Endspurt

Heute ist unser letzter Tag in Koronisia. Wir erfahren, dass Pirat von den Einheimischen Nero genannt wird und etliche Futterstellen hat. Die niedliche schwarz-weiße Hündin aus dem letzten Jahr hat ein gutes Zuhause gefunden. Das beruhigt uns. Außerdem gibt es Kastrationsprogramme der griechischen Regierung und eine Anlaufstelle für Streuner in Arta. Das müssen wir uns mal anschauen.

Letzter Frappé

Wind war natürlich auch wieder.

Rundflug

Heute Vormittag wollen wir die morgendliche Ruhe für ein paar Flüge mit Hedwig nutzen. Damit wir niemanden nerven, laufen wir ganz ans südliche Ende des Strandes, wo sich normalerweise niemand aufhält.
Das Wasser ist hier extrem flach und badewannenwarm und es bilden sich kleine Sandinseln.

Für Kinder ist es hier besonders schön

Muscheln suchen

Aus der Luft sieht der einsame Strand noch einmal besonders schön aus.

Der Ort Koronisia mit Hafen

Auf dieser Insel ist der Friedhof von Koronisia und auf dem schmalen Streifen links davon ist der 2. Strand und Stellplatz.
Auf der Karte kann man die tolle Lage mitten im Ambrakischen Golf gut erkennen.

Hier liegt der Ambrakische Golf

Nach der obligatorischen Surf- und Kite-Session gehen wir in Koronisia essen.

Sehr romantisch!

Aussicht von unserem Restaurant

Es war sehr lecker!

Mit Schafskäse gefüllte Paprika

Saganaki

Sonntagsspaziergang

Man kann es kaum glauben! Sonntag! Traumwetter! Himmlische Ruhe! Was will man mehr?

Ein Bummel durch das winzige Dörfchen zur Kirche ist unser Plan für den heutigen Vormittag. Eigentlich ist das in einer halben Stunde erledigt.

Blick von Koronisia zum Strand

Kirche aus dem 12.Jahrhundert

Restaurierte Ikonen

Überall blüht es wunderschön.

Wer kennt diese Pflanze?
Anne-Marie wusste es! Es ist Bleiwurz!

Solanum

Flaschenputzer

Bougainvillea

Zitronen

Anschließend geht es zum Hafen.

Blick vom Hafenkai über den Ambrakischen Golf

Griechische Tradition ist es anschließend einen Frappé zu trinken.

Leseplatz

Und pünktlich um 14.30 Uhr geht es los.

Entspannung

Wir haben für die letzten 4 Tage unseres großen Balkan-Roadtrips nichts mehr geplant. Nur noch lesen, durch das Dorf bummeln und Essen gehen. So etwas fällt uns tatsächlich schwer, aber wir geben uns Mühe.

Das Meer ist heute spiegelglatt.

Das nutzen die Seidenreiher zum Fischfang.

Wir lesen mit Blick aufs Meer.

Dann kommt wieder Wind auf, zunächst für den Übungskite und dann hat Uwe noch seinen Spaß.

Wieder einmal ein ungewöhnliches Wetter für Griechenland! Bewölkt und relativ kühl.

Abschied von den Bergen

Am nächsten Mittwoch geht ja bereits unsere Fähre. Aus diesem Grund wollen wir heute zurück ans Meer. Die letzten 3 Tage wollen wir nichts mehr besichtigen, sondern nur noch faul im Schatten liegen und eventuell ein bisschen surfen.
Nach dem Frühstück bummeln wir noch ein bisschen durch Papingo, um Fotos zu machen. Gestern Abend war der Himmel ein bisschen bedeckt und das sieht auf Fotos nicht ganz so schön aus.

Danach spazieren wir an den Felsenpools entlang.

Dieses Mal sind wir zwar ganz alleine hier, aber vormittags liegt der Canyon noch im Schatten.

Unser Mittagessen genießen wir wieder an der Blautopfquelle.

Im Anschluss daran sehen wir uns noch das antike Orroan an. Auch dieser Ort wurde erst vor wenigen Jahren entdeckt, obwohl sein Erhaltungszustand ungewöhnlich gut ist. Der Ort ist vermutlich aus dem 4. Jahrhundert v.Chr..

Kann man irgendwie nicht glauben, dass man vor 2400 Jahren so präzise bauen konnte.

Plan der bisher gefundenen Gebäude

Um 5 Uhr sind wir zurück in Koronisia und Uwe muss natürlich als erstes wieder den Kite aufpumpen.

Wer sagt es denn! Der Wind hat auf West gedreht. Das lässt für unsere letzten Urlaubstage hoffen.

1 Papingo N 39° 58′ 5,5″ O 20° 43′ 3,2″
2 Rogovo Rock Pools N 39° 58′ 24,2″ O 20° 43′ 31,5″
3 Ancient Orraon N 39° 16′ 18,8″ O 20° 55′ 30,7″
4 Paralia Koronisia N 39° 0′ 48,9″ O 20° 54′ 58,1″

Zagori-Dörfchen

Heute wollen wir weiter durch die griechischen Berge wandern. Lisa und Jan haben hier eine großartige Wanderung zum Drago Limni gemacht, aber 34 km an einem Tag schaffen wir nicht mehr. Wir wollen erst einmal am Voidomatis entlang wandern. Die Tour nennt sich Hunters of the Ice Age, weil durch Fundstücke belegt werden kann, dass hier in der Eiszeit Menschen in Höhlen gelebt haben.Wanderparkplatz am VoidomatisDie Wanderung führt durch schattige Wälder.Man hätte auch eine Rafting Tour machen können.Die Wanderung geht zwar immer am Voidomatis entlang, aber bergauf und bergab auf schmalen Pfaden, wenn es direkt am Ufer zu steil ist.Das Wasser schillert smaragtgrün.Manche Stellen haben nur wenig Strömung und eignen sich zum Schwimmen.Unser Ziel war die halb verfallene Kapelle des heiligen Anagiri.Die Kapelle ist zum Glück offen, denn sie ist wunderschön bemalt.Nach unserer Mittagspause fahren wir in das wunderschöne Bilderbuch-Dörfchen Papingo.
Wir suchen ein Restaurant für diesen Abend.Alle Häuser haben malerische SchornsteineTürmchen ohne FunktionEs gibt hier unzählige Cafés und Restaurants.Wir waren ganz lecker im Pantheon essen.Dieses Bergdorf ist einfach nur großartig.
Papingo setzt auf sanften Wandertourismus, keine Neubauten, Erhaltung der alten Bausubstanz und auch Wohnmobil-Touristen sind hier willkommen. Eines der Nachbardörfer war bis vor 4 Jahren auch noch wohnmobilfreundlich, hat nur 2 eher mittelmäßige Tavernen und setzt jetzt darauf, die Wohnmobile zu verbannen.In Papingo kann man ganz zentral übernachten und die örtliche Gastronomie nutzen.1 Bridge of Papingo N 39° 56′ 41,0″ O 20° 41′ 17,3″
2 Agii Anargyri N 39° 57′ 22,9″ O 20° 40′ 43,3″
3 Papingo N 39° 58′ 5,5″ O 20° 43′ 3,2″

Vikos-Schlucht

Heute Nacht war es angenehm kühl in unserem Wohnmobil, hier auf 1300 m Höhe. Wir haben eine wunderschöne Aussicht.

Kapesovo

Auf dem Weg nach Monodentrie gibt es wieder einmal Brücken zu sehen und damit Uwe in Stimmung bleibt, singe ich ihm das Lied von Karat vor.

Das ist für heute die letzte Steinbrücke, die Brücke der heiligen Mina und wie man sieht, findet Sanna das blöd. Keine Brücke ist nach ihr benannt!
Unterhalb von Monodentrie gibt es wunderbar schattige Parkplätze.

Von dort wandern wir zum Kloster Agios Paraskevi aus dem 13 Jahrhundert.

Klostereingang

Hier könnte man Kurse in Ikonenmalerei besuchen.

Man hat auch eine tolle Aussicht in die Vikosschlucht, die 900 m tief und 1100 m breit ist.

Am spannendsten finden wir allerdings den Weg am Kloster vorbei zum sogenannten Zitterpfad.

Mittlerweile kennt diesen Weg fast niemand mehr, aber wir haben vor vielen Jahren gehört, dass es ein Fluchtweg für die Mönche war, wenn das Kloster belagert wurde.
Anschließend setzen wir uns unter die riesige Platane im Zentrum und essen Pfannkuchen mit Schafskäse.

Es hat in diesem Frühjahr viel geregnet, deshalb blüht alles noch herrlich.

Dem heiligen Georg statten wir auch einen Besuch ab.

Dann geht es an den Pfannkuchen-Felsen vorbei zum Aussichtspunkt.

Unser letztes Ziel an diesem ereignisreichen Tag sind die Papingo Badegumpen. Als wir dann den Voidomatis überqueren, entschließen wir uns ganz spontan dort zu bleiben.

Uwe nimmt sogar ein Bad im eiskalten Wasser.

Der Voidomatis war einer der saubersten und kältesten Flüsse Europas. Jetzt nachdem Uwe den Tagesschweiß abgewaschen hat, könnte die Trinkwasser-Qualität vorübergehend gefährdet sein.
Zur Feier des Tages gibt es noch ein Candlelight Dinner am Strand.

1 Xōkklési N 39° 53′ 9,4″ O 20° 47′ 2,2″
2 Kloster Pareskevi & Zitterpfad N 39° 53′ 12,5″ O 20° 45′ 16,0″
3 Oxya Viewpoint N 39° 54′ 25,8″ O 20° 45′ 9,4″
4 Bridge of Papingo N 39° 56′ 41,0″ O 20° 41′ 17,3″

In die Berge

Beim Check unserer Wetter-App beschließen wir nach dem Frühstück in die Berge aufzubrechen. Wenn wir unserem Bauchgefühl und den Wetterdaten vertrauen können, bleibt es in den Bergen sonnig und hier am Meer windstill.

Aussicht aus unserer Elsa

Wir lieben solche einsamen Orte.
Die Abfahrt von der kleinen Insel ist jedes Mal ein Highlight.

Dammstraße

Man sieht Pelikane und andere Wasservögel, beim Kiten wird man von Carettaschildkröten begleitet, es ist paradiesisch hier.

Nach dem Einkaufen in Arta fahren wir zur Mittagspause zum römischen Aquädukt nach Fillipiada.

Mehr oder weniger zufällig entdecken wir eine wunderschöne Blautopfquelle.

Uwe nimmt ein Bad.

Carmen hört sich das Froschkonzert an und bespaßt den Nachwuchs.

Unter schattigen Bäumen lässt es sich herrlich picknicken.

Direkt neben der Quelle gibt es eine uralte Wäscherei. Leider gab es keine Erklärung auf Englisch und unser Griechisch-Wortschatz beschränkt sich auf das notwendige: Begrüßungen, Bedanken und notdürftiges Verstehen von Speisekarten.

Die trommelartigen Wasserbecken brachten uns dann selbst auf die richtige Idee.

Nach einem Frappé im Schatten geht es weiter in die Berge in Richtung der albanischen Grenze. Diese Region wird Zagori genannt.
In der Zagori gibt es unzählige alte Steinbrücken. Eigentlich wollten wir zur Brücke der heiligen Mina, aber ausgerechnet die haben wir nicht gefunden.

Huch! Wer ist denn das?

Diese Schildkröte wollte partout nicht von Uwe über die Straße getragen werden.

Manche Brücken wurden vermutlich in der Mitte des 17 Jahrhunderts erbaut, manche später. So genau weiß man das nicht.

Auch wenn es so aussieht, es ist nicht immer die gleiche Brücke.

Nach den Brückenbesichtigungen geht es zu unserem heutigen Tagesziel: den Vradetotreppen. Die Vradetotreppe verbindet den Ort Kapesovo mit Vradeto und war bis in die 70er Jahre die einzige Verbindung zwischen den beiden Orten.

Höhlen am Wegesrand

Es geht wieder über Brücken

Angeblich sind es Treppenstufen, ist aber nicht der richtige Ausdruck für dieses Geholper.

Duftendes Blumenmeer

Uwes Wanderschuhe müssen dran glauben.

Die Natur, die Landschaft, alles ist wunderschön.

Suchbild: wo sind Carmen, Sanna und Uwe?

Ist das ein Bläuling?

Übernachtungsplatz mit Rundumblick

1 Paralia Koronisia N 39° 0′ 39,7″ O 20° 55′ 31,5″
2 Roman Aqueduct N 39° 16′ 16,1″ O 20° 50′ 54,1″
3 Blue Eye N 39° 25′ 56,0″ O 20° 50′ 27,3″
4 Plakidas Bridge N 39° 51′ 41,8″ O 20° 47′ 10,9″
5 Vradeto Steps N 39° 53′ 37,6″ O 20° 47′ 8,8″
6 Xōkklési N 39° 53′ 9,4″ O 20° 47′ 2,2″

Urlaubsroutine

Hier in Koronisia schleicht sich immer die gleiche Routine ein: Morgens bis 9 Uhr schlafen, nach dem Frühstück mit Blick auf das Meer lesen, ein Bad zur Abkühlung nehmen und hoffen, dass sich am Mittag die Thermik durchsetzt. Wir informieren uns ja normalerweise über Windapps, aber hier in Koronisia ist keine Messstation und die kleine lokale Thermik wird von den umliegenden Messpunkten nicht erfasst. Hier zählt daher Erfahrung und Bauchgefühl.

Bei diesem Screenshot von der Windfinder Seite sieht man, dass zur Zeit noch ein schwaches Lüftchen aus Osten kommt.
Nach dem Mittagessen, ich kann es selbst kaum glauben, haben sich die Richtungspfleile um 180 Grad gedreht und die Farbe hat sich von lila zu blau verändert. Das heißt es könnte wieder einmal klappen, wenn die Farbe auf grün umschwenkt. Wer für diese ganzen Richtungsänderungen zuständig ist, kann ich selbst auch nicht erklären, aber irgendwie funktioniert es.

Und, was soll ich sagen! Es hat wieder einmal funktioniert.

Stadtstrand von Koronisia – heute ist bei den Griechen Pfingstmontag – leer!

Wieder auf unserem Inselchen

Vor 4 Jahren haben wir zufällig in einem Reiseprospekt des griechischen Tourismusverbandes etwas über Koronisia und den ambrakischen Golf gelesen und haben gleich geahnt, dass uns diese Region gefallen könnte. Tatsächlich war es Liebe auf den ersten Blick. Wir sind jetzt schon zum dritten Mal hier, nichts hat sich verändert. Alles ist wunderbar untouristisch, man könnte auch sagen langweilig. Es gibt keine touristischen Angebote, keine Andenkenläden, noch nicht einmal einen Lebensmittelladen oder Bäcker. Viele Leute schreckt das ab.
Gott sei Dank!

Morgens machen wir die Tür auf und frühstücken mit Geplätscher.

Unsere Drohne Hedwig zeigt die außergewöhnliche Landschaft.

Der Sandarm auf dem wir stehen.

Der Ort Koronisia

Der Sandarm auf dem wir stehen und der Ort im Hintergrund

Pünktlich nach dem Mittagessen kommt dann der Wind, man kann es kaum glauben.

Wir haben einen tollen Tag.

Das abendliche Gewitter bleibt heute aus.

Aber in den Bergen ist es nicht ganz so schön. Wir haben allerdings die Hoffnung noch nicht aufgegeben, zumindest eine 2 tägige trockene Zeit zu erwischen.

Der einzige Nachteil an Koronisia ist, dass man hier die Sonne nicht im Meer versinken sieht.