Umrundung des 2. Fingers

Der Peloponnes hat in südlicher Richtung 4 Finger. Heute wollen wir uns von Nafplio aus wieder in Richtung Süden entlang des 2. Fingers bewegen.

Nafplio ist zwar so wunderschön, dass man ewig hier bleiben könnte, aber wir wollen das gute Reisewetter nutzen. Auf jeden Fall gehört die Stadt zu den schönsten auf dem Peloponnes und auch der Strand gehört zu unseren TOP 10.

Die Mittagspause verbringen wir am Strand von Astros.

Für die Übernachtung fahren wir noch ein kleines Stück in Richtung Süden.

1 Paralia Salanti N 37° 26′ 53,2″ O 23° 7′ 28,0″
2 Paralia Gefyra N 37° 23′ 40,8″ O 22° 45′ 8,2″

Strecke insgesamt: 41 km

Lost Place

Wir übernachten an dem wunderschönen Kiesstrand vor dem Lost-Place Hotel.

Mina kann ihre geliebten Fußbäder nehmen.

Die Bucht wird durch die Hotelruine ganz schön verschandelt, es ist eben ein 7-stöckiges Hochhaus.

Weiter südlich ist die Küste vollkommen unverbaut.

Weiter nördlich gibt es auch nur einige Ferienhäuser und sonst nichts mehr.

Natürlich sind wir neugierig und schauen uns im Hotel um.

Das angebliche „Luxus-Hotel“ ist ein typisches Hochhaus aus den  70iger Jahren. Im Inneren ist alles komplett zerstört und die Scheiben wurden zertrümmert.

Die Wände sind mit Graffiti bemalt.

Minigolf

Einstmals sicherlich eine schöne Poollandschaft mit Bar.

Eingangshalle

Kleines Theater

Am frühen Nachmittag fahren wir wieder zurück nach Nafplio.

1 Paralia Salanti N 37° 26′ 53,2″ O 23° 7′ 28,0″
2 Paralia Karathonas N 37° 32′ 50,2″ O 22° 49′ 5,3″

Strecke insgesamt: 72 km

Doline von Didima

Nach einem längeren Kaffeeplausch am Strand verlassen wir unseren Premiumplatz und fahren eine Stunde in östliche Richtung zur Doline von Didima.

Der arme Ben muss weiter den Liegestuhl bewachen.

Über eine steile Treppe geht es abwärts.

Im Inneren befinden sich 2 kleine Kapellchen.

Auch von oben sehen beide Dolinen imposant aus.

Dann ist auch schon wieder Feierabend für heute am Strand von Salanti.

1 Paralia Karathonas N 37° 32′ 50,2″ O 22° 49′ 5,3″
2 Doline von Didima N 37° 28′ 12,1″ O 23° 10′ 4,5″
3 Paralia Salanti N 37° 26′ 53,2″ O 23° 7′ 28,0″

Strecke insgesamt: 71 km

Nafplio

Nach einem ausgiebigen Sonntagsfrühstück geht es zum Kanal von Korinth.

Der Peloponnes ist eigentlich keine Insel, sondern durch den Istmos bei Korinth mit dem Festland verbunden. Schon in der Antike machte man sich Gedanken, wie man den riesigen Umweg um den Peloponnes vermeiden könnte. Damals versuchte man kleinere Schiffe über Land zu ziehen und den Plan einen Kanal zu bauen, hatten bereits die Römer. Allerdings machten die römischen Ingenieure bei ihren Berechnungen etwas falsch. Sie kamen zu dem Schluss, dass der Wasserspiegel des Golfs von Korinth und des argolischen Golfs unterschiedlich hoch sind und der Durchstich eine Flutkatastrophe verursachen würde. Daher begann man erst im 18. Jahrhundert mit den Bauarbeiten.

Brücke zum Golf von Korinth, die abgesenkt werden kann.

Zurzeit finden wieder Bauarbeiten statt. In dieser Gegend des Peloponnes gibt es Ausgrabungsstätten an jeder Ecke. Wir entscheiden uns für eine 4000 Jahre alte Stadt aus der Bronzezeit, die Mykenische Akropolis von Tiryns.

Es ist nicht zu glauben, was die Menschen damals mit einfachsten Mitteln erbauen konnten. Auch ein Kuppelgrab aus dieser Zeit steht hier.

Tholosgrab (Kuppelgrab) von Tiryns

Dann starten wir zu einem Hafenbummel in Nafplio. Hier liegen riesige Yachten, bei denen selbst das Volltanken uns finanziell überfordern würde.

Die Roraima ist eine 55 Meter lange Yacht für 22 Gäste und 9 Besatzungsmitglieder aus chinesicher Herstellung. Auch nichts für unseren Geldbeutel und das, obwohl man sagt, das die chinesichen Sachen günstig sind. Außerdem haben wir selten 22 Gäste, das wäre also etwas überdimensioniert.

Aber ganz ehrlich: besichtigt hätten wir sie schon gerne.

Wir könnten uns allerhöchstens so ein kleines Schiffchen vorstellen.

Das Städtchen hat italienisches Flair.

Die Insel Bourtzi mir der gleichnamigen Festung ist Wahrzeichen der Stadt Nafplio.

Unser Stellplatz für die Nacht kurz außerhalb von Nafplio ist auch wunderschön. Man kann über einen Küstenpfad entlang der steilen Felsen bis nach Nafplio laufen.

1 Lechaion Harbor N 37° 56′ 4,0″ O 22° 53′ 21,1″
2 Kanal von Korinth N 37° 56′ 57,8″ O 22° 57′ 48,5″
3 Mykenische Akropolis von Tiryns N 37° 35′ 58,2″ O 22° 48′ 0,9″
4 Tholosgrab von Tiryns N 37° 35′ 47,5″ O 22° 48′ 43,7″
5 Paralia Karathonas N 37° 32′ 50,2″ O 22° 49′ 5,3″

Strecke insgesamt: 88 km

Am Golf von Korinth

Wir sind gestern Abend nach der gescheiterten Rettungsaktion noch einmal gestartet. Manche Leute, die sich mit Tierschutz und speziell Welpen, die auf der Straße leben nicht auskennen, denken jetzt, dass wir zu früh aufgegeben haben. Aber wir können das schon richtig einschätzen. Wir haben schon oft Welpen aufgenommen und sogar mit uns reisen lassen. Ein Welpe, der sich so wehrt, ist nicht in ein paar Stunden überzeugt. Alessandra muss trainieren und bereit sein loszulassen. Vielleicht ist er dann beim nächsten Transport dabei. Wir geben die Hoffnung nicht auf.

Die Nacht am Limnopoulas Beach bei Kato Vasiliki war sehr ruhig, aber am Morgen werden wir von Mücken und Mosquitos geplagt. Trotzdem halten wir, wie üblich, einen Plausch mit den Nachbarn und tauschen unsere Reiserfahrungen und Reiseplanungen aus.

Nachdem der Rest der Wäsche halbwegs trocken ist, machen wir uns auf den Weg. Da wir heute wieder etwas mehr Zeit haben, nehmen noch einmal die Fähre nach Patras.

In der Nähe gibt es noch den Kitespot Cape Drepano und obwohl kein Wind ist, wollen wir uns den anschauen. Er gefällt uns so gut, dass wir dort unsere Mittagspause verbringen.
Es ist schon seltsam, das ausgerechnet hier ein kleiner Sandarm in den Golf von Korinth ragt.

Unser Übernachtungslatz ist bei Korinth, das sind nur noch 120 km. Auch dieser Strand ist gut zum Kiten und Surfen geeignet, aber leider fehlt der Wind.

Dafür gibt es heute wieder einen schönen Sonnenuntergang.

Es gibt Neuigkeiten bezüglich unserer Rettungsaktion.
Der kleine Oskar scheint vorerst in sicheren Händen zu sein, auch wenn wir gestern nichts ausrichten konnten, ist es jetzt der Tierschützerin Katerina gelungen, ihn in die Tierklinik zu bringen. Wir sind erleichtert und 800 km Umweg nehmen wir gerne in Kauf.

1 Limnopoulas Beach N 38° 20′ 34,4″ O 21° 37′ 8,8″
2 Cape Drepano N 38° 20′ 20,0″ O 21° 50′ 59,3″
3 Lechaion Harbor N 37° 56′ 4,0″ O 22° 53′ 21,1″

Strecke insgesamt: 148 km

Mission Oskar not accomplished

Wir wollen Oskar eine Chance in Deutschland geben. Alessandra kann sich nicht aufraffen, also sind wir zurück gefahren, um mit ihm zum Tierarzt zu fahren.

Aber auch wir müssen uns geschlagen geben. Der kleine Beethoven beißt und wehrt sich. Wir schaffen es nicht ihn zum Tierarzt zu bringen. Wir haben mit allen Tricks versucht ihn zu überzeugen. Ohne Erfolg!

Wir vereinbaren einige neue Möglichkeiten mit helfende Pfoten und machen uns schweren Herzens auf den Weg zum Peloponnes.

1 Zentrum der Weltplattform N 38° 21′ 13,4″ O 21° 38′ 49,3″
2 Koronisia N 39° 0′ 43,4″ O 20° 55′ 10,9″
3 Limnopoulas Beach N 38° 20′ 34,4″ O 21° 37′ 8,8″

Strecke insgesamt: 308 km

Weiter? Oder Hunderettung?

Wir können uns nur schwer mit Alessandra einigen. Daher wollen wir zurück nach Koronisia, um dem armen Oskar, für den wir alles organisiert haben, zu der Pflegestelle zu bringen. Als wir ihr sagen, dass wir kommen, behauptet sie eine Transportmöglichkeit gefunden zu haben. Also warten wir noch was sich tut.

Minchen genießt derweil die Aussicht aufs Meer.

Velika ist ein wirklich schöner, beschaulicher Strand.

Mina hat hier alles, was ihr Herz begehrt: Sonne und Schatten im Wechsel und zwischendurch ein Fußbad.

Eigentlich wollten wir weiter in Richtung Süd-Osten, in die Mani.

Aber daraus wird erst einmal nichts. Die Nachrichten aus Koronisia zeigen uns, dass wir die Rettung des Welpen selbst in die Hand nehmen müssen.
Also düsen wir auf dem schnellsten Weg zurück. Mina ist nicht unbedingt begeistert. Daher machen wir eine Pause in Korinth.

Zufällig entdecken wir einen tollen Kitestrand. Hier wäre eigentlich heute eine Session auf dem Wasser fällig, aber wir wollen noch ein Stück weiter, damit wir morgen mit dem Welpen zum Tierarzt können.

Wir überqueren die Rio-Andirrio-Brücke über den Golf von Korinth und legen uns bei Perama aufs Ohr.

Daumendrücken ist gefragt, damit die Welpenrettung morgen ohne Probleme über die Bühne geht.

Mina findet Autofahren ja ganz fürchterlich, aber zur Rettung eines Welpen hat sie sich heute ganz tapfer geschlagen und 300 km fast klaglos hingenommen.

1 Paralia Velika N 36° 59′ 45,1″ O 21° 57′ 5,8″
2 Lechaion Harbor N 37° 56′ 7,5″ O 22° 53′ 8,0″
3 Zentrum der Weltplattform N 38° 21′ 13,4″ O 21° 38′ 49,3″

Strecke insgesamt: 301 km

Regenpause in Velika

Heute werden wir wohl den Tag am Strand verbringen. Es ist sooo schlechtes Wetter, dass man höchstens kurze Regenpausen für Spaziergänge nutzen kann.

Mina findet das auch in Ordnung.

Wir sammeln Steine am Strand.

Wir schauen vom Wohnmobil aus auf das aufgewühlte Meer! Einmaliges Erlebnis, zuhause haben wir das nicht.

Wir stehen geschützt zwischen Sträuchern.

Der Strand ist riesengroß und unverbaut.

Leere Schildkröteneier!

Wir erfahren, dass der kleine Oscar adoptiert werden soll und dass Alessandra die quietschvergnügte Zecca tot aufgefunden hat. Das ist sehr traurig, aber wir hoffen und drücken die Daumen für ihr Brüderchen.

Endlich lässt sich die Sonne noch mal blicken und morgen kann laut Wetterbericht die Reise fortgesetzt werden.

Auf dem Grundstück hinter uns leben 3 ausgesprochen hübsche Hunde, die aber versorgt werden und daher keine Hilfe brauchen.

Zwischen Methoni und Koroni

Nach dem Frühstück sehen wir uns die venezianische Festung von Methoni an.

Uwe auf der Wanderung in das Kellerverlies!

Leider gab es an den wenigsten Stellen Hinweisschilder, um sich das Ganze einordnen zu können.

War das ein Treffer?

Auch die Bedeutung dieser Gewölbe wurde nicht erklärt.

Man kann kaum glauben, dass es hier 1487 einmal so ausgesehen haben soll, obwohl Methoni im Mittelalter eine wichtige Station für Reisende ins Heilige Land war.

Kurz vor Finikounda entdecken wir noch einen tollen Strand, ideal für eine Kaffeepause.

Hier gibt es seltsame blaue Schnecken.

Aber die Kaffeepause muss Uwe erst einmal verschieben, der Wind scheint stark genug für eine Kite-Session zu sein.

Aber die Bedingungen sind schwierig: starke Wellen und böiger, schwacher Wind.
Dann bleibt doch noch Zeit für einen Kaffee, bevor wir zu einem Kurzbesuch bei Martina und Enrico in Koroni aufbrechen.

Wir treffen uns mit den Beiden in einem palmengesäumten Café am Strand.

Anschließend fahren wir zu dem Anwesen der Beiden oberhalb des Cafés.

Unser kleiner Tollpatsch Mona nimmt unfreiwillig ein Bad in dem Pool, weil sie auf den rutschigen Fliesen nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Solche Szenen kennt man normalerweise nur aus Comics.

Mit dieser wunderbaren Aussicht trinken wir einen Aperitif und fahren anschließend zu unserem Stellplatz in Velika.

1 Burg Methoni N 36° 49′ 4,9″ O 21° 42′ 18,9″
2 Paralía Mavrovoúni N 36° 48′ 4,2″ O 21° 46′ 59,5″
3 Landhaus N 36° 46′ 23,4″ O 21° 55′ 44,6″
4 Paralia Velika N 36° 59′ 45,1″ O 21° 57′ 5,8″

Strecke insgesamt: 64 km