Erleuchtung

Heute wollen wir erst einmal die gefühlt 100 hässlichen Lampen im Haus austauschen und alle 1000 Dübellöcher zuschmieren. Die Lampen hier im Haus sind an Hässlichkeit kaum zu toppen.

Falls jemand sie schön findet, würden wir sie verschenken. Hahaha! Dafür müssen wir uns erst einmal mit einem Latte macchiato in der Sonne stärken.

Wir haben wieder Hundebesuch. Wir nennen ihn Five, weil es der 5.Hund ist, der zu Besuch kommt.

Wir haben die Lampen vor die Tür gestellt, falls sie jemand möchte.

Neue Lampen haben wir natürlich auch aufgehängt.

Außerdem hat Carmen die Heizung gestrichen. Überhaupt nicht fachmännisch, aber trotzdem eine enorme Verbesserung.

Anschließend machen wir einen Hundespaziergang.

Einkaufstour

Gestern Abend haben wir eine laaaange Liste gemacht, was noch alles fehlt und heute nach dem Frühstück werden wir das alles abarbeiten.

Dann kommt Dimitri vorbei. Da wir noch kein Griechisch können, verständigen wir uns mit Zeichensprache und Google Translate und hoffen mal, dass der Garten nachher noch wieder zu erkennen ist.

Wir sind bei unserer Einkaufstour zwar nicht bei allem fündig geworden, aber die Liste wurde immerhin kürzer. Der griechische Möbelgeschmack ist nicht unbedingt mit unserem Geschmack kompatibel. Skandinavisch schlicht ist hier eher out. Wir haben keine einzige Couch gesehen, die wir uns auch nur annähernd vorstellen konnten und bei den Betten ist es nicht anders. Wir werden unser Glück noch bei Ikea in Ionnina versuchen. Aber diese Woche nicht mehr. Wenigstens haben wir mal einen Tisch und einiges Handwerkszeug.

Und wer wusste eigentlich, dass griechische Hausfrauen anders putzen als Deutsche? Nirgendwo gibt es diese bei uns völlig normalen eckigen Platten, über die man einen Bezug machen muss. Hier gibt es nur runde Wischmops, mit denen ich den Dreck nur hin und her schieben kann.

Griechische Putzmethode

Das gibt es hier nicht.

Nach dem Einkaufsmarathon ist erst einmal Entspannung angesagt.

Wir sind noch lange nicht fertig, aber es wird.

Apropos Dimitri! Er hat ganze Arbeit geleistet. Man kann jetzt überall durch den Garten gehen, ohne durch hüfthohes Gestrüpp laufen zu müssen. Jannis und Nicola haben ihm scheinbar in den letzten Jahren erklärt, welche Pflanzen tabu sind. Wir sind zufrieden und noch einmal einen Schritt weiter.

Und endlich gibt es hier im Haus auch eine Vase.

Arbeitseinsatz

Zuerst haben wir gemütlich auf der Terrasse gefrühstückt.

Die Schwalben beäugen uns ganz neugierig.

Hund Nr.5 bewacht die Fußmatte, damit das Aus- und Einräumen ein bisschen sportlich wird.

Manches Inventar entsorgen wir, anderes wird einer neuen Funktion zugeführt.

Viele Pflanzen müssen kräftig zurück geschnitten werden.
Damit wir in unserem neuen Domizil auch gut schlafen können, waschen wir unser neues Bettzeug.
Der Trocknungsprozess wird von der Fachkraft Mona streng überwacht.

Am Ende des Tages ist das Schlafzimmer mit angrenzender Terrasse schon ganz passabel.

Ankunft in Griechenland

Um 7 Uhr werden wir geweckt und sind schon zwischen Igoumenitsa und Korfu. Am Anfang der Fahrt hat das Schiff geschlingert, aber im Schlaf merkt man das ja nicht, haben wir uns gedacht und uns aufs Ohr gelegt. Und so war es dann auch. Zumindest in unserer Kabine war keiner seekrank.

Nach einem „alten“ Ritual gehen wir nach der Überfahrt in die Bäckerei in Igoumenitsa und frühstücken am Drepano-Beach.

Weil Mina keine langen Fahrten mag, fahren wir zum Mittagessen nach Kerenza-Beach.

Nach dem Kaffee geht es zu Jysk und Lidl und dann in unser neues Haus.

Schon von Weitem sind wir hingerissen von unserem Inselchen. Die Fahrt über die Dammstraße verzaubert uns immer wieder aufs Neue.

Ausblick aus unserem Schlafzimmer

Unser Inventar-Hund Bilbo

Es gibt noch Einiges zu tun, aber wir sind zuversichtlich. Um es mit Angela Merkels Worten zu sagen: Wir schaffen das.

1 Fährhafen Brindisi N 40° 38′ 47,9″ O 17° 57′ 32,6″
2 Fährhafen Igoumenitsa N 39° 29′ 20,4″ O 20° 15′ 26,7″
3 Paralia Kerentza N 39° 13′ 1,7″ O 20° 28′ 57,8″
4 Koronisia N 39° 0′ 43,4″ O 20° 55′ 10,9″

Strecke der Fähre: 235 km (Luftlinie)
Strecke insgesamt: 155km

Nach Brindisi zur Fähre

Heute müssen wir die letzten 600 km bis zur Fähre fahren.

Weil sowieso kein Badewetter ist, fahren wir nach dem Frühstück weiter, erst einmal zum „Stiefelsporn“.

Unser Fährhafen Brindisi liegt am Absatz des Stiefels und ist die kürzeste Fährverbindung nach Albanien oder Griechenland. Würde man über Kroatien auf der anderen Seite der Adria entlang fahren, bräuchte man wegen der schlechten Straßenverbindungen 3 Tage länger. Also haben wir uns für die nächtliche Fährfaht mit Kabine entschieden. Bei Grimaldi-Lines kostet das Hin und Zurück nur 500€. Wenn man keine Hunde hat, kann man natürlich auch von Venedig aus überfahren, aber für Vierbeiner, die stubenrein sind, ist es ein Problem an Bord ihr Geschäft zu erledigen.

Diesen wunderschönen Strand müssen wir uns für den Rückweg merken. Wir halten kurz vor Brindisi noch einmal zum Abendessen. Es reicht, wenn wir um 21 Uhr zum Einchecken im Hafen sind.

Grimaldi-Lines schickt uns eine Mail, dass wir erst um 24 Uhr auslaufen, weil dann der Sturm nachlässt. Ob die Wellen auch nachlassen? Vermutlich nicht. Aber gut! Wir waren noch nie seekrank.

Wir checken ein und warten, welche Entscheidungen Grimaldi-Lines wegen des Sturms trifft.

1 Bagni Lido Verde N 43° 50′ 3,3″ O 13° 2′ 43,4″
2 Spiaggia di Marina di Chieuti N 41° 55′ 20,2″ O 15° 9′ 51,6″
3 Fährhafen Brindisi N 40° 38′ 47,9″ O 17° 57′ 32,6″

Strecke insgesamt: 638 km

An die Adria

Nach dem Frühstück geht es um 9:30 Uhr weiter in südliche Richtung durchs Tessin, vorbei an den oberitalienischen Seen und Milano bis Campogalliano.

Übernachtung in Malvaglia

Unser Tagesziel liegt an der Adria

Campogalliano liegt zwischen Parma und Bologna und dort gibt es einen malerischen See, der für eine Mittagspause ideal ist.

Wir kommen ausgesprochen gut voran und sind um 18 Uhr in Fano am Meer. Es sind noch 18⁰ und Sonnenschein.

Uwe entdeckt beim Hundespaziergang noch eine Pizzeria und genau das ist doch der perfekte Abschluss eines Reisetages. Wir brauchen nichts zu kochen und essen eine Pizza 🍕, wie es sie nur in Italien gibt.

1 Malvaglia Chiesa N 46° 24′ 10,8″ O 8° 58′ 59,5″
2 Laghi Curiel N 44° 40′ 8,0″ O 10° 49′ 23,0″
3 Bagni Lido Verde N 43° 50′ 3,3″ O 13° 2′ 43,4″

Strecke insgesamt: 523 km

Ins Tessin

Traditionel fahren wir am ersten Tag noch durch den Gotthardtunnel und legen uns dann in Malvaglia aufs Ohr.

Der Gotthard wird immer mehr zum Nadelöhr in Richtung Süden. Obwohl es bereits dunkel ist, stehen wir im Stau und sind um 22.30 Uhr in Malvaglia Chiesa.

1 Saarbrücken
2 Malvaglia Chiesa N 46° 24′ 10,8″ O 8° 58′ 59,5″

Strecke insgesamt: 450 km

De Meerpaal

Es war wunderbar ruhig übernacht und morgens wurde Carmen von den ersten Sonnenstrahlen geweckt. Uwe war schon um 7 Uhr mit dem Taxi zur Arbeit gestartet.

Meerpaal heißt auf Deutsch Poller, also ein Pfahl, um Schiffe festzumachen und genau das gibt es hier: einen Hafen.

Nach dem Frühstück geht es zum Barfußstrand an der riesigen Sandgrube. Klingt vielversprechend, aber bei 15⁰ ist es möglicherweise doch noch zu kühl für ein Fußbad.

Der winzige Hafen gehört zum Bocholt-Herentals-Kanal.

Es gibt hier riesige Sandstrände.

Aber es ist eine künstliche Düne!

Eine Sandgrube!

Nach dem Mittagessen gehen wir noch zum Kanal.

Und genießen die Sonne bei 22⁰.

1 Yachthafen De Meerpaal N 51° 14′ 36,0″ O 5° 22′ 8,0″
2 Saarbrücken

Strecke insgesamt: 340 km

Das Warten ist vorbei!!!

Nach der traurigen Winterzeit mit Zittern und Bangen um Uwes Gesundheit starten wir heute endlich noch einmal mit unserer Elsa. Uwes Blutwerte sind zwar immer noch nicht optimal, aber wir vertrauen ganz fest auf eine Reisetherapie. Zuerst geht es einmal in die falsche Richtung, nämlich nach Norden. Uwe muss in Belgien arbeiten und er braucht noch etwas Pflege, daher begleiten ihn seine Mädels.

In Remisch wird noch schnell voll getankt. Immerhin spart man 20 Cent pro Liter und dann geht’s weiter nach Norden.

Die Fahrt ist sehr entspannt, weil wir Mina bei den Nachbarn lassen konnten und Sanna und Mona sehr gerne durch die Gegend geschaukelt werden.

Wir legen eine Mittagspause am Ufer der Ourthe ein.

Ein sehr schöner gepflegter Picknickplatz

Pizza

Die Ourthe

Dieses kleine Flüsschen müssen wir uns zum Paddeln merken. Auch Houffalize ist wirklich schön.

Zum Übernachten können wir uns in den Yachthafen von Lommel stellen, sehr gepflegt und total ruhig.

Morgen wird dann Carmen mit den Mädels die Gegend erkunden, während Uwe arbeitet.
Wunderschön!
Vanlife ist einfach nur entspannt und schön. Man entdeckt Orte, die man sonst bei Urlaubsreisen gar nicht auf dem Schirm hätte.

1 Saarbrücken
2 L’Ourthe orientale N 50° 7′ 51,4″ O 5° 46′ 6,3″
3 Yachthafen De Meerpaal N 51° 14′ 36,0″ O 5° 22′ 8,0″

Strecke insgesamt: 369 km