Halbinsel Quiberon

Heute morgen ist der Himmel wieder strahlend blau. Von unserem Stellplatz sieht man das Fort und das Meer.

Die Bucht von Guidel sieht ganz anders aus als gestern bei Ebbe und bewölktem Himmel.

Wir wollen heute noch ein ruhigeres Strandplätzchen am Meer finden und brechen nach dem Frühstück zur Halbinsel von Quiberon auf.

Auf dem Weg kommen wir an der Alignement von Kerzhero vorbei.

Angeblich stehen hier 1100 Steine. Berühmter sind zwar die Steine von Carnac. Sie sind allerdings nicht mehr frei zugänglich.

Auf der Halbinsel Quiberon findet man natürlich keine freien Stellplätze, also gehen wir zum CP Les Sables Blancs.

Das Wasser ist spiegelglatt. Und so sieht’s auf der anderen Seite des Sandarms aus.

Von Cote Sauvage keine Spur.

Und so sieht’s aus, wenn die Flut den Höchststand in der Lagune erreicht hat. Beim Abendessen brauchen wir keinen Fernseher, weil sich am Himmel ein einzigartiges Wolkenschauspiel ereignet.

Ausruhen am Strand

Leider irrt sich unsere Wetterapp und es ist bewölkt am Morgen.

So würde das aussehen, wenn die Sonne scheint. Und man kann den Strand von Tahiti erahnen.

An der Küste entlang fahren wir weiter zum Plage Guidel.

Das Wetter ist immer noch bewölkt, aber gut für lange Strandspaziergänge.
Unser Übernachtungsplatz ist in der Nähe des Fort du Loc´h aus dem 18. Jahrhundert.

Steine, Steine, Steine

In Saint-Guénolé, ganz in der Nähe unseres Übernachtungsplatzes, gibt es ein prähistorisches Museum mit unterschiedlichen, steinzeitlichen Monumenten. Bei manchen handelt es sich um Gräber, bei anderen streiten sich noch die Gelehrten. Wir versuchen zu verstehen, was sich die Menschen dabei gedacht haben.

Sanna und Mina sitzen in einer Allée Couverture, die vermutlich in der Steinzeit als Grabstätte genutzt wurde.

Der Menihr ist Uwe´s liebster Stein, er kommt als Hinkelstein in jedem Asterix und Obelix vor und diente vermutlich als Landmarke.

Getreu unserem Motto, dass man bei trübem Wetter am besten eine Stadt besichtigt, fahren wir nach Concarneau. Carmen „kennt“ diese Stadt aus einem Krimi (Bretonische Verhältnisse, ein Kommissar Dupin Krimi von Jean-Luc Bannalec), der hier spielt und tatsächlich die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt. Daher wusste Carmen auch genau, dass man am besten am Hafen parkt und neben der Bar L´Amiral ein Schreibwarenladen ist.

Besonders malerisch in Concarneau ist die Ville Close und der Bummel über die Stadtmauer.

Am Nachmittag treffen wir wieder zufällig Susanne und Stefan und begeben uns auf die gemeinsame Suche nach einem Übernachtungsplatz. In der Nähe des Plage Tahiti finden wir den Stellplatz Raguénez mit Meeresblick (das ist uns immer sehr wichtig).

Weiter nach Osten

Nach dem Frühstück im Freien sehen wir uns das Cap du Van an. Auf dem Weg dorthin entdecken wir zufällig diese Windmühle.

Es ist sehr touristisch hier und lang nicht so schön, wie unser Übernachtungsplatz.

An manchen Stellen ist das Heidekraut mit dichten Netzen (Spinnen?) überzogen.

Auch der weitere Küstenverlauf ist nicht nach unserem Geschmack, aber für unser Picknick durchaus in Ordnung.

Die Ruine der Kapelle von Languidou aus dem 12. Jahrhundert war eine Zufallsentdeckung am Wegesrand. Die Rosette wurde allerdings erst im 16. Jahrhundert ergänzt.

Und dann finden wir doch noch einen Traumstrand, den Plage de Kermabec.

Aber Übernachten darf man hier natürlich nicht. Außerdem findet man hier am Strand leider die unrühmlichen Zeichen des letzten Krieges.

Wir wollen ja sowieso noch den ältesten Calvaire der Bretagne besichtigen. Er ist ein Bestandteil der Kirche Notre-Dame de Tronoën.

Ein Calvaire ist eine Darstellung der biblischen Geschichten in Bildern, also sozusagen ein Comic.

Unser Nachtquartier ist ganz in der Nähe des Pointe de la Torche. Leider ist der Stellplatz selbst nicht so schön und auch nicht mit Meerblick.

Buchten und Aussichtspunkte

Wir verlassen die schöne Crozonhalbinsel über Douarnez.

In einer kleinen, namenlosen Bucht legen wir eine Mittagspause ein.

Blick aus dem Führerhaus.

Jedes noch so kleine Örtchen hat riesige Kirchen.

Unser Nachtquartier am Pointe de Brézellec ist fantastisch.

Um schöne Fotos zu machen wandern wir auf dem GR34 über das Kap. Der GR34 (Grande Randonnée) ist ein Küstenwanderweg der sich um die gesamte Bretagne zieht und spektakuläre Ausblicke bietet. Teilweise wird dieser Wanderweg auch Zöllnerpfad (Sentier des douaniers) genannt, weil hier die Zöllner patroullierten, um Schmuggler abzuwehren. Fast jeden Tag wandern wir ein Stück auf ihm.

Im Hafen haben die Fischer ein kleines „Kunstwerk“ angelegt.

Von unserem Stellplatz aus kann man den Stellplatz von gestern am Horizont erahnen. Luftline gesehen haben wir keine große Strecke zurückgelegt. Die Küstenlinie der Bretagne ist sehr stark verzweigt.

Durch die griechische Mythologie beeinflusst, stellt Uwe die Szene „Herkules trägt die Welt auf den Schultern“ nach.

Gestern noch mit Badelatschen, wird die Strecke heute wesentlich einfacher und lässt sich sogar barfuß bewältigen. Schade, dass wir keine Geräusche übermitteln können, denn die Urgewalten der Wellen sind wirklich ohrenbetäubend.

Ab morgen geht es dann wieder Richtung Osten, da alle westlich gelegenen Kaps hinter uns liegen.

Crozon- Halbinsel

Gestern Nacht mussten wir zusammen mit unseren schweizer Wohnmobilnachbarn den traumhaften Stellplatz verlassen, weil neben uns ein seltsam, lärmender Mann stand. Zuerst verkauft er aus seinem Kombi Kaffee für 1 €, dann lässt er laute Musik laufen und fotografiert alle vorhandenen Grashalme. Kaum wird es dunkel, lässt er immer wieder seinen Motor laufen und zu guter letzt unterhält er sich in Schreilautstärke mit sich selbst in verschiedenen Sprachen. Nachdem auch so Sätze wir „Shut Up!“ fielen, haben wir die Flucht nach vorne angetreten und sind mitten in der Nacht auf einen anderen Stellplatz gefahren.
Heute Morgen hält sich die Sonne zurück, traut sich wohl auch nicht raus. So nutzen wir das trüber Wetter für eine längere Fahrstrecke die uns an Brest vorbei auf die Crozon Halbinsel führt.

Wir sehen uns in Camaret die Alignement von Lagatjar an. Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von ca. 140 Menhiren (Hinkelsteine).

Vermutlich handelt es sich um ein prähistorisches, astronomisches Observatorium.

Weiter geht’s zum Pen-Hir.

Am Pen-Hir wird es sportlich: Slacklinen, Freeclimben und Wellenreiten.

Uwe macht sich seine eigenen Gedanken.

Was kann man dem schon entgegensetzen?
Wie wäre es mit einer Erstbesteigung der 3. Kapspitze in Badelatschen?
Das hat wohl außer ihm noch keiner gewagt!

Oben!

Ungeachtet der vielen Warnschilder hat sich Uwe der Gefahr gestellt.

Pen-Hir ist abgesehen von den Supersportlern landschaftlich großartig.
Felsen, Klippen, Sandbuchten, von allem etwas.
Für alle Schlaumeier, die sich über die seltsamen Ortsnamen wundern: das ist keltisch.

Und Möwen.

Die Nacht verbringen wir an dem Wellenreitspot Le Palue.

Zum Sundowner dann der passende Sonnenuntergang.

Die Nordbretagne ist geschafft

Morgens ist es in den letzten Tagen immer ein bisschen bewölkt, aber im Laufe des Tages kommt dann doch immer wieder die Sonne zum Vorschein.

Wir machen uns auf zum Westkap von Frankreich.

Hier gibt es zwischen steilen Klippen immer wieder traumhafte Sandstrände.

Dann besuchen wir noch den Leuchtturm und die Abtei von Saint Mathieu. Der Leuchtturm hat 163 Stufen, die wir mühelos bewältigen, um die Aussicht zu genießen.

Auf den vorgelagerten Felseninseln lassen die Kormorane ihr Gefieder trocknen.

Zum krönenden Abschluss dieses ereignissreichen Tages finden wir noch einen Superstellplatz mit Badegelegenheit.

Suchen in Carmens Surfvergangenheit

Morgenspaziergang am Strand.

Vor 40 Jahren hat Carmen in Plougerneau surfen gelernt, aber es hat sich so viel verändert.

Wasser war damals natürlich da.
Wir fahren weiter die Küste entlang zu verschiedenen Dünenstranden.
Auf der Ile de Vierge steht der höchste Leuchtturm Europas.

Die Gegend ist nach den Fjorden, die hier Aber heißen, benannt. Von dem Aussichtspunkt Point de vue sur Aber Wrac’h sieht man, wie die Boote in der Mitte aufgereit sind, damit sie bei Ebbe nicht auf dem Trocknen liegen.

Natürlich gibt es hier auch Dünenstrände. Unser Kaffeepausenstrand ist diesmal Plage Sainte-Marguerite beim gleichnamigen Ort.

Sanna und Mina finde hier immer wieder Spielgefährten mit denen man rennen und toben kann.

Gräser mit Schneckenschmuck.

Wir waren auf der Suche nach einem Dolmen in Le Verlen, fanden zuerst aber nur ein Kapellchen.
Dann haben wir gemerkt, dass wir schon 3 mal an dem Schild zum Dolmen vorbeigelaufen waren. Dolmen sind prähistorische Grabstätten, d.h., sie sind ca. 7000 v.Chr. mit reiner Muskelkraft errichtet worden.

Die hübsche Frau ist nicht aus dieser Zeit!
Auf unserem Stellplatz in Lampaul-Plouarzel kommt zum Sundowner noch eine Delfinschule vorbei.

Traumstrände

Heute wollen wir den Hunden die Gelegenheit zum Löchergraben geben. Das geht bei Granitblöcken nicht. Dazu braucht man Sand. Nach morgendlicher Routine starten wir von unserem Übernachtungsplatz in Plestin le Greve und fahren an der Küste entlang.

Mina ist nicht begeister vom Wohnmobilfahren und lässt sich lieber tragen…….

Immer wieder treffen wir auf Säulen mit christlichen Symbolen. Aber unser Reiseführer beschreibt immer nur Menhire und Alleé Couverture.

Saint Jean du Doigt hat einen tollen Sandstrand, aber angeblich wird man durch einen Besuch der örtlichen Kirche von Augenleiden befreit. Dort wird ein Finger Johannes des Täufers aufbewahrt. Einen Versuch ist es wert. Aber wir müssen unsere Brillen weiter behalten, weil der Zugang zu den Reliquien gesperrt ist.

In Keremma entdecken wir zufällig einen Kitespot an einem super feinsandigen Dünenstrand.

Löchergraben hatten wir den Hundis ja versprochen.

Wie sollte es anders sein. Uwe kann nicht widerstehen.

Die Hunde entspannen.

Und Uwe müht sich mit dem Kite ab und schafft es tatsächlich fast 2 Meter weit zu fahren bevor der Wind weg ist. Weder Russenstart noch Unterstützung der französichen Kiter können helfen.

Also müssen wir wieder zusammenpacken und auf den Stellplatz bei Guissnéy fahren, den Susanne und Stefan entdeckt haben. Dort werden wir schon mit Olivenhäppchen und Sundowner begrüßt.