municipal N 42° 11′ 21,3″ O 0° 53′ 37,1″

Im Nebel

Gestern war das Wetter wirklich ideal, um so überraschender ist die Suppe, die heute über uns hängt. Unsere Reiseplanung bringt das ein bisschen durcheinander, weil weder Klettersteige noch Wanderungen bei diesem Wetter wirklich angenehm sind. Der erste Programmpunkt des Tages ist zwar für einen Samstag auch nicht wirklich toll, aber da wir schon mal da sind, besichtigen wir trotz des Wochenendtrubels die Burg von Loarre.

Die Burg aus dem 11 Jahrhundert soll die schönste Spaniens sein. Zumindest bei diesem Wetter macht sie aus der Ferne so gar nichts daher.

Dieses Brautpaar hadert sicher auch mit dem Wetter, obwohl die Braut tapfer mit ihrem schulterfreien Kleid ausharrt.

Nachdem wir in Huesca unsere Vorräte aufgestockt haben, picknicken wir mit Blick auf eine weitere Burg. Man darf leider nicht näher ran, weil sie gerade restauriert wird.

Montearagon ist eine Ruine und wurde genauso wie Loarre von Sanchez von Aragon im 11 Jahrhundert erbaut. Huesca war damals durch die Mauren besetzt und sollte von hier aus belagert werden.
Das Wetter hat sich auch wieder aufgehellt. Obwohl wir ursprünglich bis Tremp fahren wollten, haben wir dann bei Alquezar unsere Reise an einem kleinen Bach unterbrochen und wollen hier die Nacht verbringen.

 

1 Camping Armalygal N 42° 20′ 7,2″ W 0° 44′ 39,4″
2 Castillo de Loarre N 42° 19′ 31,9″ W 0° 36′ 45,3″
3 Carrefour N 42° 8′ 48,8″ W 0° 25′ 33,5″
4 Castillo de Montearagón N 42° 9′ 2,7″ W 0° 20′ 54,3″
5 Rio Vero N 42° 8′ 36,6″ O 0° 1′ 22,0″

Mallos de Riglos

Ein Foto von deneindrucksvollen roten Felsen von Riglos war eigentlich der Auslöser für unsere Pyrenäen-Reise. Wir hatten die Bilder in einem Reisebericht gesehen und beschlossen, dass wir dahin müssen und die ganze restliche Reise drumherum geplant. Wir sind also sehr gespannt, wie es dort aussieht.

Auf der Fahrt durch Ayerbe entdecken wir einige witzige Banksy Imitationen.

Und dann sehen wir die Mallos de Riglos zum ersten Mal aus der Ferne.

Wir fahren nach Riglos direkt unterhalb der senkrechten Felstürme.

Nach der Mittagspause starten wir zum Camino del Cielo, der kürzesten und einfachsten Rundwanderung, wenn man nicht gerade die glatte Wand hoch will.

Es gibt hier bestimmt mehr als 200 Routen und unzählige Seilschaften in der senkrechten Wand, aber das ist uns dann doch etwas zuviel.

Das war unsere Route, also praktisch um alle Mallos einmal herum.

 

Man muss schon zugeben, dass die Wanderung wirklich großartig, aber auch sehr anstrengend war.

Von oben sehen die riesigen Mallos gar nicht mehr so furchteinflößend aus. Auch die Geier kreisen jetzt eher unter uns.

Wir haben also auch einige Höhenmeter zurückgelegt, wenn auch nicht auf direktem Weg. Immer mal wieder musste man im Schatten eine kurze Verschnaufpause einlegen.

Anschließend wollten wir zum Campingplatz unterhalb der Mallos de Aguera. Das wussten wir nämlich auch nicht, dass diese Art von Felsen hier weit verbreitet ist.

Das ist nämlich nicht der selbe Felsen, sondern ein anderer, der nur genauso aussieht.
Leider hatte der tolle Campingplatz mit Pool, von dem wir morgen einen weiteren Klettersteig in Angriff nehmen wollten, geschlossen. Aber wir finden einen anderen Platz im Olivenhain.

1 Aguarales de Valpalmas N 42° 9′ 8,8″ W 0° 49′ 8,8″
2 Mallos de Riglos N 42° 20′ 57,9″ W 0° 43′ 42,9″
3 Camping Armalygal N 42° 20′ 7,2″ W 0° 44′ 39,4″