Soukh

Unsere Vorräte sind wieder verbraucht. Zuerst gehen wir zum Dealer unseres Vertrauens, in einem finsteren Hinterzimmer kaufen wir Bier in Dosen und Wein und alles wird in Zeitungspapier versteckt (damit Allah es nicht sieht). Dann kaufen wir Creme in der Pharmazie, weil man bei dieser extrem trockenen Luft total austrocknet. Außerdem brauchen wir noch Brot, das hier leider nicht lange hält, weil es so schnell austrocknet und anschließend kaufen wir noch Obst und Gemüse im Soukh. Alles dauert extrem lange, weil es keine Geschäfte gibt, die alles anbieten.

Für morgen haben wir mit unseren englischen Nachbarn Becca und Andy ein vegetarisches Grillfest geplant und kaufen bei einem Bootsbauer Abfallholz für das Lagerfeuer. Bei der Gelegenheit schauen wir uns auch mal an, wie ein traditionelles marokkanisches Fischerboot gebaut wird.

Wir vermuten, dass es hier Anker zu kaufen gibt, sind uns aber nicht sicher. Auf jeden Fall haben wir dieses „Geschäft“ in dem Viertel gefunden, in dem es Boote und Bootszubehör zu kaufen gibt. Aber dieses Gebilde würde auch als Kunstwerk durchgehen.

Im selben Viertel treffen wir zufällig auf 2 nette Jungs aus Sierra Leone, die gerne unsere Elsa waschen wollen. Zum Glück arbeiten sie auch in einer „Lavage“. Ruckzuck ist sie wieder tip-top. Und die Jungs finden uns ganz offensichtlich sehr seltsam, weil wir mit 2 Hunden zusammen leben und wollen gerne ein Foto machen.

Zurück in unserem Camp stellen wir leider wieder fest, dass der Wind nicht stark genug zum Kiten oder Surfen ist. So nutzen wir die Nachmittagssonne zu einem Hundespaziergang aufs Plateau.

An unserem Camp herrscht Flaute, keiner geht aufs Wasser.

Auf der anderen Seite beim Camp Dakhla Attitude gibt es ein paar unerschrockene, die es trotzdem versuchen.

Heute kann man vom Plateau aus den Atlantikstrand sehen. Man erkennt auch schön, dass die Lagune bei Flut bis zur Straße reicht. Ob bei Springflut auch der Teil jenseits der Straße unter Wasser steht, lässt sich nur vermuten, da wir dort Salz- und Muschelablagerungen gesehen haben.

Sandsturm

Nicht dass ihr denkt wir hätten nur Spaß hier!! Manchmal muss man ganz schön den inneren Schweinehund überwinden. Heute war nämlich irgendwo im inneren der Sahara ein Sandsturm und dann ist die ganze Luft mit feinem Staub durchzogen. Es sieht aus wie Nebel ist aber ganz feiner Sand. Außerdem war wieder einmal Ebbe und das Wasser weg. Damit nicht das gleiche wie gestern passiert, riggen wir direkt nach dem Frühstück bei 5 Beaufort auf und gehen zu Fuß zum Wasser. Bis zur Mittagspause haben wir Spaß. Carmen mit Skate und 6 er Segel, Uwe mit dem Kite.

Wie man sieht, kein Wasser weit und breit. Aber es gibt Hoffnung, bald kommt die Flut.

Unseren Hunden gefallen diese riesigen Sandflächen, weil man wunderbar herumrennen kann.

Das ist die tolle neue Clubanlage PK 25.

Man kann es kaum glauben, dass schon 2 Stunden später hier überall Wasser ist.

Japadapadu!!!!

Endlich hält Windfinder sein Versprechen. 5 Beaufort bis zum frühen Nachmittag. Und weil Carmen und Uwe auf dem Wasser waren, gibt es wieder einmal keine Bilder. Carmen war mit Mischas Skate und dem 5,3 unterwegs und Uwe mit dem Kite. Morgen haben die Apps wieder Wind versprochen. Das Tagesprogramm steht also schon fest.

Nach so einem erfolgreichen Surf- und Kitetag brauchen wir nur noch einen Sundowner und die Welt ist in Ordnung.

Wieder einmal kein Wind

Das Wetter ist genial für Sonnenanbeter und Strandspaziergänge aber wieder Mal nicht, dass was wir uns gewünscht haben. Ob wir das aushalten? Normalerweise sind wir nie so lange an einem Fleck, schon gar nicht, wenn es außer Strand und Meer nichts gibt. Wir ziehen dann gerne weiter. Unser Plan war es hier bis Ende Januar zu surfen. Letztes Jahr wäre das im Januar möglich gewesen, aber in diesem Jahr sieht es bisher schlecht aus. Mal sehen, ob wir noch 3 Wochen bleiben.

Beim Sonnenanbeten eingeschlafen…….

Wir wollten mal wieder nach Dragon Island, diesesmal waren wir zu früh und hätten das letzte Stück schwimmen müssen.

Aber Hauptsache, die Hundis haben Spaß beim Wassertreten.

Auch Carmen genießt die kühlende Wirkung des Wassers bis kurz oberhalb der Knöchel und macht damit den Flamingos Konkurenz.

Trübe Aussichten

Heute wollten wir eigentlich mit Becca und Andy zum Wellenreiten, aber weil es ein bisschen trüb ist und es keine Wellen gibt, fahren wir nur zum Soukh nach Dakhla, weil unsere Obst, Gemüse und Brotvorrät zur Neige gehen.

Man kann im Soukh Obst und Gemüse für 1 Woche kaufen und bezahlt ungefähr 5 €. Allerdings sind wir hier immer froh, dass wir Vegetarier sind und nichts von dem mit Fliegen bedeckten Fleisch kaufen müssen.

Außerdem kaufen wir noch einen Teppich, ganz ohne Teezeremonie zum Preis von 12 €, den wir vor unser Wohnmobil legen wollen. Und bevor ihr jetzt glaubt, dass wir jetzt vollständig zu Spießern mutieren, Schuld daran sind unsere Hunde. Wenn wir keinen Vorzeltteppich haben, tragen wir peu a peu die Sahara ab und bringen sie mit nach Europa. Das können wir nicht verantworten.

Hier wird man als Tourist überhaupt nicht bedrängt und es gibt auch nicht den orientalischen Schnickschnack, den es in Marrakesch und Fes gibt. Vieles, was man für typisch marrokanisch hält, ist wohl nur das touristische Marokko.

Dafür gibt es hier Sachen zu kaufen, die so aussehen, als würden sie aus europäischen Altkleidersäcken stammen.

Auch wird alles mögliche an Elektroschrott angeboten.

Die Zurückhaltung der Händler empfinden wir als sehr angenehm. Hier gibt es auch keine Schlepper, die wir auf unserer ersten Marokkoreise so anstrengend fanden. Wenn man hier jemand nach dem Weg fragt, bekommt man mehr oder weniger gute Erklärungen. Ganz wie bei uns auch, aber niemand der sich anbietet den Weg zu zeigen und dann landet man im Teppichladen des Bruders, dessen einziges Kamel unter tragischen Umständen ums Leben kam. Blablabla!

Nach unserer ersten Marokkoreise haben wir angenommen, dass der Muezzin das „Aaaaaaa“ von Allahu Akbar so in die Länge ziehen muss, dass es sich wie ein Moped anhört, dass einen Berg hinaufbraust. Wir haben jetzt allerdings festgestellt, dass es sehr musikalische Gebetsrufer gibt, bei denen sich das Rufen zum Gebet sehr melodisch anhört.

Anschließend fahren wir noch zur Atlantikseite von Dakhla zu unserem heutigen Five o`Clock Tea. Zufällig entdecken wir, dass Dakhla hier auch einen neuen Campingplatz hat. Dieser Platz wird noch auf keiner Camper App erwähnt. Wir werden ihn am Abend vor unserer Abreise nach Norden testen, um noch einmal richtig ausgiebig zu duschen.

Guter Versuch

Eigentlich sollte heute wieder Wind sein, aber bis wir mit Frühstück und Aufriggen fertig sind, ist der Wind fast schon wieder weg. Den Hundis ist das egal, hauptsache Strand und Spaßkämpfe!

Am Nachmittag lässt Carmen den Übungskite fliegen, um Sicherheit in der Kitesteuerung zu gewinnen. Es klappt einigermaßen, aber sicher ist anders. Aber wir haben hier unten in Dakhla noch 4 Wochen Zeit. Das lässt hoffen.

Silvesterspaziergang

Letztes Jahr waren wir mit den Hunden, Verena und Miguel am Itzenplitzer Weiher. Dieses Jahr geht es 2 km durch die Wüste zum Atlantik. Es geht nämlich so wenig Wind, dass es nur zum Supen reicht und das haben wir ja gestern erst gemacht.

Zum Abschluss des Jahres bekommen wir ausnahmsweise noch einen wunderbaren Sonnenuntergang spendiert, bevor wir zu Becca und Andy, unseren britischen Nachbarn, zum Cocktail schlürfen gehen.

Heute Abend feiern wir dann am Strand mit den anderen Wohnmobilfahrern am Lagerfeuer.

Und zu guter Letzt wünschen wir euch allen noch einen guten Start ins Jahr 2019!

Urlaubsstimmung

Heute haben wir es tatsächlich geschafft bis 9:30 Uhr zu schlafen. Nach dem Frühstück ist es dann fast wieder Zeit zum Mittagessen. Die Sonne geht hier extrem spät, nämlich um 8:45 Uhr auf. Dafür geht sie auch erst sehr spät, nämlich um 19:30 Uhr unter. Die Sonnenuntergänge sind, so weit im Süden extrem schnell und unspektakulär.

Wir paddeln mit unserem SUP auf die andere Seite der Bucht zur Clubanlage von Surf and Fun, haben aber leider kein Geld eingesteckt, um uns einen Cafe zu gönnen. Die Hundis sind solange bei Andy und Becca aus England, weil es im Womo zu heiß würde.



Abends spazieren wir noch einmal zum Plateau oberhalb des Stellplatzes. Wie immer entdeckt Sanna einen tollen Streuner und uns entdeckt ein kleines Hundemädchen, das gerne mitgenommen würde. Zu unserem Glück wissen wir, wie schwierig es ist, Hunde von hier mitzunehmen, sonst hätten wir sicher schon ein Pflegekind.

Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie sich die Vegetation an die extreme Trockenheit angepasst hat. Die Niederschlagsmenge beträgt nur 40 Liter pro Quadratmeter pro Jahr.

Warten auf Wind – unendliche Geschichte

Letzten Winter habe ich meinen Kitekollegen Sascha immer mit den Windprognosen von Dakhla neidisch gemacht. Das ist jetzt sicher die Strafe. Bisher war es eher wenig. Zumindest in diesem Jahr wird es wohl nichts mehr. Aber man kann nicht alles haben. Wir haben Sonnenschein, 22 Grad Celsius und müssen uns mit Lesen, Spazieren und Paddeln die Zeit vertreiben. Es gibt Schlimmeres. Wir machen eine Wattwanderung mit den Hunden in Richtung der Dracheninsel.

Es gibt hier riesige Wasserschnecken, gut 15 cm lang, mit riesigen Schneckenhäusern. Schade, dass wir bisher kein unbewohntes Haus gefunden haben.

Dann haben wir das Gefühl, dass sich zumindest für große Segel etwas tut. Uwe misst 4 Beaufort, ziemlich konstant. Besser als nichts. Und die Locals meinen sogar, dass mit auflaufendem Wasser der Wind eher noch zunimmt. Uwe hat wieder einmal einen entspannten Abend. Carmen traut dem unbekannten Revier noch nicht, weil der NO-Wind einen aus der Bucht treibt, d.h., in Richtung Dracheninsel. Und von dort ist der Fußweg ziemlich weit. Und außerdem ist sie gar kein Drachen.