Treffen mit den Moselglidern

Um 9 Uhr treffen wir uns in Veldenz mit den Moselglidern. Von unserem Moselstellplatz ist das nur 9 km entfernt. Wir können also in aller Ruhe frühstücken. Der versprochene Sonnenschein fehlt noch, aber es soll wenigstens den ganzen Tag nicht regnen. Mittlerweile ordnet man ja das bereits als gutes Wetter ein.

Obwohl der Himmel bedeckt ist, hat Uwe 3 wunderbare lange Flüge.

Wir wandern noch zum Schloss Veldenz. Es handelt sich um eine Burg aus dem 11. Jahrhundert, die teilweise wieder aufgebaut wurde. Den prächtigen Rittersaal können wir leider nicht besichtigen, aber vielleicht klappt es ja im August, wenn wir mit der Familie hier sind. Für dieses Ereignis sehen wir uns anschließend noch 3 Campingplätze an und reservieren einen Platz.

Hier gibt es den Nachbau einer Blide (mittelalterlische Steinschleuder).

1 Wintrich N 49° 53′ 3,0″ O 6° 56′ 52,4″
2 Landepaltz Burgen-Veldenz N 49° 52′ 51,1″ O 7° 0′ 42,7″
3 Schloss Veldenz N 49° 53′ 1,3″ O 7° 2′ 22,2″
4 Saarbrücken

Strecke insgesamt: 149 km

Moselausflug

Wegen des Regenwetters haben wir heute heftig in unserem Haus gewerkelt und entrümpelt. Schließlich wollen wir in einem Jahr wieder zu einer großen Reise starten und dann muss das Haus in guten Händen sein. Wir müssen noch weiter entsorgen und bei kleinanzeigen.de verkaufen. Alles nicht so einfach. Aber wir sind ein gutes Stück weiter gekommen und fahren wegen des nachlassenden Regens und einer Einladung der Moselglider nach Wintrich. Hier steht man sehr ruhig an der immer noch stark aufgewühlten Mosel. Wir genießen einen wunderschönen Abend in unserem Wohnmobil.

1 Saarbrücken
2 Moselstellplatz Wintrich N 49° 53′ 3,0″ O 6° 56′ 52,4″

Strecke insgesamt: 103 km

Burgenland

Ganz bei uns in der Nähe gibt es in den Nordvogesen zahlreiche Burgruinen. Eigentlich wollten wir mit dem Wohnmobil eine Burgentour machen, aber es ist sooo viel Regen gemeldet, dass wir uns auf Fronleichnam beschränken. Zuerst fahren wir zur Burgruine Ramstein. Die Burg wurde in den Felsen geschlagen, indem man bereits vorhandene Hohlräume nutzte.

Vom Wanderparkplatz sind es nur 10 Minuten bis zu der Raubritterburg aus dem 13. Jahrhundert.

Anschließend fahren wir zur zweigeteilten Burgruine Wasigenstein.

Für den Aufstieg muss man definitiv schwindelfrei sein und darf keine Höhenangst haben.

Man mag sich gar nicht vorstellen, wie ein Burgfräulein mit langem Gewand hier hoch stolziert ist.

Runter wird das Ganze auch nicht einfacher.

Die Geschichte der Burg ist maßgeblich durch die Teilung ihrer Erbauerfamilie in mehrere Linien bestimmt. 1299 teilten Fritzmann und Friedrich von Wasigenstein die Burganlage untereinander auf. Fritzmann erhielt den westlichen Burgfelsen, um dort eine neue Burg zu bauen. Seither war sie eine Doppelburg. Die Anteile an beiden Anlagen hielten bis Mitte des 14. Jahrhunderts Mitglieder der verschiedenen Linien der Familie von Wasigenstein.

Wir haben wieder einmal viel Neues erlebt und einen neuen tollen Übernachtungsplatz entdeckt. Die Burgruinen-Tour wird also ganz sicher eine Fortsetzung bei besserem Wetter finden. Es gibt hier sooo viele Burgruinen, da werden wir ein bisschen Zeit brauchen. Aber es ist ja auch nicht wirklich weit von zuhause weg.

1 Saarbrücken
2 Château de Ramstein N 48° 59′ 4,8″ O 7° 31′ 21,5″
3 Château de Wasigenstein N 49° 2′ 52,3″ O 7° 42′ 5,9″

Strecke insgesamt: 210 km

Pfingstausflug

Trotz widriger Wetterumstände wollen wir uns den Pfingstausflug mit unserem Wohnmobil nicht nehmen lassen. Vorbei an riesigen Wasserflächen, die die Saar hinterlassen hat, geht es nach Luxemburg. Das Wetter ist leicht unbeständig, aber zum Wandern in der Luxemburger Schweiz akzeptabel.

In Nommern starten wir zu unserer Wanderung und sind wieder einmal total begeistert von der Luxemburger Schweiz.

Auf diesem Wanderparkplatz lassen wir unsere Elsa zurück.

Unmittelbar hinter dem Wanderparkplatz geht es über Felsen abwärts.

Und dann muss man sich durch schmale Felsspalten quetschen.

Das ist sicher nichts für Menschen, die an Klaustrophobie leiden.

Auch unsere Hunde sind am Anfang etwas zögerlich.

Das Highlight für Mina! Wir haben ein Bächlein gefunden.

Manche Felsspalten sind so schmal, dass selbst Carmen sich seitlich durchzwängen muss.

Manche Höhlen sind etwas breiter.

Und andere bieten Schutz vor Regenschauern.

Der Drachen bewacht seine Höhle.

Nach der spektakulären Wanderung durch Noumerleeën machen wir noch einen Zwischenstopp am Schloß von Larochette.

Anschließend geht es nach Bourglinster zum leckeren Abendessen.

Das rein vegetarische Menü war ausgezeichnet und geschmacklich außerordentlich vielfältig. Es gab wirklich überhaupt nichts, was wir uns anders gewünscht hätten, außer vielleicht besseres Wetter, um im Innehof der Burg speisen zu können.

Zum Glück müssen wir nach diesem exzellenten Mahl nicht mehr Autofahren, weil unser Wohnmobil direkt hinter der Burg parkt.

Die letzten Kilometer

Wir haben auf dem Friedhofsparkpatz wunderbar ruhig geschlafen. Wir waren schon mindestens 10 mal hier, haben diesen beschaulichen Platz vor Jahren, ganz ohne P4night gefunden und dann einen Schreck bekommen, als wir gesehen haben, dass er dort gelistet ist. Aber seitdem hat sich zum Glück nichts geändert. Wir haben erst ein einziges Mal ein anderes Wohnmobil dort gesehen, obwohl er nach unserem Empfinden einfach ideal ist.  Es gibt eine Pizzeria und einen Bäcker- was will man mehr?

Leider haben wir vor dem Gotthard 1, 5 h im Stau gestanden und waren erst um 14 Uhr im Elsass.

Am Rhein- Rhônekanal legen wir unsere letzte Mittagspause dieser Reise ein.

Auf dem Heimweg

Uns hat es gut gefallen, auch wenn die Kritik im Internet deutlich war.

Früher sind wir immer so schnell wie möglich zu den Färhäfen gebrettert, haben uns beim Fahren abgewechselt und nur kurz zum Schlafen gehalten. Dank unserer Hundemaus Mina bauen wir jetzt viele Zwischenstopps mit Besichtigungsprogramm für Mensch und Hund ein. Eigentlich war ein kleiner Zwischenstopp am Gardasee geplant, aber dort hat man scheinbar etwas gegen Wohnmobilfahrer oder vielleicht auch gegen Touristen mit normalem Geldbeutel. Daher machen wir Mittagspause am wunderschönen Lago d‘ Iseo.

In diesem schönen Strandcafé verbringen wir eine geruhsame Mittagspause.

Für die Hunde gibt es eine Riesenschüssel mit Wasser.

Der Lago d’Iseo gefällt uns wirklich sehr gut und wir werden hier sicher noch öfter einen Zwischenstopp einlegen. Außerderm ist uns aufgefallen, dass die Strecke über Bergamo, Brescia und Verona ruhiger und abwechslungsreicher ist.

Wie schon so oft machen wir Station in Malvaglia Chiesa mit dem obligatorischem Besuch in der Pizzeria Stazione. Aber davor müssen die Hunde auch noch ein bisschen Spaß haben. Wir spazieren gemeinsam über die Felder bis zu dem Flüsschen Brenno und halten die Füße bzw. die Zunge ins Wasser.

Uwe badet die Füße in dem Brenno, damit wenigstens etwas sauber ist…..

Chiesa di San Martino aus dem 12. Jahrhundert

Ein leckeres schweizer Abendessen!

1 Verona N 45° 26′ 0,9″ O 10° 58′ 43,1″
2 Lago d’Iseo N 45° 39′ 48,8″ O 9° 57′ 35,2″
3 Malvaglia Chiesa N 46° 24′ 11,2″ O 8° 59′ 1,3″

Strecke insgesamt: 292 km

Verona

Der Stellplatz ist einfach super! Extrem leise und tiptop gepflegt. Heute Morgen bummeln wir noch einmal zu der Burg aus dem Mittelalter.

Ein hübsches untouristisches Dörfchen

Mittagspause machen wir in Bagnara di Romagna. Das ist ein mittelalterliches Dörfchen neben der Autobahn. Mit Google und P4night ist man immer bestens informiert.

Aber mit toller Eisdiele.

So stellt man sich das vor in Italien: Eisessen und Sonnenschein!

Übernachten werden wir dann in Verona. Ja! Leider, liebe Chiara! Wir haben uns nicht getraut in Padua zu bleiben. Alle Plätze, die wir gecheckt haben, waren uns zu unsicher.

Um 16 Uhr starten wir zu unserem Verona-Rundgang.

Verona liegt an der Etsch

Castelvecchio

Zugang zur Ponte Scaligero

Arena di Verona

Das Besichtigen von innen war wegen einer Veranstaltung nicht möglich.

Auf dem Weg zum Haus der Julia aus dem Shakespeare-Drama „Romeo und Julia“ kommen wir an wunderschönen Häusern und Plätzen vorbei.

Piazza delle Erbe

Casa di Giulietta aus dem 14. Jahrhundert mit dem berühmten Balkon

Aber das ist nicht Julia……

Der Dom von Verona wurde im gothischen Baustiel im 15. Jahrhundert errichtet.

Dom von Verona

Und nach dem Dom-Besuch waren wir von den vielen Eindrücken erschöpft und sind an der Etsch entlang zurück zum Wohnmobil gelaufen.

1 Offagna N 43° 31′ 25,9″ O 13° 26′ 11,8″
2 Bagnara di Romagna N 44° 23′ 18,9″ O 11° 49′ 32,2″
3 Verona N 45° 26′ 0,9″ O 10° 58′ 43,1″

Strecke insgesamt: 369 km

Bella Italia

Wir schlafen tief und fest obwohl man zuerst denkt, dass man bei dem fürchterlichen Gerumpel kein Auge zubekommt. Carmen hat sogar die Abfahrt in Igoumenitsa verschlafen. Morgens beim Frühstück sind wir schon an Bari vorbei.

Jetzt müssen wir nur noch den Rest des Tages totschlagen und uns dann heute Abend mit leckerer Pizza in Offagna belohnen.

Das Meer ist ruhig und fast ganz glatt.

Müsste die Insel Vis sein.

Beim Mittagessen sind wir immerhin schon auf der Höhe von Pescara.

Aufgeregte Turnierpferde sind auch an Bord.

Carmen läuft ein bisschen durch das Schiff.

 

Aber wir sind immer noch weit von Ancona entfernt. Es wird sicherlich 17 Uhr MEZ, bis wir vom Schiff fahren können.

Um 16.30 Uhr ist zu unserer Erleichterung endlich Land in Sicht.

Ancona

 

Wir übernachten in Offagna, nur 12 km von Ancona entfernt. Viele kleine Orte im Landesinneren von Italien haben für Wohnmobil-Touristen Stellplätze eingerichtet. Sie profitieren damit von der Strategie, die Wohnmobile an der Küste zu vertreiben. Vor 20 Jahren war es noch total schwierig irgendwo mit dem Wohnmobil zu übernachten, weil in Italien an den meisten Stränden Strandbäder sind und dann der Zugang auch außerhalb der Saison nicht möglich ist. Mittlerweile hat sich die Situation durch die kleinen Ortsplätze total verändert. Man braucht nicht lange nach einem Platz zu suchen, weil es praktisch überall abseits der Strände nette Örtchen gibt. Unter diesem Aspekt müssen wir noch einmal versuchen eine Fähren-Kurzstrecke von Brindisi nach Vlora zu buchen. Dann kann man die Tagfähre nehmen und es ist nicht sooo unerträglich langweilig. Das hört sich nach einem guten Plan für nächstes Jahr an.

Offagna hat uns ausgesprochen gut gefallen. Es ist ein kleiner mittelalterlicher Ort mit toller Pizzeria (4 Rioni). Wir durften dort sogar mit 3 Hunden im Innenraum essen. Die Hundefreundlichkeit in Italien hat sich enorm verbessert. Der gemeindeeigene Stellplatz kostet nur 5 € und bei solchen Bedingungen zahlen wir das gerne.

1 Igoumenitsa
2 Ancona

Strecke insgesamt: 755 km

1 Ancona
2 Offagna N 43° 31′ 25,9″ O 13° 26′ 11,8″

Strecke insgesamt: 21 km