Einkaufen in Arta

Koronisia ist ein sterbendes Dörfchen. Es gibt die Ureinwohner, die tatsächlich langsam aussterben und die Nachkommen behalten die Immobilien oftmals nur als Sommerhäuschen. Das bedeutet viele Häuser stehen fast das ganze Jahr leer. Manche sind Ruinen oder Lost Places.

Dann gibt es noch die Touristen, die alle nur kurz bleiben, weil es keine Geschäfte mehr gibt und nur eine Pension mit 6 Zimmern und 4 Lokale, die ihr Auskommen durch Wochenend-Gäste aus Arta haben. Außerdem gibt es noch 10 Nicht-Griechen, die hier Häuser gekauft haben und teilweise das ganze Jahr hier leben, teilweise nur im Sommer. Zu den „Neubürgern“ zählen die Belgier Mandy und Kurt und Alessandra, die Italienerin. Wir werden ja auch nicht auf Dauer bleiben. Dieser Winter ist ein Versuch. Unsere direkten Nachbarn sind ebenfalls Deutsche aus Bayern, die nur im Hochsommer hier sind. Aus welchem Grund Koronisia so extrem abgehängt ist vom boomenden Segeltourismus ringsum ist unerklärlich und muss eigentlich beabsichtigt sein. Von wem auch immer? In Sichtweise gibt es einen sehr großen Charterhafen mit Flughafen. Würde sich Koronisia nur minimal bemühen, kämen hier sicherlich jeden Abend einige Segelyachten vorbei. Winzige Häfen auf nur per Schiff erreichbaren Inselchen haben es vorgemacht. Wir sind eigentlich ganz froh, dass es hier so ruhig ist, denn den extremen Party-Hotspot wie Lefkas oder Preveza wünschen wir uns wirklich nicht, aber für die Zukunft des Dorfes wäre ein bisschen mehr Leben wichtig. Mal sehen, ob sich in Zukunft etwas tut?

Wir frühstücken wieder einmal auf der Terrasse und planen unsere Einkaufstour nach Arta.

Um 14 Uhr sind wir wieder zurück und haben sogar zufällig einen Fliesenleger getroffen, der an unserem Job Interesse hat. Anschließend schließen wir noch griechisch kreativ das Loch in der Wand und schließen die Spülmaschine an.

Die Vorbesitzer des Hauses hatten einen ziemlichen Mief im Schrank und haben daher auf dieses Wundermittel gehofft.

Wir haben es mit sauber machen und wegwerfen, ganz ohne Chemie geschafft.
Die Spülmaschine läuft und der Schrank unter der Spüle ist fertig. Der Stapel mit unseren Ikeapaketen wird kleiner.