Koronisia

Für heute hatten wir eigentlich den Plan zu schauen, wo es zum Hades geht. Das machen wir bei jedem Griechenlandurlaub so. Heute ist es entgegen jeder Wetter-Prognose allerdings bedeckt. Also gehen wir erst einmal in den Supermarkt

Aber kaum ist das Geschirr gespült und der Plausch mit den Nachbarn beendet, scheint wieder die Sonne.

Der Archaron bringt sehr viel Süßwasser in diese Ebene. Eigentlich wird immer behauptet, dass der Eingang zum Totenreich an den Quellen lag und wir haben uns immer gefragt, wieso man das bei dem glasklaren Flüsschen annehmen konnte. Aber das ist vermutlich ein Irrtum. Man nimmt an, dass diese Ebene früher ein unüberwindlicher Sumpf war und für diesen gruseligen Sumpf brauchte man den Fährmann.

Vom Parkplatz aus läuft man durch ein schattigen Wäldchen bis es auf dem Landweg nicht mehr weiter geht.

Irgendwann geht es nur noch durchs Wasser weiter und zum Schluss ist sogar schwimmen angesagt.

Hier gibt es natürlich wieder hungrige Streuner, die gerne bei uns bleiben wollen.

Einen Frappé müssen wir natürlich auch noch trinken.

Anschließend fahren wir nach Koronisia, offroad natürlich, weil Carmen beim Karte lesen, wieder einmal nicht alle Fakten berücksichtigt hat. Aber eigentlich war das ja Uwes Wunsch mehr offroad unterwegs zu sein.

Und uralte Amphitheater sieht man dabei natürlich auch noch.

In Koronisia sind wir mit Andy und Becca verabredet, die wir vor 3 Jahren in der Westsahara kennen gelernt haben.

Und so gibt es zuerst einmal ein Candle light Dinner am Strand.

1 Ammoudia N 39° 14′ 24,6″ O 20° 28′ 50,9″
2 Acheron N 39° 19′ 42,1″ O 20° 37′ 20,2″
3 Koronisia N 39° 0′ 48,7″ O 20° 54′ 58,1″

Land in Sicht

Wir haben bis nach 8 Uhr ruhig in unserer Kabine geschlafen und wie erwartet ist schon die albanische Küste in Sicht. Wir befinden uns auf der Höhe von Himarè. Es wird also sicher 11 Uhr bis wir in Igoumenitsa einlaufen. Wir lesen noch in unserer Kabine, wir haben ja sonst nichts zu tun. Um 10 Uhr schiebt sich die Olympic Champion zwischen das Festland und Korfu.

Das ist die Insel Korfu.

Um 11 Uhr 30 sind wir da.

Unsere erste Amtshandlung in Igoumenitsa ist jedes Mal in einer Bäckerei Schafskäseteilchen zu kaufen und zum Drepano Beach zu fahren. Der Drepano Beach ist ein feinsandiger Traum und das Wasser ist lauwarm, weil man ungefähr 100 m laufen muss, bis es tief wird. Ideal für erfrischende Fußbäder.

Nach einer angemessenen Lesepause kommt dann auch noch auflandiger Kitewind auf. Fast zuviel Annehmlichkeiten für einen Tag.

Schlafen wollen wir in Drepano allerdings nicht. Wir wurden hier schon von der Polizei weggeschickt. Also fahren wir nach Ammoudia. In der Hochsaison kann man dort eigentlich nicht stehen, aber jetzt müsste es noch gehen.

Ammoudia ist ein winziges Fischerdorf mit 300 Einwohnern und lebt heutzutage hauptsächlich vom Tourismus. Der Name bedeutet übrigens übersetzt Sandstrand und genau das trifft es: die Bucht ist halbmondförmig und sandig, ursprünglich wohl ein sicherer natürlicher Hafen. Auf unserem Navi kann man das gut erkennen. Hier mündet der Archaron zu dessen Quelle wir morgen wandern werden.

Fähre Ancona – Igounenitsa

1 Drepano Beach N 39° 30′ 51,6″ O 20° 12′ 53,6″
2 Ammoudia Beach N 39° 14′ 24,6″ O 20° 28′ 50,9″

Wir überqueren die  Adria mit der Fähre

Unser Übernachtungsplatz Fano liegt nur 50 km von Ancona entfernt. Also können wir es ganz entspannt angehen. Die Fähre soll um 16.30 Uhr starten. Wir können also ganz gemütlich schwimmen, frühstücken und das Meer genießen. Für einen Tag finden wir das auch super, aber einen ganzen Urlaub können wir so nicht verbringen.

Nach dem Mittagessen machen wir uns auf zum Hafen. Wir haben in Ancona schon ganz fürchterliches Chaos im Hafen erlebt und haben deshalb lieber einen Zeitpuffer.

Check in ist jetzt wirklich super organisiert und in 5 Minuten erledigt. Allerdings hat die Fähre Verspätung und wir müssen uns noch ein bisschen die Zeit vertreiben. Also fahren wir zur Cathedrale di San Ciriaco. Unser Navi geht wieder einmal davon aus, dass wir in einem Fiat 500 unterwegs sind und manövriert uns in winzige Altstadtgassen. Uwe bringt ja so schnell nichts aus der Ruhe, aber das ist dann selbst ihm zuviel (oder besser gesagt zu eng) und Carmen übernimmt die Navigation mit Google.

Im Hafen reihen wir uns dann in die obligatorische Schlange ein und warten.

Da oben waren wir eben noch.

Um 16 Uhr kommt die Fähre an.

Unser Schiff heißt Olympic Champion und jetzt versteht ihr sicher, aus welchem Grund wir bei manchen Schildern in Griechenland anhalten müssen. Es dauert immer ein bisschen länger bis wir alles entziffert haben.

Um 17 Uhr ist dann das Entladen vorbei und es geht für uns an Bord. Uwe und ich müssen uns trennen, ich muss mit Sanna zu Fuß an Bord und in die Kabine einchecken, Uwe fährt Elsa an Bord.

Mit 3 h Verspätung starten wir.

1 Fano N 43° 50′ 9,9″ O 13° 2′ 32,0″

Nächste Station: Mittelmeer

Wir haben wunderbar geschlafen und total leckeres Brot bekommen und genießen das Bilderbuchwetter in Malvaglia. Wenn wir mal in Rente sind, müssen wir hier auch einmal verweilen, weil die Gegend durchaus mehr zu bieten hat.

Das ist die hübsche Kirche, der Malvaglia Chiesa seinen Namen zu verdanken hat.

Hinter der Kirche kann man in die Weinberge wandern.

Wir geben als nächste Station einen Ort in der Poebene ein, an dem wir eine Mittagspause einlegen wollen. 300 km hat uns Minchen gelehrt, sind da ein gutes Maß.

Wir landen am malerischen Curielsee bei Campogaliano, bummeln und essen ein sehr leckeres Eis. Hier sind es bereits 28 Grad.

Schwäne und Schildkröten gibt es hier auch.

Unser Etappenziel für heute heißt Fano und liegt bereits an der Adria. Wir finden noch einen Stellplatz direkt am Meer und nehmen erst einmal ein Fußbad.

Es sind angenehme 22 Grad und wir sitzen mit den Füßen im Wasser am Meer und genehmigen uns einen Aperitif.

1 Malvalgia N 46° 24′ 11,1″ O 8° 59′ 0,1″
2 Fano N 43° 50′ 9,9″ O 13° 2′ 32,0″

Wir sind dann mal wieder weg

Endlich starten wir wieder zu einer richtigen Reise: Griechenland, Albanien, Bosnien, Kroatien, Italien und wieder zurück. Eigentlich war diese Tour genau vor 2 Jahren geplant, aber dann kam bekanntlich der Lockdown und wir sind 2020 nur in Dänemark und Holland gewesen und sonst nur im Garten. Jetzt dürfen wir endlich wieder!! Unser kleines Minchen haben wir schweren Herzens in Köln abgegeben. Schon am Dienstag! Zuerst war unser Schwiegersohn beunruhigt, weil sie übermäßig brav war, aber das hat sich zum Glück schnell geändert. Also starten wir ganz entspannt und freuen uns auf die ersten 500 km ohne Zwischenstation wegen einer zitternden Hundemaus. Sanna ist zum Glück eine ganz relaxte Beifahrerin. Wir füllen an der Tankstelle noch unseren Gastank und dann fahren wir endlich los.

Unser Tagesziel liegt auf der Alpensüdseite, sozusagen im Tessin. Wir wollen immer zuerst durch den Gotthardtunnel durch, bevor wir uns aufs Ohr legen. Und so haben wir vor etlichen Jahren ganz alleine mit Hilfe von Google Maps diesen Traum-Übernachtungsplatz gefunden und all die Jahre Stillschweigen darüber gewahrt. Wir waren immer ganz alleine dort, aber jetzt hat ihn jemand auf park4night geteilt und das ist oft das Ende vieler schöner Plätze. Es ist ein sehr ruhiger Übernachtungsplatz bei der Pizzeria Stazione und einem tollen Bäcker. Für die Durchreise ist das ideal. Mehr brauchen wir nicht. Laut park4night gibt es dort sogar eine öffentliche Toilette, aber das ist uns noch gar nicht aufgefallen, weil wir lieber auf unsere eigene Toilette gehen.

Weil heute Freitag der 13 ist, muss Uwe schon kurz hinter Saarbrücken seine Papiere zeigen und einen Alkoholtest machen und wird ermahnt, weil er barfuß fährt. Aber alles kostenlos. Da haben wir noch mal Glück gehabt. Ansonsten verläuft die Fahrt ruhig und entspannt.

Wegen des obligatorischen Staus vor dem Gotthardtunnel, wird es 21:30 Uhr bis wir in Malvaglia eintreffen. Aber es sind noch sehr milde 20 Grad. Die Grillen zirpen und wir verspeisen unser Standardessen für den ersten Urlaubstag: Pizza Quatro Formaggi und Pizza Siciliana und Carmen ist wie jedes Mal begeistert, wie weit sie hier mit ihren marginalen Italienischkenntnissen kommt. So muss ein erster Urlaubsabend sein.

1 Saarbrücken
2 Malvalgia N 46° 24′ 11,1″ O 8° 59′ 0,1″

Angelhofer Altrhein

Unser Geheimplätzchen am Otterstädter Altrhein war auch wieder sehr angenehm und ruhig. Von hier sind es nur ein paar Kilometer bis zur Einsatzstelle beim Campingplatz Reffenthal.

Übernachtungsplatz

Blick aus dem Womo zum Otterstädter Altrhein.

Noch ist es himmlisch ruhig.

Auch heute gestaltet sich die Suche nach der Umtragestelle zum Rhein wieder schwierig.

Wir müssen dem Verein in Ketsch schreiben und es noch einmal versuchen.

Ein toller Tag!
Nach dem Mittagessen lassen wir den Tag am Strand ausklingen.

Fazit
Es war ein toller Kurzurlaub. Wir haben zwar manche Einstiege und Umtragestellen nicht gefunden, aber bis zum nächsten Mal werden wir das in Erfahrung bringen. Eine schöne Tour ist auch von Ketsch zur Kollerfähre, dort den Rhein überqueren und in den Otterstädter Altrhein. An der Altrhein Klause ist eine Einsatzstelle. Allerdings braucht man dann ein 2. Auto oder ein Wägelchen , um das Boot transportieren zu können. Die Umtragestelle an der Angelstädter Rheinbrücke müssen wir auch noch in Erfahrung bringen. Bei Google Map sieht es so aus, als könnte man diese Stelle mit dem Auto erreichen. Man kann dann das Boot bis zum Rhein tragen und auf der richtigen Rheinseite bis zum Angelstädter Altrhein fahren.

Wir werden sicher noch einmal wieder kommen.

1 SC Otterstadt N 49° 22′ 21,7″ O 8° 27′ 48,4″
2 Saarbrücken

Paddeltour Angelhofer Altrhein

Umrundung der Leberwurstinsel

Wir haben wieder eine ruhige Nacht an der Kollerfähre verbracht.  Für nächtliche Partys ist es zum Glück wohl noch zu kalt. Gestern Abend waren zwar einige Jugendliche hier, aber gegen 10 Uhr wurde es ihnen wohl zu ungemütlich. Heute wollen wir mit der Fähre zur Kollerinsel übersetzen und die Einstiege für Paddler suchen.

Die Überfahrt mit der Fähre ist schnell erledigt, aber dann gehen die Probleme los. Der anvisierte Inselcamping ist ausgebucht und der Zugang zum Wasser eher mühsam. Also fahren wir nach Otterstadt. Eine offizielle Stelle zum Einsetzen finden wir nicht, aber immerhin einen Notbehelf.

Von hier erkunden wir den Otterstädter Altrhein mit seinen zahlreichen Inseln.

Wir umrunden einen Schwimmbagger für den berühmten Rheinsand und Rheinkies, den man hier als grünen Punkt in der Ferne sieht.

Aber leider sind hier die Campingplätze entweder hässliche Dauercampersiedlungen oder voll und die Einsatzstellen sind oft nicht öffentlich zugänglich. Zum Schlafen kehren wir zu unserer illegalen Einsatzstelle zurück, weil wir sonst nichts gefunden haben und morgen noch einen anderen Altarm abpaddeln wollen.

Aber die Aussicht aus unserem Schlafzimmerfenster ist auch heute Abend grandios.

1 Kollerfähre N 49° 23′ 32,8″ O 8° 30′ 5,1″
2 SC Otterstädt N 49° 22′ 21,7″ O 8° 27′ 48,4″

Paddeltour Otterstädter Altrhein

Paddeln

Wir haben an der Kollerfähre sehr ruhig übernachtet und wachen mit wunderbarer Sicht auf den Rhein auf. Dieser Stellplatz ist ein wenig umstritten: Manche finden es toll, andere stören die Schiffsgeräusche und in lauen Sommernächten treffen sich hier auch Jugendliche zum Feiern.

Wir müssen jetzt weiter nach einer geeigneten Stelle zum Paddeln suchen. Alles nicht so einfach!

Wir fahren zum Wassersportclub Ketsch und fragen, ob wir auf deren Gelände dürfen. Und das klappt dann. Wir bekommen viele gute Tipps und einen Plan der Altrheinarme.

Handgepäck/Hundgepäck

Eigentlich sollten die Hunde mit, aber Mina zappelt so und springt sofort wieder raus. Es ist zwecklos mit ihr. Also lassen wir die 2 Hunde im Wohnmobil.

Zuerst paddeln wir in Richtung Ketsch mit der Strömung.

Dann geht es gegen die Strömung zurück zum Rhein. Das Queren des Rheins gegen die Strömung heben wir uns für das nächste Mal auf.

Zum Mittagessen fahren wir an den Rhein. Herrlich!

Nach einem intensiven Lesetag geht es wieder zurück zur Kollerfähre.

Paddeltour Ketscher Rheininsel

Uwes Geburtstagsevent

Die Nacht auf dem Spelzenhof war extrem ruhig.

Nach dem Frühstück fahren wir nach Speyer zu einem tollen Stellplatz am Rhein. Aber dort ist Kirmes und kein Platz. Also parken wir am Technikmuseum.

Bis zur Innenstadt ist es nicht weit. Wir treffen uns mit Mischa in einem Eiscafé in der Fußgängerzone.

Vor dem romanischen Dom warten schon Fluß-Kreuzfahrt-Touristen auf die Domführung.

Die Fußgängerzone von Speyer ist wirklich sehenswert.

Anschließend fahren wir nach Ketsch zum Rhein-Altarm und es gibt erst einmal Geburtstagskuchen.

Dann machen wir einen Spaziergang über die Ketscher Rheininsel.

Der Rhein hat ziemlich viel Strömung. Also haben wir stromaufwärts keine Chance. Außerdem haben wir immer noch keine Einsatzstelle für unser Paddelboot gefunden.

Knoblauchduft

Zum Abendessen geht es an die Kollerfähre.

Wir essen Spaghetti Carbonara, bringen Mischa zurück zum Bahnhof und kehren zurück zu unserem Fährenstellplatz.

1 Altdorf N 49° 17′ 16,8″ O 8° 13′ 13,0″
2 Kollerfähre N 49° 23′ 32,8″ O 8° 30′ 5,1″

Osterferien

Letzes Jahr gab es an Ostern noch ein Beherbungsverbot, das auch für Wohnmobil-Stellplätze galt. Dieses Jahr sind die Inzidenzen zwar wesentlich höher, aber reisen ist wieder erlaubt. Deshalb wollen wir zum Rhein bei Speyer. Wir haben unser Paddelboot auf dem Dach und wollen heute erst einmal zu einem Winzer östlich von Landau. Morgen sind dann Speyer und das Paddelrevier nur noch einen Steinwurf entfernt.

Wir stehen in Altdorf beim Winzer, sehr ruhig und direkt bei den Reben.

Beim nächsten Mal müssen wir hier essen. Die Speisekarte ist wirklich vielversprechend.

1 Saarbrücken
2 Spelzenhof N 49° 17′ 16,8″ O 8° 13′ 13,0″