Fazit Kreta

Wir wollten den Februar hier verbringen, um dem Regenwetter in Koronisia zu entgehen. Dieser Plan hat definitiv funktioniert. Wir hatten hier fast keine Regentage und es war oft frühlingshaft warm. Nicht unterschätzen darf man allerdings den kretischen Wind, vor allem den Nota, den sehr ruppigen Südwind, der das gesamte Wohnmobil zum Wackeln bringt. An einem Nachmittag brachte er sogar Saharastaub mit.

Die Stellplatzsituation ist ganz entspannt. Es gab nirgendwo Probleme. Um das Campingverbot kümmert sich kein Mensch.

Allerdings ist uns Kreta entschieden zu touristisch. An der Nordseite reiht sich Ressort an Ressort, vor allem zwischen Chania und Malia. Die Südküste ist entweder schwer zugänglich und bergig und alle besser zugänglichen Orte sind touristisch genutzt, im Februar allerdings Geiserorte ohne Leben. Wir haben viele hübsche Orte und Schluchten gesehen, aber nichts was wir so fantastisch fanden, dass wir noch einmal kommen würden. Wir haben meistens tolle Stellplätze gefunden und uns wirklich wohl gefühlt und die Reise genossen. Aber im Sommer ist es sicher fast wie Mallorca. Einfach zu viel und ganz sicher auch zu voll. Uns gefällt das jedenfalls nicht.

Am besten fanden wir die Südwestküste.

– Schöne Schluchten:
– Aradenaschlucht
– Richtisschlucht
– Prevelistal mit Palmenwald
– Mylonawasserfall
– Sarakenaschlucht
– Sehenswerte Strände:
– Elafonissi
– Balos
– Tropfsteinhöhle Agias Paraskevi
– Fortezza von Rethymnon ist sehenswert
– Gortyn Ausgrabungsstätte
– Chania fanden wir nicht besonders schön.
– Palast von Knossos kann man sich auch sparen.
– den Palmenwald aus der Bountywerbung braucht man sich auch nicht anzusehen.
– Hippieort Matella lohnt nur einen kurzen Stopp

Die berühmte kretische Küche konnten wir nur ein einziges Mal kosten, da in der Nebensaison die meisten Tavernen verwaist sind.

Kreta-Verlängerung

Eigentlich sollten wir schon lange auf dem Weg nach Githion sein. Das Schiff liegt im Hafen. Wir dürfen nicht an Bord. Keiner weiß was. In Griechenland ticken die Uhren anders. Mal sehen, wie es weitergeht.

Die Aussicht aus dem Wohnmobil ist schön und die Sonne scheint. Es könnte also schlimmer sein.

Wir setzen uns an den wunderschönen Strand und lesen.

Was wir auch versuchen, Anrufe hier und da, wir hören nichts und fahren noch einmal zum Schiff.

Dort sehen wir das Malheur! Ein Leck!
Aber nach etwas Schweißarbeit und einem Eimer Farbe ist das Schiff wieder repariert und wir bekommen eine Nachricht, dass wir um 18:00 Uhr ablegen. Also noch schnell ins Fährbüro und die Tickets ausdrucken lassen (das geht für Wohnmobile nicht online) und schon sind wir auf der Fähre.

Hundebesitzer müssen ins Freie

Wir sind mit Kissen und Decken gut gerüstet.

Um 18 Uhr mit 10 Stunden Verspätung laufen wir aus.

Wir dösen bis 1 Uhr in der Nacht und suchen uns anschließend ein stilles Plätzchen.

1 Limáni Kavonisíou N 35° 31′ 2,3″ O 23° 38′ 8,0″
2 Paralía Glóssa N 36° 47′ 43,5″ O 22° 36′ 0,6″

Strecke insgesamt: 185 km, davon mit der Fähre 175 km