Wir sind nach wie vor Dänemark-Fans. Die Landschaft, die Sehenswürdigkeiten, die angenehme dänische Lebensart. Das gefällt uns. Besonders vorbildlich finden wir den Umgang mit Dingen, die man nicht mehr benötigt. Es gibt in jeder Fußgängerzone mehrere Genbrugt- Läden, die zum Stöbern einladen. Das Trennen des Mülls ist natürlich selbstverständlich und sogar noch sortengenauer unterteilt. V/E ist auch kein Problem. Schwierig für uns ist das Betanken mit LPG, weil es im ganzen Land nur insgesamt 4 LPG-Tankstellen gibt.
Aber es hat sich leider auch Einiges zum Nachteil verändert.
Zu Beginn unserer Dänemark-Reisen waren wir vollkommen begeistert von den Freistehplätzen in der Hochsaison. Wenig Betrieb, alles war tiptop sauber und angenehm. Vor ungefähr 10 Jahren war dann das Freistehen plötzlich verboten und unerwünscht. Wir haben uns angepasst und sind auf schöne, günstige Hafenplätze ausgewischen. Eine komfortable Übernachtung für 10€ war für uns überhaupt kein Problem. Wir konnten verstehen, dass es bei den Freistehern auch einige schwarze Schafe gibt und daher diese Maßnahme nötig war.
Mittlerweile sind allerdings fast alle legalen Stellplätze so teuer geworden, dass wir nicht mehr dorthin fahren. 30€ ? Ohne Gegenleistung? Auf einem schäbigen, lauten Parkplatz? Das gefällt uns überhaupt nicht. Zum Glück findet man noch immer durch beharrliches Suchen kostenlose Alternativen. Wir finden Dänemark immer noch wunderschön und haben auch immer, abgesehen von 4 Ausnahmen (Kopenhagen, direkt nach der Ankunft von Fehmarn und auf einem tollen Bauernhof für 10€ und während Uwes Soaring) eine Lösung finden können. Obwohl die große Freiheit in Dänemark vorbei ist, überwiegt das Positive.
Das Klima im Hochsommer ist sehr angenehm.
Es ist nur ganz selten überfüllt. Man findet noch wunderschöne freie Übernachtungsplätze, sogar kostenlos auf dem Bauernhof.
Schwierig ist es nur Waschsalons zu finden. Wenn man Wäsche waschen muss, bleibt nur der Campingplatz.
Die medizinische Versorgung ist besser als in Deutschland. Wir mussten mit Sanna, außerhalb der Öffnungszeiten in die Tierklinik. In Deutschland wäre das in einer Notsituation nicht so einfach. Wir mussten Sanna einschläfern und einäschern lassen und wurden gut versorgt.
Bis auf ganz wenige Ausnahmen ist das Sortiment der Supermärkte ausgezeichnet und nur ein bisschen teurer, wenn man kein Fleisch kaufen will.
Viele Museen und Sehenswürdigkeiten sind extrem überteuert, aber man findet auch da immer Alternativen, die kostenlos sind.
Bleibt abzuwarten, wie die Freisteh-Situation sich in Dänemark weiter entwickelt.
Das Wetter war wieder ein hervorragender Mix aus angenehm warmen Sommertagen und Surf- und Kitewetter. Also ideal.
Nur während der Soaring-Kurs-Woche gab es einen Regentag. An 2 weiteren Tagen war für das Soaring zu viel Wind, aber wir können ja auch surfen und kiten.