Badegumpentour

Zunächst geht es von unserem Aussichtsplätzchen über Aristi zum Voidomatis. Hier ist das Wasser selbst Uwe zu kalt.

Anschließend fahren wir nach Papingo. Dort startet ein kleiner Spaziergang zu tiefgrünen Badestellen. Hier war Carmen selbst im August das Wasser noch zu kalt. Leider ist im Frühjahr das Wehr geöffnet und daher ist an Schwimmen nicht zu denken. Zur Abkühlung von außen reicht es aber.

Trotz niedrigem Wasserstand gibt es Gelegenheit zum Springen und Uwe schlägt dabei ganz schön Wellen.

Kneipsche Regeln sind eher was für Carmen.

Danach sehen wir uns Megalo Papingo an und platzen dort in eine Tauffeier. Kein Problem für die gastfreundlichen Griechen.

Sind das nicht niedliche Taufgeschenke? Leider haben wir keins abbekommen.

Zur Abkühlung von innen gehen wir in eins der kühlen Steinhäuser zum Frappé trinken.

Die Einwohner des Ortes geben sich wirklich viel Mühe alles ansprechend zu gestalten.

So gestärkt wollen wir uns noch die Steinbrücken bei Kipi ansehen. Der Bau der Brücken wurde damals durch private Spnsoren ermöglicht und sie trugen denn zum Dank dessen Namen. Auch die Heilige Mina hat den Bau einer Brücke finanziert.

Tata: die Brücke Agios Minas.

Sogar mit Frosch, aber Carmen wollte ihn nicht küssen, sie hat ja ihren Prinz schon gefunden.

Agios Minas

Steinbrücke von Kapitän Arkouda.

Dreibogige Plakidas Brücke.

In einem schattigen Eichenwald hinter Kipi erholen wir uns von der schweißtreibenden Besichtigung.

Uwe rette Mal wieder Schildkröten. Diese hier hat er beinah selbst überfahren. Der Panzer macht die Schildkröten im Gras fast unsichtbar.

Danach fahren wir zum Übernachten noch an einen kleinen Bergsee bei Metsovo, damit wir morgen näher an den Meteora Klöstern sind.

Monodentri

Morgens werden wir durch lautes Gebimmel und gregorianischen Singsang geweckt. Kein Wunder, wenn man neben der Kirche schläft. Anschließend fahren wir in die Berge nach Monodentri und setzen uns dort vor unserer Wanderung zum Kloster Paraskevi in den Platanenschatten. Für uns gehört das zum Pindosgebirge Pflichtprogramm, weil man hier wahnsinnig leckere Käsefladen (Alevropita) essen kann. Unbeschreiblich gut! Pfannkuchenteig mit Schafskäse.

Hinter dem Kloster beginnt die eigentliche Attraktion: ein schmaler Pfad zu einer Einsiedelei, für den man wirklich schwindelfrei sein muss, weil es neben dem Weg 700 m senkrecht in die Tiefe geht.

Der Blick in die Vikos-Schlucht ist beeindruckend. Im Guinnessbuch der Rekorde ist die Schlucht als tiefste Schlucht der Welt eingetragen, wobei das Verhältnis zwischen Tiefe und Breite als maßgebliches Kriterium definiert wurde. Eingetragen wurden 900 Meter für die Tiefe und 1100 Meter für die Breite.

Uns gefällt am besten der sogenannte Zitterpfad: ein ca. 1 Meter breiter Pfad zu einem Rückzugsort für die Mönche bei Überfällen.

Das letzte Stück des Pfades wird nochmals durch ein Tor geschützt.

Danach müssen wir selbstverständlich noch einmal Frappé trinken, bevor wir zum Aussichtspunkt in die Schlucht aufbrechen. Dabei kommt man an seltsam verwitterten Felsformationen vorbei.

Das letzte Mal haben wir hier oben auf einer Wiese übernachtet, aber dann hätten wir heute Abend schon wieder kein Internet zum Bilder hochladen, also versuchen wir unser Glück auf dem Friedhofsplatz von Vikos. Unterwegs betätigt sich Uwe noch als Retter der griechischen Landschildkröte und trägt eine ältere Dame über die Straße.

In Vikos stehen wir schon wieder neben einer Kirche, mal sehen, ob morgen früh schon wieder das Gebimmele losgeht. Könnte sein, es ist ja schließlich Pfingstsonntag.

So verschlafen wie das Nest auch ist, 2 Tavernen buhlen um unsere Gunst. Wir entscheiden uns aus dem Bauch heraus für eine und lassen den Abend mit einem griechischen Salat, Wein und Bier ausklingen.

Wir sind ganz entspannt, nur Sanna ist auf der Hut um uns vor den griechischen Streunerkatzen zu beschützen.

Und diese fantastische Aussicht können wir aus unserem Wohnmobilfenster genießen.

Eingang zur Unterwelt

Nach morgendlichem Urlaubsgetrödele fahren wir nach Gliki zum Acheron. Wenn man dieses glasklare Flüsschen sieht, kann man sich kaum erklären, warum man hier früher den Eingang zum Hades wähnte. Der Acheron fließt heute auch im Frühsommer recht gemäßigt in seinem Bett, allerdings soll das in der Antike anders gewesen sein. Hier war angeblich eine riesige dampfende Sumpflandschaft und man wurde von einem Fährmann ins Totenreich gebracht.

Immer wieder kommt aus Felsspalten und Erdlöchern laut gurgelnd neues Quellwasser hinzu.

Mina interessiert das herzlich wenig, aber Sanna schwimmt mit uns flussaufwärts.

Nach einem kleinen Mittagessen machen wir uns auf den Weg ins Pindosgebirge und entdecken unterwegs noch das Amphitheater von Dodoni mit der Möglichkeit, das Eichenorakel zu befragen. Das haben hier in vorchristlicher Zeit die Priester genutzt und aus dem Gewispere der Blätter irgendwelche Weisheiten herausgehört.

Auf den Stellplatz vor die Kirche in Meliggoi hätten wir uns normalerweise nicht getraut, aber angeblich ist das erlaubt.

Und in dem absolut verschlafenen, griechischen Bergnest scheint sich keiner an uns zu stören oder sich über uns zu wundern. Wir werden lediglich gefragt, ob wir Touristen sind und das erklärt dann scheinbar alles. Touristen? Ach so! Na, dann! Alles klar! Ja, da muss man anderswo noch etwas an Toleranz nachholen. Bei uns zu Hause würden das viele Leute nicht so locker sehen, zumal die Deutschen im 2. Weltkrieg hier in Griechenland viel Unheil angerichtet haben.

Von Ancona nach Igoumenitsa

Nach dem Frühstück brechen wir zum Hafen auf. Früher war das Einchecken immer total chaotisch und mehr als einmal haben wir uns gefragt, ob wir noch an Bord kommen. Aber mittlerweile ist es fast so geordnet, wie bei den skandinavischen Fähren. Ob das auch etwas mit der EU zu tun hat? Wir fahren mit der Olympic Champion der Reederei Anek von Ancona nach Igoumenitsa.

Mit 1/2 Stunde Verspätung verlassen wir Ancona. Wir mögen Fährüberfahrten nicht, daher buchen wir auch immer Nachtfahrten, damit es schneller vorbei ist. Zuerst gönnen wir uns einen leckeren griechischen Frappé und bummeln anschließend über das Schiff. Es gibt verschiedene Restaurants, Boutiquen und Bars an Bord, man könnte sich also schon die Zeit vertreiben. Das Schiff hat wohl auch neue Stabilisatoren, denn es schwankt fast gar nicht. Aber wie gesagt, wir finden es immer ein bisschen langweilig an Bord dieser Ozeanriesen und vertreiben uns die Zeit mit Lesen.

Und für den Notfall gibt es dann noch eine Kapelle an Bord, falls die Rettungsboote sich nicht aus den rostigen Verankerungen lösen lassen.

Bella Italia

Malvaglia Chiesa ist wirklich ein gutes Plätzchen. Morgens kann man leckere Kipferl beim Bäcker kaufen und zum ersten Mal nehmen wir uns auch die Zeit, das Innere des schönen Kirchleins, dessen Glockenturm aus dem 12. Jhd. stammt, anzusehen.

Dann geht es nach Fano an der Adria. Dort waren wir auch schon öfter und dort kennen wir auch, wie soll es anders sein, eine leckere Pizzeria, die die Pizza so dünn macht, dass sie mit der Schere geschnitten wird. Das Wetter an der Mittelmeerküste ist irgendwie nahtlos von Herbst in Hochsommer übergegangen. Vor genau 4 Wochen haben wir an der Côte Azur noch gebibbert, jetzt muss man Schattenplätze suchen und kann die lauen Sommerabende genießen.

Kurz vor Bologna legen wir eine Mittagspause im Schatten ein. Trotzdem sind wir um 17:00 Uhr in Fano und verschmähen dieses  Mal den kostenlosen Stellplatz im Ort weil wir lieber noch ein bisschen im Meer baden wollen.

Auch unsere „Scherenpizzeria“ finden wir dieses Mal wieder, aber Pizza hatten wir ja erst gestern und Scheren haben wir auch keine mehr gesehen. Beim nächsten Mal müssen wir die Pizza aber nochmal probieren.

Im Gegensatz zu Marokko gibt es hier keinen Mangel an netten Kneipen und Restaurants! Schade, dass wir schon satt sind, denn nachdem wir selbst gekocht haben, stellen wir fest, dass es 50 Meter von unserem Stellplatz entfernt eine Superkneipe gibt, die einen verführerischen Duft verbreitet.

Neuer Versuch

Nachdem wir zu Hause alles geregelt haben und Oma auf einen Reha-Platz wartet, machen wir uns auf den Weg, um noch einmal ein paar Wochen mit unserer Elsa zu verbringen.

Heute soll es durch den Gotthard bis Malvaglia Chiesa gehen. Diesen Stellplatz bei einer Pizzeria haben wir vor einigen Jahren zufällig entdeckt und seitdem verbringen wir hier bei jeder Fahrt nach Italien oder Griechenland eine Nacht. Der riesige Pluspunkt dieses Platzes ist die leckere Pizza. Außerdem ist es von zuhause aus ungefähr 430 km entfernt und gut in einem halben Tag zu erreichen. Man ist schon mal durch den Gotthardtunnel und bis Italien sind es nur noch wenige Kilometer.

Die kleine Kirche von Malvalgia ist angeblich aus dem 12. Jahrhundert und mit einem Christopherusbild verziert. Das ist gut für uns, denn wie ihr ja alle wisst, ist Christopherus der Schutzpatron der Reisenden.

Wanderwege gibt es hier auch reichlich, aber damit kann man uns ja nicht locken.

Wieder nach Hause

Hier ist es nachts wunderbar ruhig und entspannt, obwohl die Temperaturen für Mitte Mai nicht wirklich angenehm sind.

Diese leider nicht lilagefleckte Kuh graste unmittelbar neben unserem Wohnmobil.

Wenigstens hat es aufgehört zu regnen, aber die Gipfel der Berge hängen immer noch in den Wolken, so dass es sich gar nicht lohnt ein Foto zu machen. Nach dem tollen Frühstücksbuffet treten wir wieder die Heimreise an. Uns steht noch einiges an Arbeit bevor. Solange ruht dann wieder unser Reisebericht. Wir haben uns viele Anregungen für zukünftige Reisen geholt. Vor allem die Fotos von Finnland im Winter und die Riesenradtouren haben uns beeindruckt. Es gibt noch viel zu sehen. Hoffentlich bald Mal wieder in Gesellschaft der beiden Schweizer.

Sue & Stef, vielen lieben Dank für die wunderbare Auszeit!

Trümmelbachfälle

Nach einem ausgiebigen Brunch fahren wir vorbei am Thunersee zu den imposanten Wasserfällen, die das gesamte Gletscherschmelzwasser von Eiger, Mönch und Jungfrau zu Tal befördern. Die Wassermassen haben sich einen höhlenartigen Einschnitt ins Gestein gegraben und stürzen tosend ins Tal. Man versteht kaum sein eigenes Wort. Wir haben uns schon viele Wasserfälle angesehen, aber der Trümmelbachfall ist ungewöhnlich, weil die Wassermassen (20 000 l/s) durch enge tief eingeschnittene Felsrinnen schießen.

Schade, dass es so regnerisch ist und daher die Landschaft nicht ihren ganzen Charme zeigen kann. Aber wenigstens hat das Regenwetter bei den Wasserfällen nicht so extrem gestört, weil sich auch bei Sonnenschein ein leichter Sprühregen bildet.

Anschließend geht es wieder zum Raclette essen zu Stef und Sue nach Hause. Wir wurden wirklich fürstlich verwöhnt. Von diesem Stellplatz verraten wir ganz egoistisch keine GPS Daten und auch auf Park4Night werden wir Stillschweigen bewahren, auch wenn er für Lage und Service die volle Punktzahl von uns bekommt.

Besuch im Emmental

Am Anfang unserer Reise haben wir die beiden Schweizer Sue und Stef in der Bretagne kennen gelernt. Wir haben dann die gleiche Tour gemacht und viel zusammen erlebt. Nach 4 Wochen mussten die Zwei noch einmal nach Hause, weil ihr Urlaub zu Ende war und wir haben unsere Tour fortgesetzt. Die Beiden haben unsere Tour dann im Internet weiter verfolgt, wir sind in Kontakt geblieben und jetzt wollen wir unsere Erfahrungen austauschen.

Daheim haben sich die Wogen ein bisschen geglättet, Oma wird gut versorgt und viel mehr können wir nicht tun. Daher ist Elsa heute wieder auf Tour.