Fazit Herbstfahrt Languedoc

Reisezeit

Wenn man zum Surfen und zum Erhaschen von einigen warmen Tage vor dem Winter hierher kommt, ist Ende September bis Anfang Oktober wirklich gut. Es ist wenig Betrieb, es gibt relativ oft Wind, aber auch noch richtig warme Spätsommertage. Vielleicht sollte man die deutschen Schulferien vermeiden. Den Unterschied hat man deutlich feststellen können, auch wenn es immer noch angenehm ruhig war. Wir hatten sehr gute Surfbedingungen in diesem Jahr, manchmal fast zuviel Wind, aber das ist uns ja lieber als kein Wind.

Sehenswürdigkeiten

Es gäbe hier genug zu sehen, aber in diesem Jahr haben wir wegen der guten Windverhältnisse nur die Tarnschlucht angeschaut und einen Ausflug ins Corbieres gemacht.

Stellplätze

Wir haben an anderer Stelle bereits eingehend über die Wohnmobilvertreibungsstrategie der Gemeinde Leucate geschimpft, aber trotzdem einen guten Weg für uns gefunden, damit umzugehen. Die offiziellen Stellplätze sind hier ja alle hässliche Abstellplätze, zudem teuer und ohne jeglichen Komfort. Daher waren wir überwiegend in Fitou, an Strandtagen in Eole. Zum Entsorgen ist das SuperU bestens geeignet und wir würden es immer noch bevorzugen einen richtigen CP aufzusuchen, weil man dort dann für ein paar € mehr heiße Duschen und Waschmaschinen hat. Aber für 3 Wochen ist unsere Wohnmobildusche vollkommen ausreichend und Waschmaschinen gibt es auch im SuperU.

Zusammenfassung

Wir können also mit der derzeitigen Situation leben und für längere windfreie Zeiten, haben wir ja noch die Pyrenäen, den Hafen von Gruisson und Peyriac. Wir haben auch noch einen neuen Stellplatz in den Bergen in Villesèque des Corbières entdeckt. Es sieht fast so aus, als ob die weniger bekannten Orte abseits der Küste von der Politik der Gemeinde Leucate profitieren wollen. Villesèque ist nur ein winziges Dörfchen, ohne touristische Highlights, aber man fühlt sich dort willkommen und die Leute haben natürlich sofort gemerkt, dass wir Fremde sind und mit uns das Gespräch gesucht. An der Küste passiert das mit Sicherheit nicht.

Der Etang von La Palme bleibt unser Herbstrevier, auch wenn Leucate und La Franqui auf Ferienhäuser und Glamping setzten. Carmen war in 14 Tagen hier 11 mal Windsurfen und Uwe sogar 13 Mal auf dem Wasser, weil er zusätzlich noch kitet. Das ist unser persönlicher Rekord.

Saisonabschluss

Heute sollte der Abschluss des Surfjahres 2019 für uns sein, aber es ist Mal wieder wesentlich mehr Wind als vorhergesagt. Windstärke 9! Das ist dann auch Uwe zuviel. Mal abwarten, vielleicht wird es ja im Laufe des Tages etwas gemäßigter. Wir hatten uns so auf ein letztes Hangloose gefreut. 2019 war für uns so ein erfolgreiches Jahr, da brauchen wir einen Superabschluss.

Aber tatsächlich der Wind hat ein Einsehen.

Man kann mit kleinen Segeln aufs Wasser.

Der Tramontana ist zwar wieder einmal ruppig ohne Ende, aber Carmen schafft es sogar bis 35 Knoten mit 3.0 und dem grünen Skate. Das ist doch ein wirklich erfolgreicher Saisonabschluss. Anschließend übernimmt Uwe das Material, weil es noch mehr zulegt.

Die GoPro hat die Tendenz alles dermaßen weich zu zeichnen, dass sicher jeder denkt, dass heute einfache Bedingungen waren. Das täuscht!!!! Unsere Fitness- Challenge- Punkte sind also durchaus berechtigt, auch wenn wir selbst abends immer einen Schreck bekommen, wenn wir sehen , welchen Spaß wir hatten. Das sieht nur so locker aus, weil wir wissen wie es geht.

Es war total anstrengend und außer uns waren nicht mehr viele Surfer oder Kiter auf dem Wasser. Carmen hat irgendwann aufgehört, weil sie mit dem kleinsten Segel überpowert war. Warum das Video so entspannt wirkt, können wir uns selbst nicht erklären. Wir hatten jede Menge Arbeit.