Carmen hat heute nur am Strand gelegen und die Reiter beobachtet und Uwe hat nach Gesprächen mit Womonachbarn den ganzen Tag mit Checken von Elsa zugebracht. Positiver Nebeneffekt von Uwes Bemühungen: Es ist jetzt in allen Ritzen sauber und wir haben hoffentlich den Stromfresser von unserer Starterbatterie abgekoppelt. Unser Plan steht jetzt auch fest, die Route nach Dakhla ist geplant und am Montag, wenn hier eine Regenfront durchzieht, soll es losgehen.
Levante
Für heute war heftiger Levante angekündigt. Als es gegen Mittag in Valdevaqueros immer noch ruhig war, beschlossen wir nach Tarifa zum Entsorgen und Gastanken zu fahren. Dort staunten wir nicht schlecht. Obwohl Tarifa nur 10 km entfernt ist, Luftlinie wahrscheinlich noch wesentlich weniger, ballerte dort bereits der Wind. Wir fuhren zum Balneariostrand und das was dort abging, war selbst Uwe zu heftig, zumal der Wind schräg ablandig blies.

Oberhalb des Hafens steht dieser malerische Turm.


Man kann von dort die Düne von Punta Paloma sehen und dort war kein Kite am Himmel. Wir sind dann noch die anderen Spots Los Lances und Campo de Football abgefahren, aber überall war der Wind zu schwach. Kann man sich fast nicht erklären.


Das ist der Blick ins Mittelmeer vom Hafen von Tarifa aus. Die Einheimischen nennen diesen Strand Playa Chica.
Etwas frustriert sind wir dann noch Mal nach Punta Paloma zurückgekehrt, mit neuen Vorräten und ohne Abwasser, aber auf dem Wasser waren wir nicht.
Wir haben allerdings noch entdeckt, dass Tarifa auch durchaus für einen Kneipenbummel taugt und auch nette Läden zum Shoppen hat.

Diese Aussicht genießen wir abends aus der Frontscheibe unseres Wohnmobils und sind schnell wieder mit unseren fehlenden Surferlebnis des heutigen Tages versöhnt. Wir kennen das ja schon, wir waren jahrelang in Leucate und haben nie Wind erlebt und in Klitmøller ging es uns nicht anders.

Fake News
Eigentlich war für heute Levante angekündigt. Viele Surfer und Kiter sind heute morgen schon voller Vorfreude angereist, aber nichts tut sich. Also machen wir wieder einen gemütlichen Faulenzertag. Sommer im Dezember, man kann es kaum glauben, wie heiß es ist. So haben wir uns Überwintern vorgestellt.



Auf diesem Bild sieht man, dass es hier weit und breit nichts gibt. Außer einem Parkplatz auf dem Wohnmobile stehen. Hoffentlich bleibt das noch ein paar Jahre so.

Uns gefällt es hier so gut, dass wir hier sicher nicht zum letzten Mal waren.
Warten auf Levante
Ursprünglich wollten wir ja Anfang Dezember schon nach Marokko übersetzen, aber wir wissen natürlich auch, dass solche kostenlosen Stellplätze an Traumstränden rar sind. Dazu kommt, dass es in Marokko klüger ist einen CP aufzusuchen, wenn man nicht pausenlos Händler abwimmeln will. Also genießen wir erst einmal das Sommerwetter am Strand und ab morgen ist dann auch noch Ostwind (Levante) angekündigt. Das können wir uns nicht entgehen lassen. In der Zwischenzeit verfeinert Uwe sein Gleichgewichtsgefühl.

Kann man sich einen perfekteren Platz vorstellen? Unser Privatstrand beginnt sobald wir den Fuß aus dem Womo setzen. Das hat nicht nur Vorteile. Wir kehren jeden Tag eine Schaufel Sand aus dem Womo zusammen.

Heute sind keine Wellen zu sehen, das Wasser ist spiegelglatt.


Uwe ergreift die Gelegenheit zum supen.

Minchen kann es nicht mit ansehen! Gleich liegt das Herrchen wieder im Wasser!

Das ist die perfekte Welle, denkt sich Uwe……..

….. und gibt Gas.



Na ja! Da ist noch Luft nach oben. Wir hatten uns das mit dem supen einfacher vorgestellt. Auf flachem Wasser ohne Welle gehts, aber wehe, die Wellen kommen.
1. Advent
Wir haben weder Stollen, noch Lebkuchen, keinen Adventskranz und trotzdem geht es uns gut. Die Sonne scheint, es ist sommerlich warm und wir genießen es.


Aufmerksame Beobachter haben sicher gemerkt, dass wir mittlerweile am Rand des Strandparkplatzes mit Blick auf die Lagune stehen. Es war nämlich Wochenende und bei den Spaniern wurde kräftig gefeiert. Andalusische Gitarrenmusik klingt zwar toll, aber nicht unbedingt bis morgens um 4. Daher haben wir die 1. Reihe am Sandstrand freiwillig geräumt und sind erst heute Abend wieder zurückgekehrt.
Wochenend und Sonnenschein
Ja, heute haben wir mal Urlaub vom Reisen gemacht und haben den ganzen Tag gequatscht, gelesen und sind am Strand entlang spaziert.

Wenn wir nicht fahren, müssen wir unseren Strombedarf mit 3 Solarpanels erzeugen. Glücklicherweise haben wir die als mobile Version ausgelegt, so kann bei den hochsommerlichen Temperaturen unsere Elsa schön im Schatten stehen und die Panels stehen am Strand. Das reicht dann für den täglichen Bedarf an gekühlten Getränken, Kaffee, Nachrichten und Blog.


Die Berge am Horizont sind das Rif Gebirge von Marokko.

Bikiniwetter am 1. Dezember hatten wir bis jetzt auch noch nicht.
Valdevaqueros
Heute haben wir uns Mal wieder von der Stelle bewegt, weil wir einkaufen mussten. Danach sind wir wieder an einem Traumstrand in Valdevaqueros gelandet. Er heißt Punta Paloma und ist fast noch schöner als Bolonia. Afrika rückt auch schon deutlich näher. Man hat fast das Gefühl, als könnte man rüberschwimmen. Kein Wunder, dass Flüchtlinge sich trauen, in selbstgebauten Schlauchbooten die Reise ins vermeintliche Glück anzutreten. Es ist schon traurig zu sehen, wie viele zerstörte Gummiboote hier neben Müllcontainern liegen.



Vom eigentlichen Strand werden wir durch ein kleines Flüsschen getrennt, durch das man hindurchwaten muss. Unseren Hunden gefällt das besonders gut, da sie das Wasser endlich mal wieder auch trinken können. Je nach Wind und Wellen bildet sich hier durch das Flüsschen eine Lagune auf der man surfen kann. Leider ist das im Moment nicht der Fall. Der Rest des Tages ist ausgefüllt mit lesen, sonnenbaden und bodyboarden. Morgen ist der 1. Dezember und wir schwitzen hier in der Sonne. Es ist kaum zu fassen.
Baelo Claudia
Heute ist es ein kleines bisschen dunstig, daher besichtigen wir die römischen Ausgrabungen von Baelo Claudia, die sich unmittelbar neben unserem Übernachtungsplatz befindet. Die Römer stellten hier haltbare Thunfischprodukte, z.B. die Würzpaste Garum, her (römisches Maggi), mit denen sie Handel trieben.

So soll das Ganze einmal ausgesehen haben. Die Römer siedelten hier vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis zum 7. Jahrhundert n.Chr., danach übernahmen die Mauren die Stadt.

Das sind die Reste eines Aquädukts, 2 weitere sind nicht mehr erhalten.

Hinter dem Ausgrabungsgelände sieht man die große Düne von Bolonia.

Wie überall, wo die Römer siedelten, haben sie es sich gemütlich gemacht: Fußbodenheizung, Bäder, Theater und Tempel.

Das Ausgrabungsgelände ist riesig und sehr gut erhalten.

Unser Wohnmobilparkplatz wurde während unserer Besichtigungstour von diesem kleinen grauen Eselchen bewacht.
Bolonia
Über den Windsurferspot von Caños de Meca fahren wir nach Bolonia. In Caños de Meca hätte es uns gut gefallen, wenn es Strandparkplätze gegeben hätte.


Im Hintergrund sieht man den Leuchturm Trafalgar, dort fand im Jahr 1805 die berühmte Seeschlacht von Trafalgar statt, in der Admiral Nelson getötet wurde.
Ursprünglich wollten wir in Barbate übernachten, aber der Strandparkplatz war dermaßen übersät mit Scherben zertrümmerter Autoscheiben, dass wir ihn für zu unsicher hielten. Der Strand ließ allerdings nichts zu wünschen übrig.

Die Weiterfahrt hat sich gelohnt, Bolonia mit seinem Riesendünenstrand ist extrem schön.




Die „Inselchen“ am Horizont sind schon Afrika.


Und hier ist ein Sonnenuntergang, der den Titel „kitschigster Sonnenuntergang der bisherigen Reise“ trägt. Hier harren wir nun ein paar Tage aus, da wir auf die Entscheidung unserer Kinder warten, ob und wann sie sich mit uns in Marokko oder auch nicht treffen wollen. Wir dürfen ohne Visum nur 3 Monate in Marokko bleiben. Aber bei Sommerwetter und Strand direkt vorm Womo fällt uns das natürlich nicht schwer.
Sommer im November
Das Wetter ist so schön, dass wir heute erst Mal genießen müssen. Wir spazieren zu einer Strandkneipe, lesen und Uwe stürzt sich mit dem Standup-Paddler in den Atlantik.




Carmen hat hier einen jungen Belgier kennengelernt. Aber Sanna ist gar nicht so begeistert.



Der kleine Punkt rechts ganz weit draußen, das ist Uwe.
Neben uns steht zufällig eine junge Saarbrückerin, die hier auf einer Finca mit Andalusiern (den Pferden) arbeitet. (Tipp für meine Exchefin, wenn sie die Nase voll hat: hier werden Reiter mit Deutschkenntnissen gesucht.)
