Reljani

Tatsächlich hat es heute Nacht stark gedonnert und geblitzt und Uwe musste das aufgeregte Minchen trösten. An Ausschlafen am Morgen war trotzdem nicht zu denken. Mina ist noch in ihrem Alltagsmodus und das heißt um 7 Uhr wird die Welt erkundet. Es ist vielleicht besser so, denn es ist weiterhin starker Regen für diese Region gemeldet. Also gibt es schon in aller Frühe Frühstück. Mina ruht sich derweil von der anstrengenden Tätigkeit als Thunderstorm-Warnerin aus. Auch Mona steckt die Nacht in den Knochen. Sie muss den Kopf auf dem Mülleimer abstützen.

Pünktlich um 10:20 Uhr sind wir in Slowenien und um 11 Uhr in Kroatien. Jetzt müssen wir nur noch durch Montenegro und Albanien und dann sind wir am Ziel. Weil das Wetter sich überhaupt nicht beruhigt, stellen wir uns für eine ausgiebige Mittagspause in den Hafen von Senj. Unser Aussichtspunkt im Velebit-Gebirge muss warten.

Um 16:30 Uhr sind wir bei trockenem Wetter in Reljani, einem Freistehplatz auf einem Privatgrundstück. Wir waren schon oft ganz alleine hier, aber dieses Mal sind noch 4 andere Wohnmobile da.

Der Fahrstress ist auch bei Mina sofort abgeschüttelt.

1 Turriaco N 45° 49′ 43,5″ O 13° 25′ 53,3″
2 Senj N 44° 59′ 22,2″ O 14° 53′ 49,7″
3 Reljani N 44° 16′ 18,9″ O 15° 30′ 7,9″

Strecke insgesamt: 333 km

Nach Kroatien

Heute wollen wir zumindest bis an die kroatische Grenze kommen. Vermutlich schlafen wir noch bei Triest, weil Stellplätze für Wohnmobile in Kroatien selten oder überteuert sind. Um Minas Wunsch nach Abwechslung entgegen zu kommen, schauen wir uns als erstes Treviso an. Treviso hat den Ruf, fast so schön wie Venedig zu sein, aber leer. Das sind nur 180 km! Für uns nicht viel, aber Mina findet das schon eine Zumutung.

Mit Mantova und dem weitläufigen Stellplatz haben wir eine gute Entscheidung getroffen. Man könne hier glatt verweilen. Zu Fuß ist man in einer halben Stunde mitten im Zentrum und hier kann man im Schatten entspannen. Ideal!

Weiter geht es nach Treviso mit seinen kleinen hübschen Kanälen und der malerischen Altstadt.

Es gibt ein Viertel mit hübschen Kanälen und Mühlrädern.

Diese kleine Meerjungfrau steht in einem Kanal an der Fischerinsel und dann gibt’s noch den Fontana del tette. Er wurde während einer Dürreperiode errichtet und später bei Volksfesten als Weinspender benutzt.

Es gibt wirklich schöne Gassen mit italienischem Flair und fast ohne Touristen hier.

Treviso Ist wirklich ein sehr gemütliches Örtchen mit einigen Kanälen, aber der Vergleich mit Venedig ist natürlich übertrieben.

Die Römer haben natürlich auch hier ihre Spuren hinterlassen.

Nach der Besichtigung von Treviso suchen wir einen Übernachtungsplatz in der Nähe der kroatischen Grenze. Wir entscheiden uns für die Soĉa. Eigentlich wollten wir ja zum Triglav-Nationalpark, aber wir haben von anderen Wohnmobil-Fahrern gehört, dass es dort zur Zeit noch zu voll ist. Also heben wir uns das für die Rückfahrt auf und übernachten immerhin schon mal an dem Unterlauf.

Der Stellplatz wird im Internet total zerrissen. Wir finden es hier vollkommen in Ordnung. Wir sind autark und suchen eigentlich nur einen Platz, an dem man geduldet wird. Und genau das gibt es hier. Wir haben natürlich auch den Sicherheitsaspekt im Visier. Es gibt eine Starkregen-Warnung für die Nacht, aber der Fluss ist weit genug weg und noch durch Dämme gesichert. Es gäbe malerische Plätze am Fluss, aber wir sind lieber mal vorsichtig.

1 Mantova N 45° 9′ 53,6″ O 10° 48′ 43,7″
2 Centro Storico Di Treviso N 45° 39′ 58,1″ O 12° 14′ 43,4″
3 Turriaco N 45° 49′ 43,5″ O 13° 25′ 53,3″

Strecke insgesamt: 319 km