Windstärke 8

Wir haben uns ja eigentlich gefreut, aber dann wird es doch zu heftig.

Morgens ist es bedeckt.

Fische zum Trocknen, eine Methode zum Haltbarmachen.

Warm verpackt genießen wir das stürmische Wetter.

Wir fahren 14 Kilometer zum Eingang in den Roskilde-Fjord.

Hier sind zwar bedeutend weniger Wellen, aber der Wind scheint fast noch heftiger.

Wir lieben den Trubel hier.

Nette Surferkneipe

Endlich andere Leute, die den gleichen Sport lieben.

Selbst für Uwe zu heftig, in den Böen bis 38 Knoten, das ist Windstärke 8, schon ganz knapp vor 9.

Hier sind viele Surfer und Kiter auf dem Wasser.

Stellplatz Lymnæs

Dänische Krimskrams-Läden

1 Liseleje Strand N 56° 0′ 56,3″ O 11° 58′ 16,5″
2 Lynæs Surfcenter N 55° 56′ 36,1″ O 11° 51′ 47,3″

Strecke insgesamt: 14 km

Nach Surfspots in Sjælland suchen

Es ist Wind vorhergesagt. Daher wollen wir heute erstmal nach geeigneten Stränden Ausschau halten.

Isländer

Wir werden fündig bei Liseleye.

Der Strand ist ideal, nur das Wetter lässt zu wünschen übrig.

Wir parken direkt hinter den Dünen

Dünenstrand

Feiner weißer Sand

Da hilft nur ein gemütlicher Lesetag im Wohnmobil.

Abends kommt der Wind doch noch.

1 Tisvildeleje Strand N 56° 3′ 20,6″ O 12° 3′ 31,8″
2 Liseleje Strand N 56° 0′ 56,3″ O 11° 58′ 16,5″

Strecke insgesamt: 46 km

Strandtag

Heute machen wir überhaupt nichts, außer faul rum liegen und lesen.

Die reetgedeckten Häuschen sind einfach sooo schön

Hübsche reetgedeckte Häuschen und gepflegte Gärten

Hafen

Toller Dünenstrand

Abends noch ein kleiner Bummel durch Tisvilde und ein wunderschöner Urlaubstag geht zu Ende.

Die Malven gedeihen hier überall. Keine Ahnung warum ich das zuhause nicht kann.

In Dänemark ist alles immer total geschmackvoll dekoriert.

Nach dem Motto, das Beste kommt zum Schluss!

Stellplatz

Ohne Worte

1 Munkerup skovparkering N 56° 6′ 37,9″ O 12° 21′ 55,1″
2 Tisvildeleje Strand N 56° 3′ 20,6″ O 12° 3′ 31,8″

Strecke insgesamt: 27 km

Schloss Frederiksborg

Wir machen noch schnell einen Stopp bei der Tierklinik, weil wir bei 2 Hunden die Leptospirose-Impfung vergessen haben und fahren weiter zum Schlosspark des Renaissancepalasts.

Tiptop gepflegt!

Das Renaissanceschloss ist wirklich großartig

Es liegt in einem kleinen See

Wir bekommen von der Tierärztin noch den Tipp bei der königlichen Familie vorbei zu schauen, aber hier gefällt es uns lange nicht so gut.

Mittagspause im Schatten

Anschließend fahren wir noch 10 Kilometer weiter zu einem Strandparkplatz am Meer.

Eigentlich mit Blick nach Schweden, kommt aber auf den Fotos nicht zur Geltung.

1 Camperparking.dk N 55° 39′ 17,9″ O 12° 32′ 21,5″
2 Frederiksborg Slot N 55° 56′ 3,9″ O 12° 18′ 2,1″
3 Fredensborg Slot N 55° 58′ 55,2″ O 12° 23′ 44,7″
4 Munkerup skovparkering N 56° 6′ 37,9″ O 12° 21′ 55,1″

Strecke insgesamt: 84 km

Kopenhagen

Es war wunderbar auf unserem Bauernhof. Wir haben niemanden gesehen und nichts gehört. Paradiesisch!

Nach dem Frühstück geht es nach Kopenhagen zum Einchecken auf den „Campingplatz“. Nicht schön hier, aber sicher und stadtnah, was ja auch immer wichtig ist. Die Hunde können im Wohnmobil bleiben und wir machen uns alleine auf den Weg. Auch mal ganz schön!

Wir sitzen ganz vorne in der U-Bahn, weil sie komplett fahrerlos unterwegs ist.

Unsere Haltestelle heißt Marmorkirke.

Offiziell heißt die Kirche aus dem 18.J ahrhundert allerdings Frederickirke.

Sie wird nur wegen des verbauten Marmors so genannt.

Die Kuppel ist wirklich imposant.

Da staunt selbst Uwe.

Von hier sind es nur ein paar Schritte zu Schloss Amalienborg.

Die Wachablösung um 12 Uhr haben wir leider verpasst.

Man darf leider nicht ganz nah ran.

Von Schloss Amalienburg wollten wir eigentlich zum Rosenbergslot, wurden aber immer wieder durch andere schöne Dinge abgelenkt.

Die Bronzeskulptur „En af de mange“ (Einer der Vielen) stellt einen gefallen Soldaten des 1. Weltkriegs dar und wurde der Garnisons-Kirche von der Familie Hofman-Bang gestiftet. 

Königliches Theater

Schließlich landeten wir in Nyhavn.

Bunte Häuschen am Kanal

Ziemlich viele Touristen!

Aber man findet auch stille Ecken.

Und Designerläden zum Dahinschmelzen!

Endlich am Rosenborg Slot.

Ein prächtiger Renaissancepalast aus dem 17 Jahrhundert.

Das Innere müssen wir uns beim nächsten Mal anschauen.

Über den Markt geht es zum Rundetårn.

Der Rundetårn ist eine architektonische Besonderheit im Universitätsviertel.

Zar Peter I. wollte keine Treppen gehen, sondern mit der Kutsche nach oben fahren.

Jetzt laufen wir ins alte Universitätsviertel.

Das ist die Bibliothek.

Eingang zur Bibliothek

Der Unicampus

Irgendwann waren wir erledigt und sind mit der Metro zurück zu den Hunden.
Selbst hier findet man Kunstwerke an der Decke: eine LED-Installation mit bewegten Bildern.

Beim Abendspaziergang entdecken wir in der Nähe noch den schönen Park Vestre Kirkegård.

1 Skovlygård Camperparkering N 55° 6′ 53,1″ O 12° 9′ 44,0″
2 København N 55° 41′ 2,3″ O 12° 35′ 35,5″
3 Camperparking.dk N 55° 39′ 17,9″ O 12° 32′ 21,5″

Strecke insgesamt: 95 km

Vom Guldbergsund nach Møn

Badesteg am Campingplatz

Am Guldbergsund ist das Meer extrem ruhig.

Wir fahren zu dem schönen Park von Corselitze

Der schöne Park ist frei zugänglich

Mit Rosengarten

Seerosen

Der Gutshof ist bewohnt

Schöne reetgedeckte Häuser

Zur Mittagspause fahren wir an die Strände von Falster.

Man findet hier Feuersteine

Feinsandige Strände, extrem flach!

Die Hunde finden es gut!

Nach der Pause geht es zu den Kreidefelsen von Møn.

Wir wollten noch schöne alte Kirchen anschauen, aber die hatten leider zu.

Tiptop sauber! Kein Fitzelchen Müll!

Kreidefelsen von Møn

Schöne Aussicht

Nach 400 Stufen runter und auch wieder hoch, fahren wir zu unserem Bauernhof zum Übernachten.

Hübsche Orte gibt es hier!

Wir dürfen kostenlos auf einem Bauernhof übernachten.

1 Nysted autocamper plads N 54° 39′ 21,8″ O 11° 44′ 4,2″
2 Corselitze Park N 54° 46′ 5,7″ O 12° 1′ 5,3″
3 Havlykke Strand N 54° 43′ 19,7″ O 12° 0′ 51,9″
4 Møns Klint N 54° 57′ 57,1″ O 12° 33′ 7,5″
5 Skovlygård Camperparkering N 55° 6′ 53,1″ O 12° 9′ 44,0″

Strecke insgesamt: 171 km

Über Fehmarn zur Fähre nach Puttgarden

Übernachtung am Museumsbahnhof

Nach dem Frühstück geht’s zum Strand.

Museumsbahnhof

Wir fahren über die Fehmarnsundbrücke zu der hübschen Insel.

Über die Brücke

Strand an der Brücke

Burg auf Fehmarn

Dann geht’s zum Fährhafen Puttgarden. Wir bekommen gleich eine Fähre und verlassen die extrem teure Insel. Hier kosten P4night Plätze 48€. Das ist übertrieben.

Wir fahren mit einer extrem leisen Elektrofähre. Null Hektik beim Beladen! Alles ruhig und blitzsauber!

In Nysted auf Lolland finden wir ein ruhiges, kühles Plätzchen.

Sehr grün und schattig!

Und außerdem noch eine schöne Aussicht.

Zu guter letzt noch ein toller Sonnenuntergang.

Fazit – Dänemark 2020

Reisezeit

Wir waren noch nie so früh, also Ende Juni, in Dänemark, fanden es aber großartig. Es gab trotz des befürchteten Ansturms durch die Grenzöffnung nur wenige Touristen. Viele deutsche Wohnmobilfahrer sind dieses Mal wohl eher auf den Campingplätzen geblieben, weil im Internet nicht genau zu ersehen war, ob das Herumfahren überhaupt erlaubt ist.

Wir waren deshalb am Anfang auch vorsichtig und sind 4 Nächte auf dem gleichen Platz geblieben (Rekord).

Dann sind wir rumgefahren, haben andere Deutsche und viele Dänen mit Womo gesehen, verboten ist es also nicht.

So früh im Jahr gibt es auch noch nicht so viele nervige Fliegen wie im August und es wird bei Ostwind auch nicht so schwül. Das Wetter war genau so, wie man es sich wünscht, allerdings 2-3 zusätzliche Surftage wären nett gewesen.

Ein weiterer Vorteil unseres Reisetermins ist die Helligkeit rund um Mittsommer. Es wird erst um 12 Uhr so richtig dunkel und schon um 4 Uhr morgens wird es wieder hell.

Sehenswürdigkeiten

Wir waren ja schon sehr oft in Dänemark und haben zu Anfang alle Sehenswürdigkeiten nach Reiseführer abgeklappert. Dieses Mal haben wir nur eine Burg besichtigt und schon auf dem Hinweg Melsungen und Lübeck angesehen. Das war gut so.

Stellplätze

In früheren Jahren haben wir in Dänemark immer nur frei gestanden und hatten kein einziges Mal Probleme. Wir haben die Plätze immer mit Bedacht gewählt und Ansammlungen von Wohnmobilen gemieden. Allerdings gab es da noch keine Stellplatz-App. Die kann natürlich auch von der Polizei genutzt werden, um versteckte Plätze zu finden. Und in dieser App liest man nun gehäuft, dass einzelne versteckte Wohnmobile nachts um 4 geweckt wurden und 125 € bezahlen mussten. In Dänemark ist wohl kein ausdrückliches Verbotsschild notwendig, sondern es ist grundsätzlich verboten die Nacht im Wohnmobil außerhalb von Campingplätzen zu verbringen. Wirklich schade! Uns gefällt das so gut. Zum Glück gibt es, abgesehen von Campingplätzen, genug legale Alternativen. In erster Linie haben wir auf Hafenplätzen übernachtet. Diese Plätze gibt es sprichwörtlich an jeder Ecke, man hat das Wasser vor sich und gute Sanitäranlagen. Dänemark bleibt also weiterhin unser Sommerlieblings-Reiseland.

Zusammenfassung

Wir waren so glücklich, dass wir in diesem schrecklichen Jahr überhaupt verreisen durften, dass uns nichts, also selbst Dauerregen den Spaß hätte verderben können.
Aber zum Glück hatten wir keinen Dauerregen. Wir hatten einen perfekten Sommer-Sonne-Strand-Surf-Radel-Urlaub.

Letzter Strandtag

Unsere Bauernhofübernachtung war großartig, aber jetzt müssen wir noch vom Strand Abschied nehmen. Wir nehmen dieses Mal die Zufahrt in Grønhøj und haben nach wenigen Minuten unseren Strand gefunden. Das Fahren am Strand ist nicht etwa nur geduldet, sondern es handelt sich ganz offiziell um die Landstraße 55.

Um 15 Uhr brechen wir auf zur deutsch-dänischen Grenze nach Aabenraa, wo wir unseren letzten dänischen Abend verbringen wollen. Bis dort sind es ungefähr 300 km. Mehr kann man Mina selbst mit Baldrian nicht zumuten. Sie ist dann nicht ganz so panisch, wie sonst, aber ruhig und ausgeglichen ist anders.

Um 19 Uhr laufen wir in den Hafen von Aabenraa ein, der an der Ostsee liegt.

Auf dem Weg zum Stellplatz haben wir immer wieder Hinweisschilder mit dem Text „Lystbådehavn“ gesehen. Das hat für uns einen erotischen Touch und wir haben das direkt mit Lustbadehafen übersetzt. Leider ist das falsch, es heißt nur Yachthafen. Aber dafür sehen wir aus unserer Frontscheibe dirket auf das Strandbad.

Strandstraße

Als wir das erste Mal davon gehört haben, dass es in Dânemark befahrbare Strände gibt, haben wir eher die Nase gerümpft. Wir konnten uns einfach nicht vorstellen, dass das schön sein kann. Aber seit wir es kennen, lieben wir es. Zwischen Rødhus und Lokken kann man 50 km am Strand entlang fahren und sich ein geeignetes Plätzchen mit viel Abstand suchen.

Unseren letzten Tag hier in Nordjütland verbringen wir mit Lesen beim Rauschen der Wellen.

Man muss aufpassen, dass man sich keinen Sonnenbrand holt, weil man durch das angenehme kühle Lüftchen gar nicht merkt, wie stark die Sonne brennt. Deshalb machen wir abends noch einen Strandspaziergang.

Pferde sind natürlich auch hier und Carmen ist ein bisschen wehmütig, weil sie ihren Traum vom Galopp am Strand immer noch nicht verwirklicht hat.

Auf der Suche nach einem Übernachtungsplätzchen, man darf über Nacht leider nicht am Strand bleiben, entdecken wir ein besonderes Schätzchen auf einem Bauernhof.

Und dieses entzückende Begrüßungskomitee stand staunend vor unserer Elsa.