Nykøping

Die Nacht in Flade war angenehm ruhig.

Hier findet man übrigens sehr viele Fossilien, aber warum das so ist, konnte uns keiner erklären.

Weil der Wind erst heute Nachmittag kommen soll, bummeln wir durch Nykøping, den Hauptort der Insel Mors. Wenigstens das klappt schon wieder mit nur einer Krücke.

Zum Mittagessen fahren wir nach Bjørndrup. Hier gibt es einen schönen Strand mit Badesteg und Picknicktisch. Das ist in Dänemark eigentlich der normale Standard. Mors hat uns schon immer gut gefallen, weil es nicht so extrem touristisch ist,wie der Süden Dänemarks.

Anschließend geht es in einen unserer Lieblingshäfen nach Ejerslevs. Man kann direkt hinter dem Hafen aufs Wasser gehen und hat allen Komfort, sogar Duschen mit frischen Handtüchern, Küche und Aufenthaltsraum. Das brauchen wir eigentlich alles nicht, aber man sieht daran, dass es funktioniert – Segler und Womofahrer haben die gleichen Bedürfnisse und Marinas können doppelt genutzt werden. Die Dänen haben das bereits seit vielen Jahren erkannt. Es gibt wirklich ein extrem dichtes Netz von Hafenstellplätzen. In Norwegen ist das genauso. Das lässt für die Zukunft in anderen Ländern hoffen.

Und nicht zu vergessen, hatte Uwe auch noch seinen Spaß auf dem Wasser. Carmen hat sicherheitshalber ihrem Fuß noch etwas Ruhe gegönnt und sich der Wäsche gewidmet, wenn man schon einmal die Gelegenheit dazu hat.

Von Ørum zum Lymfjord

Auf der Düne haben wir wirklich ruhig und ganz alleine geschlafen.

Mittags machen wir uns auf den Weg zum Lymfjord. Wir wollen einen neuen Hafenstellplatz bei Vinderup in der Marina Handbjerg ansehen. Hier ist es wirklich nett, es gibt sogar Hängematten, Grillstelle und einen Barfußwanderweg. Man könnte auch in die Sauna gehen, aber bei 30 Grad will das natürlich niemand.

Weil es uns hier im Hafen bald langweilig wird, fahren wir tatsächlich weiter zum Flade Bouleplatz. Diesen Freistehplatz haben uns vor einigen Jahren nette ältere Leute angeboten und hier ist auch wie immer niemand außer ein paar Dänen, die abends zum Sundowner und Schwimmen hierherkommen. Flade liegt auf der Insel Mors in Nordjütland. Die Insel ist durch Brücken und 2 Fährverbindungen so eng mit dem Festland verbunden, dass man gar nicht mehr merkt, dass man sich auf einer Insel befindet.

Weiter nach Norden

Die Nacht in Lønbjerg am Fluss war ruhig und angenehm.

Carmens Fuß ist immer noch dick, an Surfen und sogar Laufen ist nicht zu denken. Wir sehen uns eine typisch dänische Kirche von 1751 an.

Wegen der angesagten Gewitter fahren wir weiter nach Norden an der Landseite des Fjords entlang. Wir entdecken noch einige hübsche Shelterhütten wo man sicher auch mit dem Wohnmobil übernachten kann. Solche Hütten für Radfahrer und Wanderer findet man in Dänemark ziemlich oft.

Nördlich von Ringkøping entdecken wir noch einen guten Kitespot.
Weil Carmens Fuß immer dicker wird gehen wir sicherheitshalber in die Notfallambulanz zum Röntgen. Es ist ein kleiner Haarriss zu sehen, der allein wieder ausheilen müsste. Gut!

Wir picknicken am Ringkopingfjord und setzen gut gestärkt unsere Reise nach Norden fort. Einer unserer Lieblingsplätze (Fjaltring) darf nicht mehr zum Übernachten genutzt werden. Schade! Aber wir haben einen Ersatz gefunden: Ørum. Hier steht man oben auf der Düne mit Blick über die Nordsee.

Selten kann man in Dänemark mit Nordseeblick stehen, weil meistens die hohen Sanddünen die Aussicht versperren.

Endlich wieder surfen

Um 4 Uhr nachts weckt uns Mina damit wir diesen wunderbaren Sonnenaufgang nicht verpassen.

Allerdings haben wir danach noch ein bisschen schlafen können.

Nach dem Frühstück geht es noch einmal nach Skavn, weil dort in der Ferienhaussiedlung die Bedingungen zum Surfen besser sind. Der Ostwind ist immer noch schräg ablandig, aber hier in diesem sicheren Revier kann man sich ruhig trotzdem aufs Wasser trauen. Leider verdreht sich Carmen beim Surfen den Fuß und muss nach der Mittagspause die Füße hoch legen.

Zum Übernachten fahren wir an ein kleines Flüsschen, das Skjern Å heißt. Das ist der wasserreichste Fluss ganz Dänemarks und mündet in den Ringkøbing Fjord.

Skavn

Wir verabschieden uns von Buschis und von Bechs Gård und fahren nach Skavn.

Der warme Ostwind kommt hier natürlich komplett ablandig an, aber wir sind uns nicht sicher, ob es sich überhaupt lohnt aufs Wasser zu gehen und lesen erst einmal.

Hier sieht es ein bisschen wie am Schluchsee aus, aber es ist trotzdem Dänemark. Sicherheitshalber fahren wir zum Übernachten in den Grævlingevej, um die Bewohner der Ferienhaussiedlung nicht zu verärgern. Auf dem Bootssteg genießen wir den Sonnenuntergang.

Unseren treuen Lesern ist sicher aufgefallen, dass wir seit einer Woche nur noch auf offiziellen Wohnmobilstellplätzen übernachtet haben. Heute Nacht sind wir endliche wieder frei. Wir haben keinen Strom aus der Steckdose, kein Klo und keine Dusche außerhalb unserer Elsa, aber wir brauchen das einfach nicht. Freie Stellplätze sind einfach viel schöner.

Vejersstrand

Heute ist es endlich soweit. Wir fahren zum Vejersstrand. Leider ist es hier so voll, wie wir es noch nie erlebt haben. Für dänische Verhältnisse ist es zur Zeit auch sehr heiß, nämlich 32 Grad.

Außer Lesen, Schwimmen und Füße ins Wasser halten kann man wirklich kaum etwas machen

Bei einem Strandspaziergang entdecken wir ein Kunstwerk, das aus Strandgut erbaut wurde.

Außerdem finden wir die Eikapsel eines Rochens.

Zum Übernachten geht es zu einem Bauernhof bei Billum mit Blick über die Bucht bei Esbjerg.

Dieser Stellplatz ist ein echter Geheimtipp mit Luxusbad und sehr freundlichen Besitzern. Das müssen wir uns merken.

Werkstatt

Während Uwe mit Elsa in die Werkstatt fährt, beaufsichtigt Carmen die Hunde am Ringkøbingfjord. Heute ist Ostwind und daher ist das Wasser noch ruhiger als gestern.

Hier hält Uwe den Übeltäter in der Hand. Für 1100 Kronen wurde der Schaden behoben. Anschließend warten wir auf Wind, aber leider tut sich nichts. Daher fahren wir zum Übernachten in den Hafen von Stauning.

Entspannung

Nach einem ausgiebigen Surftag ist heute strahlender Sonnenschein und Lesewetter angesagt.

Auf der Wiese des Bauernhofs standen wir ganz alleine mit den Buschis.

Bei der Abfahrt hört Uwe plötzlich seltsame Geräusche aus dem Motorraum und wir müssen zu einer Werkstatt fahren. Die ist zum Glück nur 5 km entfernt und das Problem ist schnell lokalisiert: die Spannrolle für den Keilrippenriemen. Allerdings ist das Ersatzteil erst morgen da und so wird es nichts mit unserer Fahrt zum Vejersstrand. Wir müssen in Bork Havn auf dem Campingplatz übernachten. Naja es gibt schlimmeres.

Zum Surfen an den Ringkøbing Fjord

Leider ist heute Regenwetter angesagt, daher trennen sich unsere Wege. Frank und Christine schauen sich Husum an und uns zieht es direkt nach Dänemark zum Surfen. Uns hat es immer sehr gut in Skavn Havn gefallen.

Früher waren wir hier oft tagelang, weil es eine schöne Hafendusche gab und der Platz zum Surfen ideal ist, dann wurde leider das Freistehen hier verboten.

In Skavn Havn haben wir trotz schlechtem Wetter einen Supersurftag. Carmen geht mit dem 5.9er aufs Wasser und für Uwe reicht der Wind für den 15er Kite. Gegen später kommen Buschis noch an den Strand und wir lassen noch die kleine Gun-Lenkmatte fliegen.

An der Hafenkneipe von Skavn könnte man noch für stolze 32€ stehen und vor der Ferienhaussiedlung steht eigentlich nur Camping verboten. Normalerweise ignorieren wir solche Schilder immer, aber ausnahmsweise begleiten wir Buschis zum Bauernhofcamping nach Hemmet. Man steht hier auf einer gemähten Wiese ganz ruhig und einsam mit „lieblicher“ Landluft, aber immerhin mit Dusche und Toilette.

Auf in den Norden

Nach dem Frühstück brechen wir nach Norden auf. Wir wollen uns im historischen Hafen von Tönning mit Buschis treffen. Leider gibt es viele Staus, so dass wir erst kurz vor 20 Uhr dort ankommen. Tönning haben wir bei unserem ersten Dänemark Urlaub rein zufällig entdeckt und seitdem ist es traditionell unsere erste Anlaufstelle bei Skandinavienreisen. Man kann dort nett essen gehen und mit Blick auf die Eider stehen. Buschis haben uns auf dem Stellplatz schon einen Platz frei gehalten.

Der Platz liegt direkt an der Eider. Leider haben wir ganz vergessen, dass die Lokale am alten Hafen nur bis um 20 Uhr geöffnet haben. Aber die Pizzeria Mama Mia am Marktplatz war auch sehr gut.