Fazit Oktober

Reisezeit

Eigentlich ist diese Reisezeit in den letzten Jahren immer super gewesen. Angenehm warm und nicht zu heiß und schön leer. Dises Jahr war es sehr durchwachsen. Regen, kühl, heiß. Es ist nicht beständig schön gewesen. Es war immer wieder anhaltender Starkregen gemeldet. Der ist aber glücklicherweise ausgeblieben. Lediglich an einem Tag im Oktober hat es von morgens bis abends geschüttet und an einem Tag gab es immer wieder Schauer. Verglichen mit zuhause ist das Meckern auf hohem Niveau. Leider war es ausgerechnet schlecht als wir Besuch von den Enkelkindern hatten!Alles sehr ungewöhnlich, aber wir haben das Beste daraus gemacht. Wir haben den Regen zur Arbeit am Haus genutzt und versucht unseren Gästen bei schlechtem Wetter trotzdem ein nettes Programm zu bieten. Das ist gar nicht so einfach, weil es hier deutlich weniger Indoor- Möglichkeiten gibt.

Stellplatzsituation

Die Stellplatzsituation ist total entspannt um diese Jahreszeit. Wir haben keinerlei Kontrollen erlebt, obwohl vorab in allen Camperforen gewarnt wurde.

Sehenswürdigkeiten

Neu für uns war die Burg von Arta und das Salzmuseum. Als Schlechtwetterprogramm ganz in Ordnung. Wir haben unserem Besuch die schönsten Strände gezeigt und selbst nur den Ekremnistrand neu entdeckt. Das Entdecken neuer, schöner Orte fehlt uns ein bisschen. Daher werden wir nur noch bis Anfang November weiter werkeln und dann zum Peloponnes starten.

Wir haben hier auch Kontakte gefunden. Allerdings eigentlich nur zu Nicht-Griechen.

Hier die Liste der Neu-Griechen:

 – Alessandra, eine Italienerin
 – Pascal, einen Franzosen
 – Kurth und Mandy, Belgier
 – Gerd ,ein Franke

Werkeln im Haus

Wir haben das Haus zwar genau vor einem Jahr gekauft, es allerdings erst im April richtig in Besitz genommen.
Wir haben wirklich sehr viel erreicht:
 – neue Waschbecken in den Bädern
 – neue Armaturen
 – alle Fenster im Erdgeschoss weiß gestrichen
 – Klappläden im EG blau gestrichen
 – eine neue Küche eingebaut inklusiv Spülmaschine und Induktionsherd
 – einen Retro- Kühlschrank gekauft
 – Heizkörper bestellt, die nicht mehr zu retten sind und ausgetauscht werden müssen
 – Heizung abgedichtet, müssen wir aber nochmal überarbeiten
 – Fliesenleger bestellt
 – Treppe gestrichen
 – Geländer entfernt
 – Uns wegen einer Klimaanlage beraten lassen
 – Couch und Schlafsofa gekauft
 – Eine neue Duschtasse gekauft
 – Badezimmerschrank gekauft
 – einen Glaser ausfindig gemacht
 – einen Fensterbauer und Pflasterer ausfindig gemacht
 – Garten umgestaltet
 – Heizöl geliefert bekommen
 – mit der Rettung des Rostgeländers begonnen

Und das alles ohne Griechisch-Kenntnisse!
Wir können ganz schön zufrieden sein!!
Das schlechte Wetter war also auch für etwas gut.

Einen Nachteil hatte das Ganze: Wir haben eine undichte Stelle in der Dachgaube gefunden. Wir müssen einen Dachdecker ausfindig machen.

Uwes Heimwerker-Herz jubelt also.
Carmen hat nur noch wenig zu tun, weil sie außer Streichen und Gartenarbeiten nicht wirklich handwerklich begabt ist.
Deshalb hat sie schon mal die Reiseplanung übernommen und bei Polarsteps einen neuen Blog erstellt.

ABER DIE KÜCHE IST DAS HIGHLIGHT!!

vorher nachher

 
Wir haben schon fast vergessen, wie grauenhaft das aussah.

Auch das Wohnzimmer haben wir umgestaltet.

Endlich Fliesen!

Die Fliesen, die heute hier an die Wand kommen, haben eine lange Reise hinter sich. Sie wurden in Italien produziert, kamen zu uns nach Hause und wegen einer kleinen Rechenschwäche des deutschen Fliesenlegers hatten wir dann zu viele Fliesen. Wir versuchten den Überschuss bei Ebay los zu werden, aber niemand wollte die schlichten, weißen Fliesen. Als wir dieses Häuschen gekauft haben, dachten wir gleich, da geht doch was. Wir haben sie also wieder durch Italien, Montenegro, Kroatien und Albanien nach Griechenland gebracht. haDer Fliesenleger Kostas ist sogar zuverlässiger als unser deutscher Fliesenleger. Man kann ja auch mal Glück haben. Unsere deutschen Nachbarn in Koronisia haben nämlich schon schadenfroh gegrinst, als wir von unserem Unterfangen berichtet haben und uns von ihren ausnahmslos schlechten Erfahrungen berichtet.

Wir dagegen können nur Gutes berichten. Eine tolle Arbeit! Sehr pünktlich! Zuverlässig! Ordentlich! Wir wollten ihnen ein Trinkgeld geben. Das haben sie abgelehnt. Daher werden wir Kostas noch einmal beauftragen unsere Duschtasse zu setzen und die Einfahrt zu pflastern.

Wir sind mit dem Gesamtbild des Erdgeschosses mittlerweile zufrieden. Klar bleibt immer noch viel zu tun, aber wenigstens ein Bereich ist jetzt nach unserem Geschmack.

Achso, weiße Farbe fehlt auch noch an den Wänden und der Decke, aber das kommt später.

Fotis

Fotis ist unser absoluter Favorit in Arta. Ein eigentlich kleiner Baumarkt in dem es trotzdem fast alles gibt. Die Griechen würden natürlich behaupten, dass Fotis riesig ist, aber die kennen unsere Baumärkte nicht. Wir brauchen noch ein bisschen Kleinkram vor unserer Abreise, um der Küche den letzten Schliff zu geben und endlich auch die Hausschlösser auszutauschen. Wir wollen lieber selbst entscheiden, wer einen Schlüssel von uns hat und nicht darauf vertrauen, dass Dimitris und Frau Spyrou sorgfältig damit umgehen. Es ist zwar noch nicht das Geringste passiert, aber ein bisschen stutzig wurden wir, weil Jannis wohl keinekeinen Kontakt mehr zu uns will. Uwe hat mittlerweile auch den Bogen raus, wie man sich Päckchen hierher schicken lassen kann. Anders als bei uns, aber es hat mit 2 Varianten jetzt geklappt. Gut zu wissen!

 

Jaaa, Yes, Oui, Si, Nai

Heute wollen wir es positiv angehen.

Aber erst einmal genießen wir die Wärme auf unserer Terasse.

Uwe informiert den Fliesenleger über den Stand der Arbeiten und schneidet Ausschnitte in die Arbeitsplatten. Bisher lag das Induktionskochfeld nur auf der Platte und anstatt Spülbecken haben wir eine Schüssel benutzt. Alles ein bisschen umständlich. Ein Notbehelf eben! Das muss sich jetzt noch ändern, bevor Kostas der Fliesenleger kommt.

Uwe hat zum Glück ALLES von zuhause mitgenommen.

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft.

Bis auf den Wasserhahn, der noch in Mainz liegt, sind wir jetzt erst einmal fertig.

Morgen wird dann das Spülbecken noch mit Silikon abgedichtet und der Abfluss angeschlossen.
Auf die Lieferung des Wasserhahns müssen wir noch ein bisschen warten, jetzt geht es erst einmal mit Elsa on Tour.

Und hier sieht man mal, was wir bisher geschafft haben.

Ochitag

Heute ist in Griechenland ein wichtiger nationaler Feiertag. Ochi bedeutet „Nein“. Die Griechen gedenken mit großen Paraden an das Nein, das Metaxa Mussolini 1940 auf sein Ultimatum entgegnete und damit begann der Krieg zwischen Italien und Griechenland. Gestern haben wir in Lefkada bereits Schulklassen beim Üben für dieses Ereignis beobachten können. Die Geschäfte in Arta waren überfüllt, Backwaren, besonders die Leckereien waren ausverkauft.
Es sind zwar erst 16⁰, aber in der Sonne fühlt es sich sehr gut an.

Nach kurzer Zeit war es dann in der Sonne zu heiß. Da bietet es sich an Wäsche zu waschen.

Zur Feier des Tages geht es zum Strand.

Sogar am Strand blühen die Wildblumen.

Dieser Katamaran würde uns gefallen.

Home sweet home

Wir müssen uns schweren Herzens losreißen. Auf uns wartet noch eine Woche Arbeit in Koronisia, bevor wir dann nächste Woche, mit dem Projekt „Überwinterung auf dem Peloponnes“ starten können.

Sanna genießt die Aussicht aufs Meer.

Wir verabschieden uns von Evelyn und Ralph und fahren zunächst einmal nach Arta zur Post und zum Einkaufen. Erst einmal müssen wir über kurvenreiche Bergstraßen nach Lefkas-Stadt, um die Insel über eine Brücke verlassen zu können.

Wir erledigen Einkäufe in Arta und fahren zurück zu unserem Inselchen.

Wen wundert es? Bilbo freut sich total über seine Mädels und sicher auch ein bisschen über die Menschen, die so gut Futter verteilen können.

1 Paralia Gialos N 38° 40′ 7,0″ O 20° 33′ 27,7″
2 Koronisia N 39° 0′ 43,4″ O 20° 55′ 10,9″

Wandern auf Lefkas

Nicht unbedingt Traumwetter! Aber zum Wandern ist es okay. 20⁰C! Optimal! Es soll nämlich anstrengend werden.

Wir fahren 8 km bis zu einem Parkplatz und beginnen den Abstieg mit wunderschönen Ausblicken. Es führt zwar eine Straße in Haarnadelkurven zum Strand, aber die Straße darf, obwohl sie in einem guten Zustand ist, seit einem Erdbeben 2015 nicht mehr befahren werden. 15% Steigung! Anschließend noch 400 Treppenstufen! Schweißtreibend! Also runter nicht! Aber der Rückweg!

Hier hängt Strandgut!

15% Steigung über die AsphaltAsphaltstraße! Eigentlich bergab kein Problem!

Die tollen Ausblicke lassen einen vergessen, dass man noch einmal den Rückweg antreten muss.

Der Strand ist kieselig, aber trotzdem traumhaft schön.

Diese Treppe muss man bewältigen.

Mina ist glücklich.

Sie weiß ja nicht, dass sie da wieder hoch muss.

8 km weiter liegt die Traumbucht Porto Katsiki.

Hier ist es immer noch recht voll.

Dann geht es zurück nach Gialos.

Und manchmal hat man Glück. Am Gialos Beach gibt es genug Wind für eine Kite-Session. Nach einem kurzen Plausch mit dem Nachbarn Marc entscheidet sich Uwe den 19er Kite aufzupumpen. Und damit der 15er Kite nicht ungenutzt bleibt, darf der Nachbar damit fahren. Am Ende der tollen Kitesession gibt es noch einen längeren Plausch und schon ist der Tag vorbei und die herrlichen Sonnenuntergänge setzen sich in Szene.

Der Mond ist im Moment recht früh am Himmel zu sehen.

1|4 Paralia Gialos N 38° 40′ 7,0″ O 20° 33′ 27,7″
2 Paralia Egkremni N 38° 38′ 15,6″ O 20° 33′ 30,3″
3 Porto Katsiki N 38° 36′ 7,5″ O 20° 32′ 59,7″

Strecke insgesamt: 31 km

Wochenend und Sonnenschein

Wir wollen das Traumwetter nutzen und einen Ausflug machen. Es hat hier im Oktober sehr häufig morgens Gewitter gegeben. Nach Aussage der Einheimischen hängt das mit der starken Erwärmung der Meere zusammen. Heute ist ausnahmsweise von morgens an Sonnenschein und wir können draußen frühstücken.

Nach einem kurzen Stopp bei Alessandra verlassen wir Koronisia.

 

Das türkisfarbenste Meer, das man sich vorstellen kann, gibt es in Kathisma.

Das Wasser sieht hier aus, wie in einem gefliesten Pool.

Mittagspause am Kathisma-Strand. Anschließend fahren wir zum Übernachten nach Gialos, wo wir mit Evelyn und Ralph verabredet sind.

Gialos Beach ist ein großartiger Freistehspot für geländegängige Fahrzeuge.

Ein wirklich wunderschöner Abend!

1 Koronisia N 39° 0′ 43,4″ O 20° 55′ 10,9″
2 Paralia Kathisma N 38° 46′ 40,5″ O 20° 36′ 1,7″
3 Paralia Gialos N 38° 40′ 7,0″ O 20° 33′ 27,7″

Strecke insgesamt: 129 km

Gleiches Programm?

Wir kennen das nicht von Griechenland. Latte Macchiato im Bett und warten, bis der Himmel aufreißt, aber in diesem Herbst ist wohl alles anders.

Aber nach einem gemütlichen Frühstück ist es soweit.

So eine starke Brandung aus dieser Richtung kennen wir eigentlich nicht von Koronisia. Carmen schnappt sich Mina und erkundet, was es mit dem lauten Rauschen auf sich hat.

Die Priele am Hafen sind wieder komplett vollgelaufen und man sieht Mina die Enttäuschung förmlich an. Kein Fußbad!

Das Floisvos hat noch geschlossen.

Weiße Bougainvilaen würden auch an unserem Haus gut aussehen.

Blick vom Hafenkai nach Koronisia.

Ein bisschen weiter muss natürlich auch unser Bauprojekt gehen.

Carmen ist nicht wirklich glücklich. Der Rostprozess ist zwar vorläufig gestoppt, aber es wird eine „never ending Story“ werden.

Da hilft nur eine kurze Entspannungspause. Anschließend gehen wir zum Café Kyma zu einem Aperitif und treffen Pascal, Mandy und Kurt. Natürlich mit babylonischem Sprachgewirr aus Englisch, Französisch und Deutsch.

Gemütlicher Basteltag

Heute werden wir wieder einmal von Donnergrollen geweckt. Wir bleiben erstmal im Bett. Da möchte Mona natürlich auch dabei sein.

Pünklich um 11:00 Uhr kommt noch unsere Heizöl-Lieferung und dass, obwohl wir keine Uhrzeit ausgemacht hatten…….

Vorerst bekommen wir 300 Liter, das reicht bei den milden Wintern hier und eigentlich wollen wir das Heizsystem noch durch eine Kombination aus Klimaanlage und Entfeuchter ergänzen.
Umgeben von Meer ist die Luftfeuchtigkeit nämlich immer recht hoch.

Es sieht wieder nach einem Tag mit Sonne-Wolken-Mix aus.

Carmen versucht das verrostete Geländer wieder mit Hammerite zu verschönern. Aber 20 Jahre Vernachlässigung haben ihre Spuren hinterlassen.

Uwe macht als erstes wieder einmal alles kaputt, weil er noch zusätzliche Steckdosen setzen will bevor der Fliesenleger kommt.

Irgendwann brauchen wir eine Pause und gehen zu Dimitris essen.

Es ist mittlerweile richtig heiß geworden.

Wir wissen nicht, aus welchem Grund der Wasserstand dieses Jahr so niedrig ist.

Die Kneipe von Dimitris heißt Floisvos und ist nach unserer Meinung das beste Restaurant in Koronisia.
Wir haben versucht, die Bedeutung des Wortes „Floisvos“ zu ergründen. Dimitris übersetzt es mit „kleine Wellen“, Google Translate macht daraus die Übersetzung „Brüllend“. Nach etwas Recherche finden wir aber die wohl treffenste Bedeutung: „Plätschern“.

Entlang der Lagune schlendern wir wieder in unser Häuschen.

Wie vollenden unser Tagwerk: Steckdosensetzen und Geländerstreichen. Morgen geht es weiter.

Die Aussicht von unserem Balkon wechselt jeden Abend aufs Neue.

Eine Schmuserunde auf der Couch darf natürlich auch nicht fehlen.