Kraterloch und älteste Siedlung der Türkei

Heute ist das Wetter wirklich noch scheußlicher als gestern.

Wir fahren am Kratersee Meke Gölü vorbei, aber zum Aussteigen reizt es uns überhaupt nicht.

Als Regenprogramm haben wir uns eine 9000 Jahre alte Ausgrabungsstätte ausgesucht. Überdacht natürlich!

1958 haben 2 englische Archäologen zufällig einen Hügel entdeckt und mit dem Graben begonnen. So wird es zumindest überliefert. Hört sich ziemlich unwahrscheinlich an, vor allem wenn man das eintönige anatolische Hochland heute sieht und sich vorstellt, dass die plötzlich gesagt haben sollen: ‚“Lass uns mal davorne graben.“ Dabei entdeckten sie eine Siedlung aus der Steinzeit, in der 8000 Menschen gelebt haben. Ob das wirklich ein Zufall gewesen sein kann?

Bis heute sind lediglich 10% der Siedlung ausgegraben, aber heute weiß man ja schon, wo es sich lohnen würde zu graben.

Die Toten wurden im Fußboden der Häuser begraben. Ob man das nicht gerochen hat?

Es gab keine Straßen, man bewegte sich von Dach zu Dach.

Die Feuerstelle war genau unter dem Eingang, also sparte man sich einen Schornstein.

Das sind natürlich nicht die Orginale, sondern Nachbauten.

Tolle geometrische Muster! Eigentlich sehr modern.

Was es mit diesen wohlbeleibten Frauen auf sich hat? Da streiten die Gelehrten.

Ob das alles nur Deko war, weiß man auch nicht wirklich.

Oder das? Gab es hier wirklich Leoparden? Knochen wurden bisher nicht gefunden.

Was soll hier dargestellt werden?

Wirklich ein Geier?

Auf jeden Fall hatten diese Menschen viel für Kunst und Raumgestaltung übrig.

Wenn das denn alles so stimmt. Da streiten sich immer noch die Gelehrten.

Wir legen uns hier ganz entspannt aufs Ohr, auch wenn hier der Muezzin ruft. Das schaffen wir.

1 Çıralı Gölü N 37° 56′ 1,8″ O 33° 24′ 49,4″
2 Meke Gölü N 37° 41′ 7,5″ O 33° 38′ 25,4″
3 Çatalhöyük N 37° 40′ 1,2″ O 32° 49′ 38,0″
4 Çatalhöyük Tanıtım Merkezi N 37° 40′ 9,9″ O 32° 49′ 29,7″

Strecke insgesamt: 132 km

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