Korfu

Unsere Reise neigt sich ja langsam schon wieder dem Ende entgegen. Wir haben noch eine Woche bis die Fähre nach Brindisi startet. Es wird also Zeit von Igoumenitsa nach Korfu überzusetzen. Einen Ausflug dorthin haben wir im Plan gehabt, ihn aber bisher wegen unbeständiger Wetterlage und Ostertrubel immer wieder verschoben. Jetzt ist die letzte Möglichkeit. Die Wetterlage ist immer noch nicht ganz stabil, aber wir versuchen es jetzt einfach.

Elsa wird startklar gemacht.

Mona bewacht Ingo, damit er auf jeden Fall dabei ist.

Für Mina gibt es einen kurzen Strandstopp am Paralia Kerenza.

Eine halbe Stunde später sind wir im Hafen von Igoumenitsa. Wir haben uns entschlossen nicht nach Korfu-Stadt zu fahren, sondern nach Lefkimmi. Die Überfahrt dauert nur knapp 1 Stunde und kostet für uns alle 66€. Das ist doch tatsächlich sehr günstig. Extrem pünktlich läuft das Schiff aus und wir dürfen in unserem Wohnmobil bleiben, weil wir auf dem offenen Deck stehen. Das ist für die Hunde sehr angenehm. Sogar die kleine Mina, die immer sehr kritisch ist, kann dieser Art der Seereise etwas abgewinnen.

Die Agia Triada ist ein sehr gepflegtes kleines Schiff und das offene Deck ist nur halb voll. Im Internet konnte man das nicht buchen und unsere Entscheidung auf gut Glück in den Hafen zu fahren genau richtig. Die Südspitze von Korfu ist wild und felsig.

Weit und breit keine Menschenseele!

Wir hätten nicht gedacht, dass es hier so einsam ist und eher mit zu viel Rummel gerechnet.

1 Koronisia N 39° 0′ 43,4″ O 20° 55′ 10,9″
2 Paralia Kerentza N 39° 13′ 1,7″ O 20° 28′ 57,8″
3 Paralia Ágios Górdios N 39° 22′ 42,7″ O 20° 3′ 36,5″

Strecke der Fähre: 18 km
Strecke insgesamt: 148 km

Letzter Arbeitstag

Heute waschen wir, bauen das alte Bett im Gästezimmer auf und weihen unser neues Bett ein. Das muss dann mal genug sein.

Gästezimmer unterm Dach

Und dann muss natürlich noch die Nachmittagsthermik genutzt werden, die zumindest im Frühjahr zuverlässig, unmittelbar nach dem Mittagessen Schaumkronen auf dem Ambrakischen Golf aufbaut.

Die dunklen Türen stören uns noch, aber im Winter werden wir sie hell streichen.

Und schon dieses Foto zeigt, dass der Bauherr des Hauses den Architekten wahrscheinlich zum Wahnsinn getrieben hat: Alle Schlafzimmer haben noch ein Fenster ins Innere des Hauses. Wer braucht denn sowas? Dachten wir auch und Carmen war dafür diese Fenster zu entfernen. Aber jetzt wissen wir, was der Beweggrund sein könnte. Wer jemals mit 3 Hunden in einem Zimmer geschlafen hat, weiß was ich meine.

Großeinkauf

Heute wollen wir wieder nach Koronisia fahren, aber vorher muss noch Einiges erledigt werden. Hier in der Nähe werden wir uns einen Sanitär-Fachhandel anschauen, in einen Elektroladen und zur Notarin gehen. Außerdem müssen wir noch ein paar Lebensmittel einkaufen.
Achso, eine griechische Prepaid-Telefonkarte brauchen wir auch noch. Ohne griechische Telefonnummer kann man fast nichts machen, selbst die Stromrechnung braucht zur Verifikation die Telefonnummer aus Griechenland.

Zumindest das Casa Bagno war ein Erfolg. Hier kann man alles kaufen, was man für moderne Bäder braucht. Im Herbst werden wir uns hier eindecken, weil Waschbecken von zu Hause mitbringen, ist keine Lösung. Auch die Bestellung von Tavernen-Tisch und Stühlen für September geht problemlos. Notarin, Grundsteuer, Telefon! Alles erledigt und im September können wir Kühlschrank, Herd, Kaffeemaschine, Spülmaschine von Welcome liefern lassen. Nur Carmens Lieblingsstaubsauger kaufen wir zuhause. Wir sind einen großen Schritt weiter gekommen.

Wir müssen uns in den Schatten verziehen, in Arta sind es tatsächlich 28°.

Die historische Brücke von Arta lockt uns immer wieder aufs Neue.

Den haben wir uns verdient!

In Koronisia sind es nur 25⁰. Das reicht wirklich!

Nach einem Mittagssnack geht es aufs Wasser.

Während unserer Abwesenheit von 4 Tagen ist unsere Rosenhecke explodiert.

Die erste Kitesession für 2025 am Hausstrand!

1 Paralia Boúkas N 39° 5′ 10,3″ O 20° 39′ 51,0″
2 Old Bridge Arta N 39° 9′ 6,7″ O 20° 58′ 28,9″
3 Koronisia N 39° 0′ 43,4″ O 20° 55′ 10,9″

Strecke insgesamt: 90 km

Zurück an den Ambrakischen Golf

Die Strände in dieser Gegend von Griechenland sind sehr viel steiniger, als im Schwemmland des Acheloos. Griechenland ist eben sehr vielfältig. Von Astakos aus kann man nach Itaka und Kefalonia übersetzen. Das müssen wir unbedingt im Herbst machen.

Auch die extrem untouristische Insel Kalamos wollen wir uns dann einmal ansehen. Die Ionischen Inseln sind wirklich sehr interessant und liegen ja jetzt vor unserer Haustür. Hier wirkt das Meer durch viele vorgelagerte Inseln wie ein großer See.

In Astakos hat für uns der Besuch im Hafen Tradition.

Von der Taverne aus den Segelbooten und Fischern zuschauen!

Uwe sucht schon einmal was Passendes aus.

Unser griechisches Lieblingsgetränk

Wir sehen uns noch Paralia Vela an:

Einige Vanlifer haben hier ihr Gefährt stehen lassen.

Uns stören die Reste früherer Bewohner zwar, aber der Strand ist wirklich großartig.

Mittagspause!

Historische Brücke

Nach einer entspannten Lesepause geht es zurück nach Kanali, wo wir heute Nacht schlafen wollen.
In Kanali bläst ein kühles Lüftchen.

Es sind zwar immer noch 20⁰, aber der kalte Wind macht es ungemütlich. Zum Glück lässt der Wind abends nach.

Und wir haben einen traumhaft schönen Abend mit Blick auf Lefkas.

1 Astakos N 38° 31′ 21,0″ O 21° 4′ 2,5″
2 Paralia Potamaki N 38° 47′ 47,4″ O 20° 51′ 32,3″
3 Paralia Boúkas N 39° 5′ 10,3″ O 20° 39′ 51,0″

Strecke insgesamt: 107 km

Windstille

Windstille ist auch mal nett, weil man dann gemütlich trödeln kann.

Beim Frühstück schmieden wir Pläne. In 14 Tagen wollen wir wieder zuhause sein, vorher noch bei der Notarin in Arta vorbei, ein Bett aufbauen und nach Korfu. Das muss jetzt alles terminiert werden.

Hedwig darf auch mal wieder eine Runde fliegen.

Erst aus luftiger Höhe erkennt man, welches Naturwunder die Kräfte des Acheloos und des Meeres hier vollbracht haben. Der Acheloos bringt Sedimente mit, das Meer arbeitet dagegen.

Das kleine weiße Rechteck am rechten Bildrand sind wir. Ein weiters schwarze Wohnmobil sieht man am linken Bildrand.

Wir verlassen die Acheloosmündung und fahren zur Lagune von Mesolongi.

Paradies für Wasservögel

Wenn wir das richtig verstehen, kann man mit diesem Boot zu einer Kapelle fahren. Vielleicht hätten wir auch gedurft, aber wir können halt immer noch kein Griechisch.

Essen mit Füßen im Wasser

Unsere Hedwig hat sich das auch nochmal von oben angeschaut.

Irgendwie hat man das Gefühl, dass es früher mal eine Landverbindung zu der Kapelle gegeben hat.

Abends fahren wir noch 40 km bis Astakos zum Übernachten. So schön es in Mesolongi auch ist, befürchten wir nächtliche Unruhe durch Pärchen. Der Ort ist einfach zu romantisch für nächtliche Liebesspiele. In Astakos am Kloster wird es sicher wesentlich ruhiger werden. Unser ursprünglicher Plan war es im Hafen von Astakos lecker Essen zu gehen. Aber alle Speisekarten sind extrem fleischlastig. Da kochen wir lieber selbst.

Davon berichten wir aber erst morgen.

1 Tsimari Beach N 38° 20′ 45,4″ O 21° 6′ 2,2″
2 Kleisova N 38° 20′ 51,2″ O 21° 25′ 56,6″
3 Paralia Agios Georgios N 38° 31′ 21,0″ O 21° 4′ 2,5″

Strecke insgesamt: 95 km

Kiter im Glück

Heute Nacht waren wir ja Luftlinie nur 300 m von unserem Haus weg und viele Leute können nicht verstehen, warum wir lieber mit 3 Hunden auf 13 m² schlafen als in einem Haus. Für uns ist es ein ganz anderes Urlaubsgefühl. Nachts hört man das leise Rauschen der Wellen und morgens wird man direkt am Strand wach und kann die Füße ins Wasser halten.

Mina toleriert ja höchstens eine Stunde Fahrt. Also umrunden wir erst einmal den Ambrakischen Golf und machen nach einer Stunde Pause.

Paralia Bouka

Die Strände am Ambrakischen Golf sind alle sehr seicht und ruhig. Ideal für Kinder und alte Hunde, die gerne ein Fußbad nehmen! Nach der Mittagspause versuchen wir dann noch einmal eine Stunde zu fahren. Aber bevor es weiter geht, stellen wir fest, dass der Wind zum Kiten reichen müsste.

Vielleicht schaffen wir es ja sogar bis Tsimari?

Jedenfalls ist Mina jetzt bestens gelaunt. Das Herrchen sicher auch.

In Tsimari sind die Bedingungen so gut, dass Uwe sich noch mal in seine nasse Gummi-Pelle quetschen muss.

Flachwasserlagune, die durch den Acheloos gebildet wird.

Es war wirklich eine geniale Idee hierher zu fahren. Endlich sehen wir diesen berühmten Spot auch mal mit Wind.

Die bunten Tücher beunruhigen die Kühe

1 Koronisia N 39° 0′ 43,4″ O 20° 55′ 10,9″
2 Mpoukka N 38° 55′ 55,1″ O 21° 8′ 32,0″
3 Tsimari Beach N 38° 20′ 45,4″ O 21° 6′ 2,2″

Strecke insgesamt: 155 km

Ausflugswetter

Heute ist der Himmel wieder blau und wir wollen auf jeden Fall einen Osterausflug nach Tsimari machen. Erst müssen wir aber noch warten, ob wir ein Bett bei Ikea abholen können oder ob das ein Missverständnis war, weil schließlich Karfreitag ist.

Was wir schon alles verändert haben:

So sah das Wohnzimmer vorher aus. Jetzt ist es so:

Wir wollten lieber einen Bereich mit Couch und einen kleineren Esstisch vor der Küche. Die Couch fehlt noch. Wir haben Lampen und Schnickschnack entfernt und entsorgt. Klingt nach wenig, war aber trotzdem viel Arbeit.

Das Geländer muss im Herbst noch weichen.

Auch die Dachbalken im Kaminzimmer müssen weg, aber auch erst im September.

Vor den Kamin soll noch eine Schlafcouch für Besucher.

Auf der Terrasse vor dem Schlafzimmer haben wir jetzt Gartencouch und Lesesessel stehen. Für unser Gästezimmer unter dem Dach gehen wir gleich noch ein Doppelbett abholen.

Die altmodischen beengten Bäder sind auch im Herbst an der Reihe. Wir finden hier keine schönen Waschbecken und werden wohl welche von zu Hause mitbringen.

Vor dem Wohnzimmer haben wir ja eine Terrasse mit kleinem Esstisch und für die riesige Terrasse vor der Küche suchen wir noch das Passende. Wir wollen eine mobile Lösung, weil man im Frühjahr und Herbst lieber in der Sonne sitzt und im Sommer eher im Schatten.

Unschwer zu erkennen ist die Tatsache, dass unser Geländer noch eine Dose Hamerit benötigt. Und die Küche muss natürlich auch raus.

Alle Hängeschränke werden abgehängt, Unterschränke mit weißen Fronten, neuer Herd und Kühlschrank und weiße Fliesen. Mit dem Rückbau der alten Küche haben wir schon angefangen. Wir haben schon Einiges entfernt, aber immer noch ist alles zu eng und zu dunkel.

Jetzt geht es erstmal zu Ikea, weil unser Bett da ist.

Klappt bestens.Wir haben jetzt ein Gästebett. Juhu 🙌

Auf dem Rückweg halten wir noch bei einer römischen Wasserleitung. Außerdem sehen wir uns noch den Limni Zirou an.

Den Abend wollen wir heute am Meer verbringen.

Wir genießen einen geruhsame Abend am Strand.

Ideales Arbeitswetter

Gut es sind 23⁰, aber trotzdem ist es nicht wirklich schön.

Aber zum Aufhängen der letzten Lampen ist es wunderbar.

So sieht in Griechenland die Arbeit eines Elektrikers aus.

Auch die Mittagsblumen haben sich vermehrt.

Die Rosen in unserem Garten sind riesig.

Am Abend machen wir noch einen Spaziergang zur Kirche.

Eine einzige Margarite!

Alles wird festlich geschmückt.

Das ist Judas und er wird am Ostersamstag verbrannt.

Zurück nach Koronisia

Gestern hatten wir einen großartigen Tag und genießen die morgendliche Ruhe auf unserer Bergwiese. Lefkada ist sehr bergig und Autofahren ist wirklich kein Spaß hier. Die höchsten Erhebungen sind fast 1100 Meter hoch. Vor allem in den winzigen Bergdörfchen, die eher auf Eselskarren eingestellt sind, haben wir schon aufregende Geschicklichkeitsspiele mit unserem Dickschiff hinlegen müssen. Die Straßen sind extrem steil und eng. Da können schon mal auf Asphalt die Reifen durchdrehen. Deshalb gibt es Wohnmobilfahrer, die Lefkada meiden, aber wir haben gemerkt, dass die Einheimischen in schwierigen Fällen extrem hilfsbereit sind. Man kann also, zumindest mit unseren 6,50 m und gutem Motor überall hin. Die Müllabfuhr kommt ja auch einmal pro Woche, hat uns ein Einheimischer zugerufen.

In Lefkas Stadt halten wir noch kurz an einem Yachtladen, weil wir unseren Tankreiniger vergessen haben und verlassen die Insel dann über eine Drehschwenkbrücke.

Früher wurde der Zugang zur Insel streng bewacht.

Das ist eine Kanone, die früher zur Verteidigung von Lefkada eingesetzt wurde.

Nur ein paar Kilometer weiter, in Agios Nikolaos, machen wir eine Strandwanderung mit den Hunden und wer genau hingeschaut hat, merkt, dass es schon wieder mehr Hunde geworden sind. Ein Hund ist eine freundlicher Strandhund, der andere Hund gehört einem Paar aus Franken, mit denen wir noch über das Reisen ausgiebig fachsimpeln.

Anschließend sehen wir uns noch Möbelgeschäfte an. Eines hatte tolle Designerstücke, die uns zu teuer waren, das nächste war geschlossen und im letzten haben wir hübsche Outdoor-Stühle entdeckt, aber keinen passenden Tisch. Es bleibt also spannend.

Wir fahren zurück nach Koronisia und schauen was der Rest des Tages noch bringt.

Auf jeden Fall gibt es auch auf Lefkas noch viel zu entdecken.

1 Bergwiese Komilio N 38° 42′ 3,3″ O 20° 35′ 20,2″
2 Agios Mavras N 38° 50′ 40,6″ O 20° 43′ 10,9″
3 Agios Nikolaos N 38° 52′ 38,7″ O 20° 46′ 49,5″
4 Koronisia N 39° 0′ 43,4″ O 20° 55′ 10,9″

Strecke insgesamt: 133 km

Nordsee-Feeling oder Karibik- Flair?

Mona genießt die Aussicht auf das Meer.

Ausgerechnet an Uwes Geburtstag ist der Himmel bedeckt und das Meer ist aufgewühlt und stürmisch. Es ist zwar nicht kalt und es regnet auch nicht, aber Geburtstagswetter sieht definitiv anders aus.

Wie sagt schon das Geburtstagslied: Heute kann es regnen, stürmen oder schneien, denn du strahlst ja selber, wie der Sonnenschein. Für heute Mittag ist allerdings Besserung in Sicht.

Immerhin finden wir ein Lokal, das heute Abend geöffnet hat und ganz in der Nähe einen Übernachtungsplatz.

Also kann es jetzt weitergehen nach Gialos-Beach.

Lefkas heißt die Weiße und die weißen Kalkstein führen dazu, dass das Wasser dieses Türkisblau hat.

Am Gialos Beach fliegt das Wasser und viele Stellplätze sind wegen Erosion nicht mehr zugänglich, aber die wunderschöne Wasserfarbe entschädigt uns.

Wir verbringen den Tag mit einem Hundespaziergang und Lesen am Strand und fahren zum Abschluss in das Restaurant T’Aloni in Chortáta.

1 Paralia Kathisma N 38° 46′ 31,3″ O 20° 36′ 1,5″
2 Paralia Gialos N 38° 40′ 17,7″ O 20° 33′ 26,4″
3 T’Aloni N 38° 43′ 4,8″ O 20° 36′ 4,4″
4 Bergwiese Komilio N 38° 42′ 3,3″ O 20° 35′ 20,2″

Strecke insgesamt: 46 km