Elafonisos

Nach der letzten Nacht in den Bergen mit heftigen Windböen, haben wir hier tatsächlich sehr ruhig geschlafen.

Zum Einkaufen fahren wir nach Neapoli und sehen uns Strand und Hafen an.

Anschließend fahren wir zu einem alten Traumspot von uns: dem Fähranleger nach Elafonisos.

Eigentlich ganz nett hier.

Aber so sah das eigentlich in unserer Erinnerung nicht aus. Ein Blick auf Google Maps hilft uns auf die Sprünge, wir stehen auf der falschen Seite des Fähranlegers. Nach der obligatorischen Mittagspause machen wir dann einen Abstecher auf die andere Seite.

Riesige Dünen! Traumhaft schön!

Wir haben den Superstrand wieder gefunden. Aber wo haben wir damals gestanden?

Sanna gräbt Löcher und wir laufen weiter am Strand entlang.

Und dann merken wir, warum wir den Stellplatz nicht finden konnten. Wir standen damals in einer Lagune und die ist jetzt voll gelaufen.

Auf der anderen Seite der Lagune steht unsere Elsa.

Außerdem erfahren wir etwas Neues. Wir sind damals über einer Stadt aus der Bronzezeit gesurft, die man heute erschnorcheln kann.

Wir gehen zurück zu Elsa und übernachten am Fähranleger.

1 Agios Fokas N 36° 35′ 44,3″ O 23° 3′ 40,7″
2 Fähranleger N 36° 31′ 15,7″ O 22° 58′ 25,7″
3 Fähranleger N 36° 31′ 16,1″ O 22° 58′ 43,6″

Strecke insgesamt: 35 km

Monemvasia

Wir genießen die Aussicht von unserem Logenplatz in den Bergen.

Wir wollen heute 80 km in südöstliche Richtung nach Monemvasia. Die mittelalterliche Stadt liegt auf einem Felsen im Meer und ist über eine Brücke zu erreichen. Die Gässchen der Unterstadt sind wunderschön restauriert und sehr charmant.

Mona schreckt die ganze Katzen-Community auf.

Der Weg zur Oberstadt ist ganz schön beschwerlich.

Die Hagia Sofia ist leider geschlossen: Personalmangel!

Verschnaufpause

Wir übernachten auf dem Friedhofsparkplatz von Agios Fokas.

1 Profítis Ilías N 37° 6′ 49,3″ O 22° 52′ 10,5″
2 Monemvasia N 36° 41′ 16,5″ O 23° 3′ 21,2″
3 Agios Fokas N 36° 35′ 44,3″ O 23° 3′ 40,7″

Strecke insgesamt: 92 km

Kloster Elona

Wir haben super geschlafen an unserem Goldschakalstrand.

Morgens ist es ziemlich bedeckt und nur 15⁰ warm, aber schnell wird es gemütlich warm.

Das beschauliche Fischerdorf Astros ist in Sichtweite.

Über die kurvenreiche Küstenstraße schaukeln wir bis Leonidio und fahren noch 11 Kilometer über Serpentinen in die Berge. In Leonidio sieht man schon überall Wanderer mit Kletterausrüstung und schnell entdecken wir verschiedene Routen. Die einfachste Route heißt Kindergarten und hätte uns wohl auch überfordert. Leonidio hat sich in den letzte Jahren zu einem Kletter-HotSpot entwickelt. Aktuell gibt es 90 Sektoren mit insgesamt ca. 2300 Routen.

Das Kloster klebt wie ein Adlernest in der Felswand.

Eine schöne Aussicht haben die Nonnen von hier oben.

Stellplätze an der Küste gibt es kaum, daher schlafen wir in den Bergen mit Superaussicht.

1 Paralia Gefyra N 37° 23′ 40,8″ O 22° 45′ 8,2″
2 Kloster Elona N 37° 8′ 44,9″ O 22° 46′ 8,2″
3 Profítis Ilías N 37° 6′ 49,3″ O 22° 52′ 10,5″

Strecke insgesamt: 100 km

Umrundung des 2. Fingers

Der Peloponnes hat in südlicher Richtung 4 Finger. Heute wollen wir uns von Nafplio aus wieder in Richtung Süden entlang des 2. Fingers bewegen.

Nafplio ist zwar so wunderschön, dass man ewig hier bleiben könnte, aber wir wollen das gute Reisewetter nutzen. Auf jeden Fall gehört die Stadt zu den schönsten auf dem Peloponnes und auch der Strand gehört zu unseren TOP 10.

Die Mittagspause verbringen wir am Strand von Astros.

Für die Übernachtung fahren wir noch ein kleines Stück in Richtung Süden.

1 Paralia Salanti N 37° 26′ 53,2″ O 23° 7′ 28,0″
2 Paralia Gefyra N 37° 23′ 40,8″ O 22° 45′ 8,2″

Strecke insgesamt: 41 km

Lost Place

Wir übernachten an dem wunderschönen Kiesstrand vor dem Lost-Place Hotel.

Mina kann ihre geliebten Fußbäder nehmen.

Die Bucht wird durch die Hotelruine ganz schön verschandelt, es ist eben ein 7-stöckiges Hochhaus.

Weiter südlich ist die Küste vollkommen unverbaut.

Weiter nördlich gibt es auch nur einige Ferienhäuser und sonst nichts mehr.

Natürlich sind wir neugierig und schauen uns im Hotel um.

Das angebliche „Luxus-Hotel“ ist ein typisches Hochhaus aus den  70iger Jahren. Im Inneren ist alles komplett zerstört und die Scheiben wurden zertrümmert.

Die Wände sind mit Graffiti bemalt.

Minigolf

Einstmals sicherlich eine schöne Poollandschaft mit Bar.

Eingangshalle

Kleines Theater

Am frühen Nachmittag fahren wir wieder zurück nach Nafplio.

1 Paralia Salanti N 37° 26′ 53,2″ O 23° 7′ 28,0″
2 Paralia Karathonas N 37° 32′ 50,2″ O 22° 49′ 5,3″

Strecke insgesamt: 72 km

Doline von Didima

Nach einem längeren Kaffeeplausch am Strand verlassen wir unseren Premiumplatz und fahren eine Stunde in östliche Richtung zur Doline von Didima.

Der arme Ben muss weiter den Liegestuhl bewachen.

Über eine steile Treppe geht es abwärts.

Im Inneren befinden sich 2 kleine Kapellchen.

Auch von oben sehen beide Dolinen imposant aus.

Dann ist auch schon wieder Feierabend für heute am Strand von Salanti.

1 Paralia Karathonas N 37° 32′ 50,2″ O 22° 49′ 5,3″
2 Doline von Didima N 37° 28′ 12,1″ O 23° 10′ 4,5″
3 Paralia Salanti N 37° 26′ 53,2″ O 23° 7′ 28,0″

Strecke insgesamt: 71 km

Nafplio

Nach einem ausgiebigen Sonntagsfrühstück geht es zum Kanal von Korinth.

Der Peloponnes ist eigentlich keine Insel, sondern durch den Istmos bei Korinth mit dem Festland verbunden. Schon in der Antike machte man sich Gedanken, wie man den riesigen Umweg um den Peloponnes vermeiden könnte. Damals versuchte man kleinere Schiffe über Land zu ziehen und den Plan einen Kanal zu bauen, hatten bereits die Römer. Allerdings machten die römischen Ingenieure bei ihren Berechnungen etwas falsch. Sie kamen zu dem Schluss, dass der Wasserspiegel des Golfs von Korinth und des argolischen Golfs unterschiedlich hoch sind und der Durchstich eine Flutkatastrophe verursachen würde. Daher begann man erst im 18. Jahrhundert mit den Bauarbeiten.

Brücke zum Golf von Korinth, die abgesenkt werden kann.

Zurzeit finden wieder Bauarbeiten statt. In dieser Gegend des Peloponnes gibt es Ausgrabungsstätten an jeder Ecke. Wir entscheiden uns für eine 4000 Jahre alte Stadt aus der Bronzezeit, die Mykenische Akropolis von Tiryns.

Es ist nicht zu glauben, was die Menschen damals mit einfachsten Mitteln erbauen konnten. Auch ein Kuppelgrab aus dieser Zeit steht hier.

Tholosgrab (Kuppelgrab) von Tiryns

Dann starten wir zu einem Hafenbummel in Nafplio. Hier liegen riesige Yachten, bei denen selbst das Volltanken uns finanziell überfordern würde.

Die Roraima ist eine 55 Meter lange Yacht für 22 Gäste und 9 Besatzungsmitglieder aus chinesicher Herstellung. Auch nichts für unseren Geldbeutel und das, obwohl man sagt, das die chinesichen Sachen günstig sind. Außerdem haben wir selten 22 Gäste, das wäre also etwas überdimensioniert.

Aber ganz ehrlich: besichtigt hätten wir sie schon gerne.

Wir könnten uns allerhöchstens so ein kleines Schiffchen vorstellen.

Das Städtchen hat italienisches Flair.

Die Insel Bourtzi mir der gleichnamigen Festung ist Wahrzeichen der Stadt Nafplio.

Unser Stellplatz für die Nacht kurz außerhalb von Nafplio ist auch wunderschön. Man kann über einen Küstenpfad entlang der steilen Felsen bis nach Nafplio laufen.

1 Lechaion Harbor N 37° 56′ 4,0″ O 22° 53′ 21,1″
2 Kanal von Korinth N 37° 56′ 57,8″ O 22° 57′ 48,5″
3 Mykenische Akropolis von Tiryns N 37° 35′ 58,2″ O 22° 48′ 0,9″
4 Tholosgrab von Tiryns N 37° 35′ 47,5″ O 22° 48′ 43,7″
5 Paralia Karathonas N 37° 32′ 50,2″ O 22° 49′ 5,3″

Strecke insgesamt: 88 km

Am Golf von Korinth

Wir sind gestern Abend nach der gescheiterten Rettungsaktion noch einmal gestartet. Manche Leute, die sich mit Tierschutz und speziell Welpen, die auf der Straße leben nicht auskennen, denken jetzt, dass wir zu früh aufgegeben haben. Aber wir können das schon richtig einschätzen. Wir haben schon oft Welpen aufgenommen und sogar mit uns reisen lassen. Ein Welpe, der sich so wehrt, ist nicht in ein paar Stunden überzeugt. Alessandra muss trainieren und bereit sein loszulassen. Vielleicht ist er dann beim nächsten Transport dabei. Wir geben die Hoffnung nicht auf.

Die Nacht am Limnopoulas Beach bei Kato Vasiliki war sehr ruhig, aber am Morgen werden wir von Mücken und Mosquitos geplagt. Trotzdem halten wir, wie üblich, einen Plausch mit den Nachbarn und tauschen unsere Reiserfahrungen und Reiseplanungen aus.

Nachdem der Rest der Wäsche halbwegs trocken ist, machen wir uns auf den Weg. Da wir heute wieder etwas mehr Zeit haben, nehmen noch einmal die Fähre nach Patras.

In der Nähe gibt es noch den Kitespot Cape Drepano und obwohl kein Wind ist, wollen wir uns den anschauen. Er gefällt uns so gut, dass wir dort unsere Mittagspause verbringen.
Es ist schon seltsam, das ausgerechnet hier ein kleiner Sandarm in den Golf von Korinth ragt.

Unser Übernachtungslatz ist bei Korinth, das sind nur noch 120 km. Auch dieser Strand ist gut zum Kiten und Surfen geeignet, aber leider fehlt der Wind.

Dafür gibt es heute wieder einen schönen Sonnenuntergang.

Es gibt Neuigkeiten bezüglich unserer Rettungsaktion.
Der kleine Oskar scheint vorerst in sicheren Händen zu sein, auch wenn wir gestern nichts ausrichten konnten, ist es jetzt der Tierschützerin Katerina gelungen, ihn in die Tierklinik zu bringen. Wir sind erleichtert und 800 km Umweg nehmen wir gerne in Kauf.

1 Limnopoulas Beach N 38° 20′ 34,4″ O 21° 37′ 8,8″
2 Cape Drepano N 38° 20′ 20,0″ O 21° 50′ 59,3″
3 Lechaion Harbor N 37° 56′ 4,0″ O 22° 53′ 21,1″

Strecke insgesamt: 148 km

Mission Oskar not accomplished

Wir wollen Oskar eine Chance in Deutschland geben. Alessandra kann sich nicht aufraffen, also sind wir zurück gefahren, um mit ihm zum Tierarzt zu fahren.

Aber auch wir müssen uns geschlagen geben. Der kleine Beethoven beißt und wehrt sich. Wir schaffen es nicht ihn zum Tierarzt zu bringen. Wir haben mit allen Tricks versucht ihn zu überzeugen. Ohne Erfolg!

Wir vereinbaren einige neue Möglichkeiten mit helfende Pfoten und machen uns schweren Herzens auf den Weg zum Peloponnes.

1 Zentrum der Weltplattform N 38° 21′ 13,4″ O 21° 38′ 49,3″
2 Koronisia N 39° 0′ 43,4″ O 20° 55′ 10,9″
3 Limnopoulas Beach N 38° 20′ 34,4″ O 21° 37′ 8,8″

Strecke insgesamt: 308 km