Noch ein bisschen Summer-Feeling

Man glaubt es kaum! Es ist November und hier fühlt es sich nach Sommer an.

Das war mal eine Schildkröte.

Die Hunde toben im seichten Wasser herum und haben viel Spaß.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang und Nachbarschaftsplausch mit Basti fahren wir noch einmal in die Berge. Auf der Fahrt kommen wir  an Nikopolis vorbei, für das wir uns beim nächsten Mal Zeit nehmen müssen.

Oberhalb von Mythikas liegt das Monument „Dance of Zalongo“. Hier haben sich Frauen mit ihren Kindern auf der Flucht vor Ali Paschas Truppen vom Felsen gestürzt.

Im Hof eines Klosters kann man parken.

Über 420 Stufen geht es hinauf.

Man kann aber auch den kürzesten Weg nehmen.

Die Aussicht ist wunderschön.

Immer wieder gibt es Kletterstellen.

Oben treffen wir Schweizer, die die gleichen Hobbys haben wie wir und auch die gleichen Reisen gemacht haben. Obwohl sie halb so alt sind wie wir, quatschen wir endlos. Und dann machen wir noch einen kurzen Stopp beim antiken Kassope.

Die Stadt wurde 350 v.Chr. gegründet und 15 v.Chr. befahl Kaiser Augustus die Umsiedlung der Bewohner nach Nikopolis.

Auch wenn es eher wie ein Schutthaufen aussieht, das war einmal das kleine Amphitheater.

Anschließend lassen wir den Tag am Meer ausklingen.

1 Paralia Agios Nikolaos N 38° 52′ 39,3″ O 20° 46′ 50,5″
2 Amphitheater Nikopoli N 39° 1′ 24,0″ O 20° 44′ 14,2″
3 Dance of Zalongo N 39° 8′ 54,8″ O 20° 41′ 3,5″
4 Ancient Kassope N 39° 8′ 42,1″ O 20° 40′ 35,1″
5 Paralia Boukas N 39° 5′ 10,7″ O 20° 39′ 50,5″

Strecke insgesamt: 69 km

Heute wird es wieder einmal gemütlich

Wir haben sehr gut geschlafen, weil sich der kleine Zwerg ein bisschen an unseren Rhythmus gewöhnt hat.
In Lefkada haben wir ein gutes Shelter in der Nähe gefunden und schon einmal Kontakt aufgenommen.

Dann schauen wir bei Jannis und Nicola vorbei, besprechen die weitere Vorgehensweise und lassen uns in die technischen Feinheiten der Elektroinstallation und der Sickergrube einweisen.

Sonnenterrasse

Obstplantage im Garten

Bevor wir uns auf den Weg nach Agios Nikolaos machen, trinken wir in der Strandbar noch einen Frappé.

Unser neuer Reisebegleiter ist wenigstens bei der Autofahrt sehr entspannt. Manchmal aber ist er der Überzeugung, dass er ein großer Kampfhund ist und stürzt sich todesmutig auf Tante Mona.

Einfach unbeschreiblich schön! In der Hauptsaison steppt hier der Bär, aber uns gefällt es jetzt wesentlich besser.

1 Paralia Koronisia N 39° 0′ 48,8″ O 20° 54′ 57,8″
2 Paralia Agios Nikolaos N 38° 52′ 39,3″ O 20° 46′ 50,5″

Strecke insgesamt: 79 km

Geschäftstermine in Arta

Wir haben heute Nacht in einem winzigen Hafen bei Arta übernachtet, weil wir zu unserer Anwältin müssen. Uwe geht schon ganz früh zum Leuchtturm.

Wir haben uns an den neuen Mitbewohner gewöhnt, auch wenn er manchmal welpentypisch übermütig ist, haben wir viel Spaß mit ihm.

Die deutsche Anwältin in Arta, die in unserem Sinne entscheidet, hat eine andere Vorgehensweise vorgeschlagen und sicherheitshalber werden wir im Dezember noch einmal hierher fliegen und alles endgültig selbst abwickeln. Jetzt sitzen wir erstmal im Café und lassen alles Revue passieren.

Wir wechseln wieder auf die Strandseite von Koronisia.

1 Yachthafen Kópraina N 39° 2′ 16,6″ O 21° 4′ 31,1″
2 Paralia Koronisia N 39° 0′ 48,8″ O 20° 54′ 57,8″

Strecke insgesamt: 44 km

Warten auf den Bauingenieur

Wir stehen extra früh auf, weil der Bauingenieur schon um 9 Uhr kommen wollte. Aber er verschiebt den Termin auf den Nachmittag. Also laufen wir ein bisschen durch das Haus, überlegen was wir ändern wollen und fahren anschließend zum Strand.

Wir planen, messen und organisieren die weitere Vorgehensweise mit Jannis und Nicola und fahren zum Schlafen an den Strand.

Behördengänge auf Griechisch

Heute stehen einige Formalitäten an. Also fahren wir nach dem Frühstück erst einmal nach Arta.
Steuerberater und Notarin haben wir schon mal erledigt, der Bausachverständige ist morgen an der Reihe.
Dann geht es nach Koronisia zum Entspannen.

Fußgängerzone in Arta

1 Kanali N 39° 5′ 10,7″ O 20° 39′ 50,5″
2 Arta N 39° 9′ 42,0″ O 20° 59′ 8,9″
3 Koronisia N 39° 0′ 48,8″ O 20° 54′ 57,8″

Strecke insgesamt: 72 km

Nach Kanali

Wir müssen erst am Mittwoch bei Joannis und Nicola sein und können daher heute noch einmal einen gemütlichen Lesetag am Meer verbringen. Allerdings soll es wieder 50 km weiter nach Süden gehen.

In Kanali ist es ruhig, keine Herdenschutzhunde und nur 2 andere Wohnmobile.

Zum Abendessen suchen wir uns ein noch ruhigeres Plätzchen 2 Kilometer weiter nördlich.

1 Kerentza Beach N 39° 13′ 2,3″ O 20° 28′ 57,9″
2 Paralia Boukas N 39° 5′ 10,7″ O 20° 39′ 50,5″

Strecke insgesamt: 32 km

Ankunft in der neuen Wahlheimat

So hatten wir uns das vorgestellt: Gemütliche Kabine, pünktliche Abfahrt und zum Frühstück werden wir geweckt und es ist bereits Land in Sicht.

Zuerst geht es zum Bäcker und anschließend frühstücken wir am Drepano-Beach.

Nach einem ausgiebigen Sonnenbad kaufen wir Vorräte ein und bewegen uns 60 km weiter nach Süden. Jannis hat für Mittwoch einen Termin vereinbart.

Neue Freunde finden wir natürlich auch schnell.

Wir hatten einen sehr erholsamen ersten Urlaubstag.

1 Fährhafen Igoumenitsa
2 Drepano Beach N 39° 30′ 52,0″ O 20° 12′ 49,4″
3 Kerentza Beach N 39° 13′ 2,3″ O 20° 28′ 57,9″

Strecke insgesamt: 77 km

Bella Italia

Wir schlafen tief und fest obwohl man zuerst denkt, dass man bei dem fürchterlichen Gerumpel kein Auge zubekommt. Carmen hat sogar die Abfahrt in Igoumenitsa verschlafen. Morgens beim Frühstück sind wir schon an Bari vorbei.

Jetzt müssen wir nur noch den Rest des Tages totschlagen und uns dann heute Abend mit leckerer Pizza in Offagna belohnen.

Das Meer ist ruhig und fast ganz glatt.

Müsste die Insel Vis sein.

Beim Mittagessen sind wir immerhin schon auf der Höhe von Pescara.

Aufgeregte Turnierpferde sind auch an Bord.

Carmen läuft ein bisschen durch das Schiff.

 

Aber wir sind immer noch weit von Ancona entfernt. Es wird sicherlich 17 Uhr MEZ, bis wir vom Schiff fahren können.

Um 16.30 Uhr ist zu unserer Erleichterung endlich Land in Sicht.

Ancona

 

Wir übernachten in Offagna, nur 12 km von Ancona entfernt. Viele kleine Orte im Landesinneren von Italien haben für Wohnmobil-Touristen Stellplätze eingerichtet. Sie profitieren damit von der Strategie, die Wohnmobile an der Küste zu vertreiben. Vor 20 Jahren war es noch total schwierig irgendwo mit dem Wohnmobil zu übernachten, weil in Italien an den meisten Stränden Strandbäder sind und dann der Zugang auch außerhalb der Saison nicht möglich ist. Mittlerweile hat sich die Situation durch die kleinen Ortsplätze total verändert. Man braucht nicht lange nach einem Platz zu suchen, weil es praktisch überall abseits der Strände nette Örtchen gibt. Unter diesem Aspekt müssen wir noch einmal versuchen eine Fähren-Kurzstrecke von Brindisi nach Vlora zu buchen. Dann kann man die Tagfähre nehmen und es ist nicht sooo unerträglich langweilig. Das hört sich nach einem guten Plan für nächstes Jahr an.

Offagna hat uns ausgesprochen gut gefallen. Es ist ein kleiner mittelalterlicher Ort mit toller Pizzeria (4 Rioni). Wir durften dort sogar mit 3 Hunden im Innenraum essen. Die Hundefreundlichkeit in Italien hat sich enorm verbessert. Der gemeindeeigene Stellplatz kostet nur 5 € und bei solchen Bedingungen zahlen wir das gerne.

1 Igoumenitsa
2 Ancona

Strecke insgesamt: 755 km

1 Ancona
2 Offagna N 43° 31′ 25,9″ O 13° 26′ 11,8″

Strecke insgesamt: 21 km

Warten auf Superfast

Wir hassen Fährfahrten und haben eigentlich nur wegen der armen Mina eine Fähre gebucht. Aber das war definitiv das letzte Mal. Die Abfahrt verzögert sich wieder einmal so extrem, dass es erst weit nach Mitternacht losgehen soll. Das ist überhaupt nichts für Carmen, die spätestens um 11 Uhr im Bett liegen muss. Mal sehen, wie wir das hinbekommen?

Unser Plätzchen auf der „Alm“ war jedenfalls gigantisch! Diesen Platz merken wir uns, falls wir noch einmal hier vorbei kommen. Man ist unabhängig von den Öffnungszeiten der Campingplätze und steht wesentlich schöner als auf dem Camperstopp unten in Plataria wo wir die erste Nacht in Griechenland verbracht haben.

Morgens stehen kleine Kälbchen vor der Tür, die ihre Mama verloren haben, aber die passen nicht mehr ins Wohnmobil!

Pferdeherden traben auch noch vorbei.

Die Mama sagt zu ihrem Fohlen, dass es sicherheitshalber vor uns weglaufen soll.

Zuerst wollen wir noch nach den Resten der 2000 Jahre alten Stadt Vrachonas suchen, die nur 3 km entfernt sein soll. Die Ruinen der zweigeschossigen Häuser sind erstaunlich gut erhalten. Eine Archäologin ist sich sicher, dass es eine byzantinische Stadt ist, andere glauben, dass es ein im 18.Jahrhundert aufgegebenes Dorf sein soll.

 

Die einzigen Bewohner von Vrachonas sind Pferde, Kühe und Ziegen.

Durch die intensive Beweidung wachsen hier fast nur noch Disteln, die den Tieren natürlich nicht schmecken.

Die Aussicht auf Pataria und Igoumenitsa ist unschlagbar.

Dann erledigen wir noch ein paar Einkäufe und fahren zum Drepano-Beach. Hier harren wir jetzt aus bis heute Abend um 22 Uhr.

Wir haben einen wunderbar entspannten Nachmittag und Abend am Strand und Uwe lässt sogar noch einmal seine neue Matte fliegen. Leider ist der Wind doch zu schwach und es reicht nicht wirklich.

Der Himmel war zwar leicht dunstig, daher war es nie zu heiß und einfach nur angenehm.

1 Panoramablick N 39° 25′ 39,7″ O 20° 16′ 13,2″
2 Vrachonas N 39° 24′ 33,6″ O 20° 18′ 18,8″
3 Drepano Beach N 39° 30′ 52,0″ O 20° 12′ 49,4″

Strecke insgesamt: 40 km

Nach Igoumenitsa

Leider, leider! 6 Wochen gehen so schnell zu Ende, wenn man so viele schöne Erlebnisse hat. Morgen geht unsere Fähre und man könnte die Strecke von 50 km auch ganz schnell in letzter Minute hinter sich bringen. Aber wir wollen das Ganze gern noch ein bisschen in die Länge ziehen. Für heute Abend haben wir uns einen Campingplatz kurz vor Igoumenitsa ausgesucht.

Natürlich müssen wir nach dem Frühstück zuerst noch einmal durch das Bachbett wandern und die Hunde müssen teilweise sogar schwimmen.

Das Hunderudel muss gegen die Strömung ankämpfen, aber gemeinsam schaffen wir das!

Mona sieht danach aus wie eine Bisamratte.

Nach der Wanderung durch den Acheron fahren wir weiter in Richtung Küste. Am Wegesrand entdecken wir noch eine byzantinische Kapelle aus dem 12.Jahrhundert.

Das Innere ist mit schönen Fresken verziert, die vielleicht restauriert werden müssten, um in ihrem alten Glanz zu erstrahlen.

Ein altes Nebengebäude, dessen Funktion wir nicht kennen (möglicherweise ein Kloster), ist nur noch als Ruine erhalten.

Unsere Mittagspause legen wir auf der Burg des Ali Pasha in der Nähe von Parga ein. Diese Burg ließ der Herrscher Anfang des 18. Jahrhunderts bauen, um Parga belagern zu können. Wir haben letztes Jahr eine andere Ali Pasha Festung in Albanien besichtigt, die in ausgezeichnetem Zustand war, aber hier in Griechenland hat man Vorbehalte gegen diesen sehr brutalen Eroberer und möchte an diese Zeit nicht erinnert werden.

Bei dem Küstenabschnitt zwischen Parga und Syvota handelt es sich um Steilküste, die nur selten den Zugang zum Meer ermöglicht. Wir hatten uns ja eigentlich einen Campingplatz für den letzten Tag in dieser Gegend ausgesucht, wollten aber noch einmal den Rundumblick genießen und haben uns spontan für eine Übernachtung auf der „Alm“ entschlossen.

1 Acheron Springs N 39° 19′ 35,9″ O 20° 37′ 1,6″
2 Ierá Moní Agíou Dimitríou N 39° 18′ 26,4″ O 20° 33′ 38,5″
3 Kástro Alí Pasá N 39° 17′ 54,7″ O 20° 22′ 5,0″
4 Panoramablick N 39° 25′ 39,7″ O 20° 16′ 13,2″

Strecke insgesamt: 81 km