Sithonia

Wir sind von Thessaloniki aus wieder ca. 30 km zu dem 10 km langen Schiffswrack-Strand gefahren. Bei dem Wrack handelt es sich um ein Frachtschiff, das hier 1970 sank. Es wurde zu einem beliebten Tauchspot. Von hier aus wollen wir zum Mittelfinger von Chalkidiki, den wir vor einer Woche wegen der Abfahrt unserer Fähre nach Limnos ausgelassen haben.

Hier gibt es schon wieder diese schrecklichen Ungeheuer, glaubt Sanna.

Zuerst muss Uwe noch nach einem Schatz tauchen.

Ohne Schatz, aber mit seinen 3 Schätzen geht es noch 50 km weiter in das Naturschutzgebiet am Anfang des Kassandra-Fingers. Wir legen einen ausgiebigen Badestopp ein und fahren noch einmal 50 km weiter nach Sithonia.

Auf dem Weg entdecken wir noch einen tollen Stellplatz in Psakoudia, aber leider haben wir vergessen, davon Bilder zu machen.

Die Bucht von Agios Nikolaios ist wunderschön. Bereits bei unserer Ankunft muss Uwe aktiv werden, weil sich ein VW-Bus im Sand festgefahren hat. Uwe kann mit stolz geschwellter Brust helfen. Leider merken wir zu spät, dass Mina unter dem Wohnmobil in Gefahr ist und wieder einmal von Herdenschutzhunden angegriffen wird. Wir hätten nicht mit der enormen Aggression gegenüber angeleinten Hunden, in unmittelbarer Nähe des Menschen gerechnet. Mina wurde ja bereits einmal Opfer einer Beißattacke. Wir müssen Herdenschutzhunde in Zukunft besser im Auge behalten.

1 Schiffswrackstrand N 40° 22′ 49,7″ O 22° 54′ 39,4″
2 Moudania N 40° 12′ 54,9″ O 23° 19′ 57,7″
3 Paralia Psakoudia N 40° 14′ 59,2″ O 23° 30′ 31,3″
4 Trani Ammouda N 40° 14′ 55,5″ O 23° 43′ 22,0″

Strecke insgesamt: 112 km

Abschied von Limnos

Wir waren eine Woche auf Limnos und es hat uns sehr gut gefallen. Wir hatten zwar vorher schon gelesen, dass Urlauber die Insel im April für sich alleine haben, konnten es aber nicht wirklich glauben und hielten es eher für ein Werbeversprechen. Aber, in der Tat, genau so war es. Zumindest haben wir in dieser Woche keine anderen Wohnmobile gesehen, lediglich eine Hand voll Kiter aus Bulgarien, die mit dem PKW da waren. Wir haben ja damit geliebäugelt, uns hier ein kleines Häuschen zu kaufen, aber es gibt hier eigentlich nur Ruinen zu kaufen. Ob man die einfach so abreißen und etwas Neuse bauen darf, wissen wir nicht. Nach wie vor, sind wir begeistert von diesem Inselchen. Die Abgeschiedenheit dieser Insel muss man natürlich mögen, aber wir finden Einsamkeit ja immer total entspannt.
Ganz alleine irgendwo übernachten hat sich hier immer sehr gut angefühlt. Hoffentlich bleibt die Insel noch lange so beschaulich. Auch bei den Touristenattraktionen war oft niemand außer uns.

Mächtiges Eingangstor

Zum Abschluss erklimmen wir in Myrina noch die mächtige Burg, deren Ursprung bereits im 2. Jahrtausend vor Christus liegen soll. Die Bewohner wechselten immer wieder in den letzten Jahrtausenden (Griechen, Byzantiner, Venezianer und bis 1920 Ottomanen).
Daher gibt es im Burgbereich auch noch eine Moschee. Es leben Ziegen und sogar Damwild dort und genießen die grandiose Aussicht.

Gebetsnische der Moschee

Blick zum Hafen

Sanna kann die griechischen Landschildkröten überhaupt nicht leiden, weil sie sich nicht von ihrem Gebell beeindrucken lassen.

Myrina ist ein extrem ruhiges Hafenörtchen. Normalerweise sind Fährhäfen fürchterlich hektisch und trubelig! Myrina ist wie die ganze Insel einfach nur entspannt.

Halbwegs pünktlich starten wir mit Blue Star Ferries und sind enttäuscht über die Hundefeindlichkeit dieser Fährlinie. Für Mina war es keine schöne Fahrt, weil wir 5 h auf dem lauten und schmutzigen Open-Deck-Bereich sitzen mussten. Zum Glück war das Wetter gut. Um 19:30 Uhr geht’s wieder an Land und zum Epanomi-Schiffswrack-Strand.

Und immer wieder taucht der heilige Berg Athos in der Ferne auf.

1 Panagia Kakaviotissa N 39° 52′ 21,0″ O 25° 6′ 28,9″
2 Myrina Castle N 39° 52′ 38,1″ O 25° 3′ 19,0″
3 Fährhafen Myrina N 39° 52′ 14,6″ O 25° 3′ 15,6″

1 Fährhafen Myrina N 39° 52′ 14,6″ O 25° 3′ 15,6″
2 Fährhafen Thessaloniki N 40° 38′ 6,6″ O 22° 55′ 58,3″

1 Fährhafen Thessaloniki N 40° 38′ 6,6″ O 22° 55′ 58,3″
2 Epanomi N 40° 22′ 49,7″ O 22° 54′ 39,4″

Strecke insgesamt: 7 km
Strecke Fähre: 250 km
Strecke insgesamt: 39 km

Abschied von Kassandra

 

Wir sind seit einer Woche unterwegs und liegen genau in unserem Zeitplan. Heute wollen wir noch an 2 anderen Stränden auf Kassandra halt machen und dann den ersten Finger in Richtung Kavala verlassen. Von dort geht unsere Fähre nach Limnos. Es war gar nicht so einfach die Fähre zu buchen. Man sollte ja meinen, dass das im Internet-Zeitalter einfach ist. Aber es war nirgendwo ersichtlich, dass Aegeain Sea Lines hin und Blue Star Ferries zurück fährt. Außerdem stand im Internet, dass man nicht länger als 6 m sein darf. Aber wenn man vorher anruft, ist das dann doch kein Problem und, und, und. Der Fahrplan im Netz zeigt nur nächtliche Überfahrten, aber das stimmt natürlich auch nicht. Der langen Rede kurzer Sinn: Wir haben eine Überfahrt am Sonntagmittag buchen können und sie nehmen auch längere Wohnmobile mit. Eine Rückreise bei BlueStar Ferries haben wir noch nicht gebucht. Es bleibt also spannend.

Wir überqueren Kassandra an der breitesten Stelle. Das ist auch nicht so einfach, wie einen Google Maps glauben lässt. Es wird uns mehrfach ein winziger Feldweg vorgeschlagen und wenn wir uns weigern versucht Google Maps es in der 2.Runde erneut.

An der Ostküste sind viele Ferienhäuser, nicht so ganz unser Fall. Die Abfahrten zum Strand sind auch abenteuerlich und wir machen es dann ohne Navi, frei Schnauze, doch noch ganz gut.

 

Kassandra hat 2 wirklich tolle Strände: den Palmenstrand im Naturschutzgebiet und Possidi. Die anderen Strände sind eher nichts für Wohnmobile.

Vor Sithonia legen wir noch einmal eine Strandpause ein.

Wir fahren noch 40 km weiter zum Strand von Develiki vor Athos. Den Tipp haben wir von Andrea und Raimund. Und es ist wirklich ein Traum. Die beiden Österreicher waren hier während der Pandemie gefangen und haben sich beim Olivenbauern nützlich gemacht. Sie haben von hier ihren Hund Foxy mitgebracht, weil sie ihre alte Hündin Aida hier begraben mussten. Natürlich mit Blick auf den heiligen Berg Athos.

1 Possidi Cape N 39° 57′ 31,1″ O 23° 21′ 50,1″
2 Kryopigi Beach N 40° 2′ 23,9″ O 23° 29′ 9,4″
3 Metamorfosi N 40° 13′ 37,6″ O 23° 34′ 54,0″
4 Paralia Pirgos N 40° 20′ 37,7″ O 23° 47′ 30,6″

Strecke insgesamt: 135 km

Chalkidiki

Heute soll es zum westlichsten Finger Chalkidikis Kassandra gehen. Dort soll wieder ein sandiges Kap sein, wo wir übernachten wollen.

Der Abschied von unserem Riesenstrand fällt uns schwer, aber es warten ja neue Ziele auf uns.

Zuerst machen wir nach 50 km in einem Naturschutzgebiet eine Pause.

Carmen ist begeistert von dem Blütenmeer aus Thymian, Mohn, Kamille, Levkojen und Frauenspiegel.

Levkojen

Kamille

Thymian

Frauenspiegel

Auch das Kap Possidi ist wieder ein Strand der Superlative.

1 Epanomi N 40° 22′ 49,7″ O 22° 54′ 39,4″
2 Moudania N 40° 12′ 54,9″ O 23° 19′ 57,7″
3 Possidi Cape N 39° 57′ 31,1″ O 23° 21′ 50,1″

Strecke insgesamt: 94 km

Um Thessaloniki herum

Viele Freunde haben uns erzählt, wie großartig Thessaloniki ist, aber es ist eben eine richtige Großstadt und das ist mit dem Wohnmobil und den Hunden immer schwierig. Also werden wir die Großstadt heute umfahren.

Abgesehen von ein paar Fischerbooten, die im Morgengrauen vorbei getuckert sind, war es wunderbar ruhig. Am Strand von Pydna blüht bereits der Mohn.

In den Bergen liegt noch Schnee.

Und wir trinken bei 16⁰ unseren Frühstückskaffee.

Dann machen wir noch einen kleinen Spaziergang zu den Salzbecken, um ein Bad zu nehmen, aber irgendjemand hat den Stöpsel gezogen.

Und den Salzstreuer haben wir im Wohnmobil gelassen.

Gelbsenf

Am Horizont kann man schon den Ort sehen, wo wir heute noch hin wollen.

Bevor es ans Meer geht, muss Uwe dann noch zu einem Campingladen in Thessaloniki, weil unser Abfluss kaputt ist. Der Laden erweist sich als Schatztruhe mit extrem netten Leuten. Man kann hier sogar übernachten und eine Stadtbesichtigung machen. Das muss man sich merken.

Wir sehen heute die Innenstadt nur im Vorbeifahren.

Der weiße Turm, ein Wahrzeichen von Thessaloniki.

Anschließend fahren wir an einen Traumstrand der Superlative in der Nähe von Epanomi.

Von hier aus sieht man noch den schneebedeckten Olymp.

Ein Schiffswrack für Tauchgänge liegt auch vor der Küste.

Ein riesiger Sandarm ragt hier ins Meer.

1 Alikes Kitros Beach N 40° 22′ 35,6″ O 22° 37′ 55,4″
2 Zampetas Campingzubehör N 40° 30′ 9,2″ O 22° 58′ 15,5″
3 Schiffswrackstrand N 40° 22′ 49,7″ O 22° 54′ 39,4″

Strecke insgesamt: 98 km

Ägäis

Heute wollen wir wieder ans Meer. Da gefällt es uns eigentlich am besten. Davor genießen wir noch das Vogelgezwitscher im Garten der Taverne.

Der Besitzer der Taverne ist sehr großzügig und vertraut seinen Gästen. Er ist nämlich gar nicht da.

Der Flieder duftet wunderbar

Bevor es ans Meer geht, frischen wir in Larisa unsere Vorräte auf. Eigentlich wollten wir dann die Mittagspause in einem Kloster verbringen, aber die Zufahrt war gesperrt. Wir haben dann ein kleines Bergdorf als Alternative ausgewählt.

Carmen verdeckt den Olymp.

Von hier sind es noch 26 km bis zum Sandstrand von Kouloura. Hier ist es wesentlich kühler als im Landesinneren, nämlich nur 21⁰.

Um 17 Uhr haben wir schon einen leichten Sonnenbrand und beschließen noch 60 km weiter nach Katerini zu fahren.
Dort treffen wir eine 80 jährige mit VW-Bus und Hund, die gerade aus Georgien und der Türkei zurück kommt. Chapeau!

1 Ydragogio Park N 39° 39′ 40,9″ O 21° 38′ 29,9″
2 Ampelakia N 39° 51′ 10,1″ O 22° 32′ 42,2″
3 Kouloura Beach N 39° 56′ 36,2″ O 22° 42′ 50,1″
4 Alikes Kitros Beach N 40° 22′ 35,6″ O 22° 37′ 55,4″

Strecke insgesamt: 216 km