Wir haben extrem lange geschlafen und uns dann weiter auf den Weg nach Norden gemacht. Die Küste wollen wir uns nicht ansehen, das haben wir früher schon gemacht, als wir auf dem Weg nach La Manga noch Zeit hatten und wir Mischa in Valencia besucht haben. Außerdem hat Carmens Freundin hier 3 Jahre gearbeitet und daher war sie hier auch schon öfter zu Besuch. Valencia hat sich zwar positiv entwickelt, aber die restliche Küste ist typisch spanisch mit Ferienorten verbaut. Wir düsen also auf dem schnellsten Weg über die Autobahn nach Norden. Die Wetterapp hatte Recht, es ist trüb und kühl. Überhaupt nicht so, wie man sich das Mittelmeer an Ostern vorstellt! Unsere Mittagspause verbringen wir in Valencia in strömenden Regen und die 500 km, die wir uns für heute vorgenommen hatten, ziehen wir sicherheitshalber nicht durch, weil wir immer bei Tageslicht einen Stellplatz ansteuern. Also kommen wir nur bis Peniscola. Das sind 460 km. Dort gibt es schöne Plätze oberhalb der Steilküste. Aber heute Nacht wollen wir dort nicht stehen. Die Gicht spritzt dermaßen hoch, dass innerhalb kurzer Zeit das Auto versalzen ist. Außerdem wird man durch den starken Wind fürchterlich geschüttelt. Also verziehen wir uns in den Windschatten einer Ferienanlage. Morgen früh zum Frühstück wollen wir uns die entfesselten Naturgewalten noch einmal ansehen. Vielleicht schaffen wir es dann auch ein paar Fotos zu machen ohne dass die Kamera nass wird.
Tag: 18. April 2019
Fazit La Manga
Reisezeit
Wir waren Anfang bis Mitte April hier und hatten sowohl guten Wind, als auch gutes Wetter. Das ist sicher auch im Februar und im Mai nicht anders. Im Hochsommer ist es hier aber sicher unerträglich. Vermeiden sollte man allerdings die Semana Santa (Karwoche). Dann hat jeder in Spanien frei und will ans Meer. Die restlichen Tage waren wir fast überall alleine und viele Geschäfte und Lokale hatten auch noch zu. Uns stört das nicht, ganz im Gegenteil.
Sehenswürdigkeiten
Die Surfbedingungen in der Lagune sind das Einzige, was mir hier genießen kann, sonst schlicht und ergreifend nichts. Selbst die Ansichtskarten tun sich schwer damit ein schönes Bild von La Manga abzulichten. Die Hochhäuser sind einfach zu dominierend.
Stellplätze
Richtige Stellplätze gibt es hier natürlich nicht und der einzige Campingplatz ist eine Mischung aus Schrebergarten und Favela. Wir sind dort nur zum Entsorgen hingefahren. 2 Plätze werden recht häufig angefahren, nämlich Windmühlenstrand und Playa El Vivero. Wir hatten allerdings noch nie Ärger hier, weder in diesem Jahr noch in den vergangenen Jahren. Wenn man weiß, dass 95% der Häuser hier das ganze Jahr über leer stehen, findet man in fast allen Seitenstraßen problemlos einen Parkplatz mit Privatstrand. Man muss nur ein bisschen Rücksicht nehmen, dann ist das kein Problem. Wir haben zu Beginn sehr häufig an der Palomavilla gestanden und als dann die Besitzer kamen, sind wir zur nächsten leerstehenden Villa umgezogen. Unaufgefordert natürlich!
Surfbedingungen
Das ist wirklich der einzige Grund warum wir hier waren. Die riesige Lagune ist ein ideales Flachwasserrevier und man findet sowohl gute Levante als auch Ponientespots. Außerdem ist die Lagune wegen ihrer geringen Tiefe nicht so kalt, wie das Mittelmeer, nur wesentlich salziger. Nicht ganz so salzig, wie das Tote Meer, aber immerhin 1% salziger als das Mittelmeer. Beim Wasserschlucken macht sich das deutlich bemerkbar und auch die Augen brennen stärker. Mittelmeerküste und Lagune sind nur durch 100 m Sand voneinander getrennt. In der Welle ist man also ganz schnell, wenn man das Flachwasser nicht mag.