Wieder ein traumhaft ruhiger Tag, dachten wir!

Wir trödeln vormittags in der Sonne und lesen.

Uwe ist es langweilig, also muss er mal wieder den Kühlschrank ausbauen, der kühlt nicht mehr richtig und brauch ein wenig Zuwendung.

Rudi nimmt ein Bad in der Lagune und die Hunde spielen wunderschön zusammen.

Um 16 Uhr verabschieden wir uns von Julia, Martin und Rudi und kaum haben wir Asphalt unter den Rädern, umfährt Uwe etwas Weißes auf der Landstraße und sieht im Spiegel, dass es sich bewegt. Wir halten an und werden von verzweifeltem Fiepen empfangen. Ein winziger, weißer Hundewelpe! Hätten wir ihn in der Dämmerung auf der Straße gelassen, wäre er sicher überfahren worden. Also packen wir das kleine Häufchen Elend kurzerhand ein. Eine Lösung können wir später noch finden. Wir holen uns Rat bei Tiere in Not und anderen Tierfreunden und hoffen auf eine ruhige Nacht mit einem Baby.

1 Tsimari Beach N 38° 20′ 46,5″ O 21° 6′ 2,9″
2 Paralia Agios Georgios N 38° 31′ 21,1″ O 21° 4′ 2,9″

Strecke insgesamt: 50 km

Wiedersehen mit Kitefreunden

Heute scheint wieder einmal die Sonne, aber es ist kein Wind in Sicht.

Wären wir nach Leucate gefahren, wie letztes Jahr im Herbst, hätten wir auch keinen Wind, aber dafür ergiebigen Starkregen. Da muss man nicht lange überlegen. Dann genießen wir doch lieber den wunderschönen Spätsommer in Griechenland.

Unter dieser riesigen Platane haben wir heute Nacht geschlafen, allerdings braucht man um diese Jahreszeit keine Schattenplätze.

Eine kleine verschlafene Bucht!

Unser Stellplatzstrand!

Wir sehen den Peloponnes von hier aus und haben uns vorgenommen, im nächsten Herbst noch einmal eine Umrundung zu starten.

Wir fahren nach Tsimari um Julia, Martin und Rudi zu treffen.

Tsimari hat endlose Strände und liebe Strandhunde.

Dieser Rüde war vor eineinhalb Jahren noch ein kleiner Welpe, der hier mit seiner Mutter und den Geschwistern aufgewachsen ist. Er ist alleine übrig geblieben, sieht gesund und recht gut genährt aus.

Und dann geht’s auch noch los mit Wind.

Martin und Uwe haben Spaß mit der großen Matte.

Die Anfahrt nach Tsimari schreckt viele Leute ab. Man kann auf den letzten Kilometern wirklich nicht glauben, dass es irgendwo noch einmal schön wird. Man fährt durch eine von Menschen völlig verwahrlost hinterlassene Ruinenlandschaft aus alten Fischerhütten und Müllablagerungen. Viele Leute lassen sich davon abschrecken, aber irgendwann steht man doch am feinsandigen Superstrand.

1 Paralia Riza N 38° 21′ 2,2″ O 21° 42′ 9,3″
2 Tsimari Beach N 38° 20′ 46,5″ O 21° 6′ 2,9″

Strecke insgesamt: 68 km

Zum Golf von Korinth

Zeitumstellung! Wir merken davon nichts, weil Mona bei Sonnenaufgang munter wird und uns durch Lecken an allen Körperstellen, die nicht zugedeckt sind, weckt. Die Chance sie in Karditsa zu lassen ist vertan!

Wir fahren durch die Berge zum Golf von Korinth und besichtigen noch eine Grabstätte im Olivenhain.

Ursprünglich hatte diese Grabkammer die Form eines Bienenkorbes und stammt aus vorchristlicher Zeit, möglicherweise aus dem 12. Jahrhundert vor Christus. 2013 wurde das Grab zufällig beim Bau eines Bewässerungskanals entdeckt. Man fand zahlreiche Knochen und auch Grabbeigaben.

Kiesstrand von Tolofono

Es gibt viele Schattenplätze unter Tamarisken.

Hier sieht das Meer nicht ganz sooo ruhig wie bei Molos aus.

Um 16 Uhr ziehen wir noch ein bisschen weiter, finden aber keinen Platz, der uns richtig überzeugt.

Erst hinter der Brücke gefällt es uns wieder.

Unser Übernachtungsplatz

1 Ekklisía Agía Triáda N 38° 49′ 16,0″ O 22° 36′ 15,3″
2 lófos Ámplianos N 38° 30′ 46,5″ O 22° 24′ 6,3″
3 Paralia Tolofonos N 38° 20′ 14,4″ O 22° 11′ 35,6″
4 Paralia Riza N 38° 21′ 2,2″ O 21° 42′ 9,3″

Strecke insgesamt: 210 km

Weiter geht’s!

Nach 3 Tagen treibt es uns weiter.

Wir sehen uns die antike Hafenstadt Oiniades an. Was wir leider nicht herausfinden konnten, wieso sie heute relativ weit vom Meer entfernt ist. Es gibt hier sogar alte Schiffswerften, die erst 1995 ausgegraben wurden.

Om!

Besonders gut gefällt uns, dass wir hier vollkommen alleine sind.
Anschließend gönnen wir unserer Elsa eine Wellness-Kur.

Passt nicht ganz!

Alles glänzt wieder. Man achte vor allem auf die Radkästen!

Zu unserer traditionellen Mittagspause geht es an den Strand.

Es ist wirklich wunderschön, aber wir wollten nicht zum Übernachten bleiben, um die Fischer nicht zu ärgern.

Unseren Plan am Rande des riesigen Naturschutzgebiets zu übernachten, stornieren wir lieber. Es ist mehr oder weniger eine verwahrloste Kleingartenkolonie.

Wir fahren 30 km nach Krioneri, um dort etwas Passendes zu suchen. Krioneri heißt kaltes Wasser. Der Ort hat seinen Namen von eiskalten Quellen, die hier aus der Felswand kommen. Wir waren hier vor vielen Jahren schon zweimal, aber in der Hauptsaison ist das Übernachten hier nicht so gern gesehen. Jetzt ist kein Mensch hier und daher ist es wohl kein Problem.

Uwe steht hier nicht im Meer, sondern in einem Quelltopf. Früher hat er sich noch komplett rein gelegt, er wird halt auch älter…… Das Wasser ist nämlich extrem kalt.

Sanna findet das Quellwasser toll.

Was wächst hier eigentlich? Sieht ein bisschen nach Zucchini aus.

Sundowner!

Am Horizont sieht man schon den Peloponnes.

Beim Abendessen halten wir plötzlich die Luft an. Über uns, in der fast senkrechten Wand, klettern Ziegen.

Der Chef sichert erstmal das Terrain.

Echte Kletterkünstler!

Uwe nimmt sein gewohntes abendliche Bad.

Danach geht es doch noch in den Süßwasserpool.

Wir hatten wieder einmal einen großartigen Urlaubstag.

1 Tsimari Beach N 38° 20′ 46,8″ O 21° 6′ 3,2″
2 Salinen Mesolongi N 38° 20′ 51,5″ O 21° 25′ 56,8″
3 Krioneri N 38° 20′ 37,5″ O 21° 35′ 55,2″

Faul sein?

Windfinder hat die versprochene Windprognose für heute zurück genommen. Das wundert uns eigentlich nicht, weil die gesamte Großwetterlage nicht passt. In der gesamten Region bläst ein schwaches Lüftchen aus Osten und bringt abends Gewitter in den Bergen. Wir müssen uns entscheiden zwischen Regen im wunderschönen griechischen Bergland oder Strand und Sonne an der Küste. Da fällt die Entscheidung leicht: Sonne am Strand.

¹

Carmen supt ein bisschen und irgendwann kommt doch tatsächlich Wind, aber nicht aus Osten, sondern aus Westen.

Auf den Bildern sieht es wieder nach Wind und Spaß aus. Und ja, Spaß hat es gemacht, aber der Wind war selbst für den großen Kite zu schwach.

Abends hören wir es bereits wieder im Landesinneren grollen. Wirklich seltsam! Das haben wir in Griechenland noch nie erlebt.

Und natürlich kommt auch wieder die Hundemeute zum Abendessen vorbei.

Die Lagunenlandschaft ist wunderschön.

Warten auf Wind

Wir haben in den letzten 4 Wochen schon viel erlebt, interessante Sehenswürdigkeiten und Landschaften angeschaut, aber unser Sport kam einfach zu kurz. Erst konnte Uwe nicht fliegen, dann sind Paddeln auf der Cetina und der Klettersteig in Omis wetterbedingt ausgefallen. Gut, wenn man es als Sport bezeichnen will, 2 Wanderungen haben wir im Theth Nationalpark gemacht. Uwe hatte zumindest einmal den Kite ausgepackt und den Neo an. Aber sonst? Tsimari gilt von Mai bis September als der beste Thermikspot der griechischen Westküste. Die wunderschöne Lagunenlandschaft mit Flamingos und Pelikanen ist durch die Flussmündung des Acheloos entstanden und die Gegend ist komplett untouristisch. Das sind alles Tatsachen, die uns gefallen. Wir lieben es direkt vom Bett aufs Brett zu steigen. Was sich nach Werbespot anhört, könnte hier Wirklichkeit werden, wenn der Wind kommt. Angeblich ist das hier 4 mal pro Woche der Fall, aber wir befürchten, dass die Großwetterlage nicht passt.

Ein Sandarm zwischen Meer und Lagune

Wir bewundern eine Hundemama mit ihren Kleinen, füttern die Mama und eine andere Streunerin.

Und schauen den Kühen zu, die glücklicherweise die Bremsen bei sich behalten.

Kuh in der Strandbar, wollen die Griechen hier eine Milchbar eröffnen?

Die Flußmündung des Acheloos hat eine wunderschöne Lagunenlandschaft gezaubert, die man erst aus der Luft mit unserer Drohne Hedwig richtig überschauen kann.

Karibik pur!

Wir stehen auf diesem Sandarm zwischen Lagune und Meer.

Tsimari

Heute wollen wir 40 km weiter nach Süden zu einem Surf- und Kitetipp unserer Urlaubsfreunde aus England. Sie sind das ganze letzte Jahr mit ihrem Wohnmobil unterwegs gewesen, haben uns kurz vor der Abreise in Saarbrücken besucht und uns einige Tipps gegeben.

Blick aus unserem Wohnmobil

Der Weg von unserem Stellplatz zum Meer führt über einige Stufen. Der ganze Hang wurde aufwändig terrasiert. Außer uns nutzt das nur niemand. Hier war sicher einmal etwas Schönes geplant.

Nach einer Frühstücks-Schwimmrunde geht es weiter nach Astakos, weil der Bäcker gestern schon zu hatte.

Nach dem Einkauf können wir den Hafenkneipen wieder einmal nicht widerstehen.

Wir lassen unserem Navi freien Lauf, als seine Vorschläge uns komisch vorkommen, kontrollieren wir mit Google Maps und dann hält uns ein älterer Grieche an und fragt: „Kite?“. Weil er unermüdlich auf Griechisch auf uns ein redet, fahren wir ihm hinterher. In Marokko würde man jetzt definitiv in einem Teppichladen landen, aber er bringt uns tatsächlich nur auf den richtigen Weg und erwartet keinen Obolus. So sind sie, die Griechen!

Wir sind hier fast alleine und heute bleibt uns das Abendgewitter erspart.

An unserem einsamen Robinson-Strand genießen wir den Abend.

Wieder einmal haben wir Inseln im Blick: Vromonas und Makri, 2 ionische Inseln. Haben wir vorher auch noch nie gehört. Aber man könnte die beiden unbewohnten Inseln käuflich erwerben. Müssen wir mal drüber nachdenken, wenn wir ein paar Millionen übrig haben.

Vorerst genießen wir den Anblick und die Vorfreude auf unsere Insel.

Wer treibt sich denn da vor unserer Insel rum?

1 Paralia Agios Georgiu N 38° 31′ 21,1″ O 21° 4′ 3,1″
2 Tsimari Beach N 38° 20′ 46,8″ O 21° 6′ 3,2″

Strandhopping

Da Ausflüge ins Landesinnere wegen des schlechten Wetters dort immer noch ausscheiden, bummeln wir an der westgriechischen Küste entlang nach Süden.

Unser Übernachtungsplatz liegt etwas oberhalb des Meeres und es gibt eigentlich nichts zu meckern. Aber wir müssen hier weg, weil wir einkaufen müssen.

Zuerst planschen wir aber noch ausgiebig in dem glasklaren Wasser.

Sanna nimmt mal wieder ein Fußbad…

Selbst Carmen nimmt ein Bad!

Sanna findet Hundefreunde

Ein tolles Plätzchen!

Auch die nächste Bucht ist ein guter Freistehplatz.

Wir fahren trotzdem zuerst nach Astakos, parken am Hafen und kaufen ein.

Wir lieben griechische Hafenkneipen und das Flair in den Häfen.

Genau ums Eck finden wir wieder eine Traumbucht.

Der Ausblick auf die wunderschöne Insellandschaft ist einfach großartig!

Heute sind wir 32 km gefahren.

Den Rest des Tages verbringen wir im Urlaubsmodus.

1 Paralia Agrilia N 38° 38′ 19,8″ O 20° 59′ 39,4″
2 Astakos N 38° 32′ 3,7″ O 21° 4′ 57,7″
3 Paralia Agios Georgiu N 38° 31′ 21,1″ O 21° 4′ 3,1″

Halbzeit

In 3 Wochen müssen wir wieder zu Hause sein. Griechenland ist das 6. Reiseland auf unserer Tour. Auf dem Heimweg kommen wir noch durch Italien und die Schweiz, also werden wir auf unserem Roadtrip mindestens 8 Länder sehen, vielleicht sogar 9, wenn wir es noch bis Nordmazedonien schaffen. Heute geht es erst einmal – wen wunderts – weiter nach Süden. Unser Plan sind ungefähr 100 km. Eigentlich müssten wir einkaufen, aber es ist Sonntag. Das hatten wir komplett vergessen. Urlaub eben! Aber für Spaghetti mit Tomatensauce reicht es noch.

Sanna bei ihrem morgendlichen Fußbad

60 km sind es noch bis zu unserer traditionellen Bachbettwanderung am Archeron. Der Archeron kommt nach griechischer Mythologie direkt aus dem Totenreich Hades. Einen Fluss, der aus dem Totenreich kommt, stellt man sich irgendwie dunkel vor, aber das genaue Gegenteil ist der Fall. Der Archeron ist glasklar und wunderschön. Wir können uns die Entstehung dieser Mythologie nur so erklären, dass der Fluss nicht hier im Oberlauf mit Hilfe des Fährmanns überquert werden musste, sondern eher im Mündungsgebiet, wo es tatsächlich ein eher sumpfiges, dunkles Delta gibt.

Überall blubbert hier eiskaltes Wasser aus dem Berg. Heute kommen wir nicht wirklich weit. An den tollsten Stellen der Schlucht ist das Wasser zu tief.

Man kann sich hier die Silbermünzen, den Obolus kaufen, den man den Toten als Lohn für den Fährmann unter die Zunge legte.

Zum Schluss gibt es noch einen eiskalten Frappé. Griechischer Frappé ist soo viel besser als albanischer.

Es duftet hier angenehm nach Kamille.

30 km weiter finden wir am Meer unseren Übernachtungsplatz. Endlich ein Strand nach Sannas Geschmack.

Genau in dem Moment fing das in diesem Jahr übliche Nachmittagsgewitter an.

Wir haben den Regenschauer genutzt, um noch eine Stunde weiter nach Süden zu fahren. Dort haben wir ganz ohne P4night einen tollen Stellplatz gefunden.

1 Paralia Sagiada N 39° 38′ 13,2″ O 20° 9′ 55,6″
2 Acheron N 39° 19′ 41,6″ O 20° 37′ 46,4″
3 Paralia Agrilia N 38° 38′ 19,8″ O 20° 59′ 39,4″