Fahrradausflug zum Leuchtturm

Heute ist wieder einmal Kaiserwetter, allerdings ist der Himmel mit ein paar weißen Wölkchen verziert. Gelesen und faul am Strand gelegen, haben wir gestern erst, also fahren wir heute Rad. Ein wunderbar ausgebauter Radweg führt direkt an unserem Platz vorbei. 6 km sind es bis Hvide Sande und 9 km bis Søndervig. Mal sehen, wie lange unsere Hunde durchhalten, denn sie müssen ja nebenher laufen. Als erstes kommen wir an dem Leuchtturm Lyngvigfyr vorbei. Lyngvigfyr wurde 1903 gebaut, normalerweise wären wir 250 Stufen hochgestiegen, aber heute ist uns zu viel Betrieb.

Also radeln wir weiter nach Søndervig durch endlose Dünenlandschaft und Ferienhaussiedlungen.

Auf dem Rückweg machen wir ein Picknick und ein Päuschen am Meer.

Die Hunde sind geschafft und legen sich in den Schatten des Dünengrases, obwohl es eigentlich nicht heiß ist.

Wir sind sicher 15 km geradelt, bergauf und bergab, für uns war es nicht anstrengend, aber vor allem Sanna ist froh, als wir um 14 Uhr wieder am Womo sind.

Der Stellplatz liegt wirklich ideal für Menschen die gerne spazieren, radeln und auch an den Strand wollen.

Und zu guter Letzt erleben wir noch einen grandiosen Sonnenuntergang. Man merkt, dass es auf Mittsommer zugeht, die Sonne geht morgens schon um 4:41 Uhr auf und erst um 22:15 Uhr unter und die Dämmerungsphase ist ungeheuer lang. Man kann noch um 23:00 Uhr drausen sitzen und ohne Licht lesen.

Diese Bilder sind nicht bearbeitet!

Paradiesische Ruhe

Es ist so schön hier und vor allem so ruhig! Außer Vogelgezwitscher hört man wirklich gar nichts. Der Stellplatz liegt zwischen dem Ringkøpingfjord und der Nordsee. Zum Strand muss man nur über die Düne gehen. Dadurch fehlt zwar der Meerblick, den wir so lieben, aber an Dänemarks Nordseeküste sind eben alle Strände hinter Dünen versteckt. Seltsames Getier gibt es hier auch, nämlich Kreuzottern. Das sind zwar Giftschlangen, aber angeblich sind sie nicht angriffslustig und bedrohlich wird es bei einem Erwachsenen erst, wenn er 5 Mal gebissen wird. Nur auf die Hunde, die ja gerne mit allem spielen, was sich schnell bewegt, müssen wir ein bisschen achten.

Bei diesem genialen Sommerwetter liegt unser Tagesprogramm natürlich auf der Hand oder vielmehr im Sand.

Endlich nach Dänemark

Heute soll es also endlich nach Dänemark gehen. Früher hat man den Grenzübergang nicht wahrgenommen, mal sehen, wie es in diesem Jahr wird und ob es vielleicht sogar Staus gibt, weil alle dorthin wollen. Auf jeden Fall ist das Wetter schon einmal großartig. Die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel und es weht ein mildes Lüftchen, genau so wie wir es lieben. Allen Unkenrufen zum Trotz war die Einreise nach Dänemark vollkommen unproblematisch und blitzschnell erledigt. Beim Fährefahren war uns das schon öfter aufgefallen, dass die Dänen wirklich gut sind, wenn es ums Organisieren geht.

Als erstes steuern wir einen unserer Lieblingsorte, den alten Ebbvej nach Mandø an. Die Hunde freuen sich riesig und sauen sich total ein.

In Deutschland würde man Mandø als Hallig bezeichnen. Die Insel ist nur 7 Quadratkilometer groß und nur bei Ebbe über einen Steinwall zu erreichen. Der alte Ebbvej kann nur von Traktoren bei Niedrigwasser befahren werden. Manchmal sieht man auch Reiter, die über den Ebbvej reiten. Die Einwohner der Insel haben sich erfolgreich gegen den Bau einer richtigen Straße gewehrt, weil sie fürchten, dem Ansturm der Touristen nicht gewachsen zu sein. Daher ist Mandø wirklich noch sehr beschaulich.

Falls wir uns jemals in Dänemark ein Haus kaufen, dann muss es so ein wunderschönes altes reetgedecktes Bauernhaus sein, natürlich am Meer mit riesigem Grundstück für Hühner, Pferde, Schafe, Ziegen, Katzen, Hunde und Freunde, die uns besuchen wollen.

Am späten Nachmittag machen wir uns auf zu unserem gebuchten Feriendomizil Norre Lyngvig. Normalerweise mögen wir das überhaupt nicht, wir tingeln lieber spontan durch die Gegend, aber in diesem Jahr ist eben vieles anders und die Dänen wollen, um das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten, dass man eine feste Adresse hat. Das leuchtet uns ein und wir werden sehen, ob uns das gefällt. Wir haben uns extra diesen Platz ausgesucht, weil man sehr weitläufig in den Dünen stehen kann und die Plätze nicht in einzelne Parzellen aufgeteilt sind. Jetzt müssen wir nur noch schauen, dass wir uns nicht festfahren. Aber noch bevor wir einen Platz gefunden hatten, wurden wir schon von einem VW-Bus Fahrer um Hilfe gebeten: er hatte seinen VW-Bus im Sand eingegraben.

Wir können nicht verstehen, was Menschen an den Ballermann zieht. Viel schöner ist es doch, wenn man einen riesigen Strand ganz für sich alleine hat.

Mit dieser Art von Campingplatz können wir leben, keiner hat Gartenzwerge und man hat nicht das Gefühl, auf einem Campingplatz zu stehen.

Strandtag in Vigsø

Der Stellplatz am Angelteich ist wirklich gemütlich und ruhig und auch vom Preis angemessen. Wir meiden Campingplätze in Dänemark vor allem deswegen, weil sie uns viel zu riesig und überteuert erscheinen, mit einem Animationsprogramm, was uns eher abschreckt.

Weil wir wieder einmal nach Hause müssen, verbringen wir einen letzten schönen Tag am Strand von Vigsø.

Abends fahren wir dann noch einmal in die Klinik nach Ringkøping, um die Krücken abzugeben und schlafen an der Pumpstation Nord des Skjern Å. Diesen Tipp bei Lønborg hat uns ein Däne gegeben. Gibt es also nicht bei Park4Night! Hier gibt es eine lustige Seilzugfähre über den Skjern Å und vor allem himmlische Ruhe und ein paar neugierige Ziegen dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Endlich wieder surfen

Um 4 Uhr nachts weckt uns Mina damit wir diesen wunderbaren Sonnenaufgang nicht verpassen.

Allerdings haben wir danach noch ein bisschen schlafen können.

Nach dem Frühstück geht es noch einmal nach Skavn, weil dort in der Ferienhaussiedlung die Bedingungen zum Surfen besser sind. Der Ostwind ist immer noch schräg ablandig, aber hier in diesem sicheren Revier kann man sich ruhig trotzdem aufs Wasser trauen. Leider verdreht sich Carmen beim Surfen den Fuß und muss nach der Mittagspause die Füße hoch legen.

Zum Übernachten fahren wir an ein kleines Flüsschen, das Skjern Å heißt. Das ist der wasserreichste Fluss ganz Dänemarks und mündet in den Ringkøbing Fjord.

Skavn

Wir verabschieden uns von Buschis und von Bechs Gård und fahren nach Skavn.

Der warme Ostwind kommt hier natürlich komplett ablandig an, aber wir sind uns nicht sicher, ob es sich überhaupt lohnt aufs Wasser zu gehen und lesen erst einmal.

Hier sieht es ein bisschen wie am Schluchsee aus, aber es ist trotzdem Dänemark. Sicherheitshalber fahren wir zum Übernachten in den Grævlingevej, um die Bewohner der Ferienhaussiedlung nicht zu verärgern. Auf dem Bootssteg genießen wir den Sonnenuntergang.

Unseren treuen Lesern ist sicher aufgefallen, dass wir seit einer Woche nur noch auf offiziellen Wohnmobilstellplätzen übernachtet haben. Heute Nacht sind wir endliche wieder frei. Wir haben keinen Strom aus der Steckdose, kein Klo und keine Dusche außerhalb unserer Elsa, aber wir brauchen das einfach nicht. Freie Stellplätze sind einfach viel schöner.

Werkstatt

Während Uwe mit Elsa in die Werkstatt fährt, beaufsichtigt Carmen die Hunde am Ringkøbingfjord. Heute ist Ostwind und daher ist das Wasser noch ruhiger als gestern.

Hier hält Uwe den Übeltäter in der Hand. Für 1100 Kronen wurde der Schaden behoben. Anschließend warten wir auf Wind, aber leider tut sich nichts. Daher fahren wir zum Übernachten in den Hafen von Stauning.

Entspannung

Nach einem ausgiebigen Surftag ist heute strahlender Sonnenschein und Lesewetter angesagt.

Auf der Wiese des Bauernhofs standen wir ganz alleine mit den Buschis.

Bei der Abfahrt hört Uwe plötzlich seltsame Geräusche aus dem Motorraum und wir müssen zu einer Werkstatt fahren. Die ist zum Glück nur 5 km entfernt und das Problem ist schnell lokalisiert: die Spannrolle für den Keilrippenriemen. Allerdings ist das Ersatzteil erst morgen da und so wird es nichts mit unserer Fahrt zum Vejersstrand. Wir müssen in Bork Havn auf dem Campingplatz übernachten. Naja es gibt schlimmeres.

Zum Surfen an den Ringkøbing Fjord

Leider ist heute Regenwetter angesagt, daher trennen sich unsere Wege. Frank und Christine schauen sich Husum an und uns zieht es direkt nach Dänemark zum Surfen. Uns hat es immer sehr gut in Skavn Havn gefallen.

Früher waren wir hier oft tagelang, weil es eine schöne Hafendusche gab und der Platz zum Surfen ideal ist, dann wurde leider das Freistehen hier verboten.

In Skavn Havn haben wir trotz schlechtem Wetter einen Supersurftag. Carmen geht mit dem 5.9er aufs Wasser und für Uwe reicht der Wind für den 15er Kite. Gegen später kommen Buschis noch an den Strand und wir lassen noch die kleine Gun-Lenkmatte fliegen.

An der Hafenkneipe von Skavn könnte man noch für stolze 32€ stehen und vor der Ferienhaussiedlung steht eigentlich nur Camping verboten. Normalerweise ignorieren wir solche Schilder immer, aber ausnahmsweise begleiten wir Buschis zum Bauernhofcamping nach Hemmet. Man steht hier auf einer gemähten Wiese ganz ruhig und einsam mit „lieblicher“ Landluft, aber immerhin mit Dusche und Toilette.