Ruhe vor dem Sturm

Bevor wir unsere Enkelbetreung antreten, machen wir es uns noch einmal richtig gemütlich. Um halb neun kam der Bäcker mit Brötchen und Croissants vorbei. Es ist zwar kühl, aber trotzdem genießen wir unser Frühstück mit Blick auf die Mosel.

Unser Stellplatz ist 12 km von Bernkastel entfernt und im Nachhinein können wir nur sagen: Wieder einmal alles richtig gemacht. In Bernkastel dürfen Wohnmobile nämlich noch nicht einmal parken.

Es ist ein hübsches, sehr touristisches Örtchen.

Mein Motto

Schöne Deko überall.

Man kann durch die Weinberge zur Burg wandern.

Weinbergschnecke

80 km vor Köln gönnen wir Mina noch einmal eine Pause.
Dann geht es weiter nach Köln-Poll zum Campingplatz. Wir sind angenehm überrascht! So schlecht, wie der Platz in den sozialen Medien gemacht wurde, ist er nicht und auch der Lärm von der Brücke ist selbst bei geöffneten Fenstern kaum zu hören.

Alle sind glücklich und zufrieden. Wir sind noch zusammen essen gegangen.

1 Lösnich N 49° 58′ 35,1″ O 7° 2′ 29,3″
2 Bernkastel-Kues N 49° 54′ 57,0″ O 7° 4′ 33,6″
3 Wanderhütte Eifelblick N 50° 29′ 22,1″ O 7° 14′ 50,8″
4 Köln-Poll N 50° 54′ 12,9″ O 6° 59′ 21,1″

An die Mosel

Zur Enkelbetreung geht es heute nach Köln. Wegen unserem Minchen wollen wir nach 120 km einen Zwischenstopp in Bernkastel-Kues einlegen. Allerdings gibt es eine Umleitung und wir entdecken den tollen Stellplatz von Lösnich und entscheiden uns spontan zum Bleiben.

Für einen Kurzurlaub müssen wir uns diesen Ort unbedingt merken. Es gibt hier nichts Spektakuläres, außer der Aussicht auf Mosel und Weinberge, aber für einen Kurzurlaub zum Paddeln und Radeln wirklich sehr schön.

1 Saarbrücken
2 Lösnich N 49° 58′ 35,1″ O 7° 2′ 29,3″

Letzte Etappe

Noch 200 km sind es bis nach Hause. Eigentlich ein Klacks! Hätten wir natürlich auch gestern Abend noch geschafft, aber wir sind gerne on Tour und zu früh sind wir noch nie zuhause eingetrudelt.

Neuf-Brisach ist genau 5 km von uns entfernt. Die Stadt wurde von Vauban im Auftrag von Louis XIV gebaut und die Befestigungsanlage beherbergt ein Street-Art-Museum. Da wollen wir nach dem Frühstück vorbei schauen.

Die Befestigungsanlage ist noch komplett erhalten.

Nach einem Rundgang geht es ins MAUSA, die Abkürzung für Musée d’art urbain et de street art.
Es war total interessant, trotzdem erspare ich euch alle Bilder.

Die traditionelle Mittagspause verbringen wir in Chatenois im Elsass und stellen fest, dass dieses Dörfchen prima geeignet ist, um im Herbst einen Wochenendausflug zu machen. Es ist ein typisches elsässisches Dorf mit Kneipen und alten Fachwerkhäusern. Von zuhause sind wir noch 160 km entfernt und trotzdem ist es toll immer wieder interessante Dinge zu sehen. Das gefällt uns am Reisen mit dem Wohnmobil. Der Weg ist das Ziel ist unser Motto und wenn Uwe nicht mehr arbeiten muss, werden wir das noch öfter machen.

Der Ort gefällt uns ausgesprochen gut und ist auf unserer Liste.

1 Vogelgrun N 48° 1′ 14,2″ O 7° 34′ 46,3″
2 Saarbrücken

Wandern am Gotthard

Wir hatten eine total angenehme Nacht. Beim Frühstück sind es schon 14 Grad und der Himmel lacht. Der Pass liegt auf 2100 m und es wird nachts richtig kühl. Wir hatten 6 Grad, aber mit Heizung kein Problem!

Eigentlich wollten wir am Nätschen noch einmal klettern, aber dann haben wir doch Bedenken, weil wir wissen, dass es dort keine Schattenparkplätze für Sanna gibt und es schnell heiß werden kann. Also parken wir an der alten Passstraße und überlegen wohin wir gehen könnten.
Wir sind in der Schweiz immer offline, weil die Roaming-Gebühren heftig zu Buche schlagen. Daher können wir Komoot nicht zu Rate ziehen und machen es einfach wie früher. Uwe entdeckt in der Ferne einen Wasserfall und beschließt, dass er da hin will. Also geht es aufwärts.

Es blüht wieder einmal überall.

 

Nach einer guten Stunde haben wir den Wasserfall erreicht und entdecken, dass es auch einen einfachen Wanderweg hierher gegeben hätte.

 

Der winzige weiße Punkt ist unsere Elsa.
Wir folgen dem Wanderweg und Sanna entdeckt noch Schnee zur Abkühlung .

Uwe findet es nicht so angenehm wie Sanna

Der Wanderweg führt an einem Stausee vorbei und wir entdecken, dass es hier noch tolle Wanderungen für das nächste Jahr gibt.

Am Wohnmobil gibt es noch einmal eine Stärkung und eine Abkühlung.

Fußbad

Lisa und Jan haben uns den Campingplatz in Göschenen empfohlen. Dort wollen wir noch vorbei. Vielleicht bleiben wir ja noch eine Nacht.

Früher haben wir auf dem Weg in den Süden immer hier übernachtet.
Der Campingplatz gefällt uns nicht, auch wenn die Gegend toll ist.

Dammagletscher

Da fragen wir uns jedes Mal, ob wir auch durch passen!

Diese Wanderung zur Salbithütte ist unser nächstes Ziel.

Das Foto haben wir nicht selbst gemacht, aber diese grandiose Strecke würde uns reizen.

Weil uns die Stellplätze nicht gefallen, fahren wir noch 140 km bis an den Rhein. Wir wollten uns das einmal anschauen, weil wir immer auf der Suche nach neuen Paddelrevieren sind. Es ist nicht wirklich unser Geschmack, aber wir bleiben trotzdem.

1 Gotthardpass N 46° 33′ 22,8″ O 8° 34′ 10,4″
2 L’lle du Rhin N 48° 1′ 14,2″ O 7° 34′ 46,3″

Klettersteig am Lago Maggiore

Heute wollen wir nach Feriolo (180 km) an den Lago Maggiore zum Klettern. Klettersteige sind ja in diesem Urlaub bisher ausgefallen. Wir müssen also früh los, damit es nicht so heiß wird. Um 8 Uhr sind es schon 20 Grad, aber wir hoffen, dass es in den Bergen kühler bleibt.

Ein ruhiges Plätzchen mitten in Monticelli d’Ongina

Alte Villen zeugen davon, dass der Ort einmal wohlhabend gewesen sein muss.

Am Lago Maggiore merken wir gleich, dass man hier eher keine Wohnmobile mag. Tolle Jugendstil-Villen! Schattenparkplätze für Sanna kosten nur 28€!

Zum Glück finden wir doch noch ein kostenloses Schattenplätzchen und marschieren los.

Die Wanderung ist ausgesprochen steil und anstrengend.

Hier haben früher Arbeiter rosa Granit abgebaut.

Der Zustieg dauert 50 Minuten und ist extrem anstrengend und sehr steil. Carmen will manchmal schon auf dem Zustieg aufgeben. Allerdings lockt die tolle Aussicht.

Zustieg

Schon bald stellt heraus, dass manche Tritte für kleine Menschen zu weit auseinander liegen. Carmen ist zwar gelenkig, sie muss ja schließlich auch aufs Pferd, aber in manchen Passagen hat sie keine Idee, wie man das schaffen könnte. Irgendwann ist es geschafft. Wir besichtigen noch die Höhle.

Jede Menge Eidechsen

Abkühlung im Bachbett

Nach einer richtigen Dusche im Womo und einer kleinen Mahlzeit fahren wir noch 140 km zum Gotthard. Wir finden es wunderbar oben auf dem Pass zu übernachten.

Draußen sind es 11 Grad und die Luft ist so wunderbar klar, wie man es nur im Hochgebirge erleben kann. Nach den vielen Nächten mit weit aufgerissenen Fenstern freuen wir uns auf einen kuscheligen Abend. Notfalls können wir ja die Heizung anmachen.

1 Piazza della Resistenza N 45° 5′ 26,5″ O 9° 56′ 7,5″
2 Via Ferrata dei Picasass N 45° 54′ 45,3″ O 8° 28′ 41,0″
3 Gotthardpass N 46° 33′ 22,8″ O 8° 34′ 10,4″