Runter vom Peloponnes

Wir werden heute den Peloponnes wieder verlassen.

In den Bergen liegt bereits Schnee.

Vorher müssen wir aber unbedingt zu einem besonders guten Fotospot, um den Kanal zu fotografieren.

Der Kanal von Korinth verbindet den Golf von Korinth und den Saronischen Golf.

Blick zum Saronischen Golf

Zurzeit ist der Kanal nicht befahrbar.

Der Kanal von Korinth

Man muss ein bisschen achtgeben, wohin man tritt.

Die Eisenbahnbrücke wird nicht mehr befahren.

Weiter geht’s zur Rioandiriobrücke und zum Leuchtturm bei Drepano. Wir hatten es bereits vermutet. Hier kann man aufs Wasser.

Das will Uwe gar nicht erst versuchen.

Jede Menge Kiter, Surfer und Foiler!

Uwe strahlt! So hatte er sich das vorgestellt.

Auch diesesmal nehmen wir wieder die Fähre.

Von unserem Stellplatz bei Kato Vasiliki hat man einen guten Ausblick auf die imposante Brücke.

Ach ja, heute ist ja der 1. Advent, also wird die Tischdeko entsprechend angepasst.

1 Lechaion Harbor N 37° 56′ 4,0″ O 22° 53′ 21,1″
2 Golf von Korinth N 37° 55′ 42,4″ O 22° 59′ 33,7″
3 Cape Drepano N 38° 20′ 20,0″ O 21° 50′ 59,3″
4 Limnopoulas Beach N 38° 20′ 34,4″ O 21° 37′ 8,8″

Strecke insgesamt: 166 km

Am Strand entlang

Heute müssen wir unbedingt den legendären Überwintererstrand von Elaia finden. Noch im letzten Winter waren dort Heerscharen von deutschen Wohnmobilfahrern über Monate. Das konnte natürlich in einem Naturschutzgebiet nicht gut gehen. Außerdem hatten wir früher in dieser Gegend auch einige Lieblingsstrände. Unser Übernachtungsplatz ist eher eine schnelle Notlösung gewesen.

Nur 7 km weiter im Süden finden wir unseren früheren Favoriten Neochori wieder. Hier gefällt es uns immer noch ausgesprochen gut und wir müssen natürlich einen Strandspaziergang machen, weil Uwe ganz in der Ferne etwas entdeckt hat.

Er findet unsere Traumyacht.

Genau das wäre unser Boot, wenn es nicht komplett ausgeschlachtet wäre.

Weil es uns so gut gefällt, bleiben wir hier hängen. Ein richtig schöner Nixtag muss auch einmal sein. Nur 7 km gefahren, immerhin noch Vorräte gekauft und dann nur noch lesen, stricken und spazieren gehen.

Der Elea-Strand ist eigentlich nur um die Ecke, wird vermutlich genauso sein, muss aber bis morgen warten.

1 Paralia Zacharo N 37° 28′ 40,7″ O 21° 37′ 25,3″
2 Paralia Neochorou N 37° 25′ 57,6″ O 21° 39′ 13,4″

Strecke insgesamt: 10 km

Die schönsten Strände

Gestern Abend haben wir uns auf einen offiziellen Stellplatz geflüchtet, weil wir Wäsche waschen mussten.

Es gibt eigentlich nichts zu meckern an dem Platz. Alle sind freundlich und hilfsbereit, aber unser Ding ist es nicht. Auch das Essen in der Taverne war zwar nicht wirklich schlecht, aber doch eine recht einfache, griechische Hausmannskost.

Nach dem Frühstück wollen wir zu einem Freistehplatz wechseln. Das gestaltet sich aber alles andere als einfach. Unser Navi möchte uns einen authentischen Eindruck von der Olivenernte vermitteln und lenkt uns in einen Olivenhain, wo die Ernte in vollem Gang ist. Wir entschuldigen uns bei den Bauern überschwänglich, weil sie wegen uns gleich 2 mal die Netze wegräumen mussten.

Der erste Strandspaziergang überzeugt uns nicht, weil man sehen konnte, dass das Meer Tavernen und Stellplätze langsam unterspült.

 

Deshalb entscheiden wir uns zur Burg von Kastro zu fahren, aber leider ist heute geschlossen.

Also ein weiterer Strandspaziergang. Es gibt schlimmeres.

Aber zuerst müssen wir noch diese kleine Schildkröte von der Strasse retten.

Der 2. Strandzugang gefällt uns ausgesprochen gut und die Hundis haben einen Riesenspaß.

 

Wir fühlen uns sehr wohl hier, aber eine schwarze Gewitterwand vertreibt uns. Eine weitere Nacht mit einem jammerndem Minchen wird uns zu anstrengend.

Am Ende des Tages stranden wir in Agios Nikolaos und glücklicherweise ist das Gewitter schon durchgezogen.

1 Taverna Faros N 37° 50′ 41,7″ O 21° 6′ 36,2″
2 Paralia Kalamia N 37° 52′ 26,1″ O 21° 6′ 27,0″
3 Paralia Zacharo N 37° 28′ 40,7″ O 21° 37′ 25,3″

Strecke insgesamt: 112 km

Peloponnes

Früher sind wir immer nur zum Peloponnes gefahren. Wie schön Griechenlands Norden ist, wussten wir gar nicht. Ancona-Patras! Und dann möglichst schnell nach Gythion.

Dieses Mal werden wir uns, wenn das Wetter passt, 4 Wochen Zeit lassen. Wir wollen die Fähre nehmen, nicht weil es nur halb so teuer ist wie die Brückenmaut, nämlich 12€, sondern weil wir uns eine schöne Aussicht zur Brücke erhoffen.

Danach fahren wir nach Kalogria. Die riesigen Dünenstrände hier waren früher immer unser erster Übernachtungsplatz.

Zum Glück finden wir unsere alte Offroad-Strecke nach Süden noch einmal.

Zum Übernachten geht’s zu einer Taverne in Arcoudi.

Die Bilder sind natürlich schön. Trotzdem war dieser Tag eher bescheiden, weil Mina Durchfall hat und wir erstmal eine Maschine Wäsche laufen lassen mussten. Zum Glück geht das hier auf diesem Stellplatz.

1 Paralia Kryoneri N 38° 20′ 34,8″ O 21° 35′ 14,0″
2 Paralia Kalogria N 38° 9′ 21,1″ O 21° 22′ 2,3″
3 Taverna Faros N 37° 50′ 41,7″ O 21° 6′ 36,2″

Strecke insgesamt: 169 km

Kryoneri

Hier am Kloster in Astakos haben wir schon öfters übernachtet.

Wir genießen die absolute Ruhe hier, zur Abwechslung waren wir mal wieder ganz alleine auf dem Platz.

Die Spuren von dem letzten Regen sind noch deutlich zu sehen, aber es ist kein weiterer Regen vorhergesagt.

Sieht ein bisschen nach Lava aus, oder?

 

Anschließend gönnen wir Hedwig einen Rundflug.

Im Hintergrund kann man Astakos mit dem Fährhafen und der kleinen Marina erkennen.

Die bergige Gegend um Astakos gefällt uns sehr gut.

Hübsche Kirche in Lesini

Etoliko

Kurz vor Mesolongi liegt Ancient Pleuron, eine antike grieschiche Stadt. Obwohl heute Sonntag ist und der Eintritt frei ist, sind wir die einzigen Besucher.

Das Amphitheater von Pleuron (als Model)

Man kann sogar mit Hunden durch diese antike Stadt aus dem 2 Jahrhundert vor Christus wandern.

Das Amphitheater

Historische Bäder mit Hypokausten.

Die Agora (Marktplatz)

Die Zisterne ist sehr gut erhalten.

Wir sind begeistert! Wir wandern über zweitausend Jahre alte Straßen und genießen die wunderschöne Aussicht.

Selbst der Parkplatz ist ein Highlight.

Anschließend geht es zu den Salinen von Mesolongi.

Wir waren hier schon so oft, weil wir gerne von Wasser umgeben sind.

 

Bei sommerlichen Temperaturen reibt sich sogar Carmen mit Schlamm ein.

 

Wirkt wie ein Salzpeeling!
Carmen hat schon lange nicht mehr so zarte Knie und Ellbogen gehabt!

 

Am Horizont kann man den Berg Varasova sehen. An seinem Fuß in Kryoneri wollen wir heute übernachten.

 

 

Aus dem Berg läuft kaltes (kryo) Wasser (neri), im Sommer eine willkommene Erfrischung, aber jetzt reicht es für eine Kneipp-Anwendung.
Leider gibt es diesesmal hier viel zu viele Mosquitos und wir beschließen, auf der anderen Seite von Kryonero zu übernachten.

1 Paralia Agios Georgios N 38° 31′ 21,0″ O 21° 4′ 2,8″
2 Ancient Pleuron N 38° 24′ 50,9″ O 21° 24′ 34,6″
3 Mesolongi N 38° 20′ 51,5″ O 21° 25′ 45,7″
4 Paralia Kryoneri N 38° 20′ 34,8″ O 21° 35′ 14,0″

Strecke insgesamt: 81 km

Abreise

Heute startet unsere Peloponnes-Umrundung. Wir waren dort bisher nur im Sommer mit Schwerpunkt auf Baden und Surfen. Und das ist schon 15 Jahre her. Mina war damals noch ein wilder, kleiner Junghund. Wir werden uns ungefähr 4 Wochen Zeit lassen und schauen, wie das Wetter ist. Heute Morgen ist es jedenfalls noch sehr heiß.

Wir füttern noch einmal Bilbo und drücken ihn zum Abschied.

Dann geht’s zum Fraktisstrand. Wir wollen sehen, wie es Zecca geht. Das deutsche Paar hat sie zu Alessandra zurück gebracht. Können wir nicht verstehen.

Beety (Alessandra wollte ihn Beethoven nennen, aber das ist als Hundename doch zu lang) wird immer zutraulicher.

An unserem ersten Zwischenstopp in Amfilochia wurden wir von Moskitos vertrieben. Aber der nächste Platz ist für eine Mittagspause ideal.

Das Meer sieht hier aus wie ein See.

Am frühen Abend kommen wir in Astakos an

1 Koronisia N 39° 0′ 43,4″ O 20° 55′ 10,9″
2 Amfilochia N 38° 52′ 22,9″ O 21° 10′ 30,3″
3 Paralia Agios Georgios N 38° 31′ 21,0″ O 21° 4′ 2,8″

Strecke insgesamt: 143 km

Windstille

Windstille ist auch mal nett, weil man dann gemütlich trödeln kann.

Beim Frühstück schmieden wir Pläne. In 14 Tagen wollen wir wieder zuhause sein, vorher noch bei der Notarin in Arta vorbei, ein Bett aufbauen und nach Korfu. Das muss jetzt alles terminiert werden.

Hedwig darf auch mal wieder eine Runde fliegen.

Erst aus luftiger Höhe erkennt man, welches Naturwunder die Kräfte des Acheloos und des Meeres hier vollbracht haben. Der Acheloos bringt Sedimente mit, das Meer arbeitet dagegen.

Das kleine weiße Rechteck am rechten Bildrand sind wir. Ein weiters schwarze Wohnmobil sieht man am linken Bildrand.

Wir verlassen die Acheloosmündung und fahren zur Lagune von Mesolongi.

Paradies für Wasservögel

Wenn wir das richtig verstehen, kann man mit diesem Boot zu einer Kapelle fahren. Vielleicht hätten wir auch gedurft, aber wir können halt immer noch kein Griechisch.

Essen mit Füßen im Wasser

Unsere Hedwig hat sich das auch nochmal von oben angeschaut.

Irgendwie hat man das Gefühl, dass es früher mal eine Landverbindung zu der Kapelle gegeben hat.

Abends fahren wir noch 40 km bis Astakos zum Übernachten. So schön es in Mesolongi auch ist, befürchten wir nächtliche Unruhe durch Pärchen. Der Ort ist einfach zu romantisch für nächtliche Liebesspiele. In Astakos am Kloster wird es sicher wesentlich ruhiger werden. Unser ursprünglicher Plan war es im Hafen von Astakos lecker Essen zu gehen. Aber alle Speisekarten sind extrem fleischlastig. Da kochen wir lieber selbst.

Davon berichten wir aber erst morgen.

1 Tsimari Beach N 38° 20′ 45,4″ O 21° 6′ 2,2″
2 Kleisova N 38° 20′ 51,2″ O 21° 25′ 56,6″
3 Paralia Agios Georgios N 38° 31′ 21,0″ O 21° 4′ 2,5″

Strecke insgesamt: 95 km

Kiter im Glück

Heute Nacht waren wir ja Luftlinie nur 300 m von unserem Haus weg und viele Leute können nicht verstehen, warum wir lieber mit 3 Hunden auf 13 m² schlafen als in einem Haus. Für uns ist es ein ganz anderes Urlaubsgefühl. Nachts hört man das leise Rauschen der Wellen und morgens wird man direkt am Strand wach und kann die Füße ins Wasser halten.

Mina toleriert ja höchstens eine Stunde Fahrt. Also umrunden wir erst einmal den Ambrakischen Golf und machen nach einer Stunde Pause.

Paralia Bouka

Die Strände am Ambrakischen Golf sind alle sehr seicht und ruhig. Ideal für Kinder und alte Hunde, die gerne ein Fußbad nehmen! Nach der Mittagspause versuchen wir dann noch einmal eine Stunde zu fahren. Aber bevor es weiter geht, stellen wir fest, dass der Wind zum Kiten reichen müsste.

Vielleicht schaffen wir es ja sogar bis Tsimari?

Jedenfalls ist Mina jetzt bestens gelaunt. Das Herrchen sicher auch.

In Tsimari sind die Bedingungen so gut, dass Uwe sich noch mal in seine nasse Gummi-Pelle quetschen muss.

Flachwasserlagune, die durch den Acheloos gebildet wird.

Es war wirklich eine geniale Idee hierher zu fahren. Endlich sehen wir diesen berühmten Spot auch mal mit Wind.

Die bunten Tücher beunruhigen die Kühe

1 Koronisia N 39° 0′ 43,4″ O 20° 55′ 10,9″
2 Mpoukka N 38° 55′ 55,1″ O 21° 8′ 32,0″
3 Tsimari Beach N 38° 20′ 45,4″ O 21° 6′ 2,2″

Strecke insgesamt: 155 km

Zur Inselspitze

Heute wollen wir wieder nur ein kurzes Stück bis zum Ende der Insel Lefkas fahren. Lefkas ist nur 36 km lang. Wer sich fragt, wieso wir trotzdem so viel Strecke fahren, muss wissen, dass die Insel an der Westseite extrem bergig ist und es in engen Haarnadelkurven bergauf und bergab geht. Viele Traumstrände sind hier nur zu Fuß zu erreichen.

Das ist der Strand von Gialos, unserer Meinung nach einer der schönsten Strände von Lefkas. Nach dem Frühstück fahren wir weiter in den Süden.

Wir halten an einem Aussichtspunkt an, aber der Fußweg zum Strand ist uns zu weit.

Porto Katsiki ist unser nächster Halt.

Und dann geht’s zur Spitze der Insel. Wir machen Mittagspause mit Blick auf Kefalonia, Zakinthos und Ittaka. Hier hat sich nach der Legende 500 v. Chr. die Dichterin Sappho aus Liebeskummer von den Felsen gestürzt.

Lefkas ist wirklich wunderschön, aber ein Häuschen für 3 Millionen und noch nicht mal am Strand? Gut! Mit Infinity-Pool! Nein, dann lieber Koronisia. Mal abgesehen davon müssten wir erstmal Sponsoren für ein Haus auf Lefkas finden.

Eigentlich wollten wir hier über Nacht bleiben, aber dann fahren wir doch nach Agios Nikolaos zurück.

Wir fahren durch die Bucht von Vassiliki, wo wir schon einmal die Fähre nach Kefalonia genommen haben.

Am frühen Nachmittag sind wir wieder in Agios Nikolaos.

1 Paralia Gialos N 38° 40′ 2,9″ O 20° 33′ 27,8″
2 Porto Katsiki N 38° 36′ 8,2″ O 20° 32′ 57,6″
3 Cape Lefkatas Lighthouse N 38° 33′ 49,0″ O 20° 32′ 33,2″
4 Paralia Agios Nikolaos N 38° 52′ 39,3″ O 20° 46′ 50,5″

Strecke insgesamt: 97 km

Neuer Reisebegleiter

Unser Übernachtungsplatz am Kloster Agios Georgios war sehr ruhig, trotzdem wurden wir hin und wieder mal durch unsere neue Reisebegleitung geweckt.

Der kleine Milo hat sehr gut geschlafen und schon am frühen Morgen versucht mit Mona zu kämpfen. Außerdem möchte er zu ihr ins Körbchen.

Der Kleine ist ausgesprochen selbstbewusst und scheint nicht wirklich zu wissen, wie winzig er doch ist.

Die Bucht unterhalb des Stellplatzes ist ausgesprochen malerisch und menschenleer.

Mona hat eine ausgesprochen verlockende Schwanzspitze, in die man von Zeit zu Zeit reinbeißen muss.

Er ist sehr selbstbewusst.

Der stinkende Dreck wird abgewaschen.

Jetzt ist der Kleine noch mal sauber.
Anschließend gehen wir auf einen Frappe in den Hafen von Astakos.

Und dann geht es auf der Küstenstraße nordwärts.

In Mytikas – nicht das gleiche, in dem wir Sanna gefunden haben – machen wir Mittagspause.

Es ist richtig heiß heute, deshalb muss Uwe ein Bad nehmen und der kleine Knirps entdeckt die Welt.

Anschließend geht es weiter zum Ambrakischen Golf kurz vor Arta, weil wir morgen früh dort einen Termin mit der Rechtsanwältin Frau Zorba haben.

1 Paralia Agios Georgios N 38° 31′ 21,1″ O 21° 4′ 2,9″
2 Paralía Palióvarka N 38° 40′ 20,9″ O 20° 58′ 50,3″
3 Yachthafen Kópraina N 39° 2′ 16,6″ O 21° 4′ 31,1″

Strecke insgesamt: 149 km