Windstille

Windstille ist auch mal nett, weil man dann gemütlich trödeln kann.

Beim Frühstück schmieden wir Pläne. In 14 Tagen wollen wir wieder zuhause sein, vorher noch bei der Notarin in Arta vorbei, ein Bett aufbauen und nach Korfu. Das muss jetzt alles terminiert werden.

Hedwig darf auch mal wieder eine Runde fliegen.

Erst aus luftiger Höhe erkennt man, welches Naturwunder die Kräfte des Acheloos und des Meeres hier vollbracht haben. Der Acheloos bringt Sedimente mit, das Meer arbeitet dagegen.

Das kleine weiße Rechteck am rechten Bildrand sind wir. Ein weiters schwarze Wohnmobil sieht man am linken Bildrand.

Wir verlassen die Acheloosmündung und fahren zur Lagune von Mesolongi.

Paradies für Wasservögel

Wenn wir das richtig verstehen, kann man mit diesem Boot zu einer Kapelle fahren. Vielleicht hätten wir auch gedurft, aber wir können halt immer noch kein Griechisch.

Essen mit Füßen im Wasser

Unsere Hedwig hat sich das auch nochmal von oben angeschaut.

Irgendwie hat man das Gefühl, dass es früher mal eine Landverbindung zu der Kapelle gegeben hat.

Abends fahren wir noch 40 km bis Astakos zum Übernachten. So schön es in Mesolongi auch ist, befürchten wir nächtliche Unruhe durch Pärchen. Der Ort ist einfach zu romantisch für nächtliche Liebesspiele. In Astakos am Kloster wird es sicher wesentlich ruhiger werden. Unser ursprünglicher Plan war es im Hafen von Astakos lecker Essen zu gehen. Aber alle Speisekarten sind extrem fleischlastig. Da kochen wir lieber selbst.

Davon berichten wir aber erst morgen.

1 Tsimari Beach N 38° 20′ 45,4″ O 21° 6′ 2,2″
2 Kleisova N 38° 20′ 51,2″ O 21° 25′ 56,6″
3 Paralia Agios Georgios N 38° 31′ 21,0″ O 21° 4′ 2,5″

Strecke insgesamt: 95 km

Kiter im Glück

Heute Nacht waren wir ja Luftlinie nur 300 m von unserem Haus weg und viele Leute können nicht verstehen, warum wir lieber mit 3 Hunden auf 13 m² schlafen als in einem Haus. Für uns ist es ein ganz anderes Urlaubsgefühl. Nachts hört man das leise Rauschen der Wellen und morgens wird man direkt am Strand wach und kann die Füße ins Wasser halten.

Mina toleriert ja höchstens eine Stunde Fahrt. Also umrunden wir erst einmal den Ambrakischen Golf und machen nach einer Stunde Pause.

Paralia Bouka

Die Strände am Ambrakischen Golf sind alle sehr seicht und ruhig. Ideal für Kinder und alte Hunde, die gerne ein Fußbad nehmen! Nach der Mittagspause versuchen wir dann noch einmal eine Stunde zu fahren. Aber bevor es weiter geht, stellen wir fest, dass der Wind zum Kiten reichen müsste.

Vielleicht schaffen wir es ja sogar bis Tsimari?

Jedenfalls ist Mina jetzt bestens gelaunt. Das Herrchen sicher auch.

In Tsimari sind die Bedingungen so gut, dass Uwe sich noch mal in seine nasse Gummi-Pelle quetschen muss.

Flachwasserlagune, die durch den Acheloos gebildet wird.

Es war wirklich eine geniale Idee hierher zu fahren. Endlich sehen wir diesen berühmten Spot auch mal mit Wind.

Die bunten Tücher beunruhigen die Kühe

1 Koronisia N 39° 0′ 43,4″ O 20° 55′ 10,9″
2 Mpoukka N 38° 55′ 55,1″ O 21° 8′ 32,0″
3 Tsimari Beach N 38° 20′ 45,4″ O 21° 6′ 2,2″

Strecke insgesamt: 155 km

Ausflugswetter

Heute ist der Himmel wieder blau und wir wollen auf jeden Fall einen Osterausflug nach Tsimari machen. Erst müssen wir aber noch warten, ob wir ein Bett bei Ikea abholen können oder ob das ein Missverständnis war, weil schließlich Karfreitag ist.

Was wir schon alles verändert haben:

So sah das Wohnzimmer vorher aus. Jetzt ist es so:

Wir wollten lieber einen Bereich mit Couch und einen kleineren Esstisch vor der Küche. Die Couch fehlt noch. Wir haben Lampen und Schnickschnack entfernt und entsorgt. Klingt nach wenig, war aber trotzdem viel Arbeit.

Das Geländer muss im Herbst noch weichen.

Auch die Dachbalken im Kaminzimmer müssen weg, aber auch erst im September.

Vor den Kamin soll noch eine Schlafcouch für Besucher.

Auf der Terrasse vor dem Schlafzimmer haben wir jetzt Gartencouch und Lesesessel stehen. Für unser Gästezimmer unter dem Dach gehen wir gleich noch ein Doppelbett abholen.

Die altmodischen beengten Bäder sind auch im Herbst an der Reihe. Wir finden hier keine schönen Waschbecken und werden wohl welche von zu Hause mitbringen.

Vor dem Wohnzimmer haben wir ja eine Terrasse mit kleinem Esstisch und für die riesige Terrasse vor der Küche suchen wir noch das Passende. Wir wollen eine mobile Lösung, weil man im Frühjahr und Herbst lieber in der Sonne sitzt und im Sommer eher im Schatten.

Unschwer zu erkennen ist die Tatsache, dass unser Geländer noch eine Dose Hamerit benötigt. Und die Küche muss natürlich auch raus.

Alle Hängeschränke werden abgehängt, Unterschränke mit weißen Fronten, neuer Herd und Kühlschrank und weiße Fliesen. Mit dem Rückbau der alten Küche haben wir schon angefangen. Wir haben schon Einiges entfernt, aber immer noch ist alles zu eng und zu dunkel.

Jetzt geht es erstmal zu Ikea, weil unser Bett da ist.

Klappt bestens.Wir haben jetzt ein Gästebett. Juhu 🙌

Auf dem Rückweg halten wir noch bei einer römischen Wasserleitung. Außerdem sehen wir uns noch den Limni Zirou an.

Den Abend wollen wir heute am Meer verbringen.

Wir genießen einen geruhsame Abend am Strand.

Ideales Arbeitswetter

Gut es sind 23⁰, aber trotzdem ist es nicht wirklich schön.

Aber zum Aufhängen der letzten Lampen ist es wunderbar.

So sieht in Griechenland die Arbeit eines Elektrikers aus.

Auch die Mittagsblumen haben sich vermehrt.

Die Rosen in unserem Garten sind riesig.

Am Abend machen wir noch einen Spaziergang zur Kirche.

Eine einzige Margarite!

Alles wird festlich geschmückt.

Das ist Judas und er wird am Ostersamstag verbrannt.

Zurück nach Koronisia

Gestern hatten wir einen großartigen Tag und genießen die morgendliche Ruhe auf unserer Bergwiese. Lefkada ist sehr bergig und Autofahren ist wirklich kein Spaß hier. Die höchsten Erhebungen sind fast 1100 Meter hoch. Vor allem in den winzigen Bergdörfchen, die eher auf Eselskarren eingestellt sind, haben wir schon aufregende Geschicklichkeitsspiele mit unserem Dickschiff hinlegen müssen. Die Straßen sind extrem steil und eng. Da können schon mal auf Asphalt die Reifen durchdrehen. Deshalb gibt es Wohnmobilfahrer, die Lefkada meiden, aber wir haben gemerkt, dass die Einheimischen in schwierigen Fällen extrem hilfsbereit sind. Man kann also, zumindest mit unseren 6,50 m und gutem Motor überall hin. Die Müllabfuhr kommt ja auch einmal pro Woche, hat uns ein Einheimischer zugerufen.

In Lefkas Stadt halten wir noch kurz an einem Yachtladen, weil wir unseren Tankreiniger vergessen haben und verlassen die Insel dann über eine Drehschwenkbrücke.

Früher wurde der Zugang zur Insel streng bewacht.

Das ist eine Kanone, die früher zur Verteidigung von Lefkada eingesetzt wurde.

Nur ein paar Kilometer weiter, in Agios Nikolaos, machen wir eine Strandwanderung mit den Hunden und wer genau hingeschaut hat, merkt, dass es schon wieder mehr Hunde geworden sind. Ein Hund ist eine freundlicher Strandhund, der andere Hund gehört einem Paar aus Franken, mit denen wir noch über das Reisen ausgiebig fachsimpeln.

Anschließend sehen wir uns noch Möbelgeschäfte an. Eines hatte tolle Designerstücke, die uns zu teuer waren, das nächste war geschlossen und im letzten haben wir hübsche Outdoor-Stühle entdeckt, aber keinen passenden Tisch. Es bleibt also spannend.

Wir fahren zurück nach Koronisia und schauen was der Rest des Tages noch bringt.

Auf jeden Fall gibt es auch auf Lefkas noch viel zu entdecken.

1 Bergwiese Komilio N 38° 42′ 3,3″ O 20° 35′ 20,2″
2 Agios Mavras N 38° 50′ 40,6″ O 20° 43′ 10,9″
3 Agios Nikolaos N 38° 52′ 38,7″ O 20° 46′ 49,5″
4 Koronisia N 39° 0′ 43,4″ O 20° 55′ 10,9″

Strecke insgesamt: 133 km

Nordsee-Feeling oder Karibik- Flair?

Mona genießt die Aussicht auf das Meer.

Ausgerechnet an Uwes Geburtstag ist der Himmel bedeckt und das Meer ist aufgewühlt und stürmisch. Es ist zwar nicht kalt und es regnet auch nicht, aber Geburtstagswetter sieht definitiv anders aus.

Wie sagt schon das Geburtstagslied: Heute kann es regnen, stürmen oder schneien, denn du strahlst ja selber, wie der Sonnenschein. Für heute Mittag ist allerdings Besserung in Sicht.

Immerhin finden wir ein Lokal, das heute Abend geöffnet hat und ganz in der Nähe einen Übernachtungsplatz.

Also kann es jetzt weitergehen nach Gialos-Beach.

Lefkas heißt die Weiße und die weißen Kalkstein führen dazu, dass das Wasser dieses Türkisblau hat.

Am Gialos Beach fliegt das Wasser und viele Stellplätze sind wegen Erosion nicht mehr zugänglich, aber die wunderschöne Wasserfarbe entschädigt uns.

Wir verbringen den Tag mit einem Hundespaziergang und Lesen am Strand und fahren zum Abschluss in das Restaurant T’Aloni in Chortáta.

1 Paralia Kathisma N 38° 46′ 31,3″ O 20° 36′ 1,5″
2 Paralia Gialos N 38° 40′ 17,7″ O 20° 33′ 26,4″
3 T’Aloni N 38° 43′ 4,8″ O 20° 36′ 4,4″
4 Bergwiese Komilio N 38° 42′ 3,3″ O 20° 35′ 20,2″

Strecke insgesamt: 46 km

Wir haben fertig

Nein, noch nicht ganz, aber erst einmal ist eine Zäsur angesagt. Es liegen noch Gardinen und 7 Lampen bereit, aber das muss warten. Wir wollen für 3 Tage nach Lefkas. Das ist nur eine Stunde entfernt. Morgen Abend wollen wir dort lecker essen gehen und heute zu unserem Lieblingsstellplatz „Gialos Beach“.

Weil Mina soo ungern Auto fährt, machen wir in Kanali noch einen kurzen Strandstopp.

Das Restaurant unserer Wahl existiert nicht mehr und auch die nächsten Lokale, die wir anfahren, haben noch geschlossen. Also ändern wir unsere Pläne und fahren nach Kathisma, immer noch in der Hoffnung ein Restaurant zu finden. Es gibt hier zwar jede Menge Restaurants, aber keines hat geöffnet. Hier liegt alles noch im Dornröschenschlaf. Wir übernachten trotzdem hier und planen morgen weiter. Heute war es recht bewölkt und nur 22⁰ warm, aber trotzdem sind wir froh, wieder einmal in unserem Tinyhouse übernachten zu können.

1 Koronisia N 39° 0′ 43,4″ O 20° 55′ 10,9″
2 Paralia Boúkas N 39° 5′ 10,7″ O 20° 39′ 50,4″
3 Paralia Kathisma N 38° 46′ 31,3″ O 20° 36′ 1,5″

Strecke insgesamt: 123 km

Sonntagsvergnügen

Erst einmal halten wir es mit unserer erprobten Routine. Es wird gemütlich gefrühstückt und den Latte Macchiato gibt es dann wieder outdoor.

Im Herbst muss ich mir unbedingt auch Strelizien an die Terrasse pflanzen. Immerhin sind es bereits 15⁰.

Wir haben heute jede Menge gearbeitet und morgen werden wir dann erst einmal wieder reisen.

Das ist unser Kaminzimmer, in dem noch eine Schlafcouch fehlt. Vorher sah es so aus.

Und auch das Wohnzimmer wird heute noch fertig.

Auch hier fehlt natürlich noch die Couch.

Möbelaufbau

Heute bauen wir unsere Möbelneuerwerbe zusammen und hängen weiterhin Lampen auf. Mittags geht es dann endlich mal auf einen Frappé in die Hafenkneipe.

An der Lagune gibt es eine neue Rentnerbank.

Das ist der Strand am Hafen, der ungefähr 5 Minuten zu Fuß weg ist.

Man könnte Kiten, aber Uwe ist noch nicht fit.

Hafenkneipe

Hafen

Hier blühen Strelizien.

Ionnina

Juhu!! Heute machen wir einen Ausflug! In die Berge! Dort ist nämlich Ikea. Uns fehlt noch eine gemütliche Couch, die auch ein Gästebett sein könnte. Wie jeden Morgen sitzen wir auf unserer Terrasse in der Sonne und planen den Rest des Tages.

Schon aus der Windschutzscheibe sehen wir das schneebedeckte Pindos-Gebirge. Von Ionnina sind das noch einmal eine Stunde Fahrt, aber die wunderschöne griechische Bergwelt heben wir uns bis September auf. Wir waren hier schon öfter und sind immer wieder begeistert von dieser teilweise unbekannten Seite Griechenlands.

Wer Ikea aus Deutschland kennt, ist hier am Anfang ein bisschen verloren, aber viele nette Menschen helfen uns weiter. Wir haben zwar immer noch keine Couch, aber eine Idee, wie es klappen könnte. Couch und Bett haben wir zwar immer noch nicht, aber viele andere Dinge, die uns noch gefehlt haben, bekommen wir hier. Das skandinavische Design ist hier in Griechenland wirklich nicht gefragt.

Anschließend geht es zur Blautopfquelle.

Letztes Mal war Uwe hier schwimmen, aber diesmal ist ihm auch zu kalt.

Hedwig sieht die Blautopfquelle so:

Auf der Dammstraße nach Koronisia