Nach Kroatien

Heute wollen wir zumindest bis an die kroatische Grenze kommen. Vermutlich schlafen wir noch bei Triest, weil Stellplätze für Wohnmobile in Kroatien selten oder überteuert sind. Um Minas Wunsch nach Abwechslung entgegen zu kommen, schauen wir uns als erstes Treviso an. Treviso hat den Ruf, fast so schön wie Venedig zu sein, aber leer. Das sind nur 180 km! Für uns nicht viel, aber Mina findet das schon eine Zumutung.

Mit Mantova und dem weitläufigen Stellplatz haben wir eine gute Entscheidung getroffen. Man könne hier glatt verweilen. Zu Fuß ist man in einer halben Stunde mitten im Zentrum und hier kann man im Schatten entspannen. Ideal!

Weiter geht es nach Treviso mit seinen kleinen hübschen Kanälen und der malerischen Altstadt.

Es gibt ein Viertel mit hübschen Kanälen und Mühlrädern.

Diese kleine Meerjungfrau steht in einem Kanal an der Fischerinsel und dann gibt’s noch den Fontana del tette. Er wurde während einer Dürreperiode errichtet und später bei Volksfesten als Weinspender benutzt.

Es gibt wirklich schöne Gassen mit italienischem Flair und fast ohne Touristen hier.

Treviso Ist wirklich ein sehr gemütliches Örtchen mit einigen Kanälen, aber der Vergleich mit Venedig ist natürlich übertrieben.

Die Römer haben natürlich auch hier ihre Spuren hinterlassen.

Nach der Besichtigung von Treviso suchen wir einen Übernachtungsplatz in der Nähe der kroatischen Grenze. Wir entscheiden uns für die Soĉa. Eigentlich wollten wir ja zum Triglav-Nationalpark, aber wir haben von anderen Wohnmobil-Fahrern gehört, dass es dort zur Zeit noch zu voll ist. Also heben wir uns das für die Rückfahrt auf und übernachten immerhin schon mal an dem Unterlauf.

Der Stellplatz wird im Internet total zerrissen. Wir finden es hier vollkommen in Ordnung. Wir sind autark und suchen eigentlich nur einen Platz, an dem man geduldet wird. Und genau das gibt es hier. Wir haben natürlich auch den Sicherheitsaspekt im Visier. Es gibt eine Starkregen-Warnung für die Nacht, aber der Fluss ist weit genug weg und noch durch Dämme gesichert. Es gäbe malerische Plätze am Fluss, aber wir sind lieber mal vorsichtig.

1 Mantova N 45° 9′ 53,6″ O 10° 48′ 43,7″
2 Centro Storico Di Treviso N 45° 39′ 58,1″ O 12° 14′ 43,4″
3 Turriaco N 45° 49′ 43,5″ O 13° 25′ 53,3″

Strecke insgesamt: 319 km

Bella Italia

Dank unserer Heizung war es kuschelig warm und morgens scheint die Sonne.

Die Berge sind einfach wunderschön im Sommer.

Es fällt uns schwer unser wunderschönes Plätzchen auf der Passhöhe zu verlassen, aber gegen 10 Uhr muss es dann doch sein.

Wegen Mina wollen wir die Mittagspause bei Mailand in Trezzo verbringen. Erst einmal müssen wir unser Outfit wechseln, weil es mittlerweile 26⁰ C im Schatten sind.

Irgendwann müssen wir die Adda einmal auf dem Paddelweg erkunden. Sie mäandert gemütlich durch die Lombardei in Richtung Adria. Es gibt wirklich noch sooo viel zu entdecken.

Dann fahren wir noch 150 km weiter nach Mantova. Letztes Jahr haben wir Verona angeschaut und weil wir die Abwechslung lieben, muss es dieses Mal eine andere Stadt in der Lombardei sein. Der Stellplatz in Mantova ist nett.

Die Stadt sprüht nur so von italienischem Flair und Dolce Vita.

Die Stadt liegt an einem See, der zur Verteidigung angelegt wurde.

Es gibt zahlreiche wunderschöne Renaissancepaläste.

Palazzo Ducale

Piazza Erbe

In der Basilika Sant’Andreas ruht Erde, die mit dem Blut Jesu bei der Kreuzigung getränkt wurde. Diese Reliquie wird einmal jährlich durch die Straßen Mantovas getragen.

Rotondo San Lorenzo

Der prächtige Eingang zur Basilika

Das Innere der Basilika ist wirklich überwältigend.

Diese Aussicht hatten wir beim Essen und ein tolles Ambiente dazu. Wir waren ganz verliebt in das Flair dieser Stadt.

Gestern Käsefondue, heute Pizza!

Ein toller Tag neigt sich dem Ende entgegen. Wir sitzen im Wohnmobil und hören einem Konzert am Ufer des Sees zu. Italien hat so viel Lebensqualität. Wären hier nicht überall bewirtschaftete Lidostrände am Meer, würden wir uns hier wochenlang aufhalten.

1 St. Gotthard-Pass N 46° 33′ 23,1″ O 8° 34′ 8,0″
2 Fiume Adda N 45° 36′ 43,3″ O 9° 31′ 8,1″
3 Area attrezzata sosta camper „Sparafucile“ N 45° 9′ 53,6″ O 10° 48′ 43,7″

Strecke insgesamt: 349 km

Bella Italia

Schon beim Frühstück sehen wir Brindisi. Schnell einen wirklich leckeren Latte Macchiato und ein süßes Teilchen und dann geht’s wieder aufwärts. Am Stiefel hoch natürlich!

Auch nach unserer 4. Schiffsreise mit Grimaldi-Lines gibt es nichts zu meckern. Auch im Herbst werden wir noch einmal Grimaldi buchen. Unser ursprünglicher Plan war ja die komplette Anreise auf dem Landweg zu machen, aber mit 2 getrennten Fahrzeugen ist das wahrscheinlich nicht so entspannt.

Um 9 Uhr sind wir vom Schiff und wollen die Mittagspause bei Chieuto am Stiefelsporn verbringen.

Vor 4 Wochen waren wir hier noch ganz alleine. Damals hat es allerdings fürchterlich gestürmt und geregnet.

Diese Gegend ist noch relativ wenig zugebaut

Auf großen Steinplatten kann man die Aussicht genießen.

Nach einem Strandspaziergang wollen wir noch 270 km bis Offagna fahren und dort heute Abend Pizza essen gehen. Das haben wir letztes Frühjahr schon gemacht und es hat uns dort sehr gut gefallen. Offagna ist ein mittelalterliches Dörfchen in der Provinz Marken mit kleinen Gässchen und einer imposanten Festung

Wir finden die Pizzeria 4 Rioni sehr lecker.

Das Örtchen ist total unspektakulär und trotzdem total bezaubernd.

1 Fährhafen Igoumenitsa N 39° 29′ 20,4″ O 20° 15′ 26,7″
2 Fährhafen Brindisi N 40° 38′ 47,9″ O 17° 57′ 32,6″
3 Spiaggia di Marina di Chieuti N 41° 55′ 20,2″ O 15° 9′ 51,6″
4 Offagna N 43° 31′ 25,7″ O 13° 26′ 11,9″

Strecke der Fähre: 235 km (Luftlinie)
Strecke insgesamt: 580 km

Nach Brindisi zur Fähre

Heute müssen wir die letzten 600 km bis zur Fähre fahren.

Weil sowieso kein Badewetter ist, fahren wir nach dem Frühstück weiter, erst einmal zum „Stiefelsporn“.

Unser Fährhafen Brindisi liegt am Absatz des Stiefels und ist die kürzeste Fährverbindung nach Albanien oder Griechenland. Würde man über Kroatien auf der anderen Seite der Adria entlang fahren, bräuchte man wegen der schlechten Straßenverbindungen 3 Tage länger. Also haben wir uns für die nächtliche Fährfaht mit Kabine entschieden. Bei Grimaldi-Lines kostet das Hin und Zurück nur 500€. Wenn man keine Hunde hat, kann man natürlich auch von Venedig aus überfahren, aber für Vierbeiner, die stubenrein sind, ist es ein Problem an Bord ihr Geschäft zu erledigen.

Diesen wunderschönen Strand müssen wir uns für den Rückweg merken. Wir halten kurz vor Brindisi noch einmal zum Abendessen. Es reicht, wenn wir um 21 Uhr zum Einchecken im Hafen sind.

Grimaldi-Lines schickt uns eine Mail, dass wir erst um 24 Uhr auslaufen, weil dann der Sturm nachlässt. Ob die Wellen auch nachlassen? Vermutlich nicht. Aber gut! Wir waren noch nie seekrank.

Wir checken ein und warten, welche Entscheidungen Grimaldi-Lines wegen des Sturms trifft.

1 Bagni Lido Verde N 43° 50′ 3,3″ O 13° 2′ 43,4″
2 Spiaggia di Marina di Chieuti N 41° 55′ 20,2″ O 15° 9′ 51,6″
3 Fährhafen Brindisi N 40° 38′ 47,9″ O 17° 57′ 32,6″

Strecke insgesamt: 638 km

An die Adria

Nach dem Frühstück geht es um 9:30 Uhr weiter in südliche Richtung durchs Tessin, vorbei an den oberitalienischen Seen und Milano bis Campogalliano.

Übernachtung in Malvaglia

Unser Tagesziel liegt an der Adria

Campogalliano liegt zwischen Parma und Bologna und dort gibt es einen malerischen See, der für eine Mittagspause ideal ist.

Wir kommen ausgesprochen gut voran und sind um 18 Uhr in Fano am Meer. Es sind noch 18⁰ und Sonnenschein.

Uwe entdeckt beim Hundespaziergang noch eine Pizzeria und genau das ist doch der perfekte Abschluss eines Reisetages. Wir brauchen nichts zu kochen und essen eine Pizza 🍕, wie es sie nur in Italien gibt.

1 Malvaglia Chiesa N 46° 24′ 10,8″ O 8° 58′ 59,5″
2 Laghi Curiel N 44° 40′ 8,0″ O 10° 49′ 23,0″
3 Bagni Lido Verde N 43° 50′ 3,3″ O 13° 2′ 43,4″

Strecke insgesamt: 523 km

Back to Italy

Unsere Grimaldifähre legt recht pünktlich in Igoumenitsa ab. Wir legen uns sofort aufs Ohr und Carmen verschläft wieder einmal die Abfahrt. Morgens werden wir wieder zum Frühstück geweckt und am Horizont ist schon Brindisi zu erkennen. So finden unsere Hunde das Fährefahren in Ordnung und auch für uns ist es so nur halb so langweilig, wie die lange Strecke nach Ancona.

Wir hatten ja einmal kurz darüber nachgedacht, den kleinen Milo mit zu nehmen. Zum Glück haben wir uns für einen legalen Weg zur Adoption des Kleinen entschieden. Wir wurden dieses Mal kontrolliert.

Wer Sally, die griechische Tierschützerin unterstützen möchte oder einen Hund von ihr möchte,
kann bei Little Friends Lefkas schauen. Sie gibt wirklich alles für die Tiere.

Unsere Mittagspause am Meer bei Vasto.

Unser heutiges Tagesziel heißt Loreto.

Loreto soll nach Rom der wichtigste Ort für katholische Christen sein. Einer Legende nach sollen Engel das Haus von Nazareth in dem die Verkündigung stattfand hierher getragen haben. Bei unserer Ankunft ist es leider schon dunkel, daher verschieben wir die Stadtbesichtigung auf morgen früh. Wir besorgen nur noch eine leckere Pizza und damit klingt der Tag aus.

1 Fährhafen Igoumenitsa N 39° 29′ 20,4″ O 20° 15′ 26,7″
2 Fährhafen Brindisi N 40° 38′ 47,9″ O 17° 57′ 32,6″
3 La Sirenetta N 42° 6′ 27,6″ O 14° 43′ 2,0″
4 Loreto N 43° 26′ 30,4″ O 13° 36′ 53,6″

Strecke insgesamt: 552 km
Strecke der Fähre: 247 km

Zur Fähre

Das Meer ist sehr laut, aber wir haben trotzdem sehr gut am Palmenstrand geschlafen.

Es ist zwar immer noch bewölkt, aber mit 21° recht angenehm. Unser Ziel für die Mittagspause liegt bei Bari. Von dort sind es nur noch 100 km bis Brindisi und wir müssen erst um 20.00 Uhr im Hafen sein. Wir können uns also Zeit lassen. Kurz vor Bari legen wir eine Mittagspause am Strand ein. Es ist trocken und freundlich. Eine große Verbesserung zu gestern.

Steinige Küste Wir warten im Hafen von Brindisi.

Bis Brindisi sind es 1600 km, dafür ist die Fährzeit kürzer. Das langsame Getuckere auf der Fähre nervt uns ja immer besonders. Mal sehen, was wir morgen dazu sagen. Im Hafen klappt alles gut und die Fähre aus Griechenland ist auch pünktlich in Brindisi.

1 Porto d’Ascoli N 42° 54′ 42,4″ O 13° 54′ 25,2″
2 Giovinazzo N 41° 11′ 28,4″ O 16° 38′ 50,9″
3 Fährhafen Brindisi
4 Fährhafen Igoumenitsa

Strecke insgesamt: 485 km
Strecke der Fähre: 235 km

Durch die Po-Ebene

Wir haben wieder einmal herrlich ruhig in Malvaglia geschlafen.

Die Fahrt durch die Poebene ist extrem verregnet, sogar unsere Mittagspause müssen wir auf einem kleinen Hundespaziergang und Kaffeepause beschränken. Es gießt pausenlos. Wir fahren an Ancona vorbei und finden einen netten Parkplatz am Meer.

1 Malvaglia Chiesa N 46° 24′ 10,9″ O 8° 59′ 0,9″
2 San Vito N 44° 33′ 34,9″ O 10° 58′ 38,6″
3 Porto d’Ascoli N 42° 54′ 42,4″ O 13° 54′ 25,2″

Strecke insgesamt: 650 km

Verona

Der Stellplatz ist einfach super! Extrem leise und tiptop gepflegt. Heute Morgen bummeln wir noch einmal zu der Burg aus dem Mittelalter.

Ein hübsches untouristisches Dörfchen

Mittagspause machen wir in Bagnara di Romagna. Das ist ein mittelalterliches Dörfchen neben der Autobahn. Mit Google und P4night ist man immer bestens informiert.

Aber mit toller Eisdiele.

So stellt man sich das vor in Italien: Eisessen und Sonnenschein!

Übernachten werden wir dann in Verona. Ja! Leider, liebe Chiara! Wir haben uns nicht getraut in Padua zu bleiben. Alle Plätze, die wir gecheckt haben, waren uns zu unsicher.

Um 16 Uhr starten wir zu unserem Verona-Rundgang.

Verona liegt an der Etsch

Castelvecchio

Zugang zur Ponte Scaligero

Arena di Verona

Das Besichtigen von innen war wegen einer Veranstaltung nicht möglich.

Auf dem Weg zum Haus der Julia aus dem Shakespeare-Drama „Romeo und Julia“ kommen wir an wunderschönen Häusern und Plätzen vorbei.

Piazza delle Erbe

Casa di Giulietta aus dem 14. Jahrhundert mit dem berühmten Balkon

Aber das ist nicht Julia……

Der Dom von Verona wurde im gothischen Baustiel im 15. Jahrhundert errichtet.

Dom von Verona

Und nach dem Dom-Besuch waren wir von den vielen Eindrücken erschöpft und sind an der Etsch entlang zurück zum Wohnmobil gelaufen.

1 Offagna N 43° 31′ 25,9″ O 13° 26′ 11,8″
2 Bagnara di Romagna N 44° 23′ 18,9″ O 11° 49′ 32,2″
3 Verona N 45° 26′ 0,9″ O 10° 58′ 43,1″

Strecke insgesamt: 369 km

Bella Italia

Wir schlafen tief und fest obwohl man zuerst denkt, dass man bei dem fürchterlichen Gerumpel kein Auge zubekommt. Carmen hat sogar die Abfahrt in Igoumenitsa verschlafen. Morgens beim Frühstück sind wir schon an Bari vorbei.

Jetzt müssen wir nur noch den Rest des Tages totschlagen und uns dann heute Abend mit leckerer Pizza in Offagna belohnen.

Das Meer ist ruhig und fast ganz glatt.

Müsste die Insel Vis sein.

Beim Mittagessen sind wir immerhin schon auf der Höhe von Pescara.

Aufgeregte Turnierpferde sind auch an Bord.

Carmen läuft ein bisschen durch das Schiff.

 

Aber wir sind immer noch weit von Ancona entfernt. Es wird sicherlich 17 Uhr MEZ, bis wir vom Schiff fahren können.

Um 16.30 Uhr ist zu unserer Erleichterung endlich Land in Sicht.

Ancona

 

Wir übernachten in Offagna, nur 12 km von Ancona entfernt. Viele kleine Orte im Landesinneren von Italien haben für Wohnmobil-Touristen Stellplätze eingerichtet. Sie profitieren damit von der Strategie, die Wohnmobile an der Küste zu vertreiben. Vor 20 Jahren war es noch total schwierig irgendwo mit dem Wohnmobil zu übernachten, weil in Italien an den meisten Stränden Strandbäder sind und dann der Zugang auch außerhalb der Saison nicht möglich ist. Mittlerweile hat sich die Situation durch die kleinen Ortsplätze total verändert. Man braucht nicht lange nach einem Platz zu suchen, weil es praktisch überall abseits der Strände nette Örtchen gibt. Unter diesem Aspekt müssen wir noch einmal versuchen eine Fähren-Kurzstrecke von Brindisi nach Vlora zu buchen. Dann kann man die Tagfähre nehmen und es ist nicht sooo unerträglich langweilig. Das hört sich nach einem guten Plan für nächstes Jahr an.

Offagna hat uns ausgesprochen gut gefallen. Es ist ein kleiner mittelalterlicher Ort mit toller Pizzeria (4 Rioni). Wir durften dort sogar mit 3 Hunden im Innenraum essen. Die Hundefreundlichkeit in Italien hat sich enorm verbessert. Der gemeindeeigene Stellplatz kostet nur 5 € und bei solchen Bedingungen zahlen wir das gerne.

1 Igoumenitsa
2 Ancona

Strecke insgesamt: 755 km

1 Ancona
2 Offagna N 43° 31′ 25,9″ O 13° 26′ 11,8″

Strecke insgesamt: 21 km