Col des Bagenelles

In Saarbrücken ist es glatt und alles ist grau in grau. Wir wollen heute 160 km bis zum Col des Bagenelles.

Man kann es beim besten Willen nicht glauben, dass in den Bergen die Sonne scheinen soll, aber oberhalb von Saint Marie au Mine in 700 m Höhe kann man sie bereits erahnen und auf dem Col mit 906 m ist es wunderbar.

Im Tal liegt alles im Dunst.

1 Saarbrücken
2 Col des Bagenelles N 48° 11′ 35,7″ O 7° 6′ 51,5″

Strecke insgesamt: 179 km

Zurück nach Athen

Wir haben wunderbar geschlafen und starten nach dem Frühstück in Richtung Athen. Der Himmel ist wieder einmal wolkenlos. Hier macht der Winter wenigstens manchmal eine Pause vom traurigen Einheitsgrau.

Wir halten kurz in Mesolongi an der Lagune.

Wir machen auch noch Fotos von der Brücke bei Patras, überqueren den Rio und fahren am Golf von Korinth entlang. Mittlerweile sind es 16°.

Am Istmos müssen wir noch einmal kurz anhalten, um das Wunderwerk zu bestaunen.

Und dann warten wir.

Es geht pünktlich los und bei klarem Himmel macht es viel Spaß aus dem Fenster zu schauen.

Der Olymp ist schneebedeckt. Da müssen wir auch noch hin.

Man kann den Ohridsee erkennen.

Sonnenuntergang im Flieger

Vertragsabschluss

Wir gehen zum Frühstücken zu unserem Stammcafé an der Platia und immerhin können wir unser Frühstück schon mal auf Griechisch bestellen. War schwierig! Latte Macchiato heißt doch tatsächlich Latte Macchiato. Der Himmel ist wolkenlos, daher ist es kühler als gestern.

Es dauert wieder einmal alles endlos lang. Zuerst zur Piräusbank, die uns Schecks aushändigt, dann zum Finanzamt, um die Grunderwerbssteuer zu zahlen und und und……
Erst gegen 16 Uhr haben wir alles erledigt, incl. Stromanschluss und Gebäudeversicherung mit Erdbebenrisikozuschlag. Zum Abschluss fahren wir zur Brücke und stoßen auf das erfolgreiche Projekt an.

Den griechischen Winter genießen

Wir haben wunderbar geschlafen und nach dem Frühstück bummeln wir durch Arta.

Von der Hotelterrasse aus, kann man ins Amphitheater schauen.

Die Hotelterasse ist zwar wunderschön, aber in dieser Jahreszeit ist es uns dort etwas zu frisch.

Zuerst gehen wir zur Agios Dimitrios Kirche mitten in der Stadt.

Wir schauen nach dem Kirchgang bei der Burg vorbei.

Anschließend geht es zu einem 2.Frühstück zum Platias Ethnikis Antistaseos, was Platz des nationalen Widerstands heißt. Wie man sieht, bemühen wir uns um Integration.

Nach wenigen Augenblicken haben wir wieder einen vierbeinigen Begleiter.

Als nächstes statten wir der Trösterin der Jungfrau Maria von Arta einen Besuch ab. Die Kirche wurde gegen Ende des 13.  Jahrhunderst auf den Resten eine noch älteren Kirche errichtet.

Auf dem Rückweg zu unserem Hotel schauen wir uns das Amphitheater auch noch von der anderen Seite an.

Vorbei an der Parkwächterin geht es zu unserem Auto und nach Koronisia.

Street Art am Parkplatz

Der Weg nach Koronisia verzaubert uns immer wider aufs Neue.

Von der Terasse unseres Neuerwerbs hat man auch im Winter einen schönen Ausblick.

Erst in den Abendstunden, nachdem wir den Schreiner Stavros kennengelernt und ausgiebig mit Nicola und Jannis geredet haben, fahren wir zurück nach Arta. Für heuten Abend wollen wir uns dort ein typisch griechisches Menü gönnen.

Kurzausflug nach Koronisia

Wir fliegen nach Griechenland, um unser Häuschen zu übernehmen. Pünktlich um 7 Uhr starten wir zum Frankfurter Flughafen.

In Frankfurt ist es noch neblig und trüb.

Über den Wolken ist es natürlich immer schön.

Über Albanien beginnt sich die dichte Wolkendecke zu lichten.

In Grienchenland sind alle Wolken verschwunden und der Blick aufs Meer ist frei.

Wir fahren noch zum Istmos von Korinth. Durch die 6 km lange Landenge bei Korinth wurde ein Kanal gegraben, der bereits Ende des 19. Jahrhunderts fertig gestellt wurde, um den Golf von Korinth mit dem zu verbinden.

Unser Hotel in Arta erreichen wir kurz nach 20:00 Uhr. Es liegt direkt in der Fußgängerzone und ist sehr schön eingerichtet. Leider regnet es in Stömen und wir verspüren keine Lust mehr vor die Türe zu gehen und essen im Hotelrestaurant.

Nach Saarbrücken

In den Bergen ist wunderbares Wanderwetter. Daher fahren wir noch auf den Gotthard. Wir haben es ja nicht eilig.

Unser Übernachtungsplatz an der Kirche von Malvaglia.

On the road

In 2091 m auf dem Pass ist es wunderbar, wenn auch recht kühl.

Sobald wir aus dem Schweizer Netz draußen sind, machen wir eine gemütliche Pause am Naturfreundehaus „Maison de la nature du vieux canal“.

1 Malvaglia Chiesa N 46° 24′ 10,9″ O 8° 59′ 0,9″
2 Maison de la nature du vieux canal N 47° 53′ 57,1″ O 7° 27′ 45,3″
3 Saarbrücken

Strecke insgesamt: 481 km

Ins Tessin

Das Tessin wird heute unser Tagesziel sein, aber bevor wir starten, müssen wir uns natürlich die Basilika anschauen. Der Bau ist wirklich großartig. Von außen sieht alles schlicht aus. Die Basilika wurde um das heilige Haus herum im 14. Jahrhundert erbaut.

Palazzo Apostoliko

Arkaden des Palazzo Apostoliko

Der Palazzo Apostoliko ist ein Renaissancepalast.

Die Innenräume sind wunderschön bemalt. Immer mehr Gläubige finden sich zum Gebet ein. Nach kurzer Zeit erlebt man das, was wir schon in Lourdes gesehen haben. Schwerstkranke werden hierher gebracht, weil es hier schon Wunderheilungen gegeben haben soll und schon nach kurzer Zeit bricht eine Frau schreiend zusammen und der Krankenwagen muss gerufen werden. Schon in Lourdes fanden wir es sehr bedrückend, Menschen zu sehen, die von den Ärzten aufgegeben wurden, die nun auf ein Wunder hoffen.

Das heilige Haus von Nazareth in dem die Verkündigung durch den Erzengel Gabriel stattfand, wurde mit einer Marmorfassade umbaut. Das Haus hat nur 3 Wände, weil es in Nazareth vor einer Höhle gestanden haben soll. In den Wänden befinden sich hebräische Schriftzeichen. Es gibt keinerlei Informationen über die tatsächliche Herkunft der Mauern. Zumindest hier scheint niemand den Transport durch Engel in Frage zu stellen.

Nachdem wir jetzt mit Ancona und Loreto zwei Haupsehenswürdigkeiten der Provinz Marken kennen, müssen wir beim nächsten Mal die riesige Fratelli-Höhle ansehen.

 

Denkengemälde in der Basilika

Fontana Maggiore

Decke des Palazzo

Bei Modena entdecken wir ein tolles, ruhiges Plätzchen für die Mittagspause an den Santa Anna Seen. Modena kennt man normalerweise nur durch den Balsamiko, aber es soll auch eine sehr sehenswerte Stadt sein. Außerdem hat es sogar einen Wohnmobil-Stellplatz. Also müssen wir uns das bei Gelegenheit einmal anschauen.

Von hier bis Malvaglia, unserem heutigen Tagesziel, sind es noch 320 km. Diesen See müssen wir uns als Zwischenstopp merken.

In Malvaglia haben wir im Ristorante Pizzeria Stazione leckere Pizza gegessen, allerdings sind die Preise in der Schweiz sehr hoch. 2 Pizzen, zwei dunkle Bier und 2 Wein für 48 Schweizer Franken.

1 Loreto N 43° 26′ 30,4″ O 13° 36′ 53,6″
2 Laghetti Sant’Anna N 44° 34′ 52,7″ O 10° 59′ 58,3″
3 Malvaglia Chiesa N 46° 24′ 10,9″ O 8° 59′ 0,9″

Strecke insgesamt: 608 km

Back to Italy

Unsere Grimaldifähre legt recht pünktlich in Igoumenitsa ab. Wir legen uns sofort aufs Ohr und Carmen verschläft wieder einmal die Abfahrt. Morgens werden wir wieder zum Frühstück geweckt und am Horizont ist schon Brindisi zu erkennen. So finden unsere Hunde das Fährefahren in Ordnung und auch für uns ist es so nur halb so langweilig, wie die lange Strecke nach Ancona.

Wir hatten ja einmal kurz darüber nachgedacht, den kleinen Milo mit zu nehmen. Zum Glück haben wir uns für einen legalen Weg zur Adoption des Kleinen entschieden. Wir wurden dieses Mal kontrolliert.

Wer Sally, die griechische Tierschützerin unterstützen möchte oder einen Hund von ihr möchte,
kann bei Little Friends Lefkas schauen. Sie gibt wirklich alles für die Tiere.

Unsere Mittagspause am Meer bei Vasto.

Unser heutiges Tagesziel heißt Loreto.

Loreto soll nach Rom der wichtigste Ort für katholische Christen sein. Einer Legende nach sollen Engel das Haus von Nazareth in dem die Verkündigung stattfand hierher getragen haben. Bei unserer Ankunft ist es leider schon dunkel, daher verschieben wir die Stadtbesichtigung auf morgen früh. Wir besorgen nur noch eine leckere Pizza und damit klingt der Tag aus.

1 Fährhafen Igoumenitsa N 39° 29′ 20,4″ O 20° 15′ 26,7″
2 Fährhafen Brindisi N 40° 38′ 47,9″ O 17° 57′ 32,6″
3 La Sirenetta N 42° 6′ 27,6″ O 14° 43′ 2,0″
4 Loreto N 43° 26′ 30,4″ O 13° 36′ 53,6″

Strecke insgesamt: 552 km
Strecke der Fähre: 247 km

Fazit

Reisezeit

Wir hätten nicht gedacht, dass das Wetter so spät im Jahr noch so fantastisch sein kann. Es hat nicht geregnet, der Himmel war blau und die Temperaturen waren angenehm mild. Was uns überrascht hat, wie viele andere Wohnmobile unterwegs sind. Nicht, dass es überfüllt gewesen wäre, aber nur selten waren wir irgendwo ganz alleine. Daher haben wir viele Leute kennengelernt und uns oft mit anderen Leuten unterhalten. Lediglich die Windverhältnisse waren um diese Zeit schlecht. Es gab nur einmal schwachen Kitewind für Uwes große Matte.

Stellplätze

Die Campingplätze sind um diese Zeit alle geschlossen, aber alle Freistehplätze kann man stressfrei benutzen. Wir standen nie irgendwo alleine. Das war vor 10 Jahren um diese Jahreszeit noch ganz anders. Wir sind bekennende Wassersparer und Frischwasser findet man in Griechenland fast überall. Zum Entsorgen nutzen wir Autobahntoiletten. Vielleicht nicht soo 100% legal, aber wir haben ja keinerlei Chemikalien in unserem Toilettentank.

Sehenswürdigkeiten und notwendige Aktivitäten

Wir haben uns eigentlich nichts Neues angeschaut, sondern ein bisschen in Erinnerungen geschwelgt.
Griechenland gehört ja zur EU und naiv wie wir sind, glaubten wir, dass wir uns im Behördendschungel durchkämpfen können.
Aber ohne Unterstützung von Nicola & Jannis hätten wir das nicht so schnell geschafft. DIe Uhren ticken hier doch ganz anders.
Als Tourist nimmt man das überhaupt nicht war, aber wenn man die Unterstützung von Ämtern und Banken braucht, merkt man das ganz schnell.

Unsere Aktivitäten:

  • Strände, Strände, Strände …
  • Limni Plastira
  • 2 Shelter
  • Iofos Amplianos Grabstätte aus dem 12.Jahrhundert vor Christus
  • Welpen gefunden
  • Felsen von Lefkas
  • Dance of Zalongo
  • Kassiope – antike Stadt aus dem 3. Jahrhundert vor Christus.
  • griechische Anwalts- und Notarbüros (entschieden chaotischer als deutsche Büros)
  • Piräus-Bank
  • Steuerberater Hrisis

Zusammenfassung

Unser vorrangiges Anliegen für diese Reise war ja die Abwicklung des Hauskaufs. Da sind wir uns einig geworden, auch wenn eine kurze Flugreise im Dezember dazu kommt, um die letzten Formalitäten zu erledigen.

Trotzdem hatten wir auch sehr viele richtig entspannte Urlaubstage. Die Mischung war wirklich perfekt, einige Abenteuer inbegriffen. Wir haben einen zuckersüßen Welpen auf der Straße gefunden und ihn eine Woche lang gehätschelt und umsorgt. Eine tolle Erfahrung, die wir nie vergessen werden. Und wir hoffen, dass wir das Beste für ihn erreicht haben. Wir haben ihn bei einer Engländerin abgegeben, die ihn weiter versorgt und ihn in ein gutes Zuhause vermitteln kann.

Außerdem haben wir bei Evi im Shelter von Karditsa noch Spenden abgegeben, weil es uns einfach wichtig ist, dass der Tierschutz hier im Land einen höheren Stellenwert bekommt.

Wir waren wie immer sehr aktiv, haben alte Bekannte getroffen und neue Freunde gefunden und waren sehr glücklich und zufrieden.

Abschiednehmen

Heute geht es zur Fähre, aber zuerst müssen wir noch unsere Übersetzungen abholen. Heiratsurkunde und Telefonrechnung. Genau! Das braucht man in Griechenland für alles Mögliche. Warum genau? Das wissen selbst die Griechen nicht. Ist eben so! Ohne eine übersetzte Telefonrechnung kann man hier in Griechenland kein Konto eröffnen. Und da beschweren wir uns über die übermäßige Bürokratie in Deutschland. Angeblich gilt es als Beleg für die Richtigkeit der Adresse. Eine Meldebescheinigung kennt man hier möglicherweise nicht. Wir wissen es nicht so ganz genau. Aber nach 2 Stunden Chaos haben wir alles geschafft. Jetzt müssen wir nur noch einmal im Dezember hierher fliegen, den Zustand des Hauses nochmals checken, unterschreiben und den Schlüssel in Empfang nehmen. Hört sich einfach an und hoffentlich wird es das auch. Dann fahren wir nach Igoumenitsa.

Traditionell warten wir in Drepano auf die Fähre.

Wir würden am liebsten hier bleiben und wollen nicht zurück zu Nebel, Regen und Kälte. Wir hoffen, dass es vorerst der letzte nasskalte Winter sein wird.

1 Paralia Fraktis N 39° 0′ 39,5″ O 20° 55′ 30,7″
2 Paralia Drepano N 39° 30′ 53,5″ O 20° 12′ 47,4″

Strecke insgesamt: 146 km