Zum Golf von Korinth

Zeitumstellung! Wir merken davon nichts, weil Mona bei Sonnenaufgang munter wird und uns durch Lecken an allen Körperstellen, die nicht zugedeckt sind, weckt. Die Chance sie in Karditsa zu lassen ist vertan!

Wir fahren durch die Berge zum Golf von Korinth und besichtigen noch eine Grabstätte im Olivenhain.

Ursprünglich hatte diese Grabkammer die Form eines Bienenkorbes und stammt aus vorchristlicher Zeit, möglicherweise aus dem 12. Jahrhundert vor Christus. 2013 wurde das Grab zufällig beim Bau eines Bewässerungskanals entdeckt. Man fand zahlreiche Knochen und auch Grabbeigaben.

Kiesstrand von Tolofono

Es gibt viele Schattenplätze unter Tamarisken.

Hier sieht das Meer nicht ganz sooo ruhig wie bei Molos aus.

Um 16 Uhr ziehen wir noch ein bisschen weiter, finden aber keinen Platz, der uns richtig überzeugt.

Erst hinter der Brücke gefällt es uns wieder.

Unser Übernachtungsplatz

1 Ekklisía Agía Triáda N 38° 49′ 16,0″ O 22° 36′ 15,3″
2 lófos Ámplianos N 38° 30′ 46,5″ O 22° 24′ 6,3″
3 Paralia Tolofonos N 38° 20′ 14,4″ O 22° 11′ 35,6″
4 Paralia Riza N 38° 21′ 2,2″ O 21° 42′ 9,3″

Strecke insgesamt: 210 km

Zu Evi

Heute geht es nach Karditsa in das Shelter von Tiere in Not. Wir haben Decken und Futter dabei und weil die Platzreserven in unserer Elsa endlich sind, werden wir noch Futter dazu kaufen.

Hier in den Bergen ist es heute morgen wesentlich kühler als am Meer.

Auf der Fahrt nach Karditsa machen wir einem weiteren Stop am Seeufer und spazieren mit den Hunden durch die Einsamkeit.

 

In Karditsa fahren wir als erstes in den Lidl und füllen die Vorräte inklusive des Hundefutters für das Shelter auf.

In der Nähe des Shelters können wir keine Mittagspause machen, denn dort warten schon 10 hunrige Streuner, die uns beim Austeigen bedrängen würden. In der Nähe einer Moto-Cross-Strecke geht es dann ruhiger zu. Anschließend liefern wir die Spenden im Shelter von Christina ab. Dort war Mona untergebracht und daher finden wir den Platz problemlos wieder. Evi wartet schon mit ihrem Transporter und wir helfen beim Umladen. Mona ist es hier nicht geheuer, sie ist total zögerlich und springt nicht wie sonst vergnügt aus dem Camper. Unser jüngstes Enkelkind hat immer verlangt, dass Mona nach Karditsa zurück soll, weil Mona gerne leckt und Pina das überhaupt nicht leiden kann. Daraus wird jetzt nichts mehr.

Über die Autobahn sind wir in einer Stunde wieder am Meer bei Molos und wie eigentlich überall in Griechenland finden wir ein wirklich ruhiges Plätzchen.

1 Techniti Limni Plastira N 39° 17′ 23,9″ O 21° 44′ 24,3″
2 Karditsa Shelter N 39° 22′ 35,2″ O 21° 56′ 29,2″
3 Ekklisía Agía Triáda N 38° 49′ 16,0″ O 22° 36′ 15,3″

Strecke insgesamt: 154 km

Spenden abliefern

Wir wollen gerne die Tierschützerinnen in Karditsa unterstützen, haben dafür zuhause Spenden gesammelt und werden morgen Decken und Futter dort abliefern. Wir wollen gerne noch einmal zum Plastiras-See und starten deshalb bereits heute.

Über abenteuerliche Bergsträßchen geht es in Richtung Karditsa. Wir wollten mal was Neues ausprobieren.

Das große Abenteuer kommt aber erst kurz bevor wir den Plastiras-See erreicht haben. Google weißt uns darauf hin, dass es eine Straßen sperrung gibt und empfiehlt eine Umfahrung. Toll, dass es Google gibt. Schließlich landen wir in einem winzigen Bergdorf und sollen in die verschlossene Hofeinfahrt eines Hauses abbiegen. Der Besitzer des Hauses kennt das wohl schon. Er macht natürlich nicht das Tor auf. Warum auch? Netterweise erklärt er uns, dass es einen Weg über Schotterpiste gibt und wir ignorieren alle Warnungen von Google und fahren in Richtung Straßensperre. So ist es auch ausgeschildert, also irrt wohl Google vermuten wir. Mitten in einer Ortschaft hindert uns ein Sackgassen Schild an der Weiterfahrt und ein netter Grieche zeigt uns die ziemlich abenteuerliche Umfahrung, die Google bis zum Schluss hartnäckig verweigert, obwohl wir eigentlich nach Satellit schon lange vorbei sind. Schließlich haben wir es – Google zum Trotz – geschafft und stehen am Ufer des wunderschönen Sees.

1 Koronisia N 39° 0′ 48,8″ O 20° 54′ 57,8″
2 Tetrafilia N 39° 16′ 33,6″ O 21° 17′ 38,8″
3 Techniti Limni Plastira N 39° 17′ 23,9″ O 21° 44′ 24,3″

Strecke insgesamt: 186 km

Warten auf den Bauingenieur

Wir stehen extra früh auf, weil der Bauingenieur schon um 9 Uhr kommen wollte. Aber er verschiebt den Termin auf den Nachmittag. Also laufen wir ein bisschen durch das Haus, überlegen was wir ändern wollen und fahren anschließend zum Strand.

Wir planen, messen und organisieren die weitere Vorgehensweise mit Jannis und Nicola und fahren zum Schlafen an den Strand.

Behördengänge auf Griechisch

Heute stehen einige Formalitäten an. Also fahren wir nach dem Frühstück erst einmal nach Arta.
Steuerberater und Notarin haben wir schon mal erledigt, der Bausachverständige ist morgen an der Reihe.
Dann geht es nach Koronisia zum Entspannen.

Fußgängerzone in Arta

1 Kanali N 39° 5′ 10,7″ O 20° 39′ 50,5″
2 Arta N 39° 9′ 42,0″ O 20° 59′ 8,9″
3 Koronisia N 39° 0′ 48,8″ O 20° 54′ 57,8″

Strecke insgesamt: 72 km

Nach Kanali

Wir müssen erst am Mittwoch bei Joannis und Nicola sein und können daher heute noch einmal einen gemütlichen Lesetag am Meer verbringen. Allerdings soll es wieder 50 km weiter nach Süden gehen.

In Kanali ist es ruhig, keine Herdenschutzhunde und nur 2 andere Wohnmobile.

Zum Abendessen suchen wir uns ein noch ruhigeres Plätzchen 2 Kilometer weiter nördlich.

1 Kerentza Beach N 39° 13′ 2,3″ O 20° 28′ 57,9″
2 Paralia Boukas N 39° 5′ 10,7″ O 20° 39′ 50,5″

Strecke insgesamt: 32 km

Ankunft in der neuen Wahlheimat

So hatten wir uns das vorgestellt: Gemütliche Kabine, pünktliche Abfahrt und zum Frühstück werden wir geweckt und es ist bereits Land in Sicht.

Zuerst geht es zum Bäcker und anschließend frühstücken wir am Drepano-Beach.

Nach einem ausgiebigen Sonnenbad kaufen wir Vorräte ein und bewegen uns 60 km weiter nach Süden. Jannis hat für Mittwoch einen Termin vereinbart.

Neue Freunde finden wir natürlich auch schnell.

Wir hatten einen sehr erholsamen ersten Urlaubstag.

1 Fährhafen Igoumenitsa
2 Drepano Beach N 39° 30′ 52,0″ O 20° 12′ 49,4″
3 Kerentza Beach N 39° 13′ 2,3″ O 20° 28′ 57,9″

Strecke insgesamt: 77 km

Bella Italia

Wir schlafen tief und fest obwohl man zuerst denkt, dass man bei dem fürchterlichen Gerumpel kein Auge zubekommt. Carmen hat sogar die Abfahrt in Igoumenitsa verschlafen. Morgens beim Frühstück sind wir schon an Bari vorbei.

Jetzt müssen wir nur noch den Rest des Tages totschlagen und uns dann heute Abend mit leckerer Pizza in Offagna belohnen.

Das Meer ist ruhig und fast ganz glatt.

Müsste die Insel Vis sein.

Beim Mittagessen sind wir immerhin schon auf der Höhe von Pescara.

Aufgeregte Turnierpferde sind auch an Bord.

Carmen läuft ein bisschen durch das Schiff.

 

Aber wir sind immer noch weit von Ancona entfernt. Es wird sicherlich 17 Uhr MEZ, bis wir vom Schiff fahren können.

Um 16.30 Uhr ist zu unserer Erleichterung endlich Land in Sicht.

Ancona

 

Wir übernachten in Offagna, nur 12 km von Ancona entfernt. Viele kleine Orte im Landesinneren von Italien haben für Wohnmobil-Touristen Stellplätze eingerichtet. Sie profitieren damit von der Strategie, die Wohnmobile an der Küste zu vertreiben. Vor 20 Jahren war es noch total schwierig irgendwo mit dem Wohnmobil zu übernachten, weil in Italien an den meisten Stränden Strandbäder sind und dann der Zugang auch außerhalb der Saison nicht möglich ist. Mittlerweile hat sich die Situation durch die kleinen Ortsplätze total verändert. Man braucht nicht lange nach einem Platz zu suchen, weil es praktisch überall abseits der Strände nette Örtchen gibt. Unter diesem Aspekt müssen wir noch einmal versuchen eine Fähren-Kurzstrecke von Brindisi nach Vlora zu buchen. Dann kann man die Tagfähre nehmen und es ist nicht sooo unerträglich langweilig. Das hört sich nach einem guten Plan für nächstes Jahr an.

Offagna hat uns ausgesprochen gut gefallen. Es ist ein kleiner mittelalterlicher Ort mit toller Pizzeria (4 Rioni). Wir durften dort sogar mit 3 Hunden im Innenraum essen. Die Hundefreundlichkeit in Italien hat sich enorm verbessert. Der gemeindeeigene Stellplatz kostet nur 5 € und bei solchen Bedingungen zahlen wir das gerne.

1 Igoumenitsa
2 Ancona

Strecke insgesamt: 755 km

1 Ancona
2 Offagna N 43° 31′ 25,9″ O 13° 26′ 11,8″

Strecke insgesamt: 21 km

Warten auf Superfast

Wir hassen Fährfahrten und haben eigentlich nur wegen der armen Mina eine Fähre gebucht. Aber das war definitiv das letzte Mal. Die Abfahrt verzögert sich wieder einmal so extrem, dass es erst weit nach Mitternacht losgehen soll. Das ist überhaupt nichts für Carmen, die spätestens um 11 Uhr im Bett liegen muss. Mal sehen, wie wir das hinbekommen?

Unser Plätzchen auf der „Alm“ war jedenfalls gigantisch! Diesen Platz merken wir uns, falls wir noch einmal hier vorbei kommen. Man ist unabhängig von den Öffnungszeiten der Campingplätze und steht wesentlich schöner als auf dem Camperstopp unten in Plataria wo wir die erste Nacht in Griechenland verbracht haben.

Morgens stehen kleine Kälbchen vor der Tür, die ihre Mama verloren haben, aber die passen nicht mehr ins Wohnmobil!

Pferdeherden traben auch noch vorbei.

Die Mama sagt zu ihrem Fohlen, dass es sicherheitshalber vor uns weglaufen soll.

Zuerst wollen wir noch nach den Resten der 2000 Jahre alten Stadt Vrachonas suchen, die nur 3 km entfernt sein soll. Die Ruinen der zweigeschossigen Häuser sind erstaunlich gut erhalten. Eine Archäologin ist sich sicher, dass es eine byzantinische Stadt ist, andere glauben, dass es ein im 18.Jahrhundert aufgegebenes Dorf sein soll.

 

Die einzigen Bewohner von Vrachonas sind Pferde, Kühe und Ziegen.

Durch die intensive Beweidung wachsen hier fast nur noch Disteln, die den Tieren natürlich nicht schmecken.

Die Aussicht auf Pataria und Igoumenitsa ist unschlagbar.

Dann erledigen wir noch ein paar Einkäufe und fahren zum Drepano-Beach. Hier harren wir jetzt aus bis heute Abend um 22 Uhr.

Wir haben einen wunderbar entspannten Nachmittag und Abend am Strand und Uwe lässt sogar noch einmal seine neue Matte fliegen. Leider ist der Wind doch zu schwach und es reicht nicht wirklich.

Der Himmel war zwar leicht dunstig, daher war es nie zu heiß und einfach nur angenehm.

1 Panoramablick N 39° 25′ 39,7″ O 20° 16′ 13,2″
2 Vrachonas N 39° 24′ 33,6″ O 20° 18′ 18,8″
3 Drepano Beach N 39° 30′ 52,0″ O 20° 12′ 49,4″

Strecke insgesamt: 40 km

Nach Igoumenitsa

Leider, leider! 6 Wochen gehen so schnell zu Ende, wenn man so viele schöne Erlebnisse hat. Morgen geht unsere Fähre und man könnte die Strecke von 50 km auch ganz schnell in letzter Minute hinter sich bringen. Aber wir wollen das Ganze gern noch ein bisschen in die Länge ziehen. Für heute Abend haben wir uns einen Campingplatz kurz vor Igoumenitsa ausgesucht.

Natürlich müssen wir nach dem Frühstück zuerst noch einmal durch das Bachbett wandern und die Hunde müssen teilweise sogar schwimmen.

Das Hunderudel muss gegen die Strömung ankämpfen, aber gemeinsam schaffen wir das!

Mona sieht danach aus wie eine Bisamratte.

Nach der Wanderung durch den Acheron fahren wir weiter in Richtung Küste. Am Wegesrand entdecken wir noch eine byzantinische Kapelle aus dem 12.Jahrhundert.

Das Innere ist mit schönen Fresken verziert, die vielleicht restauriert werden müssten, um in ihrem alten Glanz zu erstrahlen.

Ein altes Nebengebäude, dessen Funktion wir nicht kennen (möglicherweise ein Kloster), ist nur noch als Ruine erhalten.

Unsere Mittagspause legen wir auf der Burg des Ali Pasha in der Nähe von Parga ein. Diese Burg ließ der Herrscher Anfang des 18. Jahrhunderts bauen, um Parga belagern zu können. Wir haben letztes Jahr eine andere Ali Pasha Festung in Albanien besichtigt, die in ausgezeichnetem Zustand war, aber hier in Griechenland hat man Vorbehalte gegen diesen sehr brutalen Eroberer und möchte an diese Zeit nicht erinnert werden.

Bei dem Küstenabschnitt zwischen Parga und Syvota handelt es sich um Steilküste, die nur selten den Zugang zum Meer ermöglicht. Wir hatten uns ja eigentlich einen Campingplatz für den letzten Tag in dieser Gegend ausgesucht, wollten aber noch einmal den Rundumblick genießen und haben uns spontan für eine Übernachtung auf der „Alm“ entschlossen.

1 Acheron Springs N 39° 19′ 35,9″ O 20° 37′ 1,6″
2 Ierá Moní Agíou Dimitríou N 39° 18′ 26,4″ O 20° 33′ 38,5″
3 Kástro Alí Pasá N 39° 17′ 54,7″ O 20° 22′ 5,0″
4 Panoramablick N 39° 25′ 39,7″ O 20° 16′ 13,2″

Strecke insgesamt: 81 km