Überfahrt nach Limnos

Wir hatten schon vor einigen Jahren gehört, dass Limnos eine noch nicht überlaufene Surferinsel sein soll. Also ergreifen wir die Chance diese Insel zu erkunden. Die Windprognose ist gut, während auf Chalkidiki und dem griechischen Festland nur angenehme Frühsommer-Bedingungen herrschen, scheint dort Wind zu sein, der unsere Herzen höher schlagen lässt. Mit unserem Übernachtungsplatz bei Nea Peramus haben wir Glück gehabt. Die Gegend vor Kavala ist nämlich sehr touristisch.

Wir stehen an einem herlichen Dünenstrand. Das hat natürlich Vor- und Nachteile: der Strand ist wunderschön, aber man kann mit dem Wohnmobil nicht so dicht ans Wasser.

Das sind die Windbedingungen für Montag auf Limnos. Das müsste doch passen, haben wir und gedacht.

Die Festung von Kavala

Unser Fährschiff

Kavala verschwindet am Horizont.

Als nächstes fahren wir an der Insel Thassos vorbei.

Zuerst sitzen wir in der Pets-Lounge.

Wir beobachten andere Passagiere beim Möwenfüttern.

Und geniesen ein paar Sonnenstrahlen auf dem Open-Deck.

Aber später ist es uns dort zu ungemütlich und wir ziehen auf eine Couch-Landschaft um.

Pünktlich um 17 Uhr geht es von Bord. Wir wollen erst einmal einen Campingplatz mit angeschlossener Surfschule anfahren, aber der existiert überhaupt nicht.

Die Bucht ist auch ohne Surfschule wunderschön und leer.

Wir bleiben erstmal über Nacht und schauen morgen weiter.

1 Nea Peramos N 40° 49′ 4,4″ O 24° 18′ 22,9″
2 Fährhafen Kavala N 40° 55′ 53,9″ O 24° 24′ 45,1″
3 Fährhafen Myrina N 39° 52′ 14,6″ O 25° 3′ 15,6″
4 Paralia Saravari N 39° 57′ 59,3″ O 25° 20′ 52,6″N 39° 57′ 59,3″

Strecke insgesamt: 21 km
Strecke Fähre: 134 km
Strecke insgesamt: 40 km

Zum Fährhafen nach Kavala

Sonnenaufgang über Athos, dem heiligen Berg.

Eigentlich finden wir es in Andreas und Raimunds 2. Heimat wunderschön. Es steht in weiter Ferne noch ein französisches Wohnmobil, das wir aber noch nicht einmal sehen können. Schöner kann es nicht sein. Wir kommen nach unserem Inselausflug sicher noch einmal zurück, weil wir auch die Taverne Dionysos testen wollen. Die Taverne hat leider noch geschlossen, aber Andrea legt uns noch eine Käserei ans Herz.

Die Schotterpiste zur Käserei war nicht so ganz einfach, aber die Ausblicke entschädigen.

Käserei

Wir fahren über die alte Nationalstraße weiter in Richtung Kavala und haben dern 3. Finger von Chalkidiki (Athos) schon hinter uns gelassen.

In Amphipolis legen wir wieder eine Mittagspause ein.

Uwe findet eine Babyschildkröte und Sanna und Mina einen Spielgefährten.

Wir wussten leider nicht genau, ob wir sie ins Wasser bringen sollten, weil es sich um eine Wasserschildkröte handelt oder ob sie sich mehr darüber freut, wenn wir sie ins Gras setzen, weil es eine Landschildkröte ist.
Wir haben uns für die Variante Landschildkröte entschieden und sie ins Gras gesetzt. Als wri nochmals nach ihr geschaut haben, ware sie schon nicht mehr da. Ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen ist, wissen wir nicht.

Diesen netten Rüden fanden unsere Damen großartig. Er war ca. 1 Jahr alt und sehr gut sozialisiert, aber einen so großen männlichen Hund wollten wir dann doch nicht mitnehmen.

Selbst unsere Prinzessin Mina war ganz verliebt.

Die Sonne am Sandstrand brannte uns auf den Pelz und daher beschlossen wir, dem Löwen von Amphipolis einen Besuch abzustatten. Es handelt sich um eine große Statue, von der die ersten Teile erst 1912 in der Nähe des Flusses gefunden wurden. Nach und nach wurden weitere Teile in der Umgebung geborgen und zu dem jetzigen Standbild zusammengefügt.

Es handelt sich um ein Grabmonument für den Admiral Laomedon, der bei der berühmten Schlacht von Issos (333 bei …) unter Alexander dem Großen gekämpft und sein Gunst erworben hat. Viele von uns mussten sicher diese Eselsbrücke in der Schule lernen und wir haben uns gefragt: wo ist eigentlich Issos?

Beim Restaurieren übrig geblieben

Wir mussten natürlich auch noch einen FKK-Strand in Augenschein nehmen, bei dem zur Vorsicht geraten wurde, wenn man nackten jungen Männern zuwinkt. Carmen hat es versucht, aber es ist nichts passiert. Sollte das Carmen zu denken geben?

Anschließend nehmen wir noch ein Schwefelbad. Gut gegen Rheuma und andere Zipperlein. Das Wasser ist mit 40⁰ fast schon zu warm.

Eigentlich ist es ein Lost Place. Vor 20 Jahren war hier ein wunderschönes Kurbad. Mittlerweile ist alles verfallen und zugemüllt.

Aber griechische Ikonen werden immer noch gehegt und gepflegt.

Für die Übernachtung hatten wir verschiedene Tipps, aber letzten Endes sind wir auf einem Dünenparkplatz gelandet.

1 Paralia Pirgos N 40° 20′ 37,7″ O 23° 47′ 30,6″
2 Sandy Beach N 40° 46′ 52,2″ O 23° 49′ 37,0″
3 Löwe von Amphipolis N 40° 48′ 10,9″ O 23° 50′ 33,1″
4 Schwefelbad N 40° 44′ 13,2″ O 24° 5′ 27,6″
5 Paralia Ammólophoi N 40° 49′ 4,4″ O 24° 18′ 22,9″

Strecke insgesamt: 143 km

Abschied von Kassandra

 

Wir sind seit einer Woche unterwegs und liegen genau in unserem Zeitplan. Heute wollen wir noch an 2 anderen Stränden auf Kassandra halt machen und dann den ersten Finger in Richtung Kavala verlassen. Von dort geht unsere Fähre nach Limnos. Es war gar nicht so einfach die Fähre zu buchen. Man sollte ja meinen, dass das im Internet-Zeitalter einfach ist. Aber es war nirgendwo ersichtlich, dass Aegeain Sea Lines hin und Blue Star Ferries zurück fährt. Außerdem stand im Internet, dass man nicht länger als 6 m sein darf. Aber wenn man vorher anruft, ist das dann doch kein Problem und, und, und. Der Fahrplan im Netz zeigt nur nächtliche Überfahrten, aber das stimmt natürlich auch nicht. Der langen Rede kurzer Sinn: Wir haben eine Überfahrt am Sonntagmittag buchen können und sie nehmen auch längere Wohnmobile mit. Eine Rückreise bei BlueStar Ferries haben wir noch nicht gebucht. Es bleibt also spannend.

Wir überqueren Kassandra an der breitesten Stelle. Das ist auch nicht so einfach, wie einen Google Maps glauben lässt. Es wird uns mehrfach ein winziger Feldweg vorgeschlagen und wenn wir uns weigern versucht Google Maps es in der 2.Runde erneut.

An der Ostküste sind viele Ferienhäuser, nicht so ganz unser Fall. Die Abfahrten zum Strand sind auch abenteuerlich und wir machen es dann ohne Navi, frei Schnauze, doch noch ganz gut.

 

Kassandra hat 2 wirklich tolle Strände: den Palmenstrand im Naturschutzgebiet und Possidi. Die anderen Strände sind eher nichts für Wohnmobile.

Vor Sithonia legen wir noch einmal eine Strandpause ein.

Wir fahren noch 40 km weiter zum Strand von Develiki vor Athos. Den Tipp haben wir von Andrea und Raimund. Und es ist wirklich ein Traum. Die beiden Österreicher waren hier während der Pandemie gefangen und haben sich beim Olivenbauern nützlich gemacht. Sie haben von hier ihren Hund Foxy mitgebracht, weil sie ihre alte Hündin Aida hier begraben mussten. Natürlich mit Blick auf den heiligen Berg Athos.

1 Possidi Cape N 39° 57′ 31,1″ O 23° 21′ 50,1″
2 Kryopigi Beach N 40° 2′ 23,9″ O 23° 29′ 9,4″
3 Metamorfosi N 40° 13′ 37,6″ O 23° 34′ 54,0″
4 Paralia Pirgos N 40° 20′ 37,7″ O 23° 47′ 30,6″

Strecke insgesamt: 135 km

Chalkidiki

Heute soll es zum westlichsten Finger Chalkidikis Kassandra gehen. Dort soll wieder ein sandiges Kap sein, wo wir übernachten wollen.

Der Abschied von unserem Riesenstrand fällt uns schwer, aber es warten ja neue Ziele auf uns.

Zuerst machen wir nach 50 km in einem Naturschutzgebiet eine Pause.

Carmen ist begeistert von dem Blütenmeer aus Thymian, Mohn, Kamille, Levkojen und Frauenspiegel.

Levkojen

Kamille

Thymian

Frauenspiegel

Auch das Kap Possidi ist wieder ein Strand der Superlative.

1 Epanomi N 40° 22′ 49,7″ O 22° 54′ 39,4″
2 Moudania N 40° 12′ 54,9″ O 23° 19′ 57,7″
3 Possidi Cape N 39° 57′ 31,1″ O 23° 21′ 50,1″

Strecke insgesamt: 94 km

Um Thessaloniki herum

Viele Freunde haben uns erzählt, wie großartig Thessaloniki ist, aber es ist eben eine richtige Großstadt und das ist mit dem Wohnmobil und den Hunden immer schwierig. Also werden wir die Großstadt heute umfahren.

Abgesehen von ein paar Fischerbooten, die im Morgengrauen vorbei getuckert sind, war es wunderbar ruhig. Am Strand von Pydna blüht bereits der Mohn.

In den Bergen liegt noch Schnee.

Und wir trinken bei 16⁰ unseren Frühstückskaffee.

Dann machen wir noch einen kleinen Spaziergang zu den Salzbecken, um ein Bad zu nehmen, aber irgendjemand hat den Stöpsel gezogen.

Und den Salzstreuer haben wir im Wohnmobil gelassen.

Gelbsenf

Am Horizont kann man schon den Ort sehen, wo wir heute noch hin wollen.

Bevor es ans Meer geht, muss Uwe dann noch zu einem Campingladen in Thessaloniki, weil unser Abfluss kaputt ist. Der Laden erweist sich als Schatztruhe mit extrem netten Leuten. Man kann hier sogar übernachten und eine Stadtbesichtigung machen. Das muss man sich merken.

Wir sehen heute die Innenstadt nur im Vorbeifahren.

Der weiße Turm, ein Wahrzeichen von Thessaloniki.

Anschließend fahren wir an einen Traumstrand der Superlative in der Nähe von Epanomi.

Von hier aus sieht man noch den schneebedeckten Olymp.

Ein Schiffswrack für Tauchgänge liegt auch vor der Küste.

Ein riesiger Sandarm ragt hier ins Meer.

1 Alikes Kitros Beach N 40° 22′ 35,6″ O 22° 37′ 55,4″
2 Zampetas Campingzubehör N 40° 30′ 9,2″ O 22° 58′ 15,5″
3 Schiffswrackstrand N 40° 22′ 49,7″ O 22° 54′ 39,4″

Strecke insgesamt: 98 km

Ägäis

Heute wollen wir wieder ans Meer. Da gefällt es uns eigentlich am besten. Davor genießen wir noch das Vogelgezwitscher im Garten der Taverne.

Der Besitzer der Taverne ist sehr großzügig und vertraut seinen Gästen. Er ist nämlich gar nicht da.

Der Flieder duftet wunderbar

Bevor es ans Meer geht, frischen wir in Larisa unsere Vorräte auf. Eigentlich wollten wir dann die Mittagspause in einem Kloster verbringen, aber die Zufahrt war gesperrt. Wir haben dann ein kleines Bergdorf als Alternative ausgewählt.

Carmen verdeckt den Olymp.

Von hier sind es noch 26 km bis zum Sandstrand von Kouloura. Hier ist es wesentlich kühler als im Landesinneren, nämlich nur 21⁰.

Um 17 Uhr haben wir schon einen leichten Sonnenbrand und beschließen noch 60 km weiter nach Katerini zu fahren.
Dort treffen wir eine 80 jährige mit VW-Bus und Hund, die gerade aus Georgien und der Türkei zurück kommt. Chapeau!

1 Ydragogio Park N 39° 39′ 40,9″ O 21° 38′ 29,9″
2 Ampelakia N 39° 51′ 10,1″ O 22° 32′ 42,2″
3 Kouloura Beach N 39° 56′ 36,2″ O 22° 42′ 50,1″
4 Alikes Kitros Beach N 40° 22′ 35,6″ O 22° 37′ 55,4″

Strecke insgesamt: 216 km

Meteora, 2. Versuch

Wir trinken unseren Kaffee bei milden Temperaturen am Meer.

Mina nimmt auch gerne Fußbäder

Der Wohnmobil-Stellplatz ist eher ein Notbehelf, sauber und sicher, aber nicht nach unserem Geschmack. Heute soll es bis zu den Meteora-Klöstern gehen. Wir waren hier schon einmal vor einigen Jahren im Frühsommer, aber damals hat uns der Rummel genervt. Weil es auf unserer Strecke liegt, unternehmen wir einen 2. Versuch. Es sind 120 km und wir wollen für Mina in einer Stunde eine Pause einlegen.

Mina nimmt ein Fußbad im kalten Gebirgsbach, wir trinken einen Kaffee und dann geht’s weiter. In Kalambaka ist dieses Mal wesentlich weniger los und wir wissen auch was wir wollen und finden es eigentlich entspannt.

Vor rund 60 Millionen Jahren entstand das Antichasia-Gebirge, dessen südwestliche Ausläufer in Metéora steile Sandsteinfelsen bilden. Diese haben teils bizzare Formen angenommen und ragen wie die Finger eines Gottes hunderte Meter in die Höhe. Auf ihnen errichteten Mönche zwischen dem 10. und 16. Jahrhundert insgesamt 24 Klöster, die sie teilweise aus den Felsen herausmeißelten. Von dieser Bebauung stammt auch der Name der Region: “Metéora” heißt so viel wie “in der Höhe schweben”, was insbesondere bei Nebel und tiefhängenden Wolken greifbar wird, wenn die Felsen verdeckt sind und die Heiligtümer in der Luft zu schweben scheinen. Sie gehören mittlerweile zum Unesco-Weltkulturerbe.

Außerhalb von Kalambaka können wir bei einer Taverne in Sarakina übernachten und eine Kleinigkeit essen.

1 Plataria N 39° 26′ 37,9″ O 20° 16′ 21,1″
2 Tiria N 39° 31′ 31,8″ O 20° 41′ 38,7″
3 Meteora Klöster N 39° 43′ 3,5″ O 21° 38′ 14,4″
4 Ydragogio Park N 39° 39′ 40,9″ O 21° 38′ 29,9″

Strecke insgesamt: 195 km

Griechenland – wie lange noch?

Wir fahren mit der Fähre Superfast, aber dieses Mal ist sie superslow. Erst um 22 Uhr haben wir Ancona verlassen. Unsere Kabine ist winzig klein und das Meer ist durch den starken Wind aufgewühlt. Trotzdem haben wir recht ruhig geschlafen und auch Mina ist entspannt.

Erst um 10 Uhr begeben wir uns zum Heck zum Frühstück. Anschließend ist Geduld gefragt. Erst kurz nach 3 Uhr, griechische Zeit, ist Land in Sicht. Insgesamt waren wir 20 Stunden auf der Fähre. Das hatten wir wirklich noch nie. Keine Ahnung, woran es lag, aber zum Glück konnten wir uns ja mit Lesen beschäftigen. Nach der Ankunft geht es erst einmal traditionell nach Drepano Beach um den Stress abzuschütteln. Immerhin sind es 26⁰ und durch die Zeitumstellung ist es noch wesentlich länger hell. Wir haben also noch Zeit, um ein Nachtquartier zu suchen.

Wir übernachten in Plataria.

Überfahrt von Ancona nach Igoumenitsa

1 Fährhafen Igoumenitsa
2 Drepano Beach N 39° 30′ 52,0″ O 20° 12′ 49,4″
3 Plataria N 39° 26′ 37,9″ O 20° 16′ 21,1″

Strecke Fähre: 726 km
Strecke insgesamt: 27 km

Fazit – Griechenland

Reisezeit

Alle Griechenland-Fans, die wir unterwegs getroffen haben, haben uns erzählt, dass normalerweise April und Mai die beste Reisezeit ist. Welches Wetterphänomen in diesem Jahr dafür gesorgt hat, dass alles anders war, weiß keiner. Wirklich schlecht war das Wetter nicht,  aber jeden Abend gab es ein Gewitter mit Regen. Daher war es nie übertrieben heiß, aber die schönen Sommerabende mit Blick aufs Meer, konnten wir nur aus dem Wohnmobil genießen. Eine Schönwetterperiode ohne abendliche Gewitter konnten wir für 3 Tage im Pindosgebirge nutzen. Surfen und Kiten konnten wir nur in Koronisia, aber immerhin waren wir hier 6 Mal auf dem Wasser. Tsimari war nur ein Versuch, der nicht wirklich zählt. Aber wer kann schon etwas für die Großwetterlage?

Stellplätze

Die Auswahl an freien Stellplätzen ist in Griechenland unübertroffen gut. Die Campingplätze sind von guter Qualität. Wir waren in fast 3 Wochen Griechenland nur einmal auf einem Campingplatz. Die Möglichkeit zur Entsorgung ist nach wie vor fast nirgendwo gegeben. Wir haben während unseres Aufenthalts einen deutschen Biologen kennengelernt, der uns erklärt hat, wie man Fäkalien geruchsneutral und völlig unbedenklich in Dünger umwandeln kann. Das ist für uns eine gute Lösung. Mit Dusch- und Spülmittel gehen wir extrem sparsam um und konnten unser Grauwasser in LKW-Waschanlagen entsorgen. Ob es dort sorgfältig und umweltbewusst entsorgt wird, können wir nur hoffen? Da gibt es in Griechenland noch ein bisschen Nachholbedarf. Die Mülltrennung und Entsorgung hat aber schon große Fortschritte gemacht. Ein bisschen traurig sind wir immer noch über das Streunerelend. Es ist zwar besser geworden und es gibt gesetzliche Grundlagen, die das Aussetzen von Welpen verbieten, aber es passiert immer noch. Wir haben deshalb vor, ein Tierheim in Igoumenitsa anzuschauen und der deutschen Partnerorganisation beizutreten. Außerdem haben wir immer genug Futter dabei,  um hungrige Streuner zu versorgen.

Sehenswürdigkeiten

Wir haben bei dieser Reise in Griechenland 2 Ausgrabungsstätten angeschaut (insgesamt 5 € dafür bezahlt), eine römische Wasserleitung besucht,  in einer Blautopfquelle gebadet die Vradetotreppen und die Vikosschlucht erwandert und eine Voidomatis- und Badegumpenwanderung gemacht. Dabei sieht man natürlich immer wieder schöne orthodoxe Klöster mit wunderschönen Ikonen. Viele historische Steinbrücken und die malerischen Zagori-Dörfchen haben wir natürlich auch besichtigt. Wir lieben dieses Land wegen seiner Kultur,  den Tavernen,  dem Flair der Häfen in jedem winzigen Nest, dem leckeren Essen und nicht zuletzt wegen des Frappé. In der westgriechischen Küstenregion waren wir noch nie,  aber es hat uns sehr gut gefallen. Es ist recht untouristisch und typisch griechisch. Es gibt dort nur kleine Buchten und keine Sandstrände. Daher ist es dort vermutlich relativ einsam, weil viele Touristen eben die großen Sandstrände suchen.

Zusammenfassung

Griechenland ist einfach ein großartiges Reiseland, mit tollen liebenswerten Menschen und natürlich werden wir wieder kommen. Vermutlich werden wir uns die lange Anreise über den Balkan ersparen, weil wir keine Kroatienfans sind und auch nicht mehr werden und Albanien aus unserer Sicht zu sehr auf Ballermann-Touristen setzt und damit viele schöne Plätze zerstört. Wir hatten noch die Chance uns viele Orte in ursprünglicher Schönheit anzuschauen, befürchten aber nichts Gutes für die Küstenregion. Nächstes Jahr werden wir uns wohl einmal weiter nach Osten vorwagen und von Griechenland aus die Türkei erkunden. Kappadokien lockt uns.

Adriaüberquerung

Wir sind nächsten Freitag 6 Wochen unterwegs, aber genug vom Reisen haben wir eigentlich nie. Das Heimweh plagt uns noch nicht. Wir freuen uns natürlich unsere Lieben daheim wieder zu sehen, aber zumindest die Kinder und Enkel könnten ja einmal mit dem Flieger bei uns vorbei kommen.

Zuerst werden wir nach dem Frühstück noch zu einer Vogelbeobachtungsstation im Ambrakischen Golf fahren. Unser Schiff, die Hellenic Spirit legt ja erst heute Nacht um 23 Uhr in Igoumenitsa ab. Wir fahren nicht gerne mit der Fähre, deshalb versuchen wir immer eine Nachtfähre zu buchen, damit wir schon einmal einen großen Teil der Fahrt verschlafen.

Sanna nimmt noch ein Fußbad zum Abschied.

Wir halten noch einmal auf der Dammstraße.

Die Vogelbeobachtung ist etwas enttäuschend.

Ein kleines Fußbad brauchen wir zum Abschied auch noch.

Glasklaren Wasser

Von Arta aus geht es nun 100 km nach Norden zum Drepano Strand. Dort verbringen wir den Rest des Tages bis zum Einchecken.

Der Drepano Strand ist traditionell unser Ankunftsplatz nach der Fährüberfahrt und auch der Warteplatz vor dem Einchecken. Man steht im Schatten direkt am Meer.

Früher konnte man hier übernachten, aber das hat wohl überhand genommen. Der Campingplatz nimmt nur Dauergäste. Da müsste sich Igoumenitsa unbedingt etwas überlegen, weil nicht nur wir auf die Fähre warten. Mal sehen, was die Polizei meint! Letztes Mal hat sie sich noch mit unserem Fährticket zufrieden gegeben. Es gäbe sicherlich für alle Beteiligten weniger Ärger, wenn die Fährpassagiere irgendwie in Hafennähe vernünftig die Wartezeit überbrücken könnten. Die Fähre kommt nämlich aus Patras und wir haben schon erlebt, dass es enorme Verzögerungen gab. Heute allerdings ist sie schon sehr früh da und kommt auch nicht aus Patras.

Wir haben in Ruhe zu Abend gegessen und die Polizei kam nicht vorbei. Im Hafen geht auch alles glatt und die Hellenic Spirit liegt schon am Kai.

Um 22 Uhr sind wir an Bord.

Fensterplätze bleiben leer, in der Mitte ist alles voll. Die Strategie der Einweiser wird uns immer verborgen bleiben. Aber zum Glück ist es kühl und der Fensterplatz ist nicht wichtig, weil es dunkel ist und wir sowieso schlafen wollen. Frisch geduscht mit beliebig viel Wasser, legen wir uns aufs Ohr. Morgen können wir uns erst melden, wenn wir wieder italienisches Netz haben. Also nicht wundern über Funkstille.