Wir sind dann soweit fertig!

Wir haben zunächst mal einige Arbeiten im Haus erledigt. Viele Sachen hatten wir von zuhause mitgebracht, weil es hier nicht alles in der Qualität zu kaufen gibt, die wir uns wünschen. Türen und Fenster streichen wird eine endlose Geschichte, aber das muss ja nicht alles übers Knie gebrochen werden. Wir haben ja im Winter noch genügend Zeit. Am Montag können wir 2 Sofas abholen und dann geht’s an die größte Baustelle, nämlich die Küche. Weil wir aber Besuch bekommen, müssen wir das gut planen.

Unsere Yucca wird wohl bald blühen. Heute ist es gewittrig und eigentlich ideal, um in Arta einen Baumarktbesuch zu machen.

Wir waren äußerst erfolgreich in Arta. Wir haben eine Duschtasse, ein weiteres Waschbecken mit Unterschrank und Wasserhahn, Ersatzteile für die Heizung, neue Türgriffe, einen extrem coole Retro-Kühlschrank, Bettdecke für Gäste und etlichen anderen Kleinkram gekauft. Wir grooven uns so langsam ein. In Deutschland wäre man in ein Geschäft gegangen, hätte vorher im Internet recherchiert. Hier geht man in mindestens 5 Geschäfte und Lüsterklemmen gibt’s hier auch nicht so ohne Weiteres, weil man hier ja die Klebeband-Variante favorisiert. Es ist schon fast dunkel, als wir über die Dammstraße fahren.

Und zwei Rochen haben wir auch noch gesehen.

Badverschönerung im Dachgeschoss

Wieder einmal signalisiert uns der Hahn, dass wir aus den Federn kommen sollen. Aber da ist doch noch ein Geräusch? Oh jeh! Stromausfall! Aber wir haben doch alles bezahlt. Wir hatten 5 Monate keine Grundgebühr bezahlt, weil wir auf die Rechnung gewartet haben. Das wird uns nicht noch einmal passieren. Wir wissen jetzt, dass unsere Post in die Strandkneipe kommt. Dort lag auch unsere Mahnung. 20€ im Monat zahlen wir in Zukunft einfach per Dauerauftrag. Aber was ist es dann? Uwe erfährt in der Nachbarschaft, dass das in Koronissia schon mal vorkommt. Kein Grund zur Sorge! Zum Frühstück geht alles wieder. Und genau so ist es.

Latte Macchiato mit perfektem Schaum

Uwe hängt weiter Waschbecken auf und Carmen streicht. Uwe hat es jetzt geschafft!
Mehr Waschbecken haben wir nicht. Carmen wird wohl noch den gesamten September den Pinsel schwingen.

Nach getaner Arbeit geht es an den Bohème-Strand.

Badverschönerung

Für heute haben wir uns das Badezimmer im Erdgeschoss vorgenommen. Tür streichen, ein neues Waschbecken setzen und die Dusche planen. Unsere Küchenplanung haben wir gestern Abend abgeschlossen, aber wir können die Teile nicht über Click und Collect bestellen. Warum? Wir brauchen erst einen Beratungstetmin in Ionnina. Warum? Keine Ahnung! Nächsten Montag haben wir einen Termin. Dann können wir hoffentlich bestellen. Wir haben ja schon öfters über Ikea Griechenland gemeckert, aber scheinbar soll diese Serie jetzt fortgesetzt werden.

Erstmal genießen wir unsere neue Couch. Beim Spaziergang trifft Uwe diese Hundemama mit ihrem Nachwuchs.

So sah das Bad vorher aus.

Für kräftige Menschen war das unpraktisch, weil man nicht zwischen Toilette und Waschbecken durchkommt und nach dem Duschen das ganze Bad unter Wasser stand. Also haben wir in Deutschland ein kleines Waschbecken gekauft und gestern beim Glaser eine Glaswand angefragt. Carmen streicht die Tür und das Fenster weiß und der braune Fliesenspiegel wird noch überklebt. Vielleicht finden wir noch eine schöne Toilette. Und dann können wir damit leben.

Abschleifen!

Die Farbe deckt nicht besonders gut, aber es wird zusehends besser.

Mona überwacht alles.

Uwe hängt das kleine Waschbecken und den neuen Spiegel auf.

Für eine Pause bleibt natürlich auch noch Zeit.

Und Uwe entdeckt immer wieder Spannendes.

Jetzt noch eine Glaswand vom Glaser und dann können wir es aushalten.

Obwohl die Küche noch schrecklich ist, konnte Uwe es nicht ohne die neuen Deckenstrahler aushalten.

Das meiste Material, das wir dabei hatten, ist jetzt schon eingebaut. Ein Waschbecken fehlt noch und auch die Satellitenschüssel muss noch montiert werden. Für die Klapplädenfeststeller lassen wir uns Zeit, wir müssen ja auch im Winter noch etwas zu tun haben.

Zum Tagesabschluss drehen wir noch eine Runde durch den Ort und den Hafen.

Der Stadtstrand von Koronisia ist extrem seicht, ideal zum buddeln und spielen.

Wir setzen uns in den Hafen und treffen unseren fischenden Gärtner Dimitrios.

Es bläst ordentlich, aber die Frisur sitzt…..

Natürlich müssen wir noch in die Strandkneipe Cafe Kyma, denn dort liegt unsere Post, Hauszustellung gibt es hier nicht.

Das mit der Strandkneipe und der Post ist praktisch man kann dann gleich noch einen Sundowner genießen.

Und dann müssen wir auch schon wieder nach Hause, denn heute Abend gibt es Auberginen-Risotto und das muss ja auch zubereitet werden.

1. Ausflug nach Arta

Wir müssen zum Einkaufen nach Arta und außerdem noch zu DEI, dem Stromversorgungsunternehmen. Irgendwie gelingt es uns nicht unsere Stromrechnung zu bezahlen. Aber erstmal genießen wir das Frühstück auf der Terrasse.

Die Aussicht vom Schlafzimmerbalkon zum Meer wird leider durch Bäume verhindert. Bilbo war auch schon da.

Die Bananenpalme ist ganz schön groß geworden.

Dimitri, unser gärtnender Fischer, war auch schon da und hat uns erklärt, dass unsere Zitronen eine Krankheit haben und radikal zurück geschnitten werden müssen. Er wird das demnächst erledigen. Japadapadu! Wir können unseren Stromanbieter per Mail kontaktieren. Der Strom wird nicht abgeschaltet. Jetzt fehlt nur noch der Wasserversorger! Die Rechnung bezahlt ja immer noch Jannis. Aber auch das lässt sich problemlos klären. Dann fahren wir zum Glaser, weil wir unbedingt eine Duschabtrennung brauchen. Heute ist wohl unser Glückstag. Der Glaser spricht Englisch und baut uns die Duschabtrennung sogar ein. Wir müssen nur Maß nehmen. Anschließend decken wir uns mit Lebensmitteln ein und fahren zurück auf unsere Insel.

Schluss mit dem Vagabundenleben

Heute Nacht war vorerst unsere letzte Nacht in unserer Elsa. Ab morgen sind wir zunächst mal wieder sesshaft. Wir sind traurig darüber, weil wir gerne auf Tour sind. Nur Mina wird es genießen. Langweilig wird es uns nicht werden. Es gibt doch noch Einiges zu tun. Das wunderschöne Pindos-Gebirge ist nur 100 km von unserem Häuschen entfernt und wenn uns der Strand nervt, gibt’s hier viel zu entdecken. Man kann hier wandern, paddeln und klettern.

Wir wollten eigentlich noch einmal eine Pause am See von Ionnina machen, aber der ist nur von Weitem schön.

Das Haus steht noch, auch wenn alles etwas zugestaubt ist. Aber das kann man ja schnell ändern.

1 Voidomatis River N 39° 56′ 41,7″ O 20° 41′ 17,2″
2 Koronisia N 39° 0′ 43,4″ O 20° 55′ 10,9″

Strecke insgesamt: 176 km

Fazit

Anreise über den Landweg

Es dauert lange, aber wir haben ja ganz bewusst auf eine Kombination aus Fahren und Neues entdecken gesetzt. Selbst 300 km können bei Minas Protest nervig sein. Dazu kommt, dass ab Montenegro die Straßen dem Verkehrsaufkommen nicht gewachsen sind. Wir sind dann zwar manchmal nur 150 km weiter gekommen, haben aber trotzdem 3 h gebraucht. Ideal ist das noch nicht.

Wir haben viel Neues entdeckt: Mantova, Treviso, Gjirokastra oder einfach mal schöne Strände. Aber während der Fahrt war Mina trotzdem total genervt. Für den Rückweg müssen wir noch einmal neu überdenken, wie es besser gehen könnte. 2600 km in 9 Etappen! Das war anstrengend für Mina. Von Brindisi aus sind es nur 1600 km. Jetzt ist erstmal keine größere Tour geplant. Wir bekommen Besuch und werden das Haus auf Vordermann bringen. Im Winter machen wir Ausflüge von Koronisia aus und wenn es nur Tagesausflüge sind, darf sie zuhause bleiben.

Gjirokastra

Wir sind in einer Woche durch 7 Länder gekommen (Frankreich, Schweiz, Italien, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien) und wenn wir schon mal hier sind, wollen wir heute noch einen Ort auf unserer offenen Liste einschieben. Es soll nach Gjirokastra gehen einem Ort, dessen Altstadt auf der UNESCO-Welterbeliste steht. Es liegt praktisch auf unserem Weg, nur 120 km entfernt. Das ist dann mal wieder eine Erlebnis-Mittagspause für uns und Mina ist es wahrscheinlich egal, wo sie spazieren geht. Dann sind wir erst morgen in unserem Häuschen, aber wir haben es immerhin schon einmal geschafft, eine Schlafcouch und eine normale Couch für Montag in einer Woche zu bestellen. Es geht also in kleinen Schritten voran. Auch mit dem Hulla-Hoop macht Carmen Fortschritte.

Uwe überredet Carmen sogar zum Schwimmen.

Dann kommt leider eine Monster-Monsterwelle. Wir fahren noch an der wunderschönen, wilden Vjosa vorbei.

In Gjirokastra ist es ganz schön heiß, 33⁰ im Schatten und es geht steil bergauf. Das ganze Rudel schwitzt und hechelt.

Zum Erklimmen der Burg war es dann doch zu heiß und wir schlendern nur durch den Basar.

Sogar in die Moschee können wir.

Wir verlassen unseren Parkplatz und sind tatsächlich nach einer halben Stunde in Griechenland.

Wir wollen wieder zum Voidomatis, dem kältesten Fluss Europas. Das ist auch nicht weit und morgen fahren wir noch 100 km bis nach Koronisia.

1 Rezervati Natyror „Pishë Poro“ N 40° 40′ 20,6″ O 19° 19′ 44,0″
2 Gjirokaster N 40° 4′ 27,2″ O 20° 8′ 18,5″
3 Voidomatis River N 39° 56′ 41,7″ O 20° 41′ 17,2″

Strecke insgesamt: 189 km

Weiter am Meer entlang

Obwohl es hier paradiesisch schön ist, sogar Glamping ist möglich, zieht es uns weiter. Erstmal 120 km in den Süden ans Meer. Davor müssen wir aber noch schauen, ob es unsere Lieblingsbäckerei noch gibt.

Jaa! Es gibt noch Käsefladen!

Nördlich von Durres genießen wir eine winzige Pause am befahrbaren Strand. 14 Knoten!

Mona flirtet mit einem süßen Albaner.

Wir lieben befahrbare Strände!

Eigentlich wunderschön hier, aber wir müssen noch 120 km weiter nach Süden. Wir haben ja vor irgendwann in Koronisia anzukommen.

Sieht eigentlich aus wie heute Mittag, ist aber schon wieder ein anderer Strand mit anderem Sand. Trotzdem schön!

Wir sind seit genau einer Woche unterwegs. Es kommt uns vor, als wäre es ewig her. Bis Koronisia sind es noch 300 km! Eigentlich locker morgen zu schaffen.

1 Lake Shkodra Resort N 42° 8′ 16,0″ O 19° 28′ 1,3″
2 Rinia Plazh N 41° 24′ 21,1″ O 19° 25′ 50,0″
3 Rezervati Natyror „Pishë Poro“ N 40° 40′ 20,6″ O 19° 19′ 44,0″

Strecke insgesamt: 276 km

Nach Albanien

Montenegro wird heute ganz schnell durcfahren, weil uns die Küste gar nicht gefällt. Massentourismus vom Feinsten! Heute Abend geht es auf unseren albanischen Lieblingsstellplatz „Lake Skhodra-Resort“. Wir verabschieden uns von Kerstin und Bernd, die in die Berge von Montenegro wollen. Da soll es auf dem Rückweg vorbei gehen. Deswegen tauschen wir Nummern aus.

Wir nehmen die Fähre, um uns die lange Fahrt um den Golf von Kotor zu ersparen.

Die Küstenstraße nach Budva und der Ort selbst gefallen uns überhaupt nicht. Dann auch noch Stau! Keine Ahnung, warum Menschen hier Urlaub machen.

Aber ein paar Kilometer weiter gibt es etwas, wo wir es aushalten können.

Mit Aussicht auf Sveti Stefan, einem Luxusresort für wirklich Reiche und vermutlich auch berühmte Menschen.

Am Zoll herrscht leider ziemliches Chaos, daher fahren wir zu einem nahe gelegenen Freistehplatz, weil Mina genervt ist. Es ist dort eigentlich wunderschön, wenn dort nicht ein Herdenschutzhund mit seiner Herde gewesen wäre. Das wird dann leider nichts.

Wir rufen im Lake Skodra-Resort an um einen Platz zu reservieren und machen uns auf den Weg. Die Viertelstunde schafft Mina auch noch! Der Campingplatz ist ganz nach unserem Geschmack. Vor vielen Jahren bei unserer ersten Albanien-Reise war dieser Platz unser europäischer Rettungsanker in einer fremden beängstigenden Welt. Mittlerweile hat sich entweder Albanien positiv verändert oder wir sind erfahrener geworden. Trotzdem genießen wir den Luxus des Campingplatz, auch wenn wir hier mittlerweile frei stehen würden.

Es gibt einen Badesteg, Paddelboote und SUP-Verleih, kostenlose Liegen mit Auflagen. Alles was das Herz begehrt.

Das Restaurant

Unser Stellplatz

Sonnenuntergang

Ein nettes Lokal!

Das schafft man sonst nirgendwo! Mit 2 Personen essen zu gehen, 30€ zu zahlen und für den nächsten Tag noch eine Mahlzeit für 2 übrig zu haben. Dabei ist Albanien im Vergleich mit 2013 schon teurer geworden. Damals durften wir noch nicht einmal den Espresso im Café bezahlen.

1 Fähranleger Vitaljina N 42° 24′ 21,8″ O 18° 30′ 41,4″
2 Roho-Beach N 42° 14′ 47,9″ O 18° 53′ 45,2″
3 Lake Shkodra Resort N 42° 8′ 16,0″ O 19° 28′ 1,3″

Strecke insgesamt: 176 km

Montenegro

Heute wollen wir bis zur montenegrinischen Grenze. Dort gibt es ein verlassenes Militärgelände auf kroatischer Seite. Von dort hat man Montenegro sehr gut im Blick. Auf jeden Fall sind wir heute Morgen total gut ausgeruht und bestens gelaunt, weil die Sonne scheint.

Nach dem Frühstück auf der Mole fahren wir ins Neretva-Delta. Die Neretva fließt unter anderem auch durch Mostar, vielen bekannt durch die berühmte alte Brücke. Im Oberlauf ist sie ein wildes Flüsschen und ein weiteres Erkundungsziel für zukünftige Projekte. Heute werden wir die Mittagspause im Delta verbringen. Wir haben dieses großartige Surfrevier vor einigen Jahren zufällig entdeckt, aber leider darf man dort nicht mehr frei stehen und einen Campingplatz gibt’s nicht. Also nichts für uns. Wir kennen in Kroatien mit seiner langezogenen Küste tatsächlich nur 2 Freistehplätze.

Die Mittagspause im Neretva-Delta ist einfach großartig und uns würde es sofort aufs Wasser ziehen, wenn wir nicht unser Surfequipment in Griechenland hätten. So ein Mist!

Nach der Pause geht es noch einmal 140 km weiter bis zur montenegrinischen Grenze, zum Fähranleger Vitaljina. Das ist der südlichste Punkt Kroatiens und war bis vor kurzem militärisches Sperrgebiet. Die Lage von Vitaljina ist sooo ideal, dass dort sicher in naher Zukunft ein Ferienresort stehen wird.

Wir unterhalten uns mit einem Paar aus Biberach und genießen die Ruhe des Fähranlegers.

Den größten Teil der Strecke nach Koronisia haben wir geschafft, aber definitiv ist die Variante bis Brindisi stressfreier, wenn man nicht ein völlig uneinsichtiges Hundchen an Bord hat.

1 Reljani N 44° 16′ 18,9″ O 15° 30′ 7,9″
2 Neretva Delta N 43° 1′ 8,4″ O 17° 26′ 43,6″
3 Fähranleger Vitaljina N 42° 24′ 21,8″ O 18° 30′ 41,4″

Strecke insgesamt: 407 km