Marokko aus Minas Sicht

Ich bin Mina eine 9 jährige Segugio Mixhündin. Mein ursprünglicher Besitzer wollte mich nicht mehr haben, weil ich meiner Mama so gar nicht ähnlich bin. Und meine Retter haben mich dann zu Herrchen und Frauchen gebracht. Und ich finde, dass ich sie wirklich gut erzogen habe. Einmal kurz wuffen oder genervt knurren, schon machen sie brav, was ich will. Nur vom Fahren in diesem blöden Auto kann ich sie nicht abhalten. Ich habe mich schon oft beschwert, aber es nützt wirklich gar nichts. Zum Glück haben sie mir ein riesiges Hundekörbchen eingebaut und ich kann mich oft vom Fahren ausruhen und es mir so richtig gemütlich machen. Herrchen hat dann immer ein schlechtes Gewissen und geht ganz lange mit mir spazieren. Manchmal mache ich dann so als wollte ich mir ein neues Rudel suchen, aber eigentlich bin ich doch gerne mit ihnen zusammen. Nur die Idee mich ein Jahr von meiner tollen, grünen Hundecouch runter zu holen, finde ich ganz blöd. Mir hat es dort sooo gut gefallen. Und manchmal durfte ich mit Frauchen zum Reiterhof und mich so richtig schön schmutzig machen. Nein, wenn ihr mich fragt, wäre ich lieber wieder zu Hause. Ich bin sogar schon einmal gebissen worden, obwohl ich ganz freundlich mit dem Schwanz gewedelt habe. Aber zum Glück waren alle Tierärzte ganz nett zu mir. Das einzige, was mir gefällt sind Wettrennen und Spaßkämpfe mit Sanna am Strand.

Marokko aus Sannas Sicht

Mein Name ist Sanna und ich bin eine 6 jährige griechische Herdenschutzhündin. Frauchen habe ich mir vor 6 Jahren in Mitikas ausgesucht. Einfach neben sie aufs Handtuch gelegt und sie ganz lieb angeschaut, das hat schon gereicht. Seitdem verreisen wir zusammen und jetzt bin ich die Miezen, die zu Hause wohnen sogar ein ganzes Jahr los. Dieses Mal haben Herrchen und Frauchen besonders darauf geachtet, dass wir zu ganz vielen Orten fahren, an denen ich Löcher in den Sand graben kann und tolle Hundefreunde auf mich warten, mit denen man Wettrennen am Strand machen kann. Schade,dass sie mir nicht erlauben wollten bei meinem gutaussehenden marrokanischen Freund Anton zu bleiben.

Aber ich sehe ja ein, dass in unserer Elsa kein Platz mehr für ihn war. Sie haben mir ein tolles Reisebett gebaut und ich bin hier auch wunderbar geschützt, wenn meine Kumpeline Mina wieder einmal hysterisch durch das Wohnmobil springt. Dafür muss ich dann, wenn Herrchen und Frauchen bunte Tücher in den Wind halten, auf Elsa aufpassen.

Letztes Wochenende

So, morgen soll nun definitiv unser letzter Tag in Staub und Wüstensand sein. Noch einmal nach Herzenslust surfen und Kiten und dann wird im Grunde schon die Heimreise angetreten. Es wird dann zwar noch 4 Wochen dauern bis wir Marokko verlassen, aber es geht halt nicht mehr weiter nach Süden. Wir hatten zwar mal überlegt, bis zum Wendekreis des Krebses zu fahren, aber da dort nichts ist, lassen wir das wohl aus. Bis wir in 4 Wochen wieder in Tarifa sind, ist dort dann sicher auch der Frühling ausgebrochen und wir haben es geschafft, ein ganzes Jahr ohne Winter zu erleben. Wir wollen uns jetzt noch in Ruhe einige marokkanische Sehenswürdigkeiten ansehen und die Kinder treffen.

Uwe kitet und Carmen lässt heute ein bisschen die Seele baumeln, weil sie sich ein bisschen verschnupft fühlt.

Sanna fragt sich sicher, warum das Herrchen immer bunte Tücher in die Luft hält. Löcher graben ist doch die wahre Erfüllung!