Schnell noch ein paar Besorgungen machen

Wir haben noch nicht genügend Sitzgelegenheiten und müssen daher noch einmal in die Berge zu Ikea. Vorher müssen wir Mona und Bilbo davon abhalten kleine, süße Welpen zu produzieren.

Wie immer können wir nicht widerstehen und müssen Fotos von der wunderschönen Dammstraße machen.

Zum Glück haben wir ja genug Platz im Auto.

Wir setzen uns noch ein bisschen in die Sonne und warten auf unseren Besuch.

Ruhe vor dem Sturm

Heute genießen wir noch einmal die Ruhe auf unserer Terrasse.

Die Kinder und Enkelkinder landen heute in Thessaloniki. Von dort sind es noch 300 km bis Koronisia.
Wir erledigen noch ein bisschen was im Haus und genießen die Ruhe.

In den nächsten Wochen wird weder gemalert noch geschraubt. Der Fliesenleger ist organisiert. Wir haben also alles erledigt, was wir uns für Oktober vorgenommen hatten.

Jetzt machen wir erstmal Ausflüge mit den Enkelkindern.

Allerdings haben wir zurzeit ein kleines Hundeproblem. Mona ist in der sogenannten Standhitze. Rüden finden sie ausgesprochen attraktiv und sie lässt sie aufreiten. Dann bekäme Mona Welpen. Das wollen wir nicht. Also können wir nur noch mit Stock und zu zweit spazieren gehen. Wir ziehen immer eine große Verehrer-Schar hinter uns her. Bisher ist aus unserer Sicht alles gut gelaufen.

Die Kölner sind schon in Thessaloniki und kommen morgen Abend zu uns.

Endspurt

So langsam wollen wir zum Ende kommen, denn schließlich kommen am Dienstag die Kölner zu Besuch und dann haben wir vorerst keine Zeit mehr, uns um das Haus zu kümmern.

Pünktlich wie die Maurer kommt unser Fliesenleger. Ja, am heiligen Sonntag! Sobald die Kölner weg sind, macht er den Fliesenspiegel für 150 €. Wow! Das ist sehr günstig! Wenn wir mit ihm zufrieden sind, lassen wir ihn auch gleich die Einfahrt machen. Einen kleinen Nachteil hatte der Sonntagstermin allerdings. Kostas hatte seine 3 kleinen Kinder dabei. Ein Sack Flöhe ist nichts dagegen. Die Kinder haben pausenlos auf Griechisch auf Carmen eingeredet und das noch alle gleichzeitig. Irgendwann hatte Carmen das Allround-Zauberwort gefunden. STOPP! Geht scheinbar in jeder Sprache!

Nach dem Besuch von Kostas, seiner Frau und ihren Kindern brauchen wir eine Pause. Auch wegen der etwas schwierigen Konversation. Angeblich spricht seine Frau Englisch. Na ja! Sie spricht ungefähr so gut Englisch wie wir Itallienisch. Und das reicht nur für die Pizzaria. Aber am Ende haben wir mit Händen, Füßen und Google Translate alles geklärt. Hoffentlich.

Nach dem Eiskaffe geht es wieder ans Aufbauen und Streichen, aber Carmen hat die blaue Phase vorerst beendet. Wer will schon immer nur blau sehen?

Das Küchenfenster wird auch noch weiß gestrichen.

Dann heißt es Füße hoch legen.

So hatten wir uns das vorgestellt. Das gesamte Erdgeschoss sollte ein schöner heller Koch-Ess-Wohnbereich werden.
Darauf müssen wir jetzt einen Sundowner trinken. Prost Pia!

Zum Abschluss des Tages drehen wir noch eine Hunderunde an den Hafenstrand und genießen den Sonnenuntergang.

Einkaufen in Arta

Koronisia ist ein sterbendes Dörfchen. Es gibt die Ureinwohner, die tatsächlich langsam aussterben und die Nachkommen behalten die Immobilien oftmals nur als Sommerhäuschen. Das bedeutet viele Häuser stehen fast das ganze Jahr leer. Manche sind Ruinen oder Lost Places.

Dann gibt es noch die Touristen, die alle nur kurz bleiben, weil es keine Geschäfte mehr gibt und nur eine Pension mit 6 Zimmern und 4 Lokale, die ihr Auskommen durch Wochenend-Gäste aus Arta haben. Außerdem gibt es noch 10 Nicht-Griechen, die hier Häuser gekauft haben und teilweise das ganze Jahr hier leben, teilweise nur im Sommer. Zu den „Neubürgern“ zählen die Belgier Mandy und Kurt und Alessandra, die Italienerin. Wir werden ja auch nicht auf Dauer bleiben. Dieser Winter ist ein Versuch. Unsere direkten Nachbarn sind ebenfalls Deutsche aus Bayern, die nur im Hochsommer hier sind. Aus welchem Grund Koronisia so extrem abgehängt ist vom boomenden Segeltourismus ringsum ist unerklärlich und muss eigentlich beabsichtigt sein. Von wem auch immer? In Sichtweise gibt es einen sehr großen Charterhafen mit Flughafen. Würde sich Koronisia nur minimal bemühen, kämen hier sicherlich jeden Abend einige Segelyachten vorbei. Winzige Häfen auf nur per Schiff erreichbaren Inselchen haben es vorgemacht. Wir sind eigentlich ganz froh, dass es hier so ruhig ist, denn den extremen Party-Hotspot wie Lefkas oder Preveza wünschen wir uns wirklich nicht, aber für die Zukunft des Dorfes wäre ein bisschen mehr Leben wichtig. Mal sehen, ob sich in Zukunft etwas tut?

Wir frühstücken wieder einmal auf der Terrasse und planen unsere Einkaufstour nach Arta.

Um 14 Uhr sind wir wieder zurück und haben sogar zufällig einen Fliesenleger getroffen, der an unserem Job Interesse hat. Anschließend schließen wir noch griechisch kreativ das Loch in der Wand und schließen die Spülmaschine an.

Die Vorbesitzer des Hauses hatten einen ziemlichen Mief im Schrank und haben daher auf dieses Wundermittel gehofft.

Wir haben es mit sauber machen und wegwerfen, ganz ohne Chemie geschafft.
Die Spülmaschine läuft und der Schrank unter der Spüle ist fertig. Der Stapel mit unseren Ikeapaketen wird kleiner.

Großer Hausputz

Same procedure as every day! Kaffee auf der Terrasse!

Die blauen Läden lassen das gesamte Haus gleich viel freundlicher wirken.

Uwe beschäftigt sich den ganzen Tag mit einem Schrank.

Abends kann man die Küche wieder halbwegs benutzen.

Beim Werkeln kamen, wie soll es anders sein, einige typisch griechische Baumängel zu Tage. Nämlich ein kindskopfgroßes Loch in der Wand. Typisch griechisch kreativ füllen wir es mit Kieselsteinen und Moltofill.

Dann geht’s ins Café Kyma.

Die Sonnenuntergänge sind hier so unbeschreiblich schön.

Alles muss raus!

Es war wieder super schön am Strand und direkt bei Sonnenaufgang wollen die Hunde raus.

Daher sind wir schon um 9 Uhr mit allem fertig und Carmen fährt mit dem Wohnmobil zum Bäcker und Uwe geht mit den Vierbeinern zu Fuß. Der Bäcker kommt eigentlich um 9:30 Uhr. Griechische Zeit! Also irgendwann vormittags! Die Zeit könnte man sich mit einem Plausch vertreiben, wenn man denn Griechisch könnte. Vorerst muss Kalimera reichen.

Zumindest hat man vom Dorfplatz eine tolle Aussicht.

Man kann in das kleine Kapellchen spitzen.

Auch die Aussicht auf die Berge ist fantastisch.

Und nicht zu vergessen: den Blick auf den Hafen.

Die Kiche ist leider geschlossen. Letztes Jahr wurden im Inneren die Ikonen mit EU Geldern komplett restauriert.

Uwe hat heute wirklich einen harten Tag. Ich möchte definitiv nicht tauschen. Ich mache mich ja nicht gerne schmutzig. Uwe schleift den ganzen alten Fliesenkleber ab. Eine fürchterlich staubige Angelegenheit.

Geschafft. Der Fliesenkleber ist ab!

Ein bisschen Spachtelmasse und weiße Farbe und der Raum ist wieder tiptop.

Morgen ist dann gründlich Putzen und Einräumen angesagt.

Carmen streicht derweil noch ein bisschen blau und schon ist der Tag vorbei.

Uwe ist komplett ergraut durch die Arbeit.

Mit seiner Arbeitsklamotten kann er sich nirgendwo hinsetzen.

Einen Sundowner auf unserer Terasse haben wir uns heute redlich verdient.

Uwe musste in Unterwäsche auf den Balkon, die Arbeitskleidung (auf saarländisch: die Schaffbux) war doch zu staubig. Man beachte Uwes Füße, die sind immer noch staubig.

Die blaue Phase

Morgens sind es am Strand nur 13⁰ C, das ist schon sehr kühl und wir schalten zum Frühstück unsere Heizung an.

Zum Arbeiten im Haus ist das Wetter in Ordnung und weil die weiße Farbe aufgebraucht ist, kann Carmen endlich blau streichen. Die Klappläden sollen nämlich blau werden. Blaue Läden und Fenster sind zwar eher auf den Kykladen üblich, aber wir können uns das auch hier gut vorstellen. Natürlich nicht so leuchtend Kykladenblau! Wir haben uns für ein Taubenblau entschieden, damit wir die Nachbarschaft nicht zu sehr aufschrecken.

Uwe hat einen deutlich unangenehmeren Job: Abschleifen!

Mona und Bilbo überwachen den Arbeitsfortschritt.

Die Flamingos in der Lagune schnattern fleißig.

Nach getaner Arbeit geht es noch mal zum Strand, weil die Küche einfach zu staubig ist.

Während wir am Strand schlafen, bewacht Hausmeister Bilbo unser Häuschen.

Die Küchenschlacht geht weiter

Der Himmel hat sich gestern Abend geirrt.

Es ist zwar ein bisschen bewölkt , aber warm genug, um im Freien zu frühstücken. Diesen Luxus gönnen wir uns so lange es geht. Zuhause könnten wir das schon lange nicht mehr.

Heute will Uwe den Fliesenspiegel komplett entfernen und wir werden nachmittags unsere italienische Nachbarin Alessandra besuchen. Wir leben hier in einer “ Parallelgesellschaft“, weil wir außer unserem Gärtner Dimitris und Kneipenwirten nur Deutsche, Franzosen, Belgier und Italiener kennen. Alessandra will das ändern und hat eine Griechisch-Lehrerin für uns gefunden. Das ist eine Superidee.

Der Fliesenspiegel ist ratzfatz weg.

Wir können uns sehr gut vorstellen, wie schön hell die Küche mit den Fliesen, die wir von zuhause mitgenommen haben, wird.

Weiße, schlichte Küchenmöbel und weiße Fliesen. Unsere Kinder werden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Sie mögen diesen Zahnarztpraxis-Stil nicht. Aber uns gefällt es.

Uwe trennt sich einen eigenen Bereich ab, er will Staub aufwirbeln.

Und Carmen legt die Füße hoch, weil die weiße Farbe aufgebraucht ist.

Bilbo betätigt sich als Zugluft-Dackel.

Wir genießen unsere Terrasse und machen uns auf den Weg zu Alessandra.

Alessandra hat einen der beiden Welten adoptiert.

Der wunderschöne Paralia Fraktis ist von uns mit dem Wohnmobil in einer Minute zu erreichen.

Man hat von hier einen tollen Blick über die Lagune und eigentlich zu unserem Haus, wenn es nicht durch Bäume verdeckt wäre.

Außerdem ist heute noch eine Vollmond-Nacht.

Arbeitseinsatz

Heute Morgen waren wir ohne Strom. Ganz schön blöd, aber wir haben ja noch Strom in unserer Elsa. Anschließend muss die Küche weichen. Und man mag es kaum glauben, aber in Griechenland geht die Entsorgung der Möbel so: man stellt alles neben die großen Mülltonnen und hofft, dass jemand genau diese Möbel oder Einzelteile braucht.

Carmen streicht die Außenseite der Fenster.

Es ist wieder einmal trüb, aber zum Glück trocken und 21⁰ C warm.

Uwe schlägt die Fliesen ab. Ist eigentlich wirklich kein Problem.

Jetzt muss nur noch der Fliesenkleber weg, aber das kommt später.

Wir gehen auf Erkundungstour und erfahren, dass ganz Koronisia ohne Strom ist. Das kommt zwar selten vor, aber wir denken über die Anschaffung eines Notstromaggregats nach. Als kurzfristige Lösung beschließen wir ein Picknick am Strand.

Diese Idee erweist sich als genial. Die Sonne scheint und wir genießen den wunderschönen Rundumblick.

 

Es ist zwar nicht ihr Lieblings-Olivenbaum, aber hier am Strand geht der auch.

Dann geht’s plötzlich rund. Der Wind frischt gewaltig auf und es geht aufs Wasser. Am besten geht’s bei dieser Windrichtung bei der Hafenkneipe.

Fühlt sich ehrlich gesagt eher an, wie ein Aufenthalt in Dänemark. Die Sonne scheint, es sind 21⁰ C, aber es stürmt mit 5 Bft.

Und dieser Sonnenuntergang verheißt wahrscheinlich wieder nichts Gutes für morgen. Also, kein Strandwetter. Eher wieder Dänemark!

Der Strom ist wieder da!!!
Und die Schubladen, die wir am Müllcontainer abgestellt hatten, hat sich auch jemand mitgenommen.
Sperrmüll braucht man deshalb nicht.

Sonntagsausflug

Wir frühstücken wieder draußen, allerdings mit Pullover.

Aber gegen 10 Uhr ist wieder T-Shirt-Wetter! Carmen streicht die letzten Fenster und Uwe baut einen Küchenschrank auf und dann machen wir eine Radtour über die Nehrungen.

Dieses schöne alte Fundstück wird demnächst mit Farbe zu neuem Leben erweckt.

Sieht so aus, als ob diese Fische unbedingt ins Meer wollen. Wir haben es nicht wirklich verstanden, wozu dieses Schleusen-System dient.

Diese kleinen, blauen Häuschen gehören der Fischerei-Kooperative. Genau haben wir noch nicht verstanden, was die machen. Die Mitarbeiter bedienen auf jeden Fall die Schleusen, die die Lagune mit dem Golf verbinden.

Ganz am Ende des Weges treffen wir den Dingmatter.
Uwe muss auf dem Rückweg schieben. Ein Plattfuß!
Ein kleiner ausgesetzter Welpe versucht bei Mama Kori unterzuschlüpfen. Mona ist ganz entsetzt! Nein! Ganz entschieden! Nein!

Das Hundeelend ist hier so grenzenlos. Man weiß nicht mehr, was man machen soll. Dabei fließen beträchtliche EU-Gelder zur Unterstützung.

Unser Häuschen! Heute mal aus der anderen Richtung.

Das wäre was für uns, man kann am Bug gemütlich auf der Bank sitzen und in die Ferne schauen.

Sieht toll aus, aber das verheißt, dass über Nacht neuer Regen kommt.

Carmens Kollegin Pia hat uns Aperitifvorräte mitgegeben, bevor sie schlecht werden, müssen wir uns etwas davon genehmigen.